Geldanlage: Aktienfonds

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    • Anika schrieb:


      ...
      Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Nutzen Sie Aktienfonds als Geldanlage, haben Sie es vor oder haben Sie sich vielleicht bewusst dagegen entschieden?


      Ich nutze Aktienfonds zur Geldanlage sowohl für mich wie auch für die Kinder. Ich habe insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich breche jetzt mal eine Lanze für aktiv gemanagte Fonds. Ja, ich hätte über den Index noch mehr Plus gemacht, wobei man sich vor Augen halten sollte, dass wir in seit der Finanzkrise in einer Dauer-Hausse leben. Schaut man sich entsprechend langfristige Vergleiche an, dann kann ein guter gemanagter Fonds für eine geringere Volatilität sorgen. Dabei minimiere ich die Kosten über Fondsvermittler, in meinem Fall AVL, durch den ich keine Ausgabeaufschläge zahle.

      Insgesamt werde ich meinen Aktienanteil weiter erhöhen und werde dabei mehr auf ETF setzen. DIese werde allerdings konsequenter gegen Verluste absichern. Hierzu nutze ich gestaffelte Info-Limits mit Trailing-Stop-Loss-Orders über Teilbeträge.
    • Hallo,
      manchmal ist es nicht zu glauben, wie leicht es für manche Personen ist, sich als Finanzexperten darzustellen. Wie man einfach Ablaufwerte einer Einmalanlage mit denen von Sparplänen gegenüberstellen kann, ist mir (Volkswirt) absolut schleierhaft. Angenommen eine annähernd gleiche Wertentwicklung einer Anlage, muss bei der Einmalanlage mehr rauskommen. Ablaufwert = investiertes Kapital x Zeit. Wo wird zum Beispiel das Geld aus dem Sparplan angelegt, solange es noch nicht einbezahlt ist? Wirft es bis es eingezahlt ist noch Zinsen ab?
      Ansonsten ist die Rendite p.a. die normierte Größe für den Zeitablauf. Hier scheint jedoch das Ergebnis nicht zu passen.

      Es ist mir unverständlich wie sich finanztip.de (hielt ich bisher für größtenteils glaubwürdig) für so billige Stimmungsmache gegen Bank- und Finanzwesen allgemein missbrauchen lässt und den arglosen Leser, der auf der Suche nach wertvollen Tipps für seine Geldanlage ist, dermaßen in die Irre führt. Mit einem Sachverhalt, den jeder BWL Student im 1. Semester beigebracht bekommt.

      Ich hoffe, dieser Beitrag wird gelesen und hilft bei einer kritischen Betrachtung der im Artikel dargestellten "Fakten".
    • Hallo Kater.ka,
      sorry, die Zuordnung meines Posts war wohl nicht eindeutig. Vielen Dank für deinen Hinweis, und es freut mich dass mein Beitrag vielleicht doch nicht ganz umsonst war.

      Mein Beitrag bezieht sich auf den Artikel:

      finanztip.de/investmentfonds/aktienfonds-sparplaene/

      und hierbei auf "Masche 2: Sparplan angeblich besser als Einmalanlage". Hier Ablaufwerte einer Einmalanlage in t=0 mit einem Sparplan mit der nominell gleichen Summe der Einzahlungen über t= 15 Jahre zur vergleichen, ist meiner Meinung nach nicht nur fahrlässig, sondern für ein Finanzforum untragbar.

      Bin immer noch schockiert über das fragwürdige Produkt aus der Feder von noch fragwürdigeren Experten.


      Nocheinmal vielen Dank für das Feedback.

      Gruß
      mlem
    • Hallo @mlem, danke für den Link.

      Ich habe die methodische Kritik verstanden und teile sie auch. Die beiden Fälle Sparplan und Einmalanlage sind so nicht richtig verglichen. Der Artikel ist schon ziemlich alt und analysiert nach meinem Verständnis eine (wahrscheinlich ebenso falsche) Werbeaussage der Fondsindustrie.

      Was wäre denn eine aus Deiner Sicht richtige Lösung? Es wäre mMn sinnvoll darauf hinzuweisen dass es sich wie von Dir angemerkt nicht um einen Renditevergleich handelt sondern eben um die Analyse des Wertes einer Werbeaussage.

      Ich gebe den Hinweis an die Community-Betreuung weiter mit der Bitte die Redaktion zu informieren.

      Zum Schluss möchte ich noch einladen Dich weiter an der Commnity zu beteiligen, speziell weil Du ja "vom Fach" bist.. Ich schreibe hier ja auch nur meine eigenen Erfahrungen und versuche damit anderen Lesern zu helfen. Die Redaktion ist sehr bemüht das richtige zu empfehlen und insoweit möchte ich auch Deine harsche Kritik im Post #24 relativieren.
    • Kater.Ka schrieb:

      Der Artikel ist schon ziemlich alt und analysiert nach meinem Verständnis eine (wahrscheinlich ebenso falsche) Werbeaussage der Fondsindustrie.
      Ganz genau bzw. nicht nur "wahrscheinlich" und insofern verstehe ich die Kritik von @mlem überhaupt nicht.

