Fehlerhafte Widerrufsbelehrung

Baukredit widerrufen und Tausende Euro sparen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bis zum 21. Juni 2016 konnten Darlehensnehmer ihren Altvertrag widerrufen, falls er eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthielt. Das betrifft Verträge, die zwischen dem 1. September 2002 und dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden.
  • Viele Darlehensnehmer haben ihre Rechte innerhalb der Frist geltend gemacht, den Vertrag widerrufen und Rückabwicklung verlangt.
  • Auch wer sein Darlehen früher getilgt und dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt hat, konnte diese zurückfordern.
  • Die Banken werden trotz fehlerhafter Belehrung den Widerruf nicht ohne Weiteres akzeptieren.
  • Auch nach der Frist können Sie einen Immobilienkredit mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung noch widerrufen, wenn Sie den Vertrag nach dem 10. Juni 2010 abgeschlossen haben oder wenn er nicht durch eine Grundschuld abgesichert ist.

So gehen Sie vor

  • Sie haben einen Altvertrag:
  • Haben Sie Ihren Vertrag zwischen dem 1. September 2002 und dem 10. Juni 2010 abgeschlossen, können Sie jetzt nicht mehr widerrufen.
  • Haben Sie den Widerruf fristgemäß erklärt, Ihre Bank akzeptiert ihn aber nicht, sollten Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Bietet die Bank Ihnen einen Vergleich an, sollten Sie diesen ebenfalls von einem Fachanwalt überprüfen lassen.
  • Sie haben einen Neuvertrag:
  • Haben Sie Ihren Vertrag am 11. Juni 2010 oder später abgeschlossen, kann er ebenfalls eine fehlerhafte Belehrung enthalten. Einen solchen Vertrag können Sie auch heute noch widerrufen.
  • Finanztip empfiehlt spezialisierte Kanzleien, um die Erfolgsaussichten überprüfen zu lassen. Wir haben für Sie eine Liste von empfehlenswerten Anwälten zusammengestellt.
  • Wer keine Rechtsschutzversicherung hat und die Kosten scheut, kann sich von der Bankkontakt AG unterstützen lassen. Metaclaims bietet nur eine Lösung bei gezahlter Vorfälligkeits- oder Nichtabnahmeentschädigung, die Kreditnehmer zurückfordern möchten.
  • Geht Ihr Widerspruch durch, brauchen Sie eine günstige Anschlussfinanzierung für Ihre Restschuld. Wenden Sie sich dazu an einen Kreditvermittler wie Interhyp, Dr. Klein, Enderlein oder Hypothekendiscount.
  • Tipp: Sollen wir Sie rund um das Thema fehlerhafte Widerrufsbelehrung sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Viele Baufinanzierungen ab 2002 enthielten eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung: Verbraucher konnten ihre alte Finanzierung rückabwickeln, ein neues Darlehen für die Restschuld aufnehmen und vom aktuellen Rekordtief der Bauzinsen profitieren.

Achtung

Kündigungsrecht nach zehn Jahren

Nach zehn Jahren Laufzeit kann jeder Kreditnehmer seine Baufinanzierung kündigen, ohne dass Banken dafür eine Entschädigung verlangen dürfen (§ 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB). Das gilt selbst dann, wenn eine 15- oder 20-jährige Zinsbindung vereinbart ist. Sind die zehn Jahre demnächst vorbei, müssen Sie sich nicht mit den Fehlern in der Widerrufsbelehrung beschäftigen. Sie können einfach kündigen und eine günstige Anschlussfinanzierung suchen, verzichten damit aber womöglich auf eine Nutzugsentschädigung.

Auch wenn die Finanzierung gar nicht mehr läuft, weil der Kreditnehmer vorzeitig aus dem Vertrag ausgestiegen ist, konnte ein Fehler in der Widerrufsbelehrung bares Geld bedeuten. Denn eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung ließ sich bei erfolgreichem Widerruf zurückverlangen.

Das gilt für Altverträge: Haben Sie Ihren Vertrag zwischen dem 1. September 2002 und dem 10. Juni 2010 abgeschlossen und wurde dafür eine Grundschuld eingetragen, können Sie nach dem 21. Juni 2016 nicht mehr widerrufen, auch wenn die Belehrung fehlerhaft war (Art. 229 § 38 EGBGB). Wer innerhalb der Frist widerrufen hat, kann Rückabwicklung und Nutzungsersatz verlangen.

Das gilt für Neuverträge: Das Widerrufsrecht besteht auch nach dem 21. Juni 2016 weiterhin für Verträge, die nach dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden – sofern die Belehrung fehlerhaft war. Das war zum Beispiel der Fall bei einer Belehrung, die die Spardabank Nürnberg verwendet hat. Die Kunden konnten den Neuvertrag widerrufen, da der Darlehensnehmer anhand der Belehrung den Fristbeginn verlässlich und mit zumutbarem Zeitaufwand nicht ermitteln konnte (OLG Nürnberg, Urteil vom 1. August 2016, Az, 14 U 1780/15).

Wichtig: Der Widerruf von Krediten noch Jahre nach Vertragsabschluss ist grundsätzlich weder verwirkt noch rechtsmissbräuchlich (BGH, Urteil vom 12. Juli 2016, Az. XI ZR 564/15).

