Angepinnt Spiegel-Kolumne von Hermann-Josef Tenhagen

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    • Zum Artikel: "Bausparkassen: Wir geben Ihrer Zukunft kein Zuhause"

      Ich verstehe nicht ganz, warum sich Herr Tenhagen aufregt. In einer Zeit, wo es keine Guthabenzinsen und fast keine Schuldzinsen mehr gibt, ist das Geschäftsmodell der Bausparkassen weggefallen. Das haben die Manager der Bausparkassen nicht verursacht, aber ihre Unternehmen leiden darunter. Und wenn die Bausparkasse "nur" das Kleingedruckte für sich ausnutzt, handelt sie noch fair. Unfair wird es erst, wenn die erste Bausparkasse insolvent wird.
      Das volkswirtschaftliche Experiment der EZB wird noch wesentlich gravierendere Ergebnisse zeigen als eine Bausparkasse, die um vielleicht zu überleben die Bedingungen in ihrem Sinne auslegt.
    • @Flexi

      Herr Tenhagen hat gegenüber ARD zu dem Artikel Stellung genommen:

      Wir haben nur die Kosten verglichen, die in der Ansparphase der jeweiligen Riester-Fondssparpläne entstehen. Und dabei hat Fairr nun einmal besser abgeschnitten. In der Rentenphase kann der Riester-Kunde den Anbieter und damit auch dessen Kosten ohnehin neu auswählen.


      Quelle

      Auch bei N-TV werden Fragen zum Riestern mit Fonds beantwortet.

      Die Untersuchung und Testbedingungen finden sich in unserem Artikel zum Thema: finanztip.de/riester/riestern-mit-fonds/
    • Hallo liebe Community,

      zwei Dinge ärgern mich an der beinahe vorbehaltlosen Empfehlung zugunsten von fairr.de und dem fairriester besonders:

      1. Die Rentenphase wird komplett ausgeblendet, dabei ist genau das doch das Ziel einer Altersvorsorge. Die Begründung dafür - man könne sich ja dann noch umentscheiden, man wird ja dann sehen - ist furchtbar schwammig und zudem leider auch noch falsch. Es gibt für andere Anbieter keinerlei Pflicht, Kapital aus einem fairriester-Sparplan zu verrenten oder einen Auszahlplan daraus zu machen und es ist auch überhaupt nicht einsichtig warum die das dann nachher (zu guten Konditionen) machen sollen.
      Was passiert denn wenn ich dann eine Rente will, aber niemand da ist um zu verrenten? Der neue Versicherungspartner MyLife ist eine äußerst kleine Versicherung (0,06% Marktanteil) und wer weiß schon ob es die in 30 Jahren noch gibt. Die meisten Versicherungen, die es in Deutschland noch gibt, haben Weltwirtschaftskrisen und 2 Weltkriege überlebt. Was kann MyLife - außer zweifelhaften Bilanzkennzahlen - vorweisen?

      2. finanztip weist mit Recht darauf hin, dass man nicht sicher sei, dass die von der (winzigen) Sutor Bank gestellte Garantie auf die Gesamtbeiträge des Riestersparers wirklich halten wird. Auch das wird im Überschwang aber letztlich außen vor gelassen und fleißig weiterempfohlen.

      Das Kritiker nun behaupten, dass finanztip aus den Empfehlungen von Herrn Tenhagen finanzielle Vorteile generiert, ist doch völlig klar, wenn Euch jeder Klick Geld bringt und dann noch "Fernsehwerbung" gemacht wird.

      Mir persönlich wird viel zu wenig auf die offenkundigen Nachteile dieses noch sehr neuen Produktgebers hingewiesen.

      Schöne Grüße aus Freiburg,
      Michael
    • Hallo Michael,



      vielen Dank für deinen Beitrag. Ich möchte kurz auf die zwei Punkte eingehen:



      1. Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit zum Wechsel vorgesehen, insbesondere vor der Verrentung. Die Stiftung Warentest macht regelmäßig Erhebungen, wo Riester-Sparer die besten Rentenzahlungen erhalten, siehe test.de/Auszahlungsphase-Riest…te-herausholen-4824852-0/. Unserer Einschätzung nach wird sich die Anzahl der Anbieter noch steigern, sobald mehr Verträge in die Rentenphase kommen.
      2. Wir haben die Riester-Fondssparpläne nach verschiedenen Kategorien beurteilt, eine davon ist die Garantie, die mit 10 % Prozent ins Ergebnis eingeht. Über die Gewichtung kann man natürlich streiten. Unsere Ergebnisse sind transparent dargestellt, zum Beispiel hier: finanztip.de/riester/riestern-…ester-fondssparplan-test/. Lesern, denen die Garantie wichtiger ist, können auf eine der alternativen Empfehlungen umschwenken, die hier besser abschneiden.



