Einsames Haus
Credit: shaunl / iStock.com

Der Strommarkt ist hart umkämpft – als Kunde profitieren Sie von niedrigeren Preisen. Allerdings gibt es unter den ganz billigen Anbietern einige, die zu niedrige Preise verlangen. Die Billigheimer verdienen nichts mehr an Ihnen. Oder zahlen mit den Dumpingtarifen sogar drauf.

Warum soll das ein Problem sein? Nach dem ersten Jahr wird Ihre Stromrechnung in die Höhe schnellen. Anders geht es nicht, denn sonst würde der Anbieter pleitegehen.

Es gibt zwei Varianten der Billigtarife: Entweder ist der Strompreis schlicht ein Lockangebot und wird nach kurzer Zeit angehoben. Und einige Stromanbieter sind wahre Künstler darin, Preiserhöhungen zu verschleiern.

Oder der Strompreis wird durch einen hohen Bonus künstlich kleingerechnet. Fällt der Bonus im zweiten Jahr weg, zahlen Kunden nach unserer Studie bis zu 45 Prozent mehr.

Auf vielen Anbieter-Websites und auch auf einigen Vergleichsportalen ist dieser Bonustrick leicht zu übersehen. Weil bloß der Bonus entfällt, besteht auch kein Sonderkündigungsrecht, wenn es teurer wird. Ehe man sich’s versieht, steckt man ein zweites Jahr in einem teuren Tarif fest.

Einfacher ist es, von vornherein einen Stromtarif zu suchen, der wahrscheinlich mehrere Jahre günstig bleibt. Unser Vergleichsrechner ist so voreingestellt, dass er Ihnen nur solche Angebote zeigt. Unsere Untersuchung bestätigte, dass Lockangebote dann die Ausnahme sind.

Wer auf Bonusjagd gehen will, kann das natürlich tun. Wählen Sie dann die Einstellung „Jedes Jahr“ wechseln. Und tun Sie das auch! Rechnen Sie aber damit, dass ein Anbieter Sie nicht ein zweites Mal in den Bonustarif lässt.

 

Zum Ratgeber

2 KOMMENTARE

  1. Mein Tipp: Bei Onlinerechnern den Bonus komplett abwählen und einen Anbieter mit einer möglichst langen Nettopreisgarantie wählen. Manche Anbieter bieten bis zu 36 Monaten Preisgarantie, immer natürlich ohne staatliche Abgaben.

    Verträge sind fast immer nach einem Jahr kündbar – oft mit einer dreimonatigen Frist. Näheres dazu im jeweiligen Vertrag. Also rechtzeitig eine Erinnerung in den Kalender und dann schauen, ob sich etwas Günstigeres findet und dann ggf. einen neuen Vertrag abschließen. Dabei sollte man die Vertragskündigung unbedingt dem neuen Anbieter überlassen, wenn man sich viel Ärger ersparen will. Hier aber vor Ablauf der Kündigungsfrist beim alten Anbieter (wie gesagt oft drei Monate vor Ablauf des ersten Vertragsjahres) nachfragen, ob auch eine Kündigung vorliegt. Manchmal schläft hier auch der neue Anbieter.

  2. Oder aber man lässt automatisch wechseln. Neben Cheapenergy24 gibt es auch noch Switchup, die das für einen übernehmen. Bei letzterem nehmen die keine Gebühren dafür.

Schreib einen Kommentar zu Seb Antwort abbrechen