Carsharing-Tipps

So funktioniert Carsharing und so holen Sie mehr heraus

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Mindestalter für Carsharing ist meist 18 Jahre, seltener 21 Jahre. Voraussetzung ist ein Führerschein aus einem EU-Land.
  • Die Selbstbeteiligung der Vollkaskoversicherung ist mit 500 bis 1.500 Euro recht hoch. Mit einer Einmalzahlung können Sie sie reduzieren.
  • Die Fahrt zum Flughafen kostet eine Extragebühr zwischen 4 und 12 Euro. Das ist immer noch günstiger als mit dem Taxi.
  • Selbst tanken müssen Sie in der Regel nicht. Wenn Sie es dennoch tun, kann es als Belohnung Freiminuten geben.
  • Prüfen Sie das Auto vor der Fahrt auf Schäden und rufen Sie bei einem Unfall mit anderen Verkehrsteilnehmern immer die Polizei.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Carsharing immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Mit Carsharing lässt sich viel Geld sparen: Etwa 1.500 Euro im Jahr sind drin, wenn Sie Ihr Auto abschaffen und auf die Kurzzeitmiete umsteigen. Wie Registrierung, Buchung und Abholung funktionieren, ist im Detail von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Ein paar Tipps dazu können Carsharing-Einsteigern helfen.

Achtung
  • Umrunden Sie das Auto vor der Abfahrt und melden Sie neue Schäden.
  • Rufen Sie bei einem Unfall mit anderen Beteiligten immer die Polizei.

Voraussetzungen für die Anmeldung

Um Carsharing nutzen zu können, müssen Sie einen gültigen Führerschein aus einem EU-Land besitzen. Führerscheine aus Nicht-EU-Ländern werden selten akzeptiert. Manche Anbieter verlangen, dass die Fahrerlaubnis schon seit einem Jahr oder länger vorhanden ist. Das Mindestalter beträgt meist 18 Jahre. Einige Anbieter haben die Altersgrenze etwas höher gesetzt. So müssen Neukunden von Drivenow mindestens 21 Jahre alt sein.

Mitglied werden

Das Prinzip ist immer ähnlich: Sie registrieren sich zunächst auf der Internetseite des Unternehmens mit Führerscheinnummer, Adresse und Kontodaten. Danach bekommen Sie eine E-Mail, in der die nächsten Schritte erklärt sind. In jedem Fall müssen Sie zu einer Servicestelle des Anbieters gehen, um den Führerschein vorzuzeigen. Dann bekommen Sie bei vielen Anbietern eine Kundenkarte, mit der sich die Fahrzeuge öffnen lassen.

Selbstbeteiligung senken

Carsharing-Autos sind grundsätzlich haftpflicht- und vollkaskoversichert. Die Höhe der Selbstbeteiligung im Schadensfall liegt zwischen 500 und 1.500 Euro – was im Vergleich zur privaten Kfz-Versicherung recht viel ist. Meist können Sie die Selbstbeteiligung reduzieren: gegen eine zusätzliche Gebühr im Jahr, im Monat oder pro Fahrt. Bei Flinkster beispielsweise sinkt mit einer Jahresgebühr von 90 Euro der Selbstbehalt von 1.500 auf 300 Euro.

Wir empfehlen, dass Sie Ihre Selbstbeteiligung reduzieren, sofern Sie Carsharing mehrmals in der Woche nutzen und Ihnen die Zahlung der regulären Selbstbeteiligung schwerfallen würde. Nutzen Sie das Angebot der niedrigeren Selbstbeteiligung aber nur, wenn die Gebühr in einem sinnvollen Verhältnis zur möglichen Ersparnis liegt. Bei Drivenow beispielsweise ist die Zahlung von 99 Euro im Jahr für eine Absenkung der Selbstbeteiligung von 750 auf 350 Euro unverhältnismäßig und eher nicht empfehlenswert. Gelegenheitsnutzer können die Selbstbeteiligung gegen einen Betrag von 1 Euro pro Fahrt reduzieren.

So leihen Sie ein Auto

Als Mitglied können Sie im Internet oder über eine Smartphone-App ein Auto in Ihrer Umgebung reservieren. Bei flexiblen Angeboten ohne feste Stationen („free floating“) von Car2go, Drivenow oder Multicity geht das nur kurzfristig, 15 bis 30 Minuten vor der Fahrt. Bei stationsbasierten Anbietern können Sie längerfristig buchen. Allerdings müssen Sie bei dieser Variante auch angeben, wann Sie das Auto wieder zurückbringen.