      Viele Grüße



      Manuel
    • Hallo @Manuel,

      vielen Dank für die prompte Antwort! Hier allerdings arbeiten Sie mit dem Prinzip Hoffnung und unterlassen es - wie es sonst Ihre gute Art ist - dem Leser Nachteile klar zu verdeutlichen.

      zu 1.
      Sie schreiben von Möglichkeit. Das ist korrekt. Ein Versicherer kann das machen, ein Verpflichtung dazu gibt es aber nicht. Wo klärt der finanztip seine Leser darüber auf, dass es niemanden gibt der das Geld nehmen muss?? Zudem: was glauben Sie zu welchen Kosten das
      Danke für den Link! Der allerdings zeigt überdeutlich, dass es hier ein großes Problem gibt. So wird direkt am Anfang geschrieben: "Nur 2 von 44 Anbietern klassischer Renten­versicherungen akzeptieren Neukunden direkt zur Rentenphase." Woher wissen Sie, dass es später überhaupt noch einen Anbieter gibt, der das macht? Als Experte für Altersvorsorge teile ich Ihnen mit, dass keine Versicherung das gerne macht.
      Wie begründen Sie Ihre Einschätzung, dass es dann später schon mehr Anbieter werden?
      Mit welchen Kosten rechnen Sie? Werden die Versicherer eher wenig von den vorherigen Fondssparer verlangen oder eher mehr, weil die Sparer erst auf sie zukommen wenn es gar nicht mehr anders geht?
      Meine Meinung:
      Solange es hier keine Pflicht gibt, regiert das Prinzip Hoffnung, wo sich Altersvorsorgesparer Sicherheit wünschen. Die Pflicht wäre übrigens (verfassungs-)rechtlich problematisch, weil es einen weitgehender Eingriff in wichtige Rechte bedeutet, der zusätzlich auch noch Nachteile für die schon bestehende Versichertengemeinschaft bringen kann.

      zu 2.
      Der überwiegende Teil der Altersvorsorgesparer, wird keine Einmalbeträge, sondern eine Rente in Anspruch nehmen. Dies ist bei allen (!) Fondssparplänen aus Kundensicht nachteilig geregelt. Es gelten nämlich nicht die heutigen Rechnungsgrundlagen, sondern die zum Renteneintritt. Da aber nur die eingezahlten Beiträge plus Zulagen, nicht aber die Rente garantiert sind, regiert wiederum das Prinzip Hoffnung - in dem Fall darauf, dass die Menschen hoffentlich in 30 oder 50 Jahren genauso kurz/lang leben wie heute. Eine haarsträubende Annahme, wenn man sich die Entwicklungen der Vergangenheit anschaut.

      Schöne Grüße aus Freiburg,
      Michael
    • Moin Leuts!

      Wenn Hermann bei SPON annnähernd soviel Werbung für diesen Blog wie für Verivox gemacht hätte, wäre hier wohl wegen Überfüllung geschlossen. :)
      MICH regen die Empfehlungen von Hermann/Tenhagen bei SPON regelmässig zu Gegenkommentaren an, insb. wenn es um die Vergleichsportale wie Verivox geht, und diese fallen i.d.R. nicht günstig aus.
      Leider dürfen bei SPON keine Autoren in den Kommentaren antworten und selbst die Kommunikation per PN hat SPON vor langer Zeit leider abgeschafft.
      Da denke ich mir, dass ggf. hier eine direkte Kommunikation möglich ist, die von beiden Seiten geführt und dabei auch öffentlich ist, wobei ich natürlich von wenig Zensur ausgehe.

      Als Einstieg stelle ich hier eine Kopie meines SPON-Kommentars von 01.05.2017, 01:22 zum Thema 1000 Euro und mehr pro Jahr sparen - so geht's ein:



      Verbraucherschutzportale? Ein Dilemma!



      Es gibt viele Menschen in Deutschland, die anderen helfen wollen.
      Aber auch die müssen von etwas leben.
      Rein ehrenhalber KANN das seltenst funktionieren.
      Also müssen die Portale von jemandem Geld bekommen.
      Und ab dem Zeitpunkt wird es schwierig...



