In Aktien anlegen

Warum auch Sie erfolgreich mit Aktien anlegen können

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt wegen der niedrigen Zinsen um Aktien nicht herum.
  • Weil Aktienkurse kurzfristig stark schwanken können, sollten Anleger nur Geld investieren, das sie in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren nicht brauchen.
  • Legen Sie Ihr Geld nicht nur in einer oder wenigen Aktien an, sondern in einer Vielzahl von Unternehmen – das senkt das Verlustrisiko.
  • Fonds bieten einen einfachen Einstieg in den Aktienmarkt.

So gehen Sie vor

  • Machen Sie sich mit Aktien als Anlageform vertraut.
  • Überlegen Sie sich, ob Sie bei zwischenzeitlichen Verlusten ruhig schlafen können.
  • Einsteigern raten wir, einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf den MSCI World oder den Stoxx Europe 600 zu kaufen. 
  • Dazu benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Wir empfehlen Flatex oder Onvista Bank.
  • Wer monatlich einen kleinen Betrag in Aktien anlegen will, ist mit einem Sparplan gut beraten. Dafür empfehlen wir die Depots der DAB Bank, der Consorsbank und von Comdirect.
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Die Debatte um negative Zinsen für Bankeinlagen dürfte inzwischen fast jedem Sparer vor Augen geführt haben, dass man mit Tages- und Festgeld nicht mehr weit kommt. Für private Sparer sind die Zinsen zwar noch positiv. Doch inzwischen sind sie bei vielen Banken so niedrig, dass das Vermögen von Kaufkraftverlusten bedroht ist – wegen der Inflation. Ist die Teuerung höher als der Zins, sinkt der tatsächliche Wert des Ersparten von Jahr zu Jahr. Wer das nicht hinnehmen will, kann sein Geld zumindest auf Tages- und Festgeldkonten umschichten, deren Verzinsung über der Inflationsrate liegt. Solche Angebote sind rar, aber es gibt sie noch.

Mehr als der Werterhalt der angelegten Summe ist mit Zinsanlagen allerdings kaum möglich. Wer ein Vermögen aufbauen will, muss sich daher auch mit der Börse beschäftigen und auf riskantere Wertpapiere wie Aktien setzen, die Chancen auf höhere Erträge bieten. Dieser Ratgeber soll helfen, ein Gefühl für die Anlageklasse Aktien zu bekommen. Wir erklären Ihnen unter anderem, wie Kurse zustande kommen, wie Börsianer ticken, welche Rechte und Pflichten Sie als Aktionär haben und was es mit Risikostreuung auf sich hat.

Weshalb Sie Aktien brauchen

Ein entscheidender Faktor beim Vermögensaufbau ist der Zinseszinseffekt. Eine nennenswerte Wirkung entfaltet er erst ab einer Verzinsung von 5 Prozent und mehr. Solche Renditen waren in der Vergangenheit durchaus möglich, wenn auch Aktien im Portfolio enthalten waren.

Auf lange Sicht waren die Börsen keine Geldvernichtungsmaschinen, wie viele meinen, die immer nur auf den jüngsten Absturz schauen. Trotz aller Krisen haben sich Aktien langfristig als renditestarke Anlage bewährt. Im Vergleich zu sicheren Staatsanleihen und kurzfristigen Zinsanlagen warfen sie die höchsten Erträge ab, wie Studien belegen. Ein Indexfonds, der die Wertentwicklung des Weltaktienindex MSCI World abbildet, hat in den vergangenen 44 Jahren auf Eurobasis im Schnitt etwa 6,7 Prozent Rendite pro Jahr abgeworfen. Im MSCI-World-Index sind mehr als 1600 Unternehmen aus 23 Ländern enthalten. Finanzmarktforscher haben sogar bis 1900 zurückgerechnet und kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

Warum Aktienkurse langfristig steigen…

Eine berechtigte Frage ist natürlich, warum das auch in Zukunft so weitergehen sollte. Schließlich ist die Börsenentwicklung ungewiss. Niemand weiß, wo etwa der Weltaktienmarkt in ein paar Jahren stehen wird. Es gibt in der Wirtschafts- und Finanzgeschichte aber zwei Faktoren, die sich langfristig als stabil erwiesen haben und darauf hindeuten, dass Aktien auch künftig steigen werden. Einer davon ist das Wirtschaftswachstum.