Die meisten Carsharing-Fahrzeuge haben einen elektronischen Sensor hinter der Windschutzscheibe. Er zeigt an, ob das Auto zur Verfügung steht. Wenn Sie Ihre Kundenkarte daran halten, öffnet sich das Auto, sofern es frei ist oder Sie es zuvor reserviert haben. Manche Anbieter haben stattdessen einen Tresor vor Ort, den Sie mit Ihrer Karte öffnen können und in dem sich der Autoschlüssel befindet. Bei den elektronischen Systemen liegt der Autoschlüssel entweder im Handschuhfach oder ist gar nicht nötig, weil das Auto per Knopfdruck startet. Meistens müssen Sie noch eine persönliche Geheimzahl eingeben. Die soll verhindern, dass bei Verlust der Karte jemand auf Ihre Rechnung fährt.

Bei allen Anbietern ist es wichtig, dass Sie sich das Auto vor jeder Fahrt ansehen, um Schäden zu entdecken. In dem dafür vorgesehenen Heft im Handschuhfach oder über den Bordcomputer sehen Sie, welche Mängel die Fahrer vor Ihnen schon eingetragen haben. Falls Sie neue Schäden entdecken, notieren Sie diese und rufen gegebenenfalls die Hotline an. Minutenpreise starten normalerweise erst, nachdem Sie sich die Zeit für die Inspektion genommen haben.

Stellen Sie am Ende der Buchung sicher, dass Sie das Auto korrekt freigegeben haben und es wieder anderen zur Verfügung steht, sonst steigt die Rechnung. Oft sind die Anbieter zwar bei solchen Missgeschicken kulant – verlassen Sie sich aber nicht darauf.

Mit Carsharing zum Flughafen

Manche Anbieter erlauben, mit dem Carsharing-Auto zum Flughafen zu fahren, obwohl das Geschäftsgebiet nicht so weit reicht. So können Sie beispielsweise mit den Wagen von Drivenow oder Car2go zu oder von den Airports in Düsseldorf, Hamburg, Köln, München oder Berlin fahren. Für diese Fahrten werden Gebühren zwischen 4 und 12 Euro fällig, zusätzlich zum üblichen Minutenpreis. Dafür haben die Autos an den Terminals einen festen Parkplatz. Im Vergleich zu einem Taxi sparen Sie auf jeden Fall. Am günstigsten fahren Sie allerdings mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen.

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Selbst tanken müssen Sie nur ausnahmsweise

Das Tanken übernehmen in der Regel Mitarbeiter der Carsharing-Firma. Sie müssen nur dann Sprit nachfüllen, wenn die Nadel weniger als ein Viertel anzeigt. Für diesen Fall liegt eine Tankkarte im Auto, mit der Sie bezahlen können, oder Sie reichen die Rechnung später ein. Oft bekommen Sie für die Fahrt zur Zapfsäule Freiminuten gutgeschrieben. Manche Anbieter bestrafen Sie mit einer Gebühr, wenn Sie das Auto mit sehr niedrigem Benzinstand zurückgeben.

Was tun bei einem Unfall?

Wenn Sie einen Unfall haben, bleiben Sie vor allem ruhig und handeln Sie bedacht. Sichern Sie die Unfallstelle ab, rufen Sie den Rettungsdienst, falls es Verletzte gibt und alarmieren Sie auf jeden Fall die Polizei, wenn andere Fahrzeuge beteiligt waren. Danach sollten Sie den Unfall dem Carsharing-Unternehmen melden. Am Telefon geben Sie den Schaden an und besprechen das weitere Vorgehen. Häufig finden Sie im Auto auch einen Handzettel mit Informationen, was bei einem Unfall oder einer Panne zu tun ist.

Unterschreiben Sie vor Ort nie ein Schuldeingeständnis. Notieren Sie sich das Kennzeichen und die Kontaktdaten aller Beteiligten. Auch eigene Fotos von der Unfallstelle und den Schäden können als Beweismittel später hilfreich sein. Haben Sie Schäden verursacht ohne andere Beteiligte, dann rufen Sie sofort die Servicenummer des Anbieters an. Machen Sie auch in diesem Fall nach Möglichkeit Fotos vom Fahrzeug.

Mehr dazu im Ratgeber Carsharing

Daniel Pöhler
Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Carsharing spart Zeit und Geld

  • Carsharing lohnt sich bis etwa 10.000 km im Jahr.
  • 1.500 Euro jährliche Ersparnis sind drin.
  • Melden Sie sich bei mehreren Anbietern an und wählen Sie den passenden je nach Zweck.

» Zum Ratgeber

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Frederike Roser

ehemalige Finanztip-Mitarbeiterin (bis 2015)

Frederike Roser war bis Dezember 2015 als Leiterin Kommunikation für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Finanztip verantwortlich. Bevor sie diese Aufgabe übernahm, arbeitete sie im Team als Redakteurin für die Themen Auto und Reise. Die ausgebildete Verbraucherjournalistin brachte Erfahrungen mit aus zahlreichen Redaktionen, dem Verbraucherschutz und der Stiftung Warentest.

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.