Deutsche Bahn

So finden Sie günstige Bahn-Tickets

Das Wichtigste in Kürze

  • Sogenannte Sparpreise ab 19 Euro schaltet die Deutsche Bahn sechs Monate vor dem jeweiligen Abfahrtstermin frei. Je früher Sie buchen, desto günstiger ist das Ticket tendenziell.
  • Am einfachsten finden Sie günstige Tickets mit dem Sparpreis-Finder auf der Website der Bahn.
  • Suchen Sie die Verbindung auch auf Fernbus-Portalen wie busliniensuche.de. Dort gibt es manchmal günstigere Fahrkarten als auf der Website der Bahn.
  • Für regelmäßige Bahnfahrer mit planbaren Fahrten lohnt sich die Bahncard 25. Mit ihr erhalten sie einen Nachlass von 25 Prozent auf den Normal- oder Sparpreis.
  • Die Bahncard 50 lohnt sich vor allem für Reisende, die häufig spontan fahren und sich keine Gedanken über Sparpreise machen wollen. Der Rabatt von 50 Prozent gilt für den Flexpreis (Normalpreis). Auf den Sparpreis gibt es 25 Prozent Nachlass.
  • Kinder bis einschließlich 14 Jahre können mit einem Erwachsenen gratis mitfahren, sofern sie auf der Fahrkarte eingetragen sind.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu Reisetipps immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Trotz der billigen Fernbus-Konkurrenz fahren etliche Reisende nach wie vor lieber mit der Bahn. Die Fahrzeiten sind kürzer, die Plätze komfortabler, und auf langen Fahrten kann man sich die Beine vertreten oder im Bordrestaurant essen. Doch die Ticketpreise der Bahn empfinden viele Verbraucher als überzogen und das Preissystem als verwirrend. Aber keine Angst: Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Tarifdschungel der Bahn durchblicken und an die günstigsten Fahrkarten kommen.

Sparpreis so früh wie möglich buchen

Die wichtigste Regel fürs günstige Bahnfahren lautet: so früh wie möglich um Tickets kümmern. 180 Tage beziehungsweise sechs Monate im Voraus schaltet die Bahn den sogenannten Sparpreis frei. Sparpreis-Tickets für die zweite Klasse sind ab 29 Euro zu haben, für Strecken bis 250 Kilometern Länge ab 19 Euro. Allerdings ist das Kontingent begrenzt. Doch falls noch nicht vergriffen, können Bahnkunden den Sparpreis theoretisch sogar noch am Tag der Abfahrt buchen. Am besten buchen Sie bequem von zu Hause im Internet.

Ein Beispiel: Eine Fahrkarte von Frankfurt am Main nach Berlin kostete auf bahn.de am 9. Februar 2015 für den nächsten Tag zwischen 101 und 115 Euro in der zweiten Klasse. Die gleiche Verbindung war drei Monate im Voraus zwischen 29 und 51 Euro zu haben. In dem Beispiel ist der Sparpreis also bis zu drei Viertel günstiger.

Sparpreise im Zeitverlauf (Stichprobe)

Viele Bahn-Kunden buchen Tickets zwei oder drei Wochen im Voraus. Da kann es schon zu spät sein, und die günstigsten Fahrscheine sind bereits weg.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat für seinen Bahntest Ende 2015 untersucht, wie sich die Sparpreise verändern, je näher der angestrebte Reisetag rückt. Wer kurzfristig bucht, zahlt demnach im Durchschnitt zwei Drittel mehr als jemand, der sich drei Monate vorher um Tickets kümmert. Die Stichprobe umfasste 15 Strecken im deutschen Fernverkehr. Insgesamt wertete der VCD 495 Fahrpreise aus.

Die Untersuchung zeigte außerdem, an welchen Wochentagen man mit der Bahn am günstigsten reist. Die finanziell besten Reisetage sind demnach Dienstag, Mittwoch und Samstag. Im Mittelfeld liegen Montag, Donnerstag und Freitag. Am teuersten sind Bahnfahrten im Durchschnitt am Sonntag.

Preisvergleich Reisetage

Sparpreis-Finder nutzen
Einfacher als mit der normalen Suche auf bahn.de finden Sie günstige Fahrscheine mit dem sogenannten Sparpreis-Finder. Dabei handelt es sich um eine leicht abgewandelte Suchmaske, die alle Preise eines bestimmten Zeitraums auflistet. So können Sie leicht zwischen Uhrzeit und Preis abwägen. Außerdem tauchen im Sparpreis-Finder manchmal günstige Tickets auf, die in der normalen Suchmaske auf bahn.de scheinbar bereits vergriffen sind.

Entfernen Sie den Haken bei „schnelle Verbindungen bevorzugen“. Dann zeigt der Sparpreis-Finder auch Verbindungen an, die zum Teil nur etwas länger dauern. Variieren Sie auch mal den Abfahrts- und Zielbahnhof. Vielleicht gibt es für Teilstücke besonders günstige Fahrscheine. Dann benötigen Sie allerdings für den Rest der Strecke ein gesondertes Ticket.

