Nebenjob während der Arbeitslosigkeit

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

Wer Arbeitslosengeld bekommt, darf grundsätzlich nebenbei arbeiten und ein Nebeneinkommen erzielen. Es gibt allerdings Grenzen. Falls Sie 15 Wochenstunden oder mehr arbeiten, sind Sie nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches III nicht mehr arbeitslos. Sie verlieren den Anspruch auf Arbeitslosengeld (§ 138 Abs. 3 SGB III). Ein Nebenverdienst während der Arbeitslosigkeit ist also nur sinnvoll, wenn Sie in der Woche weniger als 15 Stunden arbeiten.

Wichtig: Sie müssen jede Nebenbeschäftigung der Agentur für Arbeit unverzüglich und ohne Aufforderung melden.

Sofern Sie eine Nebenbeschäftigung mit weniger als 15 Wochenstunden ausüben, wird Ihr Nebeneinkommen angerechnet. Es gibt allerdings einen Freibetrag in Höhe von 165 Euro (§ 155 Abs. 1 SGB III). Diese Summe wird nicht angerechnet.

Wer in Weiterbildungsmaßnahmen ein Entgelt bekommt, kann einen höheren Freibetrag von 400 Euro ansetzen (§ 155 Abs. 3 SGB III).

Freibetrag und Werbungskosten

Der Freibetrag von 165 Euro kann sich rechnerisch um entstandene Aufwendungen für die Ausübung des Nebenjobs erhöhen. Als Aufwendungen werden beispielsweise Kosten für die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anerkannt, soweit diese nicht durch den Arbeitgeber getragen werden.

Nebeneinkommen aus "Nebenjob" während der Arbeitslosigkeit

Unter Nebeneinkommen ist das Nettoeinkommen zu verstehen, das Sie als abhängig Beschäftigter, Selbständiger oder mithelfender Familienangehöriger verdienen. Vom Bruttoverdienst einschließlich einmaliger Zahlungen wie etwa Weihnachtsgeld werden Lohn- bzw. Einkommensteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag, Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Werbungskosten abgezogen.

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