Test Online-Wertpapierdepot

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    • Test Online-Wertpapierdepot

      Unter der vielversprechenden Überschrift 'Die günstigen Depotbanken für Ihre Wertpapiere' wird ein Vergleich der Angebote verschiedenen Anbieter von online zu führenden Wertpapierdepots durchgeführt. Es bleibt dabei allerdings völlig unklar, nach welchen Kriterien die in den Vergleich aufgenommenen Anbieter ausgewählt wurden. Zudem finden sich veraltete Aussagen im beschreibenden Text zu den Anbietenr, die von schlampiger Recherche zeugen. So ist z.B. im Text zu lesen

      Die günstigsten Wertpapierdepots haben Flatex* und die Aktionärsbank* im Programm. Beide Anbieter gehören zum selben Unternehmen, der Flatex Holding GmbH.


      Diese Aussage wäre Mitte 2014 noch korrekt gewesen, doch dann erfolgte die Umbennung der Flatex Holding GmbH in FinTech Group AG.

      Es ist zumindest auffällig, dass ein zum selben Konzern zu rechnender Anbieter, der unter dem Namen Benk seine Dienstleistungen im Wertpapierhandel vermarktet und keine Provisionen für Webseiten-Links zahlt (aber für den Kunden i.d.R. billiger ist), bei diesem Vergleich außen vor bleibt. Prinzipielle Bedenken gegen die FinTech Group AG in Kulmbach, die ich angesichts des hinten den Kulissen die Fäden ziehenden "Mister Dausend" (Bernd Förtsch) durchaus hätte nachvollziehen können, dürften es da wohl kaum sein, die zur Nicht-Berücksichtigung dieses Discountanbieters geführt haben. Noch unvollständlicher ist mir das Weglassen der Onvista Bank in diesem Vergleich, denn diese Societe Generale-Tochter zahlt sogar Affiliate-Provisionen für die ihnen über Weblinks zugeleitete Neukunden und ist mit ihren Depotmodellen durchaus konkurrenzfähig.

      Ich bin auf den 'objektiven' Vergleichstest auf Finanztip durch Verlinkung in einem Forum gestoßen. Leider ist er kein Ruhmesblatt und lässt die Qualität der 'unabhängigen Experten' dieses Portals in keinem guten Licht erscheinen. Auch hier - wie bei jeder Forum von Bewertung/Beratung/Empfehlung von Finanzdienstleistungen und -produkten im Internet und in den Printmedien darf man die Ergebnisse und Informationen nicht unkritisch übernehmen. Vieles ist interessensgesteuert, manches einfach schlampig gemacht und anderes hat beide Eigenschaften.
    • Hallo @LaNeuve,

      vielen Dank, dass Sie sich so intensiv mit unseren Tests beschäftigen. In der Tat ist es so, dass sich die Flatex Holding kürzlich umbenannt hat, wir werden das schnell im Artikel ändern.

      In dem Test haben wir alle relevanten Anbieter berücksichtigt, auch Benk und die Onvista Bank. In der Tabelle ganz am Ende des Ratgebers (So haben wir getestet) finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Anbietern. Etwaige Sonderaktionen haben wir für den Test nicht berücksichtigt. da wir die dauerhaft günstigsten und kundenfreundlichsten Anbieter empfehlen wollen. Benk findet sich nicht in der Empfehlung, da hier eine Prämie bei Inaktivität verlangt wird:

      Bei sechs Monaten Inaktivität (keine Wertpapiertransaktionen) fällt eine Gebühr von 0,2 % des durchschnittlichen Depotwertes oder mind. 20,00 EUR zzgl. MwSt. je Halbjahr an:

      konto.biw-bank.de/formularcenter_bank/public/2100100.pdf

      Zudem kosten Auszahlungen auf das Referenzkonto ab dem 2. Vorgang pro Monat. Bei Onvista waren die Preise höher als bei den Testsiegern.

      Beste Grüße

      Manuel
    • [quote='Manuel','http://www.finanztip.de/community/thema/1225-test-online-wertpapierdepot?postID=18859#post18859'
      Benk findet sich nicht in der Empfehlung, da hier eine Prämie bei Inaktivität verlangt wird:

      Bei sechs Monaten Inaktivität (keine Wertpapiertransaktionen) fällt eine Gebühr von 0,2 % des durchschnittlichen Depotwertes oder mind. 20,00 EUR zzgl. MwSt. je Halbjahr an:

      [url]https://konto.biw-bank.de/formularcenter_bank/public/2100100.pdf[/url]

      Zudem kosten Auszahlungen auf das Referenzkonto ab dem 2. Vorgang pro Monat. Bei Onvista waren die Preise höher als bei den Testsiegern. [/quote]

      Danke für die Erläuterungen.