Über den Sparpreis-Finder können Sie auch das Europa-Spezial-Ticket buchen. Damit können Sie für 39 Euro in der zweiten Klasse in viele europäische Städte reisen. Klicken Sie hierzu in der Suchmaske auf „Start oder Ziel außerhalb Deutschlands“.

Sitzplatzreservierung nur in der ersten Klasse gratis, W-Lan auch in der zweiten
Lediglich Fahrscheine für die erste Klasse enthalten eine Sitzplatzreservierung. In der zweiten Klasse kostet ein sicherer Sitzplatz 4,50 Euro pro Person extra. Falls absehbar ist, dass der Zug nicht voll wird, können Sie darauf verzichten und so für Hin- und Rückfahrt zusammen 9 Euro sparen.

Der Zugang zum W-Lan ist in den ICEs der Deutschen Bahn in der ersten und zweiten Klasse gratis. Die Surfgeschwindigkeit soll knapp 1 Mbit/s betragen. Für Fahrgäste der zweiten Klasse wird das Internettempo ab einem genutzten Datenvolumen von 200 Megabyte gedrosselt. Das reicht für normales Surfen während der Bahnfahrt aus.

Kinder fahren umsonst mit
Ihre Kinder und Enkel bis 14 Jahre können gratis mitfahren. Lassen Sie die mitreisenden Kinder beim Kauf der Fahrkarte eintragen beziehungsweise geben Sie sie bei der Online-Buchung an.

Deutsche Bahn (Sparpreis-Finder)
Fahrkarten günstig kaufen

  • Sparpreise ab 19 € (sechs Monate vor Abfahrt buchbar)
  • leichteres Abwägen zwischen Reisezeit und Preis
  • manchmal günstige Fahrkarten, die es nicht in der Standardsuche auf bahn.de gibt
  • begrenztes Kontingent, möglichst früh buchen
  • kompliziertes Tarifsystem

Sparpreis-Tickets mit Zugbindung
Sparpreis-Tickets bringen bestimmte Einschränkungen mit sich. So müssen Sie sich auf eine bestimmte Verbindung festlegen. Spontan einen anderen Zug zu nehmen, ist nicht erlaubt. Wenn die Bahn allerdings verspätet ist und Sie den Anschluss verpassen, ist die Zugbindung aufgehoben. Auch, wenn eine Verspätung Ihres gebuchten Zuges ab 20 Minuten angekündigt wurde, können Sie einen anderen Zug zu Ihrem Ziel nehmen. Sie können dann auch in höherwertige Züge wie den ICE einsteigen, selbst wenn Sie eigentlich nur einen billigen IC gebucht hatten.

Außerdem sind Umtausch und Erstattung eines Sparpreis-Tickets eingeschränkt: Dafür wird bis zum Tag der Abfahrt eine Gebühr von 19 Euro fällig. Am Tag der Abreise ist keine Stornierung mehr möglich. Fahrscheine zum Flexpreis (Normalpreis) können Sie dagegen bis einen Tag vor Abfahrt kostenlos umtauschen oder zurückgeben. Und auch am Tag der Abreise ist ein Umtausch oder eine Erstattung noch möglich. Allerdings verlangt die Bahn dafür dann eine Gebühr in Höhe von 19 Euro.

Unser Tipp: Bleiben Sie zu Reisetipps immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Berlin: Elektroauto für 29 Euro am Tag

Im Rahmen eines Pilotprojekts konnten Bahn-Kunden mit Ziel Berlin von Februar 2016 bis Ende Januar 2017 ein Elektroauto für 29 Euro am Tag mieten. Die Bahn berechnete keine Zusatzkosten für den verbrauchten Strom. Auf der Webseite bahn.de/flinkster-connect konnten Fahrgäste sowohl ein DB-Fernverkehrsticket nach Berlin buchen als auch ein E-Fahrzeug von Flinkster, dem Carsharing der Bahn. Der Buchungsprozess lief wie auf bahn.de ab und war auch auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Der gebuchte Elektrowagen sollte bei Ankunft direkt am Hauptbahnhof oder Bahnhof Südkreuz zur Verfügung stehen. Die maximale Mietdauer hat sieben Tage betragen.

Die Bahn prüft nach dem Ende des Pilotprojekts „die Einbindung des Angebots auf den bekannten Buchungsseiten der Deutschen Bahn“.

Kaum noch Sonderangebote auf Fernbus-Portalen

Um der Billig-Konkurrenz der Fernbus-Anbieter Kunden abzujagen, hatte die Bahn spezielle Sonderangebote ausschließlich auf Fernbus-Portalen angeboten. Die günstigen Bahn-Fahrkarten erschienen meist eine Woche vor dem Abfahrtstag zwischen den Suchergebnissen der Fernbus-Anbieter.