Was Fehler bei der Widerrufsbelehrung bedeuten

Ist die Widerrufsbelehrung Ihrer Baufinanzierung fehlerhaft, bedeutet das juristisch, dass die gesetzliche 14-tägige Widerrufsfrist aufgrund der falschen Informationen gar nicht anfangen konnte. Ein Widerruf war daher bei Altverträgen bis zum 21. Juni 2016 möglich – auch wenn weder Sie noch die Bank eine jederzeitige Ausstiegsmöglichkeit bei Vertragsabschluss wollten. Für Sie kann das eine Ersparnis von mehreren Zehntausend Euro bedeuten. Verträge mit fehlerhaften Belehrungen, die Sie am 11. Juni 2010 oder später abgeschlossen haben, können Sie noch heute widerrufen.

Beispiel: Angenommen, Sie haben Anfang 2009 einen Kredit über 200.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung abgeschlossen, die Zinsen betragen 4,5 Prozent und Sie zahlen monatlich 1.000 Euro. Am Ende des Vertrags im Jahr 2019 hätten Sie noch eine Restschuld von über 162.000 Euro. Wenn Sie aber jetzt aus Ihrem Vertrag aussteigen und für den aktuellen Restbetrag einen neuen Kredit für nur 2 Prozent Zinsen aufnehmen, beträgt Ihre Schuld Anfang 2019 etwa 150.000 Euro. Eine Ersparnis von rund 12.000 Euro (Stand der Berechnung: 1. November 2015).

Zusätzlich erhalten Sie sogenannten Nutzungsersatz, weil die Bank mit den Zins- und Tilgungsleistungen bis zum Widerruf wirtschaften konnte. Das hat der Bundesgerichtshof in einem Beschluss vom 22. September 2015 nochmal klargestellt (Az. XI ZR 116/15). Kunden erhalten Nutzungsersatz auf bereits geleistete Zahlungen in Höhe der üblichen Verzugszinsen, die mit fünf Prozentpunkten über dem Basiszins der Bundesbank angesetzt werden (LG Hamburg, Urteil vom 4. August 2016, Az. 321 O 10/16). Dadurch reduziert sich die Restschuld in der Regel um weitere 10 bis 20 Prozent. Aber Achtung: Einige Gerichte berechnen den Ersatz nur mit 2,5 Prozentpunkten.

Zur Zinsersparnis kommt also noch einiges dazu. In einem Verfahren gegen die BW-Bank belief sich allein der Nutzungsersatz auf über 10.000 Euro, teilt die Rechtsanwaltskanzlei Gansel in Berlin mit.

Viele unserer Leser haben bereits Erfahrungen mit einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung gemacht. Zum Beispiel haben einige ihre Belehrung bei Anwälten zur Prüfung eingereicht, die Bank kontaktiert und manchmal einen Vergleich erreicht. Verfolgen Sie die spannende Diskussion zum Thema in unserer Community – und melden Sie sich, wenn auch Sie etwas zum Thema beitragen möchten. Oder schreiben Sie uns eine E-Mail an widerrufsplitterDo not spamfinanztip.de.

Welche Banken am häufigsten betroffen sind

Wie viele Verträge fehlerhaft sind, kann keiner genau sagen. Allerdings hat die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) bereits mehr als 3.300 Verträge untersucht. Nach unserer Hochrechnung handelt es sich um rund drei Millionen Verträge, die betroffen sein können. Die folgende Tabelle zeigt die zehn Banken, die von der VZHH bisher am häufigsten unter die Lupe genommen wurden:

Top-10-Institute nach Anzahl der untersuchten Verträge

Bank untersuchte Verträge fehlerhafte Widerrufsbelehrungen Prozentsatz der fehlerhaften Verträge
ING-Diba 412 366 88,83
DSL-Bank 258 227 87,98
Deutsche Bank 178 129 72,47
Hamburger Sparkasse 165 141 85,45
Commerzbank 113 83 73,45
DKB 96 72 75,00
Münchner Hypothekenbank 93 64 68,82
BHW Bausparkasse 80 48 60,00
BW Bank 65 49 75,38
Dresdner Bank 56 46 82,14

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg (Stand: Februar 2015)

Wir haben zusätzlich eine alphabetische Liste aller bisher von der Verbraucherzentrale untersuchten Banken erstellt. Diese können Sie hier herunterladen.

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Typische Fehler in den Widerrufsbelehrungen

Es gibt eine Vielzahl von Urteilen zu fehlerhaften Widerrufsbelehrungen. Dabei geht es um unterschiedliche Verträge, bei denen der Verbraucher nicht ordnungsgemäß belehrt wurde – von der Lebensversicherung bis hin zum Kaufvertrag im Internet. Diese Rechtsprechung kann auch auf Baufinanzierungen übertragen werden. Da die Widerrufsbelehrungen der Banken unterschiedlich waren, muss aber jede Belehrung gesondert betrachtet werden. Folgende Widerrufsbelehrungen sind nach der Rechtsprechung unwirksam:

Falsche Fristbelehrung - Manche Banken haben sich bei ihrer Widerrufsbelehrung an die (nicht verpflichtende) Musterwiderrufsbelehrung 2002 gehalten. Doch gleich mehrere Gerichte halten eine darin verwendete Formulierung für unzureichend. Es handelt sich um den Satz: „Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“ Das Wort „frühestens“ ist unklar. Es suggeriert dem Darlehensnehmer fälschlicherweise, die Frist könne eventuell auch später beginnen (BGH, Urteil vom 1. Dezember 2010, Az. VIII ZR 82/10).