      Die zweite Bilanz von Finanztip für 2015 vom 04.01.2017 (bundesanzeiger.de) nach Gründung am 6. Mai 2014 sieht ganz schön niederschmetternd aus, es ergeben sich Fehlbeträge in Millionenhöhe in 12 Monaten.
      Die Bilanz für 2016 ist in 2018 zu erwarten.



      Wie will da jemand rauskommen, der sich alleine mittels Affiliate (Werbung) finanziert und angeblich EHRLICH gegen die unseriöse Werbung einsetzt?
      In meinen Augen führt Tenhagen/Finanztip gerade die etwas unbedarfteren Mitglieder unserer Gesellschaft per Empfehlung und Direktlink in die Fänge der absoluten Abzocker, vor denen er doch so gerne warnt.
      Je mehr in die Falle gehen, desto mehr verdient (oder weniger verliert) er/Finanztip.



      "Gemeinnützig" wäre es zu empfehlen, zuerst nach dem günstigsten Tarif des Strom- oder Gas-Grundversorgers zu fragen, bzw. DIESEN als Vergleich bei Verivox & Co einzustellen, statt dessen teuersten auszuwählen.
      DAS würde aber Verivox, und damit Tenhagen und Finanztip Prämien kosten.



      Halbwegs seriös wäre noch, den deutschen Haushaltsdurchschnittsverbrauch
      von ~3.200 kWh/a (lt. Destatis/Eurostat) beim Strom als Beispiel zu nehmen.
      Tenhagen wählt aber 5.000, damit die scheinbare Einsparung entsprechend gross wird, wobei vielfach selbst die prozentuale Einsparung bei Wenigabnehmern i.d.R. stark abnimmt oder sogar kippt.
      Viele "Billigtarife" fangen erst bei 2.500 kWh/a an, ob der "Billigtarif" GÜNSTIG war, kann man erst 1-4 Jahre später rechtssicher und objektiv feststellen.



      Ein seriöser Verbraucherschützer würde seine Leser/Kunden darauf hinweisen, dass so gut wie ALLE "günstigen" Anbieter auf den Vergleichsportalen im ersten Jahr prinzipiell ein DICKES Minus machen, WENN sie ihre Versprechungen einhalten.
      Die logische Schlussfolgerung ist, dass so gut wie ALLE dieser "Billigheimer"darauf ANGEWIESEN sind, ihre Kunden früher oder später abzuzocken, bzw. ihre Zusagen NICHT einzuhalten.
      U.a. um die Rechnungen der Stromlieferanten und die Prämien an Verivox,Tenhagen/Finanztip zahlen zu können.



      Leiden tun wie immer die Schwächsten der Gesellschaft unter solchen "Empfehlungen".
      Ich kann mir NICHT vorstellen, dass Tenhagen NICHT weiss, was er anrichtet.
      Schmerzlich, dass er damit das Statut der Gemeinnützigkeit erreicht hat.



      Fährt der Cheffe der gemeinnützigen berliner Obdachlosenhilfe eigentlich noch immer mit dem gemeinnützigen Maserati rum, um zwischen gemeinnütziger Managerunterkunft und gemeinnützigem Seegrundstück/Bootshaus zu pendeln?
      (Natürlich nicht, der Maserati wurde nach Skandal ganz billig veräussert.., hat aber nichts mit Tenhagen und der Verkauf absolut nichts Gemeinnützigkeit zu tun, ausser dass dort ganz wenig in die Kasse kam.)



      Gemeinnützigkeit ist eben auch ein Geschäftsmodell.
      Da kann man auch mal ganz gemein sein und auch noch Steuern sparen.


      Ich selber habe jahrelang bei diversen Schutzportalen mitgewirkt und kenne das Problem der eigenen Finanzierung aus den ff.
      Und ich habe ausdrücklich KEINE Lösung dafür, ausser solche Dinge staatsfinanziert oder durch Spenden auf die Beine zu stellen.
      Ihr Modell scheitert schon im Ansatz, egal wie gut es gemeint sein mag.

      Mit streitbaren Grüssen

      Flari
    • Hallo @Flari, verstehe ich Ihre Kritik richtig, dass Sie verivox und co nicht empfehlen, weil sie aus Profitorientierung nur Anbieter zeigen, von denen sie Provisionen erhalten?