Nach Berechnungen des inzwischen verstorbenen Wirtschaftshistorikers Angus Maddison wächst die Weltwirtschaft seit mehr als 2000 Jahren. In den ersten 1000 Jahren betrug das jährliche Wachstum im Schnitt nur 0,01 Prozent. Zwischen den Jahren 1000 und 1820 beschleunigte es sich auf 0,22 Prozent. Nach 1820 ging es dann rasant bergauf: Um 2,21 Prozent nahm die Menge aller produzierten Waren und Dienstleistungen durchschnittlich pro Jahr zu.

Wenn die Wirtschaft wächst, steigen auch die Gewinne der Unternehmen. Die Gewinne wiederum – das ist der zweite stabile Faktor – sind langfristig der Treibstoff für steigende Aktienkurse. Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass ein Unternehmen umso wertvoller ist, je höher die jährlichen Erträge sind. Diesen Zusammenhang bestätigt auch die Forschung. Studien zeigen, dass  Aktienkurse langfristig den Gewinnen folgen. Demnach können Anleger sich auch weiterhin die berechtige Hoffnung auf steigende Aktienkurse machen, solange die Weltwirtschaft weiter wächst.  

…und warum Aktienkurse kurzfristig stark schwanken

Aber das ist nur die sehr langfristige Perspektive. Auf kurze und mittlere Sicht, das heißt zwischen einem Monat und ein paar Jahren, bewegen sich Aktienkurse nicht unbedingt im Gleichschritt mit den Unternehmensgewinnen. Es ist möglich, dass die Aktienpreise über Jahre schneller steigen als die Gewinne und umgekehrt. Ende der 1990er-Jahre beispielsweise schossen die Aktienkurse durch die Decke, während die Profite der Unternehmen deutlich langsamer zunahmen. Das führte zu einer extremen Überwertung an den internationalen Börsen, in deren Folge die Kurse zusammenbrachen. Solche Beispiele zeigen, dass auf kurze bis mittlere Sicht die Gewinnentwicklung von anderen Faktoren überlagert werden kann, die das Kauf- und Verkaufsverhalten der Anleger bestimmen. Die wichtigsten Faktoren sind:

Zinsentwicklung – Den kurzfristig größten Einfluss haben die Notenbanken, die mit ihrer Geldpolitik das Zinsniveau beeinflussen. Sinkende Zinsen führen häufig zu höheren Aktienkursen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der gegenwärtige Wert der künftig ausgeschütteten Gewinne steigt. Das macht Aktien attraktiver. Auch im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen wie Festgeld und Anleihen erscheinen Aktien lukrativer, wenn die Zinsen nachgeben. Für Unternehmen sinken die Finanzierungskosten, Investitionen werden profitabler. Das wiederum nährt die Hoffnung auf höhere Gewinne. Steigende Zinsen wirken tendenziell in die entgegengesetzte Richtung.

Konjunkturdaten und Stimmungsindikatoren – Täglich prasseln zahllose Wirtschaftsdaten auf die Anleger ein. Ein Teil dieser Meldungen bewegt die Kurse. Dazu zählen Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung, zum Investitionsverhalten der Unternehmen oder zur Kauflaune der Verbraucher. Denn der private Konsum trägt in vielen Ländern maßgeblich zur Wirtschaftsleistung bei.

Herdenverhalten – An den Börsen gibt es immer wieder Moden, die die Kurse für kurze Zeit stark beeinflussen können. Ende der 1990er-Jahre gipfelte beispielsweise die Begeisterung für Internet- und andere Technologieunternehmen in einer Euphorie. Solche Trends sind aber letztlich nur Zwischenepisoden, wie die Börsengeschichte zeigt.

Risikobereitschaft – Wenn dunkle Wolken an den Märkten aufziehen wie 2008 während der Finanzkrise, bekommen es viele Anleger mit der Angst zu tun. Sie flüchten von riskanten in sichere Anlagen. Aktien werden verkauft. Das drückt die Kurse in den Keller. Macht sich dagegen Sorglosigkeit an den Börsen breit, greifen immer mehr Investoren zu – und die Kurse schießen immer weiter nach oben. Die Stimmung der Anleger kann stark schwanken.