Fehlender Hinweis auf Rechtsfolgen - Eine Widerrufsbelehrung ist immer dann fehlerhaft, wenn sie die Rechtsfolgen des Widerrufs nicht erläutert oder gar falsch darstellt (LG Köln, Urteil vom 17. September 2013, Az. 21 O 475/12). Auch ungenaue Begrifflichkeiten machen eine Widerrufsbelehrung ungültig. Steht zum Beispiel in der Belehrung, dass Zahlungen innerhalb von 30 Tagen nach Absendung der „Widerrufsbelehrung“ erstattet werden müssen, ist dies unzutreffend und nicht nur ein Schreibversehen der Bank. Es hätte Absendung der „Widerrufserklärung“ heißen müssen (KG Berlin, Beschluss vom 20. Oktober 2015, Az. 4 W 16/15 zur DKB).

Fehlender Hinweis auf verbundenes Geschäft - Eine Widerrufsbelehrung ist auch dann falsch, wenn die Bank nicht auf die Rechtsfolgen des Widerrufs verbundener Geschäfte hingewiesen hat. Um ein verbundenes Geschäft handelt es sich zum Beispiel dann, wenn ein Kunde seinen Darlehensvertrag zusammen mit einer Restschuldversicherung abgeschlossen hat (LG Wuppertal, Urteil vom 8. Mai 2012, Az. 5 O 377/11). Weicht eine Belehrung bei einem verbundenen Geschäft vom Mustertext ab und steht statt „erklären“ nur „klären“, ist der Sinn des Textes verkehrt (LG Berlin, Urteil vom 23. September 2014, Az. 4 O 65/14).

Ergänzende Formulierungen - Ergänzende Formulierungen, die für den Kreditnehmer verwirrend und unverständlich sind, machen eine Belehrung fehlerhaft (BGH, Urteil vom 10. März 2009, Az. XI ZR 33/08 - Kombination aus Immobilienfonds und Darlehen).

Ergänzende Fußnote - Einige Banken haben bei der Widerrufsfrist folgende Fußnote angefügt: „Bitte Frist im Einzelfall prüfen“. Eine solche Fußnote ist im Muster aber nicht vorgesehen. Der Zusatz richtete sich offenbar an die Mitarbeiter der Bank, die nach einer Prüfung die einschlägige Frist einsetzen sollten. Für den Verbraucher ist ein solcher Hinweis aber unklar. Er könnte denken, er müsse die Frist selbst noch prüfen. Die Widerrufsbelehrung ist deshalb unwirksam (OLG München, Urteil vom 21. Oktober 2013, Az. 19 U 1208/13, LG Siegen, Urteil vom 24. Juli 2015, Az. 2 O 350/14, LG Kiel, Urteil vom 3. Mai 2016, Az. 8 O 150715 - Förde Sparkasse). Es stellt auch eine erhebliche Abweichung vom Muster dar (BGH, Urteil vom 12. Juli 2016, Az. XI ZR 564/15).

Keine Anpassung auf den Einzelfall - Banken müssen die Widerrufsbelehrung immer konkret auf den Vertrag hin formulieren, um den es geht. Listet das Institut dagegen alle möglichen Gestaltungshinweise in der Belehrung auf, ist die Belehrung fehlerhaft (LG Köln, Urteil vom 17. September 2013, Az. 21 O 475/12). Eine Widerrufsbelehrung mit Ankreuzoptionen entspricht allerdings den Anforderungen des Gesetzes, so der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 23. Februar 2016, Az. XI ZR 549/14).

Diese Widerrufsbelehrungen sind nicht angreifbar

Die Banken, die vollständig die entsprechende amtliche Musterwiderrufsbelehrung verwendet und vertraut haben, sind geschützt, selbst wenn das Muster fehlerhaft war. Ein Widerruf ist nicht möglich. Dazu durften die Banken weder von den inhaltlichen noch von den gestalterischen Vorgaben des Musters abgewichen sein (BGH, Urteil vom 1. März 2012, Az. III ZR 252/11). Keine wesentliche Abweichung vom Muster hat das OLG Stuttgart in einem Fall angenommen und den Widerruf für unzulässig erklärt (OLG Stuttgart, Urteil vom 20. Mai 2014, Az. 6 U 182/13). Die zusätzliche Fußnote "Bitte Frist im Einzelfall prüfen" stellt eine erhebliche Veränderung des Musters dar, die betroffene Sparkasse konnte sich nicht auf die Gesetzlichkeitsfiktion des Musters berufen (BGH, Urteil vom 12. Juli 2016, Az. XI ZR 564/15).