      Ja, ich denke die Auswahl dort ist nicht objektiv. Das muss einem klar sein. Ich persönlich wäre aber nicht in der Lage sämtliche Stromanbieter Deutschlands zu analysieren und den günstigsten zu finden. Andererseits wissen die Anbieter, dass sie ohne Teilnahme an verivox und check24 nicht ans breite Publikum kommen. Also haben beide Seiten ein Interesse, sich dort zu treffen.

      Mit Sicherheit gab es Fälle bei denen eigentlich gute Anbieter nicht ins Portal kamen, weil die Bedingungen nicht tragbar waren. Das ist aber an vielen anderen Stellen auch so. Ist die ebay Provision zu hoch, kann ich dort nicht verkaufen etc.

      Insofern ist für mich verivox und check24 einer der aktuell besten verfügbaren Wege, um günstige Anbieter zu finden. Es wird nicht der Gesamtmarkt abgebildet, aber meinen Status Quo zu verbessern gelingt mir fast immer.
    • Ich denke, dass "Problem" von Verivox & Co und leider auch von Herrn Tenhagen ist, dass man immer mit eher unrealistischen Grundvoraussetzungen die maximalen Einsparmöglichkeiten herausarbeiten will. Und die sind:

      Der Musterkunde
      - ist immer noch in der Grundversorgung. Wer heute noch nicht gecheckt hat, dass er in der Grundversorgung ist, wird wohl auch ganz überwiegend nicht Spiegel online, Finanztip oder Finanztest lesen.
      - der unterstellte Verbrauch ist meist viel zu hoch.
      Beides zusammen suggeriert ein Einsparpotential, das meist so nicht gegeben ist. Und für die Folgejahre gilt es schon gar nicht mehr.

      Hinzu kommt, dass die Preise der Stromanbieter oft gar nicht mehr so weit auseinander liegen. Der Benefit kommt oft nur über die Boni im ersten Vertragsjahr. Wenn man bei Verivox eine Ergebnisliste ohne Boni aufruft, zeigt sich schnell, wo die wahren Preise und nicht nicht vorhandenen Einsparpotentiale liegen.

      Wer aber so ein Boni-Jäger ist, muss jedes Jahr wechseln. Geht es schief, hat man mehr oder weniger viel Arbeit und Ärger an der Backe. Ich kenne viele, die für die Chance, 50 oder 100 Euro zu sparen, sich auf dieses "Risiko" nicht einlassen wollen bzw. denen ihre Zeit wertvoller ist, als sich dann mit den Dumping-Anbietern rumzuärgern. Ganz abgesehen davon, dass sich dann Verivox & Co. und leider auch die tatsächlichen und vermeintlichen Verbraucherschützer oft elegant zurückhalten, wenn der Verbraucher Hilfe braucht, weil die Umsetzung der zuvor empfohlenen Ratschläge nicht so ganz funktioniert hat.
    • chris2702 schrieb:

      Hallo @Flari, verstehe ich Ihre Kritik richtig, dass Sie verivox und co nicht empfehlen, weil sie aus Profitorientierung nur Anbieter zeigen, von denen sie Provisionen erhalten?

      Ja, ich denke die Auswahl dort ist nicht objektiv. Das muss einem klar sein. Ich persönlich wäre aber nicht in der Lage sämtliche Stromanbieter Deutschlands zu analysieren und den günstigsten zu finden. Andererseits wissen die Anbieter, dass sie ohne Teilnahme an verivox und check24 nicht ans breite Publikum kommen. Also haben beide Seiten ein Interesse, sich dort zu treffen.

      Mit Sicherheit gab es Fälle bei denen eigentlich gute Anbieter nicht ins Portal kamen, weil die Bedingungen nicht tragbar waren. Das ist aber an vielen anderen Stellen auch so. Ist die ebay Provision zu hoch, kann ich dort nicht verkaufen etc.

      Insofern ist für mich verivox und check24 einer der aktuell besten verfügbaren Wege, um günstige Anbieter zu finden. Es wird nicht der Gesamtmarkt abgebildet, aber meinen Status Quo zu verbessern gelingt mir fast immer.
      Nein, da verstehen Sie mich leider falsch, wobei mir nicht klar ist, wodurch ich das ausgelöst habe.
      Niemand kann von einem Vergleichsportal verlangen, permanent sämtliche Angebote der unterschiedlichsten Anbieter zu durchforsten, aufzubereiten und dann auch noch halbwegs rechtssicher darzustellen.
      Wer auf einem Vergleichsportal gelistet werden möchte, MUSS seine Konditionen an das Portal übermitteln und aktuell halten.
      Dazu ist es auf keinen Fall erforderlich, irgendwelche Zahlungen an das Portal zu leisten, zumindest nicht bei Verivox oder check24.
      In den SPON-Foren tauchen immer wieder Kritiker auf, die "ihren" Favoriten auf einem Portal nicht finden können.
      Ein Forist beschwert sich immer wieder über die angebliche Nichtlistung der "GEG" (Gas- und Energiegenossenschaft Ost- und Mitteldeutschland eG).
      Tatsächlich haben die lediglich seit Urzeiten keine neuen Tarife übermittelt und sind im Preisvergleich erst zu sehen, wenn man dort auf die teuersten Anbieter wechselt.