Politik – Regierungen setzen wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Neue Gesetze und Verordnungen können sich positiv oder negativ auf den gesamten Aktienmarkt oder auf einzelne Branchen auswirken. Ein Beispiel ist die Liberalisierung der Finanzmärkte. Davon profitierten die internationalen Banken, deren Börsenwert im Vergleich zum Gesamtmarkt überproportional zunahm. Wegen der Finanzkrise drehte die Politik das Rad aber wieder zurück. Inzwischen beklagt die Bankbranche eine zu restriktive Regulierung. Die Kurse vieler Institute entwickelten sich in der Folge deutlich schlechter als der Gesamtmarkt. 

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An der Börse wird die Zukunft gehandelt

Für Aktieneinsteiger ist am Anfang oft verwirrend, wie neue Wirtschaftsdaten an der Börse interpretiert werden. Ein Unternehmen meldet zum Beispiel einen Rekordgewinn und der Aktienkurs fällt. Ein anderes Unternehmen meldet Verluste, und die Anleger stürzen sich auf dessen Aktien. Das erscheint absurd, ist es aber nicht. Denn an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Es geht um Erwartungen. Gegenwart und Vergangenheit interessieren kaum.

Anleger kaufen beispielsweise die Aktien eines Unternehmens, weil sie erwarten, dass diese Firma künftig höhere Gewinne machen wird. Falls dann das Unternehmen tatsächlich die Erträge im erwarteten Umfang steigert, wird das kaum noch Einfluss auf den Kurs haben. Fallen die Erträge gut, aber niedriger aus als erhofft, wenden sich manche Anleger enttäuscht ab – der Kurs fällt. Übertrifft der Konzern dagegen die Erwartungen, kann das zu weiter steigenden Kursen führen. Was für einzelne Unternehmen gilt, trifft auch für gesamtwirtschaftliche Daten zu. Fallen sie besser aus als erwartet, ist das gut für die Kurse und umgekehrt. Die Börse lebt von solchen Überraschungen. Sie bestimmen das Tagesgeschäft.

Verwunderung lösen auch immer wieder die regelmäßig wechselnden Interpretationen von Wirtschaftsdaten aus. Wird etwa ein höheres Wirtschaftswachstum gemeldet als erwartet, kann das zu steigenden, aber auch zu fallenden Kursen führen. Einzelne Indikatoren werden nicht isoliert, sondern im jeweiligen Kontext betrachtet. Höheres Wachstum ist zwar grundsätzlich positiv für die Börse, kann aber unter Umständen dazu führen, dass die Notenbanken die Zinsen erhöhen. Und das wiederum kann die Kurse drücken. Letztlich kommt es darauf an, welchem Effekt gerade das größere Gewicht an den Märkten beigemessen wird. Börse ist bisweilen ein Spiel über mehrere Banden. Daran sollten Sie als Einsteiger immer denken, wenn Sie meinen, die Börsenwelt nicht mehr zu verstehen.

Langfristig orientierte Anleger können das tägliche Auf und Ab an den internationalen Aktienmärkten ohnehin gelassen verfolgen (siehe unten). Zwischenzeitlich fallende Kurse und schlechte Stimmung, die einige Monate anhält, sind rückblickend nicht mehr als eine Fußnote in der Kurshistorie. Das sollten Sie sich als Aktienanleger immer wieder vor Augen führen, falls Sie bei fallenden Kursen nervös werden und anfangen, darüber nachzudenken, auszusteigen. Theoretisch lassen sich natürlich zwischenzeitliche Verluste begrenzen, indem man verkauft. Das Problem ist nur: Wann steigen Sie wieder ein? Die meisten Anleger warten, bis die Kurse schon wieder deutlich gestiegen sind. Unter dem Strich verlieren Sie so aber Geld. Als langfristiger Anleger ist es deswegen vernünftiger, Kurseinbrüche auszusitzen – auch wenn Verluste schmerzen. Das legt zumindest der folgende Vergleich nahe:

Nichts für schwache Nerven: Wer nur für ein Jahr in den Weltaktienmarkt investierte, machte in der Vergangenheit im Extremfall Verluste von mehr als 40 Prozent oder Gewinne in Höhe von 65 Prozent (grüne Linie). Bei einer Anlagedauer von 20 Jahren schwankten die jährlichen Durchschnittsrenditen dagegen nur zwischen 3 und 16 Prozent (graue Linie).

