Pannenhilfe

Die besten Alternativen zum ADAC

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuwagenbesitzer brauchen in den ersten Jahren nach dem Kauf keine Mitgliedschaft im ADAC – sie sind in der Regel durch die Mobilitätsgarantie des Herstellers abgesichert.
  • Eine günstige Alternative zum ADAC sind Schutzbriefe von Ihrer Kfz-Versicherung. Sie kosten oft nur einen Bruchteil des ADAC-Mitgliedbeitrags und bieten ähnliche Leistungen.
  • Außer dem ADAC gibt es weitere Automobilklubs in Deutschland. Empfehlenswert ist der Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub. Sein Klubbeitrag ist deutlich niedriger als der des ADAC.
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Viele ADAC-Mitglieder ärgern sich über den krisengeschüttelten Autoklub und wollen außerdem dessen Lobbyarbeit zum Beispiel gegen Tempolimits nicht länger unterstützen – doch die Furcht vor einer Panne scheint ungleich größer zu sein. Dabei gibt es gute Alternativen zur Pannenhilfe der „gelben Engel“. Darunter sind Angebote, die trotz ähnlicher Leistungen deutlich günstiger sind.

Neuwagenkäufer brauchen keine ADAC-Mitgliedschaft

Wenn Sie ein Auto neu gekauft oder geleast haben, sind Sie bei Pannen meist durch die Mobilitätsgarantie des Herstellers abgesichert. In Ihren Dokumenten, die Sie beim Autokauf erhalten haben, steht die Telefonnummer, die Sie im Pannenfall anrufen müssen.

Die Mobilitätsgarantie umfasst im Normalfall neben der Pannenhilfe auch das Abschleppen zur Werkstatt und falls nötig die Kosten für einen Leihwagen. Die Garantielaufzeit ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich; oft beträgt sie drei Jahre und ist meist mit der Auflage verknüpft, die vorgeschriebenen Wartungen in einer Vertragswerkstatt ausführen zu lassen.

Wenn Sie sich daran halten, benötigen Sie keine ADAC-Mitgliedschaft, um Pannenhilfe zu erhalten. Sie können bedenkenlos austreten. Dazu reicht ein formloses Schreiben mit Angabe der Mitgliedsnummer an

ADAC
Mitgliederservice
81360 München

Fax: 089/76766346
E-Mail: servicesplitterDo not spamadac.de

Oder Sie nutzen einen Kündigungsdienst im Internet. Dort tragen Sie einfach Ihre Adresse und Mitgliedsnummer ein. Der Dienst kündigt Ihre Mitgliedschaft dann für Sie.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Digitales

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Kfz-Schutzbrief bietet Pannenhilfe für wenig Geld

Wenn die Mobilitätsgarantie Ihres Autos abgelaufen ist oder Sie Ihr Auto nicht immer zum Vertragshändler bringen wollen, kann ein Schutzbrief Ihrer Kfz-Versicherung eine günstige Alternative zur ADAC-Mitgliedschaft sein. Die Kosten für einen Kfz-Schutzbrief liegen bei vielen Direktversicherern zwischen 7 und 19 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Der Jahresbeitrag für die einfache ADAC-Mitgliedschaft beträgt 49 oder 84 Euro – je nachdem, ob die Pannenhelfer nur in Deutschland oder weltweit ausrücken sollen.

Ein Schutzbrief Ihrer Versicherung bietet ähnliche Leistungen wie der ADAC: Pannenhilfe und Abschleppen sowie gegebenenfalls Übernahme der Kosten für Übernachtung und Mietwagen. Allerdings bezahlen die meisten Versicherer die Kosten nur bis zu einer bestimmten Grenze. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie exemplarisch die Leistungen des Schutzbriefes von Huk24 im Vergleich zur ADAC-Mitgliedschaft. Beachten Sie, dass Schutzbriefe immer nur ein bestimmtes Fahrzeug absichern, während die ADAC-Mitgliedschaft nicht an ein spezielles Auto gebunden ist.

Beispiel: Schutzbrief (Huk24) im Vergleich zur ADAC-Mitgliedschaft

    Schutzbrief   ADAC   ADAC Plus
Preis / Jahr   8 €   49 €   84 €
Geltungsbereich der Pannen- und Unfallhilfe   Europa und Mittelmeerstaaten   Deutschland   Europa und Mittelmeerstaaten
             
maximale Kostenübernahme:            
Pannenhilfe   150 €   300 €   300 €
Abschleppen   200 €   300 €   300 €
Übernachtung   100 € pro Person und Nacht   0 €   85 € pro Person und Nacht
Mietwagen   80 € am Tag   0 €   52 € am Tag

Quelle: Huk24, ADAC (Stand: 27. Januar 2017)

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Andere Autoklubs sind günstiger als der ADAC

Ist Ihr Wagen sehr alt, kann es sein, dass Sie keinen Schutzbrief mehr von Ihrer Kfz-Versicherung bekommen. In dem Fall bleibt Ihnen fast nur die Mitgliedschaft in einem Automobilklub, wenn Sie sich mit einem pauschalen Jahresbeitrag im Pannenfall absichern wollen. Gerade bei älteren Fahrzeugen kann sich das lohnen, da sie häufiger liegenbleiben.