      Ich habe Verständnis dafür, dass ein Portal in den Voreinstellungen zahlende Kunden bevorzugt, die auch den (kostenpflichtigen) Service der Seite benutzen, wobei diese Bevorzugung immer weiter zurück gegangen ist.
      Und ein klein wenig sollte auch der "mündige Verbraucher" mitdenken können.
      Wenn der den für ihn kostenlosen Wechselservice eines Portals (über dessen Qualität gestrittten werden darf), benutzen möchte, dann funktioniert das nur bei Anbietern, die ihrerseits dafür zahlen.

      Ich selber benutze die Vergleichsportale seit über 10 Jahren zu meinem persönlichen Vorteil und zahle für den reinen Strom und dessen Verwaltung quasi null, bzw. bekomme noch etwas raus.
      Zahlen muss ich lediglich die staatlich verordneten Abgaben und Transportkosten, aber auch da nicht den vollen Satz.
      Dafür muss ich ich natürlich auch die Zeit investieren, die regelmässigen Abzockversuche der Billiganbieter abzuwehren.
      Aber selbst das KANN zusätzliches Geld einbringen.
      Nur muss man dazu auch die Nerven, etc. haben.

      Damit das klappt, dass ICH im Jahr ggf. vierstellig im Jahr sparen kann, braucht es die Vergleichportale und Werber wie @Tenhagen, der seine Leser dort hin schickt und bluten lässt.
      Damit einer wie ICH daran sparen kann und sowohl, der Lieferant, das Portal und der Werber (Finanztip) daran verdienen können, MÜSSEN jede Menge anderer Kunden zwangsläufig Kreide fressen, bzw,. das ganze Konstrukt bezahlen.

      Für einen Finanzberater ist das auch nicht verwerflich.
      Aber mit sozial oder gemeinnützig hat das gar nichts zu tun.
      Nein, es ist das krasse Gegenteil davon.

      LG Flari
    • Ich vermute, dass er darauf hinaus will, dass sein günstiger Strom von anderen quersubventioniert wird, wenn diese nach einem Jahr eine Preiserhöhung bekommen aber dann vergessen zu wechseln?

      Die Kolumne auf SPON halte ich auch für verzichtbar. Zum einen ist es ein wenig "und täglich grüßt das Murmeltier" und zum anderen ist es auch so, dass die Ersparnis tatsächlich auf ein Maximun berechnet wird. Was Sinn und Zweck davon ist verstehe ich nicht. Vielleicht eine Art Eyecatcher?

      Amüsant hingegen sind immer wieder die Kommentare - in einer langweiligen Minute bringen mich die ganzen Kritiker dann doch auch zum schmunzeln...
    • chris2702 schrieb:

      @Flari ich verstehe Ihren Punkt nicht. WAS machen Sie dass Sie nichts für Energie zahlen und was machen Sie anders als die dummen anderen Verbraucher.
      - Ich nutze i.d.R. die allerhöchsten Boni aus, die ausgelobt werden.
      - Eine Einzugsermächtigung erteile ich meiner Bank, NICHT dem Unternehmen.
      - Ich lese und verstehe die AGB des Anbieters VOLLSTÄNDIG, dabei sehe ich auch Verstösse gegen geltendes Recht.
      - Ich widerspreche umgehend einer zu hohen Abschlagsberechnung, das zweite Schreiben dazu kommt vom Rechtsanwalt mit Kostennote.
      - Ich fordere spätestens 2 Wochen nach Frist lt. AGB/Bewerbung den Sofortbonus ein, das zweite Schreiben dazu kommt vom Rechtsanwalt mit Kostennote.
      - Ich beachte JEDE Werbe-, Info- oder Trallalapost von meinem Lieferanten, egal ob Karte, Brief, Mail, SMS, Kundenkonto, etc.
      - Ich widerspreche jeder unrechtmässigen Preiserhöhung, das zweite Schreiben dazu kommt vom Rechtsanwalt mit Kostennote.
      - Telefonische, also nicht-schriftliche Kommunikation lehne ich grundsätzlich ab.
      - Die fristgerechte Kündigung zum Ablauf der 12 Monate halte ich penibel ein, eine Minute zu früh kann sämtliche Boni kosten und die kWh des ganzen Jahres auf über 50 Cent katapultieren.
      - Musterkündigungsvorlagen eines Anbieters ignoriere ich IMMER.
      - Mit der Kündigung ziehe ich auch die Einzugsermächtigung bei meiner Bank zurück.
      - Die Endabrechnung und Gutschrift der fälligen Boni erwarte ich in angemessener Frist, erstes Schreiben von mir, weiteres über RA....
      - Reicht es bei einem Punkt nicht über RA-Schreiben, ergeht Klage.
      - Fehlt 2 Wochen nach Urteil noch ein Euro, macht sich der Gerichtsvollzieher auf den Weg.