Das ist aber selten der Fall. Häufig wurde das gesetzliche Muster mit Zusätzen, Ergänzungen, vermeintlichen Klarstellungen oder auch gestalterischen Elementen so verändert, dass die Belehrung fehlerhaft wurde (so auch OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 25. April 2016, Az. 23 U 98/15 (Sparkasse Hanau); OLG Brandenburg, Urteil vom 21. August 2013, Az. 4 U 202/11 zur Finanzierung des Beitritts zu einem Medienfonds; OLG Brandenburg, Urteil vom 19. März 2014, Az. 4 U 64/12). In allen diesen Fällen können Sie den Vertrag immer noch widerrufen.

Wir haben die wichtigsten Musterbelehrungen zusammengestellt:

Weicht die Widerrufsbelehrung in Ihrem Vertrag vom jeweils relevanten Muster ab, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie widerrufen können. 

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Das bedeutet der Widerruf

Ein Widerruf wandelt den Darlehensvertrag in ein sogenanntes Rückabwicklungsverhältnis um (§§ 357 Abs. 1 Satz 1, 346, 348 BGB). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem Beschluss vom 22. September 2015 noch einmal sehr klar dargelegt, wie das Darlehen rückabzuwickeln ist (Az. XI 116/15, Randnummern 7 und 8).

Rückabwicklung - Rein rechtlich werden bei einem Widerruf also alle Zahlungen aus dem Darlehensvertrag rückabgewickelt. Das heißt, der Kunde muss der Bank formal die komplette Darlehenssumme samt noch nicht geleisteter Zinsen auf die Restschuld (Wertersatz) innerhalb von 30 Tagen ab Widerruf erstatten. Die Bank muss dem Kunden alle von ihm geleisteten Tilgungen und Zinsen samt den daraus angenommenen Gewinnen (Nutzungsersatz) erstatten.

In der Praxis lassen sich die Forderungen der Bank und des Kunden dann verrechnen. Sie müssen also nicht die gesamte Darlehenssumme aufbringen und an die Bank zurückbezahlen, sondern nur einen Restbetrag. Dieser Restbetrag entspricht der im Tilgungsplan ausgewiesenen Restschuld, korrigiert um den Saldo aus Wert- und Nutzungsersatz.

Reduzierung des Zinssatzes möglich - Sie können sogar noch günstiger davonkommen, wenn Sie nachweisen können, dass Sie für Ihren Vertrag einen höheren Zins bezahlt haben, als es damals marktüblich war. In einem solchen Fall müssen Sie nur die damals üblichen Zinsen auf die Restschuld bezahlen (§ 346 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 BGB; OLG Düsseldorf, Urteil vom 17. Januar 2013, Az. I 6 U 64/12). Ob der vereinbarte Zins bei Vertragsabschluss marktüblich war, zeigt Ihnen ein Blick in die entsprechende Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank (Zeitreihe: BBK01.SUD118).

Beispiel: Statt 5,25 Prozent musste der Kreditnehmer nach Widerruf nur noch den damals marktüblichen Zinssatz von 4,46 Prozent bezahlen. Die Sparda Bank Berlin hatte in diesem Vertrag einen Zinssatz vereinbart, der um mehr als 15 Prozent über dem marktüblichen lag. Allein dadurch sparte sich der Verbraucher über 4.000 Euro (LG Berlin, Urteil vom 13. April 2016, Az. 4 O 316/15).

Achtung: Ihre Forderungen und die Forderungen der Bank werden nicht automatisch gegengerechnet. Ihr Anwalt muss dafür eigens die Aufrechnung erklären. Um die Restschuld abzulösen, sollten Sie rechtzeitig Angebote für eine Anschlussfinanzierung einholen.

So kommen Sie in vier Schritten aus Ihrem Vertrag heraus

Obwohl die Rechtslage für Sie spricht, ist es nicht einfach, aus Ihrem Vertrag herauszukommen. Denn Ihre Bank wird sich juristisch wehren. Am besten gehen Sie nach den folgenden vier Schritten vor.

Schritt 1: Belehrung überprüfen
Haben Sie keinen Altvertrag, sollten  Sie Ihre Widerrufserklärung überprüfen lassen, indem Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Eine kostenlose Ersteinschätzung bieten einige spezialisierte Anwälte an, etwa Kanzlei Gansel, Rechtsanwalt Benedikt-Jansen, die Kanzleien Baum Reiter & Collegen und Werdermann/von Rüden, Rechtsanwalt Steffens, Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte, Hahn Rechtsanwälte, Lehnen und Sinnig oder mzs Rechtsanwälte.

Schritt 2: Neues Angebot einholen
Im Falle, dass Ihre Bank den Widerruf akzeptiert, müssen Sie innerhalb von 30 Tagen den Restbetrag zurückzahlen, der sich nach der Aufrechnung der gegenseitigen Forderungen ergeben hat. Sie brauchen also dringend eine Anschlussfinanzierung.

Holen Sie dazu bei einem Kreditvermittler wie Interhyp oder Dr. Klein ein konkretes Angebot für die Umschuldung Ihrer derzeitigen Restschuld, die als Orientierungsgröße gut funktioniert.

Ihr neues Umschuldungsangebot muss sich nicht an der Restlaufzeit Ihres bestehenden Vertrags orientieren. Wenn Ihr derzeitiges Darlehen nur noch fünf Jahre läuft, können Sie sich auch einen neuen Vertrag mit längerer Laufzeit suchen. Aufgrund des derzeitigen Zinstiefs bei Baugeld empfehlen wir, sich die Zinsen möglichst lange zu sichern. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Baufinanzierung.

