Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Was kostet der Versicherungsschutz?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) ist nicht günstig, aber wichtig. Achten Sie daher auf die Leistung und nicht nur auf niedrige Beiträge.
  • Die Höhe der Prämie hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise dem Gesundheitszustand, Alter und Beruf des Kunden.
  • Die Berufsunfähigkeits-Rente sollte so hoch ausfallen, dass Sie davon Ihren Lebensunterhalt bestreiten und zusätzlich noch Geld fürs Alter zurücklegen können.

So gehen Sie vor

  • Überlegen Sie, wie viel BU-Rente Sie brauchen, um Ihre laufenden Kosten zahlen zu können. Als Faustformel gelten 80 Prozent des Nettoeinkommens.
  • Nutzen Sie eine anonymisierte Risikovoranfrage, um zu vergleichen, zu welchen Konditionen und welchem Preis verschiedene Anbieter Sie versichern würden.
  • Achten Sie bei den Angeboten auch auf eine möglichst geringe Spanne zwischen Netto- und Bruttoprämie. Sonst kann die Versicherung über die Jahre deutlich teurer werden.
  • Können Sie sich eine BU-Versicherung nicht leisten, gibt es Möglichkeiten, die Kosten zu drücken. Dann müssen Sie aber damit rechnen, weniger Leistungen zu bekommen.
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Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist wohl die wichtigste finanzielle Absicherung im Arbeitsleben. Gerade deswegen sollten Sie bei der Wahl einer Police mehr Wert auf die Leistungen als auf niedrige Beiträge legen – und von vermeintlichen Billigtarifen die Finger lassen.

Der Unterschied zwischen Netto- und Brutto-Beitrag

Im Vertrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung finden sich fast immer zwei verschiedene Preise: der Netto- und Brutto-Beitrag. Die Nettoprämie, auch Zahlbeitrag genannt, bezahlen Sie ab Start der BU-Versicherung. Die Versicherung kann diesen Beitrag bis zur Bruttoprämie erhöhen, wenn sie Risiken oder Anlagegewinne nicht richtig prognostiziert hat. Die Differenz zwischen den beiden Prämien ist ein Puffer, um solche Probleme aufzufangen. Denn der Nettobeitrag reicht unter Umständen nicht mehr aus, falls mehr Menschen berufsunfähig werden als erwartet oder die Kapitalanlagen, in die die Versicherung die Beiträge investiert, zu wenig Ertrag abwerfen.

Wollen Versicherer Kunden anlocken, setzen Sie niedrige Zahlbeiträge bei hohen Bruttobeiträgen an – denn kaum einer schaut auf den Bruttobeitrag. Eine große Spanne zwischen den Beiträgen birgt aber ein Risiko für deutliche Beitragserhöhungen in der Zukunft. Akzeptieren Sie deshalb im Zweifel einen etwas höheren Nettobeitrag, wenn dafür der Bruttobeitrag deutlich niedriger ist.

Wovon die Beitragshöhe abhängt

Der Beitrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht für alle Kunden gleich, sondern hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab:

  • Höhe der gewählten BU-Rente,
  • Risikogruppe des eigenen Berufs,
  • Alter des Kunden bei Vertragsabschluss,
  • Lebensalter, bis zu dem die BU-Rente gezahlt werden soll (Leistungszeit),
  • Risikoprüfung und eigener Gesundheitszustand,
  • Vereinbarung einer Karenzzeit als Zeitraum, in dem der BU-Versicherer noch nicht zahlen muss.

Besonders große Preisunterschiede gibt es bei verschiedenen Berufsgruppen. Wer körperlich arbeitet, wie eine Malerin oder ein Maurer, muss für den Berufsunfähigkeitsschutz um ein Vielfaches mehr bezahlen als ein Versicherter, der einen Großteil seiner Arbeitszeit am Schreibtisch verbringt.

