Arbeitslosigkeit nach der Elternzeit

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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen, haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. Mit Zustimmung der Unternehmensseite können sie bis zu zwölf Monate der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes übertragen.

Beide Elternteile können bei einem Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten gleichzeitig Elternzeit nehmen und jeder bis zu 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sein.

Arbeitnehmer haben nach Ablauf der Elternzeit manchmal nicht mehr die Möglichkeit, die vor Beginn der Elternzeit ausgeübte Tätigkeit wieder aufzunehmen.

Grund: Die Arbeitszeit lässt sich zum Beispiel nicht mit der Betreuung des Kindes oder der Kinder vereinbaren. Und häufig kann der Arbeitgeber keinen angemessenen Ersatzarbeitsplatz mit entsprechender Verkürzung oder Verteilung der Arbeitszeit bereitstellen. Dem Elternteil bleibt dann manchmal nur die Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber.

Die Arbeitsagentur wird bei der Kündigung automatisch eine Sperrzeitprüfung durchführen, weil eine eigene Kündigung bzw. ein Aufhebungsvertrag einen Sperrzeittatbestand darstellt. Eine Sperrzeit tritt nur nicht ein, wenn ein wichtiger Grund für die Kündigung des Arbeitnehmers vorliegt. In diesem Fall wäre der wichtige Grund der fehlende Arbeitsplatz mit der Berücksichtigung der Arbeitszeiteinschränkung. Die Begründung ist eingehend darzulegen und wahrscheinlich auch nachzuweisen.

Es ist daher angebracht, vor der Kündigung mit dem Arbeitgeber eingehend Alternativen zu prüfen und zu diskutieren. Sieht der Arbeitgeber keine Möglichkeiten für eine Weiterbeschäftigung aufgrund der zeitlichen Einschränkung, sollte sich der Arbeitnehmer dies unbedingt durch den Arbeitgeber bestätigen lassen oder es sollte in einem Aufhebungsvertrag auch aufgeführt sein.

So sagt die Arbeitsagentur zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Aufhebungsvertrag:

Beschäftigungsverhältnisse enden in der Regel durch Kündigung (seitens des Arbeitgebers oder Arbeitnehmers) oder in gegenseitigem Einvernehmen (Aufhebungsvertrag). Sie haben Ihr Beschäftigungsverhältnis auch dann selbst gelöst, wenn Sie einen Aufhebungsvertrag schließen, denn der Vertrag kann ohne Ihre Zustimmung nicht zustande kommen. Aufhebungsverträge können auch durch stillschweigendes Einvernehmen zustande kommen. Viele Arbeitgeber sprechen gegenüber langjährigen Beschäftigten ohne deren Einwilligung keine Kündigung aus. Gegebenenfalls bedeutet auch dies "eigene Arbeitsaufgabe ohne wichtigen Grund". 

Der letzte Satz sollte als Hinweis verstanden werden.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

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