Bausparen oder Baufinanzierung

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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Hypothekendarlehen oder Bausparen?

Ein richtiger Vorteilsvergleich zwischen Hypothekendarlehen und Bausparvertrag ist nahezu unmöglich. Es müssen zu viele Annahmen gesetzt werden, so dass eine generelle Aussage nicht getroffen werden kann. Lediglich eine sehr allgemeine Faustregel hat Gültigkeit bei der Frage: Bauspardarlehen oder Bankkredit? Faustregel: Je niedriger der Hypothekenzins ist, desto genauer sollte der Besitzer eines zuteilungsreifen Bausparvertrages überlegen, ob nicht die Baufinanzierung per Bankkredit günstiger ist.
Die Bausparkassen erfreuen sich seit vielen Jahren des Zuspruchs vieler treuer Kunden. Aber ist das Bausparen insbesondere in Zeiten niedriger Hypothekenzinsen wirklich sinnvoll? Schon seit mehreren Jahren sind die Hypothekenzinsen besonders niedrig. Sie bewegen sich auch wegen der Banken- und Wirtschaftskrise praktisch am Tiefstpunkt. Bei so niedrigen Zinssätzen (und entsprechenden Beleihungsgrenzen) liegt die Bankfinanzierung in aller Regel vor der Bausparfinanzierung.
Das Bausparen war eine sehr wichtige Finanzierungsquelle in der Nachkriegszeit. In der heutigen Zeit hat das Bausparen an Bedeutung verloren. Eines der Hauptprobleme der Bausparfinanzierung ist die mangelnde Transparenz der Angebote. Die wahren Kosten lassen sich nur schwer ermitteln. Trotzdem sind nahezu alle großen Banken auch im Bauspargeschäft tätig.
Der Hypothekenzins ist sicherlich die wichtigste Komponente, aber nicht ganz isoliert zu betrachten. Denn das Bauspardarlehen bietet einen besonderen Vorteil: Der Zinssatz bleibt von der ersten bis zur letzten Bausparrate konstant. Dagegen muss der Keditnehmer bei einer Bankfinanzierung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist neu verhandeln.
Ist der Hypothekenzins gestiegen, so muss der Darlehensnehmer auch einen höheren "Immobilienzins" zahlen. So kann die Bankfinanzierung am Ende doch teurer werden, als geplant. Andererseits: Der niedrige Hypothekenzins kann am Anfang des Tilgungszeitraumes bereits so viele Ersparnisse bringen, dass die Gefahr des Zinssatzes bei der Anschlussfinanzierung vernachlässigbar ist. Und clevere Immobilienbesitzer nutzen die flexiblen Möglichkeiten von Forward-Darlehen bei Anschlussfinanzierung.
Grundsätzlich gilt mithin: Eine Finanzierung per Bausspardarlehen ist empfehlenswert für Bauherren, die genau die Kosten der Finanzierung für den Hausbau kalkulieren wollen. Die zu erwartenden Mehrkosten bei einem Bauspardarlehen sind der Preis für eine Sicherheit in der Kalkulation.

Häufig kommt eine Bankfinanzierung als Alternative überhaupt nicht in Betracht. Beispiel: Der Bauherr hat bereits bei der Bank die Beleihungsgrenze von 60 Prozent erreicht. Fehlt dann noch Kapital, ist ein Bausparvertrag zum Beispiel über Schwäbisch Hall besonders sinnvoll, denn Bauspardarlehen sind Kredite, die nachrangig gewährt werden. Hier gilt eine Beleihungsgrenze von 80 Prozent. Jeder Bauherr sollte entweder über ausreichend Eigenkapital verfügen oder aber für solche Fälle gerüstet sein, zum Beispiel durch Abschluss einer Bausparpolice.
Jeder Bausparer sollte die Höhe der Bausparsumme auf den gewünschten Zuteilungstermin abstimmen. Wer noch 50 Prozent ansparen muss, der braucht hierfür einen längeren Zeitraum. Wenn der Bautermin noch unsicher ist, wählt der Bauherr am besten eine kleine Bausparsumme. So ist das eingezahlte Geld bei Bedarf schnell verfügbar.
Das Bausparen ist nicht sinnvoll, wenn der Sparer auf das Darlehen verzichtet. Ausnahme: Der Bausparer hat Anspruch auf staatliche Prämien. Derartige staatliche Prämien können den Bausparvertrag selbst in der Sparphase zu einer rentablen Geldanlage machen. Verzichtet der Bausparer jedoch auf sein Darlehen, gilt eine Sperrfrist von sieben Jahren. Erst danach darf der Bausparer die Prämien behalten, wenn sie nicht zu einer Baufinanzierung eingesetzt werden.

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Hermann-Josef Tenhagen

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