Rechte und Pflichten von Aktionären

Wer eine Aktie kauft, wird Aktionär und damit Miteigentümer einer Aktiengesellschaft (AG). Unternehmen besorgen sich mit der Ausgabe von Aktien Eigenkapital. Entsprechend ihrem Anteil an einer AG sind Aktionäre an deren Gewinnen und Verlusten beteiligt. Geht ein Unternehmen pleite, müssen die Aktionäre mit ihrer Einlage für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft geradestehen. Die Aktien können dann wertlos werden. Auf der anderen Seite sind die Eigentümer an den Gewinnen einer Aktiengesellschaft beteiligt. Ein Teil davon wird an die Aktionäre ausgeschüttet. Diese Zahlung heißt Dividende. Aktien werden deshalb auch Dividendentitel genannt. Über die Höhe der Ausschüttung stimmen die Aktionäre auf der jährlichen Hauptversammlung ab.

Kleinaktionäre, die nur mit ein paar tausend Euro an einem Konzern wie Siemens beteiligt sind, haben aber keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Managements. Der Vorstand, der eine AG leitet, kann allerdings auch nicht nach Gutsherrenart schalten und walten. Er wird vom Aufsichtsrat überwacht, dessen Mitglieder wiederum zum Teil von den Aktionären gewählt werden. Zudem müssen AGs in Deutschland und in den meisten anderen Ländern ihre Aktionäre regelmäßig über die Geschäftsentwicklung informieren. Für börsennotierte Gesellschaften, deren Aktien öffentlich an Börsen gehandelt werden, sind die Berichtspflichten besonders streng.

Marktgröße, Aktiensegmente und Indizes

Allerdings ist in Deutschland nur ein Bruchteil der gut 11.000 AGs börsennotiert. Nach einer Erhebung der Bundesbank waren Ende Juli 2014 nur die Aktien von gut 700 Unternehmen an den wichtigsten Handelsplätzen der Deutschen Börse AG notiert. Ihr Börsenwert, die sogenannte Marktkapitalisierung, summierte sich auf gut 1.200 Milliarden Euro. Gemessen daran ist Deutschland der siebtgrößte Aktienmarkt der Welt. Die Marktkapitalisierung entspricht im langfristigen Durchschnitt aber nur etwa 40 Prozent der hiesigen Wirtschaftsleistung im Jahr. So gesehen ist der Markt in Deutschland unterentwickelt.

In den USA, dem mit Abstand weltweit größten Aktienmarkt, beträgt der Wert der börsennotierten Unternehmen mehr als 110 Prozent der Wirtschaftsleistung. In diesen Zahlen spiegeln sich deutliche Kulturunterschiede: Während der Besitz von Aktien in den Vereinigten Staaten selbstverständlich ist, üben sich die Deutschen in Zurückhaltung.

Kleine Indexkunde

Um den Überblick zu behalten, haben Börsenbetreiber und Finanzdatenanbieter die Aktienmärkte in einzelne Segmente unterteilt: Unterschieden wird etwa zwischen großen, mittleren und kleinen Unternehmen. Die Konzerne mit der höchsten Marktkapitalisierung werden Standardwerte, Blue-Chips oder auch Large-Caps genannt. In Deutschland sind die 30 größten Standardwerte im Deutschen Aktienindex (Dax) notiert.

Ein Aktienindex drückt die Entwicklung der darin gelisteten Unternehmen in einer einzigen Zahl aus. Sie zeigt auf einen Blick an, wie sich ein ganzer Markt im Durchschnitt entwickelt. Indizes werden nach festen Formeln berechnet und ihr Wert in Indexpunkten gemessen. Statt Punkten wird auch häufig der Begriff Zähler verwendet. Vereinfacht gesagt steigt ein Index, wenn die Kurse von einer Mehrheit der darin gelisteten Unternehmen steigen. Der Index fällt, wenn die Kurse der Unternehmen überwiegend nachgeben.