      Schon allein die Bezeichnung "Masche" zeigt doch, dass hier nicht die Meinung von Finanztip kundgetan, sondern Kritik geübt wird. Und weiter unten in dem Artikel steht dann auch noch expressis verbis:

      "Das zeigt: Vergleiche, die Ihnen oft bei der Anlageberatung präsentiert werden, führen in die Irre. Der Vergleich Sparplan versus Einmalanlage ist in der Praxis schon deshalb unsinnig, weil Kunden, die einen Aktienfonds-Sparplan abschließen möchten, in der Regel gar nicht das Kapital für eine Einmalanlage besitzen."

      Was man daran mißverstehen kann, ist mir jetzt wirklich nicht klar. ?(
    • Hallo zusammen, ich sehe Ihren Punkt, der Artikel ist in der Tat etwas älter. Die gute Nachricht: Die aktuelle Redaktion prüft derzeit alle Altinhalte und wird sich in Kürze auch mit diesem Artikel beschäftigen. Ich habe Ihre Hinweise weitergegeben. Alle Hinweise immer gerne entweder im Forum oder einfach an redaktion@finanztip.de. Viele Grüße Anika
      Moderatorin der Finanztip-Community

      Fragen zum Nutzerkonto oder zur Bedienung? - community@finanztip.de
    • Hallo,
      möchte mich noch mal dazu äußern, da ich immer noch finde, dass in diesem Artikel Äpfel mit Birnen verglichen werden.
      Die Aussage:

      "Das zeigt: Vergleiche, die Ihnen oft bei der Anlageberatung präsentiert werden, führen in die Irre. Der Vergleich Sparplan versus Einmalanlage ist in der Praxis schon deshalb unsinnig,
      weil Kunden, die einen Aktienfonds-Sparplan abschließen möchten, in der
      Regel gar nicht das Kapital für eine Einmalanlage besitzen."


      mag mit Sicherheit zutreffen, aber sicher nicht "in der Regel". Aber genau das machen die Autoren dann auch, und dann auch noch fachlich falsch. Weiter oben im Text:

      "Hätten Sie allerdings 1994 mit Ihrem Sparplan begonnen, wären die Ergebnisse am Ende der Laufzeit im Jahr 2009 vollkommen anders ausgefallen. Die Rendite hätte lediglich 1,1 Prozent betragen, das Endvermögen nur 19.490 Euro – kaum mehr, als Sie eingezahlt hätten. Die Einmalanlage wächst dagegen auf ein Endvermögen von 38.328 Euro an. Rendite: 5 Prozent. "

      Hier kein Wort was mit dem Kapital passiert, das noch nicht im Sparplan investiert ist. Welchen zusätzlichen Wertbeitrag ergibt sich aus dessen Anlage.( Fehler Nr. 1) Zudem wird auch noch unterstellt der Nachbar könnte ja zu den richtigen Zeitpunkten viele Fondsanteile kaufen. Ja natürlich kann er, aber darum geht es ja. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Da der richtige Zeitpunkt im Vorfeld unbekannt ist, versucht man dieses Problem mit einer zeitlichen Verteilung der Investion abzuschwächen.


      Zum Vergleich eignet sich lediglich die Rendite des jeweils im Zeitablauf eingesetzten Kapitals und die ist in 5 von 7 Fällen höher als bei der Einmalzahlung. Also ja, bei 2 von 7 Zeiträumen ergibt sich eine höhere Rendite aus der Einmalanlage. Aber wo ist das Kapital, dass noch nicht im Sparplan investiert wurde? (Achtung unsachlich: siehe unten ) Unter der Matratze?
      Punktuell kann man mit einer einmaligen Investition natürlich besser fahren. Aber es geht um eine Risikominimierung durch die Verteilung der Investition über einen bestimmten Zeitraum.
      Da wir den Austrittszeitpunkt aus einer Anlage nicht bzw. den Kurs zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, kann man natürlich nicht mit 100% Wahrscheinlichkeit sagen Einmalanlage oder Sparplan ist besser. Dies kann nur ex post gelingen.
      Ein Sparplan mit einem festen monatlichen Beitrag führt aber in den gezeigten Beispielen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einer positiven Rendite.


      Erschwerend tragen Unterüberschriften wie "Masche 2: Sparplan angeblich besser als Einmalzahlung " aus meiner Sicht nicht gerade zu einer objektiven Betrachtung der Thematik bei. (kleiner Exkurs)

      Und ja, mich stört die unsachliche Kritik. Begriffe wie Masche, zurückgepfiffen etc. sind nämlich ebenso eine "Masche" .
      Letztlich stört mich aber am meisten, dass bei dem Vergleich mit der Einmalanlage, den die Autoren selbst durchführen, kein einziger Hinweis auf die Erträge aus dem Kapital das noch nicht investiert ist, auftaucht.

      Kritik gerne, dann aber bitte sachlich und vor allem fachlich richtig.

      Und ja, wenn ich auf der Seite von Finanztip Artikel lese, die von Mitarbeitern oder ehemaligen Mitarbeitern verfasst wurden und diese nicht korrekt sind, muss dies Finanztip gegen sich gelten lassen. Vielen Dank hierfür an @Arnika für den Hinweis, dass die Inhalte überprüft werden.

      Gruß
      mlem