Noch ein Tipp: Zeigen Sie Ihrer Bank die günstigen Konditionen für eine Anschlussfinanzierung, die Sie bei der Konkurrenz gefunden haben. Es ist gut möglich, dass Ihre Hausbank Ihnen dann ein ebenso gutes Angebot macht. Falls Ihre Hausbank dies ablehnt und Sie zur Konkurrenz wechseln wollen, spielen Sie mit offenen Karten: Legen Sie der neuen Bank offen, dass Sie Ihr altes Darlehen widerrufen wollen. So vermeiden Sie im Nachhinein unangenehme Überraschungen – etwa, weil Ihre neue Bank sich nicht mit Ihrem alten Finanzierungspartner auseinandersetzen möchte oder sie eine solche Finanzierung grundsätzlich ablehnt.

Wir empfehlen für die Umschuldung die folgenden Kreditvermittler:

Interhyp

  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • nach eigenen Angaben mehr als 400 Finanzierungspartner, inklusive vieler Sparkassen
  • Wahl zwischen telefonischer und Vor-Ort-Beratung in mehr als 80 deutschen Städten von über 600 Beratern
  • Fokus auf Baufinanzierung, kein Allfinanzvertrieb
  • deckt nicht den gesamten Markt ab

Dr. Klein

  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • nach eigenen Angaben mehr als 200 Finanzierungspartner
  • Wahl zwischen telefonischer und Vor-Ort-Beratung in über 140 deutschen Städten
  • deckt nicht den ganzen Markt ab
  • vertreibt teilweise Versicherungen, die nicht zur Baufinanzierung gehören

Enderlein
Unternehmen der Planethome-Gruppe

  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • Fokus auf Baufinanzierung, kein Allfinanzvertrieb
  • nach eigenen Angaben mehr als 70 Finanzierungspartner
  • Beratung über Telefon und Video-Chat
  • deckt nicht den ganzen Markt ab

Hypothekendiscount
Unternehmen der Planethome-Gruppe

  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • Fokus auf Baufinanzierung, kein Allfinanzvertrieb
  • nach eigenen Angaben mehr als 70 Finanzierungspartner
  • Beratung über Telefon und Video-Chat
  • deckt nicht den ganzen Markt ab
Hypothekendiscount

Schritt 3: Widerruf erklären
Mit dem Angebot aus Schritt 2 in der Hinterhand widerrufen Sie Ihren Vertrag. Schreiben Sie dazu einen Brief an Ihre Bank und verweisen Sie auf die fehlerhaften Stellen in Ihrer Widerrufsbelehrung. Falls Sie einen Anwalt mit der Prüfung der Belehrung beauftragt haben, wird er bei fehlerhafter Belehrung auch den Widerruf für Sie erklären oder Ihnen dabei behilflich sein. Einige Anwälte geben den Mandanten einen Musterwiderruf an die Hand, den sie selbst abschicken können. Sie übernehmen erst dann, wenn die Bank den Widerruf ablehnt. Sie können auch unseren Musterwiderruf verwenden. Einen Grund müssen Sie nicht angeben. Sie sollten ihn als Einwurf-Einschreiben versenden.

Achtung: Einen Widerruf können Sie nicht ohne Weiteres wieder zurücknehmen.

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Schritt 4: Anwalt einschalten
Akzeptiert Ihre Bank den Widerruf nicht, sollten Sie spätestens jetzt einen Anwalt aufsuchen und sich rechtlich vertreten lassen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Entweder es gelingt Ihrem Anwalt, eine gütliche Einigung mit Ihrer Bank zu erzielen oder er muss Ihren Widerruf gerichtlich durchsetzen.

Diese Anwälte sind spezialisiert auf solche Widerrufe

Die folgenden Kanzleien haben bereits mindestens ein Urteil gegen eine Bank wegen einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung erstritten und mindestens zehn außergerichtliche Einigungen mit mehr als fünf Banken erzielt. Rechtsanwälte, die eine kostenlose Erstberatung anbieten und dem Verbraucher eine schriftliche Ersteinschätzung zukommen lassen, finden sich in der Liste ganz oben. Einige der Kanzleien nehmen derzeit keine neuen Widerrufs-Mandate mehr an, das haben wir entsprechend vermerkt.

