Auto abschaffen

So sind Sie mobil ohne Auto und sparen Tausende Euro

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein eigener Pkw kostet mindestens 3.000 Euro im Jahr. Vor allem Stadtbewohner können enorm sparen, indem sie den Privatwagen abschaffen.
  • Stattdessen nutzen sie einen Mix aus Verkehrsmitteln: Carsharing, Fahrrad, Bahn, Fernbus und Taxi. Bei der Wahl des passenden Verkehrsmittels helfen Mobilitäts-Apps.
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Die Abhängigkeit vom Auto ist oft gar nicht so groß, wie man meint. In vielen Städten kommen Sie problemlos ohne Privatwagen von A nach B: mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das macht nicht nur glücklich, wie Forscher herausgefunden haben, sondern ist auch viel billiger. Aber was ist, wenn die genannten Verkehrsmitteln doch mal nicht reichen oder der innere Schweinehund die körperliche Bewegung verhindert? Wir listen die günstigsten und bequemsten Möglichkeiten auf.

Das kostet ein privater Wagen

Um die Alternativen für sich bewerten zu können, machen Sie sich zunächst klar, wie hoch die Kosten für ein eigenes Auto sind. So belastet beispielsweise schon der Kleinstwagen Smart die Haushaltskasse mit rund 3.300 Euro im Jahr, wenn Sie nur 5.000 Kilometer fahren. Über 8.000 Euro jährliche Kosten verursacht ein VW Passat mit der kleinsten Motorisierung, falls er 15.000 Kilometer im Jahr gefahren wird. Und ein 5er BMW mit Sportpaket verschlingt jedes Jahr 21.600 Euro bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern. Wie viel Ihr Wagen kostet, können Sie in der Autokosten-Datenbank des ADAC nachschauen.

Carsharing oder Mietwagen: Oft günstiger und bequemer

Den Großeinkauf am Wochenende oder den Besuch der Schwiegermutter meistern auch autofreie Haushalte mühelos: mit Carsharing, dem flexiblen Mieten eines Autos. Carsharing ist bis zu einer Fahrleistung von 5.000 Kilometern pro Jahr so gut wie immer günstiger als ein eigener Wagen. Die Ersparnis durch Carsharing gegenüber einem eigenen Auto liegt bei etwa 1.500 Euro im Jahr. Bis 10.000 Kilometer kann das Autoteilen preiswerter sein.

Bequemer als ein eigener Wagen ist Carsharing allemal. Sie müssen sich weder um Reparaturen noch um den TÜV kümmern. Die Fahrzeuge sind neueren Baujahrs und stehen aufgetankt und gewaschen für Sie bereit. Bei einigen Anbietern können den Wagen einfach abstellen, wo Sie wollen („free floating“). Einen Parkschein müssen Sie nicht ziehen.

Autos ohne feste Stationen von Car2go, Drivenow oder Multicity sind ideal für spontane Fahrten und kurze Strecken. Für Hin- und Rückfahrten mit Aufenthaltszeit sind Anbieter mit festen Stationen billiger. Die meisten Stationen in Deutschland hat der Anbieter Flinkster von der Deutschen Bahn.

Alle Informationen zum Autoteilen finden Sie in unseren Artikeln:

Für längere Zeiträume kann hingegen ein Mietwagen sinnvoll sein. Vergleichen Sie die Angebote am besten über die Vergleichsseiten. Worauf Sie dabei achten müssen, lesen Sie in unserem Mietwagen-Ratgeber.

Mehr dazu im Ratgeber Mietwagen

Finanztip-Redaktion

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  • Vergleichen und buchen Sie über Vergleichsseiten im Internet.

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung:

Fahren lassen: Uber oder Taxi

Für die rund 6.600 Euro, die Sie jährlich sparen, wenn Sie Ihr Auto abschaffen (am Beispiel VW Golf), können Sie in Berlin über 260 Mal mit dem Taxi eine Strecke von 12 Kilometern fahren. Mit den Fahrzeugen der Taxi-Alternative UberX können Sie sich für diesen Betrag sogar noch häufiger chauffieren lassen. Die Vor- und Nachteile der Transportmöglichkeiten erfahren Sie in unserem Vergleich Taxi gegen Uber.

Elektrofahrrad kann sich lohnen

Stadtbewohner legen selten weite Strecken zurück. So liegt die durchschnittliche Wegelänge beispielsweise in Berlin nach offiziellen Zahlen bei knapp 7 Kilometern. Viele Wege im Alltag sind kürzer.

Entfernungen bis 5 Kilometer schafft fast jeder mit dem Fahrrad. Wer sportlich ist, kann mit dem Rad auch 10 Kilometer und weiter fahren. Wenn Sie allerdings öfter noch längere Strecken fahren oder in einer hügeligen Stadt wohnen, kann sich die Anschaffung eines Elektrofahrrads lohnen. Es wird auch Pedelec genannt und unterstützt Sie beim Treten bis 25 km/h – damit zu fahren fühlt sich an, als ginge es ständig bergab.

E-Bikes sind ab zirka 1.000 Euro zu haben. Auf einer Beispielstrecke von 15 Kilometern entstehen damit Stromkosten von rund 4 Cent. Hinzu kommt noch ein geringer Wertverlust. Zum Vergleich: Ein Smart kostet auf der gleichen Strecke 3 Euro (ohne Wertverlust, Steuern und Versicherung) – und ist damit mindestens 75 Mal teurer.

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Fernverkehr: Viele Möglichkeiten für lange Strecken

Langstrecken-Verbindungen konnte man dank der Bahn schon immer gut ohne Auto bewältigen. Fahrgäste sind mit dem Zug oft schneller am Ziel als mit dem Pkw und können die Reisezeit zudem sinnvoll nutzen. Buchen Sie Bahnfahrkarten möglichst drei Monate im Voraus. 92 Tage vor Abfahrt schaltet die Deutsche Bahn günstige Spartickets frei. Das Kontingent ist allerdings begrenzt.

Deutsche Bahn (Sparpreis-Finder)
Fahrkarten günstig kaufen

  • Sparpreise ab 19 € (sechs Monate vor Abfahrt buchbar)
  • leichteres Abwägen zwischen Reisezeit und Preis
  • manchmal günstige Fahrkarten, die es nicht in der Standardsuche auf bahn.de gibt
  • begrenztes Kontingent, möglichst früh buchen
  • kompliziertes Tarifsystem

Neben der Deutschen Bahn gibt es eine Reihe von Privatbahnen wie den Hamburg-Köln-Express (HKX). So ist eine Fahrt mit dem HKX zum Beispiel oft günstiger als die Reise mit der Deutschen Bahn. Außerdem ist die Sitzplatzreservierung kostenlos. Allerdings fährt der HKX nur ein- oder zweimal am Tag.

Als weiteres Fernverkehrsmittel haben sich Linienbusse etabliert. Mit dem Fernbus zu fahren kostet deutlich weniger als eine Zugfahrt, allerdings dauert die Reise meist erheblich länger. Marktführer unter den Fernbus-Unternehmen ist Meinfernbus-Flixbus, weitere bekannte Anbieter sind Postbus und Berlinlinienbus.

Nicht nur für Studenten und Auszubildende können Mitfahrgelegenheiten interessant sein. Dabei lernt man neue Leute kennen und kommt schneller als mit dem Bus ans Ziel.

Alle Wissenswerte über Fernververkehrsmittel haben wir in unseren Ratgebern für Sie zusammengetragen:

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.