Gewinne und Verluste werden in den Medien und auf Finanzseiten im Internet in der Regel in Prozent angegeben. Auf Onvista.de und Finanzen.net können Sie beispielsweise verfolgen, wie sich die weltweit wichtigsten Aktienindizes entwickeln. Solche Marktdaten bieten aber auch viele andere Internetseiten sowie Wirtschaftszeitungen und -zeitschriften an.  

Mittelgroße Unternehmen nennen Börsianer Mid-Caps. Hierzulande sind sie im MDax notiert. Der SDax fasst kleine Unternehmen zusammen, die Small-Caps heißen. Mid- und Small-Caps werden auch als Nebenwerte bezeichnet.

Ähnliche Indizes wie die Dax-Familie werden für nahezu jedes Land berechnet, in dem ein entwickelter Aktienmarkt existiert. Der Hauptindex, der die größten Standardwerte zusammenfasst, wird meistens als Leitindex bezeichnet. Marktbeobachter betrachten ihn als repräsentativ für den Markt eines Landes, weil er einen großen Teil der gesamten Marktkapitalisierung erfasst.

In Deutschland ist der Dax der Leitindex.

Internationale Aktienindizes

In den USA gilt der S&P 500 als Leitindex, der die 500 größten Unternehmen gemessen an der Marktkapitalisierung abbildet. S&P steht für Standard & Poor´s, einem der bedeutendsten Indexanbieter weltweit. Ein vielbeachteter Traditionsindex für den amerikanischen Markt ist der Dow Jones, der allerdings unter Fachleuten als nicht repräsentativ gilt.

Der MSCI-World-Index ist quasi ein globaler Leitindex. Er enthält mehr als 1600 Standardwerte und Mid-Caps aus 23 Ländern. In jedem dieser Länder deckt der Weltaktienindex 85 Prozent der Marktkapitalisierung ab. Bei den enthaltenen Staaten handelt es sich allerdings ausschließlich um Volkswirtschaften, die der Indexanbieter als „entwickelt“ einstuft. Länder wie China und Indien, die als Schwellenländer gelten, sind nicht enthalten. Sie werden von einem anderen Index, dem MSCI Emerging Markets, separat zusammengefasst.

Indizes werden aber nicht nur für Länder und Regionen berechnet. Es gibt beispielsweise auch Branchen- und Strategieindizes. Der Differenzierung sind kaum Grenzen gesetzt. Allein der Indexanbieter MSCI berechnet täglich 150.000 Indizes.  

Die Zusammensetzung von Aktienindizes wird regelmäßig überprüft. Hat beispielsweise ein Unternehmen aus dem MDax einen Dax-Konzern beim Börsenwert überflügelt, kann es in den Leitindex aufsteigen. Ein anderer Wert steigt dafür ab – wie in der Bundesliga. Und das hat auch ähnliche Konsequenzen: Fondsmanager, die sich an der Indexentwicklung orientieren, stoßen die Aktie ab. Das kann den Kurs deutlich drücken. Aufsteiger hingegen werden gekauft, was sich positiv auf deren Kurs auswirkt.

Indizes werden in unterschiedlichen Varianten berechnet. Es gibt sogenannte Kurs- und Performance-Indizes. Erstere bilden nur die Kursgewinne der enthalten Unternehmen ab. Letztere enthalten auch die Dividenden. Bei deren Berechnung wird unterstellt, dass die Gewinnausschüttungen wieder in den Aktien der jeweiligen Unternehmen angelegt werden. Der Dax ist beispielsweise ein Performance-Index.   

