Dienstunfähigkeitsversicherung

So sichern sich Beamte gegen Berufsunfähigkeit ab

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob ein Beamter dienstunfähig ist, entscheidet sein Arbeitgeber. Das heißt aber nicht, dass er aus Sicht einer Versicherung als berufsunfähig gilt.
  • Deshalb sollten Beamte in ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung eindeutig regeln, dass der Anbieter zahlt, sobald sie als dienstunfähig eingestuft sind.
  • Dafür gibt es die sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel. Diese macht den Vertrag teurer, gibt aber Rechtssicherheit.
  • Beamte auf Lebenszeit erhalten bei Dienstunfähigkeit ein Ruhegehalt vom Staat. Dieses gibt es allerdings erst nach fünf Jahren Dienstzeit.
  • Vor allem für junge Staatsdiener ist daher eine Dienstunfähigkeitsversicherung wichtig.

So gehen Sie vor

  • Klären Sie zunächst, ob und in welcher Höhe Sie Anspruch auf ein Ruhegehalt hätten.
  • Wägen Sie dann ab, ob Sie zusätzlichen finanziellen Schutz durch eine Dienstunfähigkeitsversicherung brauchen.
  • Lassen Sie sich vor dem Abschluss individuell beraten. Wir empfehlen dafür die Makler Hoesch & Partner, Buforum24, Blank & Partner, Thomas Kliem, Ritzerfeld & Partner sowie Meyer & Fritzsche.
  • Insbesondere Beamtenanwärter und Beamte auf Probe sollten darauf achten, dass der Vertrag eine „echte“ Dienstunfähigkeitsklausel enthält.
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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann für junge Beamte sinnvoll sein. Allerdings nur dann, wenn sie die richtige Variante abschließen. Denn Staatsdiener werden offiziell nicht „berufsunfähig“, sondern „dienstunfähig“. Was das heißt, legt das Bundesbeamtengesetz in Paragraf 44 fest. Wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden kann ein Beamter demnach bereits, wenn er infolge einer Erkrankung innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate nicht arbeiten konnte und innerhalb eines halben Jahres keine Aussicht auf Besserung besteht.

Beamte, die wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wurden, erhalten ein sogenanntes Ruhegehalt. Im Gegensatz zum Pendant für „normale“ Arbeitnehmer – der Erwerbsminderungsrente – fällt diese Absicherung deutlich höher aus. Das Ruhegehalt steigt mit jedem Dienstjahr und beträgt nach 40 Jahren höchstens 71,75 Prozent des letzten Gehalts. Berufsanfänger haben allerdings erst nach ihrer Verbeamtung auf Lebenszeit und einer fünfjährigen Dienstzeit Anspruch auf ein Ruhegehalt. Deshalb sollten sie entsprechend vorsorgen.

Nur mit „echter“ Dienstunfähigkeitsklausel gut geschützt

Wer von seinem Dienstherrn als dienstunfähig eingestuft wurde, ist nicht automatisch auch berufsunfähig. Dafür muss der Betroffene mindestens 50 Prozent seiner beruflichen Tätigkeiten nicht mehr ausüben können – so ist die Berufsunfähigkeit in den meisten Versicherungsverträgen geregelt. Eine solche Grenze gibt es für die Dienstunfähigkeit nicht. Folglich erhält der Beamte erst einmal kein Geld aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung – es sei denn, im Vertrag ist eine sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart.

Diese Klausel gibt es in verschiedenen Varianten. Den vollen Versicherungsschutz gewährt eine Dienstunfähigkeitsklausel, sofern darin Entlassung und Versetzung in den Ruhestand eindeutig geregelt sind. Sie sollte so formuliert sein: „Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit oder die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

Der Versicherer schließt sich damit in Gänze der Entscheidung des Dienstherrn an und zahlt ohne Einschränkung die vereinbarten Leistungen. Auch Beamtenanwärter sowie Beamte auf Probe oder Widerruf sind mit dieser Formulierung im Vertrag abgesichert. Der große Vorteil: Ein zusätzlicher medizinischer Nachweis der Berufsunfähigkeit entfällt. Genau darüber streiten Versicherungen und Versicherte oft jahrelang.

Mehr dazu im Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung

Julia Rieder
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

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Individuelle Beratung ist wichtig

Wie für andere Berufsgruppen kann es auch für Staatsbedienstete schwierig werden, den gewünschten Versicherungsschutz zu bekommen. Gesundheitlich vorbelastete Menschen, aber auch Lehrer oder Polizisten müssen mit Risikozuschlägen rechnen. Dennoch sollten auch sie versuchen, einen Anbieter zu finden, der sie mit einer Dienstunfähigkeitsklausel versichert.

Beamte auf Probe und Beamtenanwärter werden bei Dienstunfähigkeit entlassen und erhalten kein Ruhegehalt. Sie brauchen deshalb einen höheren Schutz als Beamte auf Lebenszeit. Allerdings bieten nur wenige Versicherer Verträge mit einer „echten“ Dienstunfähigkeitsklausel an, die auch Beamtenanwärter absichert.

Lassen Sie sich deshalb am besten ausführlich von einem Versicherungsberater oder Makler beraten. Gerade Beamte benötigen einen individuell gestalteten Versicherungsschutz. So können Sie als Staatsdiener beispielsweise kürzere Versicherungszeiten oder eine sinkende Versicherungssumme vereinbaren, weil Ihr Anspruch auf Ruhegehalt mit den Dienstjahren deutlich steigt. Das reduziert die Versicherungsprämie deutlich.

Vor Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sollten Sie deshalb Ihre derzeitigen Ansprüche auf Ruhegehalt prüfen und klären, wie sich diese künftig entwickeln werden. Auskunft dazu gibt beispielsweise die zuständige Besoldungsstelle. Mit diesen Informationen können Sie abwägen, ob im Falle einer Dienstunfähigkeit eine finanzielle Lücke droht, die Sie mit einer Versicherung schließen sollten.

Für die Beratung zur Dienstunfähigkeitsversicherung empfehlen wir folgende Makler:

Hoesch & Partner
Versicherungsmakler mit bundesweiter Präsenz

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 41 BU-Versicherer im Angebot
  • 8 Standorte bundesweit
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • Online-Beratung möglich

Buforum24
Versicherungsmakler mit viel Erfahrung bei komplizierten Fällen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • 44 BU-Versicherer im Angebot
  • viel Erfahrung mit Risikovoranfragen
  • Online-Beratung möglich

Buforum24

Thomas Kliem
Versicherungsmakler mit 15 Jahren Erfahrung

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • 50 BU-Versicherer im Angebot
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • Online-Beratung möglich

Ritzerfeld & Partner
Versicherungsmakler mit guter BU-Kompetenz

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1995
  • 30 BU-Versicherer im Angebot
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage

Meyer & Fritzsche
Versicherungsmakler mit guter BU-Kompetenz

  • Erfahrungen mit BU-Versicherungen seit 1992
  • 34 BU-Versicherer im Angebot
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • Onlineberatung möglich
  • keine Erfahrung mit BU-Alternativen

Blank & Partner
Versicherungsmakler mit besonderer Expertise für Lehrer und Beamte

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • 50 BU-Versicherer im Angebot
  • Experte für Lehrer- und Beamtenabsicherung
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • Online-Beratung möglich

Blank & Partner
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Artikel verfasst von

Julia Rieder

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.