Gansel Rechtsanwälte, Berlin
Kanzlei mit sehr viel Erfahrung und mehr als 6.500 Vergleichen

  • kostenlose Erstberatung bei Verträgen ab dem 11. Juni 2010 bis heute
  • kostenlose Erstberatung bei Altverträgen, bei denen der fristgemäße Widerruf keinen Erfolg hatte
  • sehr viel Erfahrung (mehr als 25.000 geprüfte Verträge)
  • mehr als 50 Urteile und mehr als 6.500 Vergleiche
  • 7 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • Bearbeitungszeit maximal 48 Stunden
  • erfolgsorientiertes Honorar und Zugang zur Prozessfinanzierung

Poppelbaum Geigenmüller, Berlin
Urteile gegen DKB und ING-Diba erstritten

  • kostenlose Erstberatung bei allen Verträgen
  • viel Erfahrung (mehr als 5.000 Belehrungen geprüft)
  • 27 Urteile und mehr als 100 Vergleiche
  • Zugang zu Prozessfinanzierung (empfohlen von Roland Prozessfinanz)
  • 2 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht

Baum, Reiter & Collegen, Düsseldorf
Fragebogen auf der Webseite

  • kostenlose Prüfung der Widerrufsbelehrung bei Verträgen ab dem 11. Juni 2010 bis heute
  • kostenlose Prüfung bei Altverträgen, die gar keine Belehrung enthielten oder bei denen der Widerruf nicht zum Erfolg führte
  • sehr viel Erfahrung (3.000 Mandanten und 15.000 geprüfte Verträge)
  • 13 Urteile und etwa 2.000 Vergleiche
  • vier Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • innerhalb von 48 Stunden kurze schriftliche Ersteinschätzung

Hahn Rechtsanwälte, Hamburg, Bremen und Stuttgart
Urteil gegen Hamburger Sparkasse erstritten

  • kostenlose Erstüberprüfung bei Verträgen ab dem 11. Juni 2010 bis heute
  • viel Erfahrung (mehr als 1.500 Belehrungen geprüft)
  • 10 Urteile und etwa 100 Vergleiche
  • 7 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • Bearbeitungszeit zwischen 24 und 36 Stunden
  • Kanzlei nimmt Altfälle an, sofern der Darlehensnehmer den Widerruf selbst erklärt hat, aber keinen Erfolg hatte.

Benedikt-Jansen & Dorst, Frankenberg
Erfahrungen mit DKB, ING-Diba, DSL-Bank u.v.a.

  • kostenlose Erstüberprüfung der Widerrufsbelehrung
  • viel Erfahrung (etwa 1.000 Mandanten)
  • schriftliche Ersteinschätzung
  • 10 Urteile und über 60 Vergleiche
  • Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht (RA Benedikt-Jansen)

mzs Rechtsanwälte, Düsseldorf
viele Mandanten in Nordrhein-Westfalen

  • kostenlose Erstberatung bei Verträgen ab dem 11. Juni 2010 bis heute
  • kostenlose Erstberatung bei Altverträgen, bei denen der fristgemäße Widerruf keinen Erfolg hatte
  • viel Erfahrung (mehr als 800 Mandanten)
  • 7 Urteile und zahlreiche Vergleiche
  • 7 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • Bearbeitungszeit von 3 Werktagen

Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte, Nürnberg
6 Urteile gegen DKB erstritten

  • kostenlose Ersteinschätzung bei Altverträgen, bei denen die Bank den Widerruf nicht akzeptiert
  • kostenlose Ersteinschätzung bei Neuverträgen ab dem 11. Juni 2010
  • viel Erfahrung (mehr als 300 Mandanten)
  • 7 Urteile zugunsten der Verbraucher
  • eigentlich spezialisiert auf Rückabwicklung bei „Schrottimmobilien“

Rechtsanwälte Dr. Lehnen & Sinnig, Trier
Urteil gegen DKB und DSL-Bank

  • kostenlose Erstüberprüfung der Widerrufsbelehrung
  • viel Erfahrung (mehr als 1.000 Mandanten)
  • 5 Urteile und etwa 300 Vergleiche
  • kein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • keine schriftliche Ersteinschätzung
  • Bearbeitungszeit von 10 Tagen für die Ersteinschätzung

Reppel Seekamp Bausen, Siegen
Urteile gegen Sparkassen und Volksbanken erstritten

  • viel Erfahrung (etwa 1.200 Verträge geprüft)
  • kostenlose, schriftliche Ersteinschätzung
  • 40 Urteile und etwa 200 Vergleiche
  • Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht (RA Reppel)
  • Erstberatung innerhalb von 1 bis 2 Tagen
  • im Einzelfall erfolgsorientierte Vergütung möglich
  • Kanzlei übernimmt Mandate bei Verträgen, die nach dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden und falls der Widerspruch bei Altfällen keinen Erfolg hatte.

Werdermann | von Rüden, Berlin
betreut Verfahren vor dem BGH

  • kostenlose Erstüberprüfung
  • viel Erfahrung (mehr als 1.800 Mandanten)
  • 15 Urteile und 400 Vergleiche
  • Bearbeitungszeit von 48 Stunden
  • keine schriftliche Auswertung der Erstüberprüfung
  • kein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Trewius, Eislingen
Urteile gegen DKB erstritten

  • viel Erfahrung (etwa 1.000 Mandanten)
  • 6 Urteile und etwa 200 Vergleiche
  • Bearbeitungszeit von 7 bis 10 Tagen
  • Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht (RA Wahlenmeier)
  • Kosten für Erstberatung von 119 Euro
Trewius, Eislingen

Dr. Storch & Kollegen, Berlin
Urteile gegen DKB erstritten

  • viel Erfahrung (mehr als 2.000 Mandanten)
  • schriftliche Ersteinschätzung
  • 5 Urteile und etwa 20 Vergleiche
  • Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht (RA Dr. Storch)
  • Kosten für Erstberatung von 226 Euro
  • keine Angabe, bis wann der Mandant eine erste Rückmeldung erhält
Dr. Storch & Kollegen, Berlin