Höhere Renditen = höhere Risiken

Der jährliche Ertrag einer Aktie setzt sich aus Kursgewinnen oder -verlusten und einer eventuell bezahlten Dividende zusammen. Nicht alle Unternehmen schütten einen Teil ihrer Gewinne aus. Manche behalten sie vollständig ein, um ihr weiteres Wachstum zu finanzieren. Bei den 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen, die im Dax gelistet sind, machten Dividenden in den vergangenen Jahrzehnten im Schnitt die Hälfte der Wertentwicklung aus. Die Dividendenrendite, also die jährliche Ausschüttung im Verhältnis zum aktuellen Wert einer Aktie, betrug bei den im MSCI World gelisteten Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten im Durchschnitt 3 Prozent (siehe Abbildung).

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Den vergleichsweise hohen Renditen, die sich mit Aktien in der Vergangenheit erzielen ließen, standen aber auch hohe Risiken gegenüber. Das ist eines der wenigen unumstößlichen Gesetze an den Finanzmärkten: Wo hohe Erträge winken, lauern immer auch entsprechend große Verlustgefahren. Geschenkt gibt es an den Kapitalmärkten nichts.

Umgekehrt ist eine niedrigere Rendite wie bei Tages- und Festgeld der Preis für die große Sicherheit dieser Anlagen. Im Gegensatz dazu können Aktien heftig schwanken. Zwischenzeitliche Verluste von mehr als 10 Prozent sind keine Seltenheit – besonders nach einer längeren Phase steigender Kurse. Deutlich heftigere Abstürze sind zwar seltener, müssen aber dennoch einkalkuliert werden.

Beispielsweise verlor der Weltaktienindex MSCI World auf Eurobasis zwischen 2000 und 2003 mehr als die Hälfte seines Wertes. Das war der schlimmste Absturz in den vergangenen vier Jahrzehnten. Damals war die Technologieblase an den internationalen Börsen geplatzt. Es dauerte mehr als 13 Jahre, bis dieser Verlust aus der Perspektive eines deutschen Anlegers wieder aufgeholt war. Auch zwischen 2008 und 2009, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, brachen die Aktienkurse ein. Anleger mussten zwischenzeitlich Verluste von 49 Prozent verkraften. Die Aufholjagd verlief in diesem Fall aber deutlich rasanter. Nach knapp sechs Jahren waren die Verluste wieder wettgemacht.

So funktioniert Risikostreuung

Die Gefahr, dass weltweit oder auch nur in einer Region die Aktienkurse im Schnitt fallen, nennen Fachleute Marktrisiko. Hinzu kommt noch das sogenannte Unternehmensrisiko. Damit sind beispielsweise Managementfehler gemeint, die sich negativ auf die Gewinnentwicklung eines Konzerns auswirken können. Auch Pleiten zählen zu den Unternehmensrisiken.

Solche Gefahren können Anleger aber leicht ausschalten, indem sie nicht nur in ein oder wenige Unternehmen investieren, sondern in eine Vielzahl von Firmen aus unterschiedlichen Branchen und Ländern. Läuft es bei einem Unternehmen nicht so gut, wird das von anderen Konzernen ausgeglichen, deren Geschäfte und Aktienkurse sich gerade besser entwickeln. Finanzexperten nennen dieses Vorgehen Diversifikation oder Risikostreuung.

Eine ausreichende Diversifikation ist die wichtigste Grundregel für Aktienanleger.

Im Gegensatz zum Unternehmensrisiko lässt sich das Marktrisiko kurzfristig nicht ausschalten. Anleger können es nur dämpfen, indem sie ihr Geld neben Aktien auch noch auf andere und vor allem sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld verteilen. Infrage kommen auch Anleihen sowie Renten- und Immobilienfonds. Langfristig ist das Marktrisiko eines gut gestreuten Aktienportfolios aber gar nicht so hoch. Es sinkt mit zunehmender Anlagedauer. Wer beispielsweise 13 Jahre lang auf die 30 Dax-Unternehmen setzte, erlitt in den vergangenen fünf Jahrzehnten keinen Verlust – vollkommen unabhängig vom Einstiegszeitpunkt in den Markt. Das zeigt das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts.

Nur länger nicht benötigtes Geld anlegen

Darin können Sie die durchschnittlichen Jahresrenditen des Dax für jeden beliebigen Anlagezeitraum ablesen. Gerade für Aktieneinsteiger lohnt es sich, diese Grafik einmal genauer anzuschauen. Sie vermittelt ein gutes Gefühl, welche Rolle die Zeit bei der Aktienanlage spielt. Beispielsweise lässt sich erkennen, dass auch der Ein- und Ausstiegszeitpunkt mit zunehmender Investitionsdauer immer unbedeutender wird.

