Steuertipp: Aussendienst-Mitarbeiter

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Arbeitnehmer, die aus beruflichen Gründen sehr viel unterwegs sind oder eine typische Aussendiensttätigkeit ausüben (Kundendienstmonteure, Handelsvertreter, Mitarbeiter im Vertrieb), stehen aufgrund ihrer besonderen beruflichen Belastungen eine Reihe von Steuervorteilen zu - die häufig auch den Arbeitgeber von unnötiger Arbeit entlasten.

 

Bestes Beispiel ist eine (alte) Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums vom 29.9.1998. Danach bleibt der Vorteil durch die Nutzung einer Firmenkreditkarte für die Mitarbeiter steuerfrei, die eine umfangreiche Reisetätigkeit ausüben. Die Überlassung der Firmenkreditkarte gilt als Leistung im überwiegend betrieblichen Interesse des Arbeitgebers. Die Vorteile einer solchen Firmenkreditkarte liegen auf der Hand:

Für den Arbeitgeber vereinfacht sich die Abrechnung der Reisekosten, die Erstattung der Ausgaben (Fahrt- und Übernachtungskosten, Reisenebenkosten, Treibstoff) entfällt. Der Arbeitgeber muss weniger Bargeld mit auf die Reise mitnehmen. Nur wenn über die Firmenkreditkarte in nennenswertem Umfang auch private Ausgaben des Arbeitnehmers abgewickelt werden, geht der Steuervorteil verloren. Nutzt der Arbeitnehmer für seine Reisen eine private Kreditkarte, kann er sich zumindest die Kreditkartengebühren, die auf diese Buchungsvorgänge entfällt, vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzen lassen.

 

Steuervorteile ergeben sich auch bei der Nutzung eines Dienstwagens. Sofern der Mitarbeiter aufgrund eines beruflich notwendigen, mehrfachen täglichen Ortswechsels auf den Dienstwagen angewiesen ist, bleiben die Nutzung des Dienstwagens für die Fahrten von zu Hause zur Arbeit und zurück steuerfrei, es muss dafür kein "geldwerter Vorteil" versteuert werden. Nur die reine Nutzung für private Fahrten (Ausflüge, Urlaub) bleibt steuerpflichtig. Das gilt auch, wenn der Arbeitnehmer aufgrund seiner Aussendiensttätigkeit im Betrieb selbst keine regelmäßige Arbeitsstätte hat. Dies ist dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer weniger als 1 Tag in der Woche oder weniger als 20% seiner Arbeitszeit direkt im Betrieb tätig ist.

 

Auch wenn ein Dienstwagen nur im Zusammenhang mit einer Auswärtstätigkeit / Dienstreise für die Fahrt von und zur Wohnung genutzt wird, muss kein geldwerter Vorteil versteuert werden. Das ist z.B. dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer abends einen Dienstwagen mit nach Haus nimmt und am nächsten Morgen direkt von zu Hause aus auf Dienstreise fährt.

 

Fazit: Erhält ein Außendienstmitarbeiter einen Firmenwagen für Kundenbesuche und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit, bemisst sich der geldwerte Vorteil nur auf die Tage, an denen der Mitarbeiter den Betriebssitz des Arbeitgebers tatsächlich aufsucht (BFH, Urteil v. 4.4.2008, VI R 85/04)

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Finanztip-Redaktion

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Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.