Der ADAC ist zwar der größte Automobilklub in Deutschland, aber nicht der einzige. Die folgende Übersicht zeigt die jeweiligen Mitgliedsbeiträge für die Pannen- und Unfallhilfe in Deutschland und Europa.

Übersicht Automobilklubs (Preise gerundet)

  Jahresgebühr Deutschland Jahresgebühr Europa Umfang Pannenhilfe
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC) 49 € 84 € auf 300 € begrenzt
Auto-Club Europa (ACE) 63 € 63 € auf 105 € begrenzt
Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) 80 € 80 € unbegrenzt
Automobil-Club Verkehr (ACV) 60 € 60 € unbegrenzt
Automobilclub von Deutschland (AvD) 35 € 65 € max. 1 Schadenfall pro Jahr im Deutschland-Tarif
Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub (BAVC) 39 € ab 39 € unbegrenzt
Kraftfahrer-Schutz (KS/Auxilia) 27 € 27 € auf 90 € begrenzt
Mobil in Deutschland 24 € 54 € max. 1 Schadenfall pro Jahr im Deutschland-Tarif
Verkehrsclub Deutschland (VCD) ab 85 € ab 85 € auf 100 € begrenzt

Quelle: Unternehmensangaben (Stand: 3. August 2015)

Wie die Tabelle zeigt, sind die Mitgliedsbeiträge der alternativen Autoklubs zum Teil deutlich niedriger als die des ADAC. Allerdings gibt es hier und da auch einen Haken. So werden die Kosten teilweise nur bis zu einem relativ geringen Betrag übernommen und manchmal ist die Leistung auf einen Fall pro Jahr beschränkt.

Pannenhilfe mit Halleluja

Tipp

Hotline anrufen

Fordert ein Mitglied Pannen- und Unfallhilfe über die BAVC-Hotline an, übernimmt der Klub die Kosten in unbegrenzter Höhe. Eine Obergrenze von 300 Euro greift nur dann, wenn die Pannenhelfer selbst gerufen werden, ohne den Automobilklub zu informieren.

Eine günstige Mitgliedschaft ohne Fallstricke fanden wir beim Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub (BAVC). Ursprünglich gegründet wurde der Klub für den Berufsstand der Pfarrer – heute kann jedermann Mitglied werden. Sie erhalten dort bereits in der Basis-Mitgliedschaft europaweit Pannen- und Unfallhilfe; außerhalb Europas zahlt der Klub bei einer Panne einen Zuschuss von 200 Euro. Die BAVC-Basis-Mitgliedschaft kostet jährlich 39 Euro. Zum Vergleich: Der ADAC verlangt für internationale Pannenhilfe mehr als doppelt so viel – 84 Euro im Jahr.

Gegen einen Jahresbeitrag von rund 56 oder 59 Euro können BAVC-Mitglieder in Europa oder weltweit zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen. Dazu zählen Hotelübernachtungen oder ein Mietwagen sowie der Krankenrücktransport nach einem schweren Unfall.

Die Bruderhilfe setzt auf die „Silbernen Engel“ des Dienstleisters Assistance Partner mit einer Flotte von 1.700 Pannenhilfe-Fahrzeugen. Mit Assistance Partner hat der BAVC vereinbart, dass spätestens nach 30 Minuten ein Pannenfahrzeug am Schadenort ist. Bei Staus oder sehr schlechtem Wetter kann es jedoch auch länger dauern.

Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub (BAVC)
Pannen- und Unfallhilfe

  • bereits der Basis-Tarif für 39 € im Jahr enthält europaweite Pannen- und Unfallhilfe sowie Fahrzeugbergung in unbegrenzter Höhe
  • bei Pannen außerhalb Europas 200 € Kostenzuschuss
  • nicht auf eigenes Auto beschränkt, auch für Mietwagen, Krafträder, Trikes, Quads
  • 1.700 Pannenhelfer der „Silbernen Engel“

So haben wir ausgewählt

Die ADAC-Alternative, die wir empfehlen, muss mindestens europaweite Pannen- und Unfallhilfe bieten und über eine ausreichende Flotte an Pannenhilfe-Fahrzeugen verfügen oder entsprechende Vereinbarungen mit Partnerunternehmen haben. Im Fall unserer Empfehlung BAVC handelt es sich um die Flotte des Dienstleisters Assistance Partner mit 1.700 Fahrzeugen. Im Pannenfall hat der von uns empfohlene Autoklub in der Regel alle Kosten zu tragen. Der Mitgliedsbeitrag der Finanztip-Empfehlung muss deutlich niedriger sein als der entsprechende Tarif des ADAC.

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.