Bei einem Anlagehorizont von 15 Jahren hängen die durchschnittlichen Jahresrenditen noch stark vom Einstiegszeitpunkt ab. Im besten Fall ließen sich in den zurückliegenden 50 Jahren 15,4 Prozent pro Jahr erzielen (Ende 1985 bis Ende 1999). Im schlechtesten Fall betrug die Jahresrendite lediglich 2,4 Prozent (Ende 1965 bis Ende 1979). Die Differenz beträgt 13 Prozentpunkte. Dieser Abstand schrumpft mit wachsender Haltedauer des Dax-Portfolios. Nach 30 Jahren trennen den besten und den schlechtesten Einstiegszeitpunkt nur noch 4 Prozentpunkte.

Auch ein Portfolio, das fast ausschließlich in den Weltaktienindex MSCI World investiert war, hätte über die vergangenen 40 Jahre nach 15 Jahren immer eine positive jährliche Rendite erzielt. Das haben wir im Ratgeber Geldanlage ausgerechnet. 

Warum erzählen wir Ihnen das alles? Weil sich aus solchen Daten der zweite elementare Grundsatz bei der Aktienanlage ableitet:

Investieren Sie nur Geld, das Sie wenigstens zehn bis fünfzehn Jahre nicht brauchen.

Am besten ist es, wenn Sie das Geld noch länger nicht benötigen. Je mehr Zeit Sie sich lassen können, desto geringer ist die Gefahr, ausgerechnet in einer Krise verkaufen zu müssen. Wenn Sie das beherzigen und sich mit Hilfe des Renditedreiecks vor Augen halten, dass die Zeit am Aktienmarkt für Sie läuft, dann können Sie sich entspannt zurücklehnen, falls die Börsen wieder einmal zeitweise in die Knie gehen.

Tipp

Ein Werkzeug zur Risikoanalyse

Ein anderes nützliches Werkzeug, mit dem Sie sich Chancen und Risiken am Aktienmarkt vergegenwärtigen können, ist das Risikotool der Universität Mannheim. Dabei handelt es sich um ein Programm, das mögliche Wertentwicklungen in der Zukunft auf Basis von historischen Daten simuliert. Sie müssen lediglich einen Betrag und die Anlagedauer vorgeben. Zwar sind die angenommenen Zinssätze nicht mehr aktuell. Doch zur Veranschaulichung der Risiken ist das nicht wichtig. Spielen Sie ein wenig mit dem Programm herum. Es ist einfach zu bedienen und danach haben Sie ein besseres Gefühl dafür, was Risiko bedeutet.

Mit kleinen Beträgen in Aktienfonds investieren

Viele Wege führen an die Börse: Sie könnten sich beispielsweise Ihr eigenes Aktienportfolio zusammenstellen. Das ist kostengünstig, weil Sie nichts für die Verwaltung bezahlen müssen. Für die meisten Anleger ist das aber zu aufwändig. Recherche und Auswahl geeigneter Titel kosten viel Zeit. Deutlich bequemer ist es, auf Aktienfonds zu setzen.

Grundsätzlich haben Sie dabei die Wahl zwischen zwei Fondstypen: Die einen werden von einem Manager betreut, der nach einer bestimmten Strategie Aktien kauft und verkauft. Die anderen haben keinen Manager. Sie kopieren lediglich Aktienindizes, etwa den MSCI-World-Index. Diese Fonds werden Indexfonds genannt. Weil die meisten von ihnen wie Aktien an der Börse gehandelt werden, heißen sie auch Exchange Traded Funds, kurz ETF. Mit diesen Fonds schneiden Sie immer fast genauso ab wie der jeweilige Index – abzüglich der Verwaltungskosten, die für die meisten Indexfonds aber recht gering ausfallen.

