Wohnungsbauprämie

So fördert der Staat Bausparer

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer als Alleinstehender weniger als 25.600 Euro oder als Ehepaar weniger als 51.200 Euro verdient, hat Anspruch auf die Wohnungsbauprämie.
  • Die Prämie beträgt 8,8 Prozent der Sparsumme.
  • Die Prämie ist allerdings gedeckelt auf 45 Euro pro Jahr für Alleinstehende und 90 Euro für Ehepartner.
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Den Traum vom eigenen Haus haben viele Bundesbürger. Wer dafür einen Bausparvertrag abschließt, hat in vielen Fällen ein Recht auf die Wohnungsbauprämie. Mit der Prämie fördert der Staat seit 1952 Wohnungsbauer und solche, die es werden wollen. Um die Prämie zu erhalten, ist nicht viel Aufwand nötig.

Viele haben Anspruch auf die Prämie

Jeder Steuerpflichtige in Deutschland ab 16 Jahren hat grundsätzlich Anspruch auf den Zuschuss vom Staat, sofern er Geld für den Wohnungsbau anspart. Das zu versteuernde Einkommen eines Singles darf im Jahr allerdings nicht höher liegen als 25.600 Euro. Für ein Ehepaar sind 51.200 Euro die Grenze. Wer mehr verdient, hat keinen Anspruch auf die Förderung.

Vereinfacht spricht man vom zu versteuernden Einkommen, wenn von den Einnahmen Werbungskosten beziehungsweise Betriebs- und Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Kinder- sowie sonstige Freibeträge abgezogen werden. Das zu versteuernde Einkommen kann also deutlich niedriger sein als das Bruttoeinkommen.

Vor allem Bausparverträge werden gefördert

Um den Wohnungsbau zu fördern, unterstützt der Staat unterschiedliche Aufwendungen. Am wichtigsten sind die Beiträge für Bausparverträge. Dabei darf es sich allerdings nicht um Geld handeln, das aus Vermögenswirksamen Leistungen stammt und über eine Arbeitnehmersparzulage gefördert wird. Auch wer Anteile an Bau- und Wohnungsgenossenschaften kauft oder sich an Wohnungs- und Siedlungsunternehmen beteiligt, wird für diese Aufwendungen gefördert. Dabei müssen Sparer einen Mindestbetrag einzahlen. Nur wer wenigstens 50 Euro pro Jahr anspart, hat einen Anspruch auf die Förderung vom Staat. Die volle Prämie erhält allerdings nur, wer die Höchstbeiträge einzahlt.

Die Prämie beträgt maximal 90 Euro pro Jahr

Der Staat bezuschusst die jährlichen Einzahlungen mit 8,8 Prozent, allerdings nicht in unbegrenzter Höhe. Die Grenze, bis zu der die 8,8 Prozent gewährt werden, liegt für einen Alleinstehenden bei 512 Euro und bei 1.024 Euro für Ehepaare. Singles bekommen demnach eine Höchstprämie von 45,06 Euro im Jahr, Ehepartner 90,11 Euro. Um die Prämie zu erhalten, muss der Vertrag sieben Jahre laufen. Danach wird die Wohnungsbauprämie dem Vertrag gutgeschrieben.

  Ledige Verheiratete
Einkommensgrenze 25.600 € 51.200 €
jährlich max. geförderte Sparleistung 512 € 1.024 €
Höhe der Prämie 8,8 % 8,8 %
Höchste Prämie 45,06 € 90,11 €

Geld muss „wohnwirtschaftlich“ verwendet werden

Der Staat verlangt, dass mit der Wohnungsbauprämie geförderte Sparverträge nur wohnwirtschaftlich genutzt werden dürfen. Dazu gehören neben dem Haus- beziehungsweise Wohnungsbau auch Kauf, Sanierung oder Renovierung einer Immobilie. Auch der Erwerb von Wohnrechten ist mit der Prämie erlaubt.

Baufinanzierer schicken den Antrag zur Wohnungsbauprämie automatisch an ihre Kunden. Mit der Unterschrift unter dem Antrag bestätigen Kunden, dass sie unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Die Wohnungsbauprämie lässt sich für bis zu zwei Jahre rückwirkend beantragen.

Andere Regeln für Altverträge von vor 2009

Kunden mit Altverträgen aus der Zeit vor 2009 können nach Ablauf der sieben Jahre grundsätzlich frei über das Geld verfügen und müssen es nicht für ihre Wohnung oder ihr Haus verwenden.

Tipp

Ausnahme für junge Kunden

Kunden, die beim Abschluss eines Bausparvertrages jünger als 25 Jahre sind, profitieren von einer Ausnahmeregel: Nach sieben Jahren können sie frei über das Guthaben entscheiden. Es muss nicht wohnwirtschaftlich verwendet werden.

Bei diesen alten Verträgen war eine vorzeitige Kündigung möglich, ohne den Prämienanspruch zu verlieren. Dazu musste eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Kunde verwendet die Beiträge sofort für den Wohnungsbau (wohnwirtschaftliche Verwendung).
  • Der Bausparer oder sein Partner ist verstorben.
  • Der Bausparer oder sein Partner ist arbeitsunfähig geworden.
  • Der Bausparer oder sein Partner ist arbeitslos geworden und die Arbeitslosigkeit dauert länger als zwölf Monate an.
  • Der Vertrag wird auf einen Angehörigen übertragen, der ihn fortsetzt.

Fazit: Erst Anrecht prüfen

Die Bausparkassen werben gerade zum Jahresende mit der Wohnungsbauprämie. Lassen Sie sich davon nicht beirren und prüfen Sie erstmal, ob Sie ein Recht auf die Prämie haben. Falls ja, ist die Förderung eine gute Wahl – sie bringt Ihnen jährlich ein paar Euro.

Mehr dazu im Ratgeber Bausparvertrag

Dirk Eilinghoff
Experte für Baufinanzierung

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Eric Brandmayer

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.