So konnten wir auf den Fernbus-Portalen am 9. Februar 2015 Tickets für eine ICE-Verbindung von Frankfurt am Main nach Berlin am übernächsten Tag für 29 Euro ergattern. In der normalen Suche auf bahn.de wurde die gleiche Fahrt für 101 Euro verkauft. Richtig gelesen: Für ein- und dieselbe Fahrt konnten Sie entweder rund 30 Euro zahlen oder mehr als das Dreifache, je nachdem, auf welcher Internetseite Sie gebucht haben. In einer Untersuchung von vergleich.org mit 54 Verbindungen waren in 97 Prozent der Fälle günstige Bahn-Fahrkarten auf Fernbus-Portalen verfügbar.

Man könnte argumentieren, dass die Bahn damit ihre eigenen Kunden verschaukelt hat. Andererseits konnte man sich diesen Mechanismus für kurzfristige Bahnfahrten einfach zunutze machen und sich die günstigen Konditionen selbst schnappen. Die Sonderangebote gab es auf

  • busliniensuche.de
  • fernbusse.de
  • fromAtoB.de und
  • verkehrsmittelvergleich.de.

Damit ist seit Anfang 2016 allerdings fast Schluss. Die Bahn hat offenbar erkannt, dass diese Methode nicht fair ist gegenüber jenen Kunden, die direkt auf bahn.de buchen. Künftig wird es laut einem Bahn-Sprecher nur noch manchmal und zeitlich eingeschränkt Sonderangebote auf Fernbus-Portalen geben.

Keine Restplätze mehr bei Ltur

Tipp

Bahnfahrt inklusive

Bei Pauschalreisen ist der Zug zum Flug (Rail & Fly) oft gratis.

Wer sich kurzfristig für eine Bahnfahrt entscheidet, konnte neben den Fernbus-Portalen auch auf der Website von Ltur auf die Jagd nach billigen Tickets gehen. Über den Reiseveranstalter hatte die Bahn Restplätze ab 17 Euro verkauft Am 10. Februar 2015 fanden wir Fahrkarten für die ICE-Verbindung Berlin–Hamburg für 27 Euro. Die Fahrt mit dem IC war für 17 Euro zu haben. Die normale Fahrkarte hätte 78 beziehungsweise 64 Euro gekostet.

Den regelmäßigen Vertrieb der Restplätze hat Ltur Anfang 2016 eingestellt. Sonderpreise sollen nur noch punktuell angeboten werden.

Für wen sich eine Bahncard lohnt

Bahncard 25 - Mit der Bahncard 25 erhalten Fahrgäste einen Rabatt von 25 Prozent auf den Normal- oder Sparpreis. Die Karte lohnt sich oft bereits ab zwei oder drei Bahnfahrten im Jahr.

Jugend Bahncard 25 - Für 10 Euro erhalten Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren eine eigene Bahncard. Sie ist für die erste und zweite Klasse gültig. Das ist vor allem für Teenager von 14 bis 18 interessant, denn Kinder bis einschließlich 14 Jahre fahren mit einem Erwachsenen umsonst mit.

Bahncard 50 - Einen Nachlass von 50 Prozent auf den Normalpreis und 25 Prozent auf den Sparpreis erhalten Kunden mit der Bahncard 50. Die Karte lohnt sich vor allem für spontane Vielfahrer.

Bahncard 100 - Unbegrenzt Bahn fahren zum Pauschalpreis von rund 4.000 Euro ist mit der Bahncard 100 möglich. Das lohnt sich nur bei fast täglichen, weiten Reisen. Immerhin liegt der Preis deutlich unter den jährlichen Kosten der meisten Pkw. 

Mit dem Aufdruck „+City“ auf der Fahrkarte können Bahncard-Besitzer auch den öffentlichen Nahverkehr am Start- und Zielort nutzen. Außerdem erhalten Karteninhaber bei grenzüberschreitenden Reisen in bestimmte Länder eine Ermäßigung von 25 Prozent auf die ausländische Strecke („Rail-Plus“).

→ Weitere Informationen über die Bahncard.

Deutsche Bahn (Bahncard)
Rabattkarte

  • Bahncard 25 gewährt Rabatt auch auf Sparpreise und kann sich bereits ab zwei bis drei Fahrten im Jahr lohnen
  • Bahncard 50 rechnet sich für spontane Vielfahrer
  • mit Bahncard 50 auch Rabatt auf Sparpreise
  • Bahncard 100 ist deutlich günstiger als die Jahreskosten vieler Pkw

Bahncard kündigen
Wenn Sie Ihre Bahncard 25 oder 50 nicht rechtzeitig kündigen, verlängert sie sich automatisch um ein Jahr. Kündigen Sie die Karte vorsorglich. Denn die Bahn macht immer wieder vergünstigte Sonderangebote, von der nur Neukunden profitieren. Die Kündigung können Sie ganz leicht über den Bahncard-Service einreichen, oder Sie nutzen einen Kündigungsdienstleister.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Digitales

Dienstleister beenden unliebsame Verträge

  • Kündigungsdienste kennen hunderte Anbieter.
  • Dienstleister formulieren Kündigung, verschicken sie auf Wunsch und bieten Versandnachweis.
  • Hoher Datenschutz laut AGB.

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung:

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Gesamte Diskussion anzeigen - Anmelden oder registrieren, um an der Diskussion teilzunehmen.

Sollen wir Sie
zu Reisetipps
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.