Das ist einer der Gründe, warum Finanztip Indexfonds empfiehlt. Mit ihnen können Sie über die Jahre einige tausend Euro Verwaltungskosten sparen im Vergleich zu einem Fonds mit Manager. Zudem gelingt es nur sehr wenigen Managern, langfristig besser abzuschneiden als der jeweilige Marktdurchschnitt. Auch deshalb bietet es sich an, auf einen Indexfonds zu setzen. Für Einsteiger empfehlen wir ETF auf dem MSCI-World-Index. Eine Auswahl finden Sie in unserem ETF-Ratgeber.

Wenn Sie noch über kein Kapital verfügen, können Sie mit einem Sparplan investieren. Das geht bei manchen Banken schon ab 25 Euro monatlich. Ein Sparplan auf einen MSCI-World-ETF ist ein sehr guter Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau. Wie Sparpläne funktionieren und wo Sie die besten Konditionen abhängig von der jeweiligen Sparrate bekommen, lesen Sie in unserem Sparplan-Ratgeber zu Indexfonds.

Das Wertpapierdepot

Was Ihnen jetzt noch für den Börseneinstieg fehlt, ist ein Wertpapierdepot, ohne dass Sie weder Fonds noch Aktien kaufen können. Ein Depot ist letztlich nichts anderes als ein besonderes Konto, mit dem Wertpapiere und Fondsanteile verwaltet und verwahrt werden. Onlinedepotbanken fungieren auch gleichzeitig als sogenannte Broker. Dort können Anleger ihre Kauf- und Verkaufswünsche aufgeben. Der Broker leitet sie dann in die gewählte Börse weiter. Selbst Großanleger wie Versicherungen oder Fondsgesellschaften haben keinen direkten Börsenzugang. Auch sie müssen ihre Aufträge über Broker oder Banken aufgeben, die zum Börsenhandel zugelassen sind.

Im Gegensatz zu vielen Filialbanken sind Wertpapierdepots bei Onlinebanken kostenlos. Sie bezahlen nur für Kauf- und Verkaufsaufträge. In unserem Ratgeber zu Wertpapierdepots vergleichen wir verschiedene Angebote für drei Anlegertypen. Derzeit empfehlen wir Ihnen folgende Anbieter:

Flatex
Konto und Depotführung über die Fintech Group Bank AG

  • niedrige Gebühren: Festpreis von 5,90 Euro pro Order bei Auftragserteilung über außerbörslichen Direkthandel.
  • alle gängigen Wertpapiere handelbar: Aktien, ETFs, Anleihen, Zertifikate, Fonds und Optionsscheine
  • Empfehlung für alle Orderbeträge
  • Ab 1. November 2017 variable Fremdspesen im außerbörslichen Handel
  • Gebühr für ausländische Dividenden: 5 Euro pro Zahlung

Onvista Bank
Festpreis-Depot

  • niedrige Gebühren: Festpreis von 6,50 Euro pro Order bei Auftragserteilung über außerbörslichen Direkthandel oder Tradegate Exchange
  • alle gängigen Wertpapiere handelbar: Aktien, ETFs, Anleihen, Zertifikate, Fonds und Optionsscheine
  • Empfehlung für alle Orderbeträge

Wenn Sie einen Sparplan auf einen Aktienfonds abschließen wollen, empfehlen wir Ihnen die Depots folgender Anbieter:

Consorsbank
Depotbank mit großem Angebot an ETF-Sparplänen

  • kostenlose ETF-Sparpläne auf MSCI World und Stoxx Europe 600
  • großes Angebot mit rund 400 Sparplänen ab 2018
  • Rund 250 Sparpläne von db x-trackers und Lyxor ab 2018 kostenlos.
  • Rabattaktion gilt mindestens bis Januar 2019 für Lyxor

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Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Markus Neumann

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis Oktober 2015)

Markus Neumann schrieb für Finanztip über alle Aspekte der Geldanlage. Der erfahrene Finanzjournalist verfasste bereits zahlreiche Publikationen zum Thema Geldanlage, die im Berliner Fuchsbriefe-Verlag und bei der Stiftung Warentest erschienen sind. Neumann volontierte beim Heinrich Bauer Verlag in Hamburg. Im Anschluss arbeitete er viele Jahre als Redakteur und Reporter.

Finanztip-Redaktion

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Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.