      Die Aussage zur Inaktivitätsgebühr bei Benk (jn Ihrer Tabelle irrtümlich als 'mybenk' bezeichnet, vermutlich weil die Webseite diesen Namen trägt, auch wenn der Broker Benk heißt) stimmt, doch spielt sie bei Ihren Musterkunden mit 10 bzw. 5 Orders pro Jahr eigentlich keine Rolle. Man kann die Gebühr - sollte man tatsächlich einmal sechs Monate lang keine Transaktion realisiert haben - zudem mit wenig Aufwand
    • Uups, da war ich zu ungeschickt. Hier geht der Text nahtlos weiter:


      ... und ohne Kosten vermeiden, indem man am Tag X einen AA-freien wertstabilen GM-Fonds über
      die KAG kauft und am Tag X+1 diesen Fonds wieder verkauft. Damit hat
      man zwei kosten- und risikofreie Transaktionen, die eine Berechnung der
      Inaktivitätsgebühr verhindern und zudem wenig Liquidität für nur kurze
      Zeit binden.

      Die Aussage zu enstehenden Kosten für 'Auszahlungen
      auf das Referenzkonto ab dem 2. Vorgang pro Monat' ist allerdings frei
      erfunden. Erstens ist das Benk-Konto ein nicht im Zahlungsverkehr
      beschränktes Konto (soll heißen: man kann auf beliebige Konten - auch
      anderer Inhaber als der Benk-KOntoinhaber - und nicht nur auf ein
      Referenzkonto überweisen). Zweitens kann man beliebig viele Überweisungen
      pro Monat machen und muss für keine davon irgendeine Gebühr zahlen,

      Die in der Vergleichstabelle eingetragenen Kosten für die drei Musterkunden
      kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ein wirtschaftlich denkender
      Kunde wird sich bei Benk, wenn er zehn Transaktionen pro Jahr machen
      will, ein Prepaid-Orderpaket für zehn flexibel einsetzbare Inlandsorders
      kaufen. Dafür zahlt er 45 Euro. Falls er diese Orders auschließliich
      außerbörslich verwendet (wie in Ihrem Test angenommen), so sind dies die
      Gesamtkosten für das Depot und alle Transaktionen in diesem Jahr. In
      Ihrer Tabelle werden dafür 124,90 Euro angesetzt. Wie diese Zahl
      entstanden ist, bleibt mir schleierhaft. Bei den Prepaid-Orderpaketen
      handelt es sich übrigens nicht um eine Sonderaktion,
      sondern dies ist ein dauerhaft verfügbares Instrument des
      Benk-Preismodell (ich selbst nutze die 100er Prepaid-Orderpakete und
      zahle daher nur 3,50€ pro Order).
    • Eine weitere Aussage in Ihrem Test stimmt schlichtweg nicht. Sie begründen die Nicht-Empfehlung für die vier in Ihrer Preistabelle günstigstes Broker Degiro, Banx, Captrader und Lynx mit der Aussage, dass diese vier Broker ihre Dienstleistungen über den US-Broker Interactive Brokers (IB) abwickeln würden. Diese Ausage stimmt für Banx, Captrader und Lynx (letztlich sind alle drei nur IB-Reseller mit deutscher Web-Oberfläche und dem deutschsprachigem Kundenservice), aber Degiro, ein holländischer Broker, der mittlerweile in zahlreichen euorpäischen Ländern aktiv ist, hat meines Wissen nach nichts mit IB zu tun.

      Den entscheidenden Degiro-Nachteil erwähnen Sie nicht: Degiro ist gar keine Bank, so dass keinerlei Sicherungsnetze der Einlagensicherung weder über die niederländische noch die deutsche Einlagensicherung hier im möglichen Insolvenzfall greifen.

      Zudem erwähnen Sie die steuerliche Problematik von Degiro und den drei IB-Resellern nicht. All diese Broker führen keine Abgeltungssteuer ab, so dass der deutsche Kunde die komplette Versteuerung über die eigene ESt-Erklärung durchführen muss (manche mögen hierin einen Vorteil sehen, ich nicht).
    • Manuel schrieb:



      Bei Onvista waren die Preise höher als bei den Testsiegern.



      Die Aussage zu Onvista kann man in der Form nicht unkommentiert lassen. Onvista beschreibt im P&L drei Preismodelle (FreeBuy, Festpreis und Classic), wobei das nachteilige Classic-Modell mittlerweile wohl nicht mehr zu eröffnen ist (Alt-Kunden, die sich nicht aktiv um eine Umstellung in ein anderes Preismodell kümmern, dürfen vermutlich weiterhin höhere Kosten bezahlen). Mir gelingt es nicht, die in Ihrer Kostentabelle aufgeführten Werte zu Onvista zu replizieren. Ich komme stets - für alle Modellkunden - auf niedrigere Werte, wobei das FreeBuy-Modell zugegebenermaßen nicht leicht quantitativ zu fassen ist.