Steffens, Berlin
Zusammenarbeit mit Prozessfinanzierer EAS

  • kostenlose Erstüberprüfung (Verträge ab dem 10. Juni 2010 und falls erklärter Widerspruch keinen Erfolg hatte)
  • viel Erfahrung (mehr als 280 Mandanten)
  • 5 Urteile und 33 Vergleiche
  • Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht (RA Steffens)

Hünlein, Frankfurt
2 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht

  • viel Erfahrung (über 100 Mandanten)
  • 10 Urteile und etwa 30 Vergleiche
  • 3 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht (Hünlein, Bertelsmeier und Dametz)
  • Kosten für Erstberatung von 179 Euro
  • Kanzlei nimmt derzeit bei Altfällen keine Mandate mehr an

Bödding, Münster
Urteil gegen Sparkasse Westmünsterland erstritten

  • viel Erfahrung (etwa 300 Belehrungen geprüft)
  • schriftliche Ersteinschätzung
  • 1 Urteil und etwa 20 Vergleiche
  • Erstberatung innerhalb von einer Woche
  • Kosten für Erstberatung von 60 Euro
  • kein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • Kanzlei nimmt keine Mandate bei Altfällen mehr an

Dann übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, sollten Sie abklären, ob sie die Kosten einer Klage übernimmt. Wenn Sie den Immobilienkredit für den Neubau Ihres Hauses genutzt haben, ist Rechtsschutz eher unwahrscheinlich. Denn die meisten Versicherer haben Bauangelegenheiten aus ihrem Vertrag ausgeschlossen.

Ohne Rechtsschutzversicherung besteht ein großes Kostenrisiko. Besteht noch ein Vertragsverhältnis mit der Bank, berechnet sich der Streitwert für die Anwalts- und Gerichtsgebühren in aller Regel nach dem offenen Darlehenssaldo. Bei einer typischen Baufinanzierung sind das meist 100.000 oder mehr Euro. Entsprechend kommen schnell Anwalts- und Gerichtskosten von mehreren Tausend Euro zusammen.

Die Bankkontakt AG in Berlin bietet eine Möglichkeit, ohne Rechtsschutzversicherung einen Prozess mit überschaubarem Risiko zu führen. Bankkontakt überprüft kostenlos den Vertrag und wertet ihn schriftlich aus.

Für alle, die ihre Vorfälligkeits- oder Nichtabnahmeentschädigung zurückfordern wollen, ist Metaclaims eine interessante Lösung. Erreicht das Unternehmen für Sie eine außergerichtliche Lösung, behält es 20 Prozent der zurückgezahlten Vorfälligkeitsentschädigung. Gegen einige Banken wie die ING-Diba, DSL-Bank und DKB führt es Klagen.

Metaclaims
Nur bei Rückforderung einer Vorfälligkeitsentschädigung

  • Kosten von 20 Prozent bei außergerichtlichem Erfolg
  • Kosten von einem Drittel bei gerichtlichem Erfolg
  • NUR bei Rückforderung von Vorfälligkeits- und Nichtabnahmeentschädigung
  • Klagen gegen die Ing-Diba, DSL-Bank und DKB
  • 200 Widerrufbelehrungen geprüft
  • garantierte Bearbeitungsdauer von einer Woche

So haben die Gerichte bisher geurteilt

Wir haben für Sie eine Übersicht zu den aktuellen Urteilen von Land- und Oberlandesgerichten zusammengestellt, die zugunsten der Verbraucher entschieden haben. Dabei haben wir uns auf die zehn Banken konzentriert, deren Belehrung die Verbraucherzentrale Hamburg am häufigsten für fehlerhaft erklärt hat.