Der Beitrag orientiert sich daran, wie hoch die Versicherung das Risiko einschätzt, dass der Kunde irgendwann tatsächlich berufsunfähig wird. Was ein erhöhtes Risiko darstellt, schätzen einzelne Anbieter aber ganz unterschiedlich ein. So kann es passieren, dass ein Unternehmen aufgrund einer Vorerkrankung oder eines Hobbys wie Fallschirmspringen einen sehr hohen Beitrag verlangt, während der Schutz bei einem anderen Versicherer eher günstig ist. Eine anonyme Risikovoranfrage hilft zu vergleichen, wie viel die Versicherung bei verschiedenen Anbietern kostet.

Mehr dazu im Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung

Julia Rieder
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Staatliche Rente reicht nicht aus

  • Versichern Sie eine ausreichend hohe Rente.
  • Achten Sie auf die Leistung, nicht auf den Preis.
  • Wer Gesundheitsfragen falsch beantwortet, bekommt womöglich keine Leistung.

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Von uns empfohlene Makler:

Wie hoch muss meine Berufsunfähigkeitsrente sein?

Möchten Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, sollten Sie sich zunächst überlegen, wie viel Geld Sie brauchen, falls Sie nicht mehr arbeiten können. Wie hoch sind Ihre monatlichen Ausgaben? Könnten Sie Einnahmen zusätzlich zur BU-Rente auftun? Wie wird sich Ihre Familiensituation in den nächsten Jahren entwickeln? Als Faustformel gilt: Mit etwa 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens sollten Sie im Zweifelsfall auskommen können. Allerdings gilt es auch zu bedenken, dass die Inflation die Kaufkraft der Rente entwertet.

Damit es möglich ist, die vereinbarte BU-Rente nach Vertragsabschluss ohne erneute Gesundheitsprüfung an Ihre Lebensumstände anzupassen, sollten Sie eine Dynamik und Nachversicherungsgarantie vereinbaren.

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So wird die BU-Versicherung bezahlbarer

Falls Sie den BU-Schutz nicht bezahlen können, müssen Sie Abstriche machen. Das geht zum Beispiel bei der Vertragslaufzeit: Sie reicht im Idealfall bis zum Ende Ihres Erwerbslebens. Für viele Arbeitnehmer ist das der 67. Geburtstag. Je länger die Laufzeit ist, desto höher sind die Versicherungsprämien.

Um Beiträge zu sparen, können Sie sich notfalls nur bis zum 65. Geburtstag versichern. Damit wird die Prämie um etwa 15 Prozent günstiger. Allerdings kann es dann passieren, dass Sie im Ernstfall zwei Jahre ohne BU-Rente auskommen müssen. Wägen Sie also genau ab, wie viel Zeit Sie bis zur Altersrente überbrücken können. Auch der Verzicht auf eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall senkt die Kosten.

Wer keine bezahlbare Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, kann auch über Alternativen wie eine Erwerbsunfähigkeits- oder Multi-Risk-Versicherung nachdenken. Sie bieten jedoch einen geringeren Schutz und sind auch nicht in jedem Fall günstiger. Interessenten sollten sich deshalb umfassend beraten lassen.

Wenn Sie sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung interessieren, empfehlen wir diese Makler:

Hoesch & Partner
Versicherungsmakler mit bundesweiter Präsenz

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
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  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • Online-Beratung möglich

Buforum24
Versicherungsmakler mit viel Erfahrung bei komplizierten Fällen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • 44 BU-Versicherer im Angebot
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Buforum24

Thomas Kliem
Versicherungsmakler mit 15 Jahren Erfahrung

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
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  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
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Ritzerfeld & Partner
Versicherungsmakler mit guter BU-Kompetenz

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Meyer & Fritzsche
Versicherungsmakler mit guter BU-Kompetenz

  • Erfahrungen mit BU-Versicherungen seit 1992
  • 34 BU-Versicherer im Angebot
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
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Blank & Partner
Versicherungsmakler mit besonderer Expertise für Lehrer und Beamte

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
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Blank & Partner
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Artikel verfasst von

Julia Rieder

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.