      Die einzige Möglichkeit, bei Onvista für den Modellkunden 1, 2 und 3 auf die angebenen 82,90 €, 124,50€ und 168€ zu kommen (zumindest ungefähr, wenn man die Fremdkostenpauschale - bei Onvista auch für außerbörsliche Geschäfte - ignoriert) ist das Free Buy-Preismodell ohne die Nutzung von Free Buys zugrunde zu legen (also den Vorteil dieses von keiner anderen Bank angeboetenen Preismodells zu ignorieren). Das wirkt auf mich schon etwas merkwürdig. Im Festpreismodell hätten die drei Modellkunden z.B. 65 €, 65€ und 32,50€ zu zahlen, was sich auf die Reihenfolge in Ihrer Tabelle schon erheblich ausgewirkt hätte.

      Ich verstehe zudem die Zurückhaltung einer besseren Beschreibung und Platzierung dieses Angebots nicht. Diese Bank bietet Affiliate-Programme an, so dass es keinen Grund für einen Vergleichstest gibt, dieses Angebot 'herunterzuschreiben'. Sie können auch mit der Weiterleitung zur Onvista-Bank Provisionen bekommen.
    • Hallo @LaNeuve

      Freebuys erhält man nur, wenn man hohe Summen auf dem Verrechnungskonto liegen hat. Das empfehlen wir unseren Lesern jedoch nicht. Wenn das Modell für Sie ideal ist, ist es sicher kein Fehler dort ein Konto zu eröffnen. Für unsere Musterkunden war ein durchschnittlicher Betrag auf dem Verrechnungskonto nicht vorgesehen. Mehr Infos hier:

      onvista-bank.de/files/dokument…-leistungsverzeichnis.pdf

      Beste Grüße

      Manuel

      P.S. Die Empfehlung ist unabhängig davon, ob jemand Provisionen zahlt oder nicht, siehe
      finanztip.de/wie-wir-uns-finanzieren/
    • Zu dem Thema sollte man nicht unerwähnt lassen, dass die 5,90€-Festpreise bei Flatex/Aktionärsbank nur für den Ausserbörslichen Direkthandel gelten!

      Dies nützt einem herzlich wenig, wenn dort die Wertpapierpreise (Spread) schlechter sind als an den Börsen.
      Bei der Aktionärsbank bezahlt man im Xetrahandel mind. 1,89€, bei FlatEx mind. 2,00€ extra Gebühren.

      Gerade hier lohnt sich, und je höher die Ordersumme umso mehr, das Festpreisdepot der Onvista Bank mit 5€ fix plus 1,50€ fix Xetra-Gebühr.

      Schöne Grüße
      TF
    • Hallo,

      zum neuen Jahr hat Flatex seine Angebotskonditionen verbessert.
      Flatex bietet nun Sparpläne auf ETFs für 0,90 € pro Ausführung an.
      Sparpläne für die ETFs von ComStage und iShares werden kostenlos angeboten.
      Des Weiteren ist es nun möglich, durch eine Kooperation mit Zinspilot, Geld direkt aus dem Flatexkonto heraus bei europäischen Banken anzulegen, die ein höheres Zinsniveau als vergleichbare Staatsanleihen ihrer Heimatländer bieten.
      Bei einer Anlage von bis zu 100.000 € pro Bank (Einlagensicherung) bietet dies Kunden eine Alternative zu europäischen Renten-ETFs, die, wie bereits in Artikeln auf finanztip.de beschrieben, eine vergleichbar niedrigere Rendite abwerfen.
      Diese Änderungen könnten, auf lange Sicht, Flatex von einem spartanischen Online-Broker zu einer universellen Anlegerplattform machen.
      Vielleicht könnten Sie das in den Artikeln über Online-Wertpapiertepots und Zinspilot entsprechend berücksichtigen.

      FMA
    • Na ja,die Veränderungen bei Flatex sind in diesem Jahr nicht nur positiv und über diese negativen Veränderungen schweigt man sich bei Finanztip schließlich auch aus. Der wie man hört nicht ganz freiwillige Austritt der Biw Bank, der hinter Flatex stehenden Bank, aus dem Bundesverband der deutschen Banken stellt den Kunden schließlich hinsichtlich der Sicherheit seiner Anlagen deutlich schlechter als bei allen anderen deutschen Konkurrenzbanken mit Depotangeboten. Darüber liest man hier nichts.
    • Hallo @LaNeuve

      es stimmt, dass die BIW Bank nicht mehr im freiwilligen Einlagensicherungsfonds Mitglied ist. Das betrifft aber nur Kunden, die über 100.000 Euro auf dem Depotkonto vorrätig haben und nicht in Fonds oder Aktien investiert haben, denn diese sind Sondervermögen und deshalb vor Bankpleiten geschützt.

      Insofern registrieren wir diese Tatsache, es ändert aber nichts an der Empfehlung.

      Beste Grüße

      Manuel