Aussteuerversicherung und Ausbildungsversicherung sinnvoll?

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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Eine Aussteuerversicherung ist keine Versicherung im ursprünglichen Sinn, sondern eine Kapitalanlage. Diese "Kapitalanlage" verzinst sich allerdings alles andere als gut. Die Aussteuer-Versicherung soll die Kosten einer späteren Heirat abdecken und ist damit ein Relikt aus einer früheren Zeit. Es handelt sich um eine kleine Kapital-Lebensversicherung (KLV). Die Versicherungsunternehmen versuchen ihre Policen für unterschiedliche Zielgruppen zu vermarkten. So wurde früher auch der Begriff der Aussteuerversicherung erfunden.
Ähnliche Angebote tragen Namen wie Ausbildungsversicherung für Kinder (Berufsausbildungs-Versicherung) oder Sterbegeldversicherung für das eigene Begräbnis. Es handelt sich immer um eine Kapitallebensversicherung. Teilweise findet man ähnliche Angebote auch mit Begriffen, die Sparen und Sicherheit für die Zukunft versprechen. In diese Kategorie fallen teilweise auch Begriffe wie Jugendschutzbrief oder Kapitalaufbauplan für Ihre Zukunft. Wer dann genauer hinschaut, findet in der Regel entweder einen Sparplan oder eine kapitalbildende Lebensversicherung.

Lieber Tagesgeld oder Festgeld als Ausbildungsversicherung

Ganz abgesehen davon, dass eine Aussteuerversicherung nicht mehr in das heutige Leben passt, macht sie auch als Geldanlage keinen Sinn. Es gibt viel bessere Formen der Geldanlage und des Ansparens für die Zukunft. So ist zum Beispiel schon ein Tagesgeldkonto allein aus Gründen der Flexibilität den hier beschriebenen kleinen KLV vorzuziehen.

Wesen der Ausbildungsversicherung

Die Ausbildungsversicherung wird als kapitalbildende Lebensversicherung von den Eltern oder Großeltern für ihre Kinder beziehungsweise Enkel abgeschlossen. Der Beitragszahler und die versicherte Person ist also zumeist ein Elternteil und manchmal sind es die Großeltern. Im Todesfall der Eltern oder Großeltern wird die Versicherungsumme und im Erlebensfall der garantierte Betrag plus eventuelle Überschüsse gezahlt. Man muss sich zwar um nichts kümmern. Die Rendite ist allerdings schon deshalb gering, wenn zum Beispiel der Todesfallschutz aus das Leben der Großeltern vereinbart wurde.
Alternative: Stirbt der Versicherte vor dem Vertragsende, läuft der Vertrag beitragsfrei weiter. Die Versicherungsleistung wird dann zum festgelegten Termin zum Vertragsende gezahlt (Auszahlungsversicherung). Bei der Aussteuerversicherung erfolgt die Auszahlung zu dem in der Versicherungspolice festgelegten Termin. Heiratet das Kind vorher, wird die Versicherungsleistung auch vorher fällig. Bei der Aussteuerversicherung läuft der Vertrag beim vorzeitigen Tod des Versorgers in der Regel beitragsfrei weiter. Stirbt das Kind, werden die eingezahlten Beiträge erstattet. Damit gilt in der Regel: Die Versicherungssumme wird bei Heirat, spätestens bei Vollendung des z.B. 25. Lebensjahres des Kindes ausgezahlt und bei einem früheren Tod des Versorgers entfällt die Beitragszahlungspflicht. Wie bei allen Kapitallebensversicherungen hängt der zu zahlende Versicherungsbeitrag von der Höhe der Versicherungssumme und dem Alter des Versorgers bei Vertragsabschluss ab.

Sterbegeldversicherung ist besonders teuer

Zu den ebenfalls total verzichtbaren "Sparversicherungen" gehört insbesondere die so genannte Sterbegeldversicherung. Sie gilt nicht zu Unrecht als die wahrscheinlich teuerste Form einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Die Versicherungssummen sind in aller Regel sehr gering und die möglichen Erträge sind - wegen der geringen Versicherungssumme - stark mit relativ hohen Kosten für Abschluss und Verwaltung belastet. Wer seine Nachkommen nicht mit den Kosten für die Beerdigung belasten möchte, sollte daher lieber ein Sparkonto und wegen der Flexibilität vorzugsweise eine Tagesgeldanlage einrichten.
Fazit: Die vorgenannten kleinen Kapitallebensversicherungen sind praktisch überflüssig. Schon allein wegen der viel höheren Flexibilität sollten andere Sparanlagen gewählt werden. Eine Alternative sind zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere. Allgemein gilt der Grundsatz, dass eine abgeschlossene kapitalbildende Lebensversicherung möglichst bis zum Ende durchgehalten werden sollte. Bei den vorgenannten kleinen KLV kann aber durchaus und ausnahmsweise auch die Beendigung durch Kündigung angebracht sein.

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