Bank     Gericht   Datum   Aktenzeichen   Anmerkung   Anwalt
ING-Diba     LG Berlin   20.02.2014   10 O 515/12   Berufung beim Kammergericht Berlin, Az. 24 U 71/14   Poppelbaum, Geigenmüller
      LG Frankfurt/Main   26.10.2015   2-27 O 173/15   nicht rechtskräftig   Hünlein
DSL-Bank     LG Bonn   04.03.2016   3 O 367/15   nicht rechtskräftig   Hahn Rechtsanwälte
      LG Bonn   09.11.2015   17 O 206/15   nicht rechtskräftig   mzs
      LG Bonn   24.07.2015   3 O 277/14   nicht rechtskräftig   Dr. Lehnen & Sinnig
      LG Bonn   25.02.2015   3 O 73/13   rechtskräftig   Gansel
      LG Lübeck   14.05.2014   3 O 288/13   Darlehensvertrag vom 25.05.2007, Vergleich vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht, Az. 5 U 210/14   Loh, Luig & Matzkat
Deutsche Bank     LG Frankfurt/Main   09.12.2014   2-02 O 104/13   rechtskräftig   Gansel
Hamburger Sparkasse     OLG Hamburg   17.09.2014   13 U 66/14   Anerkenntnisurteil   Gansel
      LG Hamburg   04.08.2016   321 O 10/16   Nutzungsersatz in Höhe von 5 Prozentpunkten über Basiszinssatz, nicht rechtskräftig   Hahn Rechtsanwälte
      LG Hamburg   16.04.2014   302 O 159/13   nicht rechtskräftig   Gansel
DKB     KG Berlin   22.12.2014   24 U 169/13   nicht rechtskräftig   Poppelbaum Geigenmüller
      OLG Brandenburg   19.03.2014   4 U 64/12   nicht rechtskräftig   Dr. Storch & Kollegen
      OLG Dresden   11.06.2014   8 U 1760   nicht rechtskräftig, DKB hat Nichtzulassungsbeschwerde zum BGH eingelegt (Az. XI ZR 327/15)   Heeling
Commerzbank     LG Itzehoe   25.06.2015   7 O 161/14   nicht rechtskräftig   Winneke
      LG Frankfurt/Main   05.09.2014   2-07 O 448/13   rechtskräftig   Gansel
Münchener Hyp     keine Urteile bekannt                
BHW Bausparkasse     LG Hannover   24.08.2015   14 O 38/15   Widerruf und Klageforderung wurde anerkannt   Hünlein
Dresdner Bank     OLG Düsseldorf   31.07.2014   I-14 U 59/14   Vergleich wurde gerichtlich festgestellt   Gansel
BW-Bank     OLG Stuttgart   14.10.2015   6 U 174/14   nicht rechtskräftig   Gansel
      LG Stuttgart   12.02.2016   8 O 255/14   nicht rechtskräftig   mzs
      LG Stuttgart   27.10.2015   25 O 114/15   nicht rechtskräftig   Gansel
      LG Stuttgart   17.10.2014   12 O 262/14   Vergleich   Gansel
      LG Stuttgart   20.12.2013   12 O 547/13   nicht rechtskräftig   Gansel
      LG Stuttgart   07.11.2013   6 O 332/13   Vergleich   Gansel

Quelle: Finanztip-Recherche und test.de (Stand: 29. Februar 2016)

Die Übersicht zeigt, dass sich viele Banken entweder gar nicht auf ein Gerichtsverfahren einlassen oder aber im Laufe des Verfahrens einen Vergleich akzeptieren. Die meisten Urteile sind bisher gegen die DKB ergangen, die sich bisher in der Regel auf keinen Vergleich eingelassen hat.

So haben wir die Rechtsanwälte ausgewählt

Im Sommer 2015 haben wir mehr als 20 Rechtsanwaltskanzleien zum Thema „fehlerhafte Widerrufsbelehrung“ angeschrieben, die auf diesen Bereich spezialisiert sind und erfolgreich Mandanten außergerichtlich oder gerichtlich gegenüber einer Bank vertreten haben. Dabei haben wir uns auf die Kanzleien beschränkt, die sich im Vorfeld schon an uns gewandt hatten oder aber auf ihrer Webseite oder bei test.de ihre Erfolge veröffentlicht haben.

Zur Prüfung haben wir an die Kanzleien einen Fragebogen versendet. Dieser enthielt Fragen zu den Kosten und zur Form einer Erstberatung. Wir haben uns nach erstrittenen Urteilen und abgeschlossenen Vergleichen erkundigt.

Über die tatsächliche Beratungsqualität können wir keine Aussage treffen, da wir sie nicht überprüfen können. Voraussetzung für unsere Empfehlung ist vielmehr grundsätzlich, dass die Kanzlei mindestens ein Urteil und zehn Vergleiche mit mehr als fünf Banken vorweisen kann. Für den Verbraucher positiv ist aus unserer Sicht, wenn er eine kostenlose und schriftliche Ersteinschätzung bekommt. Die Anwälte, die das anbieten, finden sich in der Empfehlungsliste ganz oben. Die Kanzleien, die keine kostenlose Erstberatung anbieten, sind entsprechend den Beratungskosten in absteigender Reihenfolge sortiert.

Auch wenn sich daraus keine Erkenntnis über die tatsächliche Qualität der Beratung ableiten lässt, bewerten wir es als positiv, wenn sich der bearbeitende Jurist als Fachanwalt auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert hat.

Sie helfen anderen Verbrauchern, indem Sie über Ihre persönlichen Erfahrungen mit den einzelnen Anwälten in der Finanztip-Community kurz und sachlich berichten und sie so anderen Mitgliedern zur Verfügung stellen.

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Hallo,
nach langem hin und her liegt mir jetzt ein Vergleichsangebot (1,4%, 10 Jahre - aber noch 30% VFE) vor.
Ich bin nun unsicher, ob ich annehme (die VFE schmerzt schon sehr) oder die Klage ...
24. September 2016 zum Beitrag
Hallo in die Runde,
nur mal als Zwischeninfo. Bis jetzt soll bei uns am 29.09. ein Gerichtstermin sein (wurde schon 3x verschoben). Danach dauert es wohl noch mal 3 bis 4 Wochen bis zur ...
23. September 2016 zum Beitrag
zu Sir-Alex (1.091)
[/b] danach, ob es nur um Nutzungsersatz geht oder auch um die Vorfälligkeitsentschädigung.
20. September 2016 zum Beitrag
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Britta Beate Schön

Finanztip-Expertin für Recht

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig. Die Autorin erreichen Sie unter redaktion@finanztip.de.