      Ich halte Kunden, die nicht so konsequent sind, NICHT für dumm.
      Aber für die Normalität.
      Und darauf bauen die ganzen Abzocker.
      Und die, die daran mitverdienen.
    • Ich kann mir nicht vorstellen, für 100 oder 200€ soviel Lebenszeit und Lebensqualität zu verschwenden.
      Zwar bin ich auch nicht mehr beim Grundversorger. Aber ein Anbieter, mit dem ich zufrieden bin, ist mir mehr Wert als der optimale Anbieter. Mit dem müßte ich mich dann eventuell noch ärgern.
      Ich kann und will es mir nicht vorstellen, beim Wechsel des Stromanbieter irgend eine Checkliste abzuarbeiten.
      Auch wenn das der Eine oder Andere Geizkragen anders sieht.
      Gruß

      Altsachse
    • @Altsachse,
      warum sollte ich an dem Spass Lebenszeit und Lebensqualität verschwenden?
      ich bin seit knapp vier Jahrzehnten selbstständig, Abzockversuche begegnen mir quasi täglich und sind auch dort keine Aufregung oder Ärger wert.
      Und bei den Energieversorgern steht sogar von Anfang an fest, das ich gewinne, solange der nicht pleite geht.
      Bei Strom und Gas für mein Privathaus spare ich ggü. dem günstigsten Tarif meines Grundversorgers RWE/Innogy bisher um 1.000,-/a bei durchschnittlichem Verbrauch, das geht inzwischen etwas zurück, da die Abzocker vorsichtiger geworden sind.
      Bei Gewerbestrom kommt noch einiges dazu.
      Mein unbezahlter Aufwand dafür liegt jährlich unter zwei Stunden, ggf. auch unter einer, kommt es tatsächlich zu Gerichtsverhandlungen, werden mir diese und alles drumherum sehr gut bezahlt.
      Bei Haushaltsenergie ist das örtliche AG zuständig, das über eine super Kantine verfügt und gute Gespräche mit tollen Leuten erlaubt.
      Lieber habe ich aber Prozesse für Gewerbe-Energie, die i.d.R. am AG/LG-Sitz des Energieverkäufers stattfinden.
      Ich finde es toll, für Städtereisen noch gut bezahlt zu werden, auch wenn ich dafür natürlich einen Zwangstermin wahrnehmen muss, der das Urlaubs-Programm etwas stört. :D

      Ich gebe Ihnen aber insofern recht, dass mein Vorgehen nur für sehr wenige Menschen geeignet ist.
      In meinem Freundes- und Bekanntenkreis rate ich davon i.d.R. ausdrücklich ab.
    • Flari schrieb:

      - Ich widerspreche umgehend einer zu hohen Abschlagsberechnung, das zweite Schreiben dazu kommt vom Rechtsanwalt mit Kostennote.
      - Ich fordere spätestens 2 Wochen nach Frist lt. AGB/Bewerbung den Sofortbonus ein, das zweite Schreiben dazu kommt vom Rechtsanwalt mit Kostennote.
      Nur mal so aus purer Neugierde: Wie oft haben Sie das schon gemacht und wie oft sind Sie auf den Anwaltskosten sitzengeblieben? Ebenso interessant wäre das hinsichtlich der Klagen zu wissen...

      Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass eine zu hohe Abschlagszahlung schon nach einem nicht berantworteten "Minderungsantrag" die Einschaltung eines Rechtsanwalts rechtfertigt, den dann auch noch die Gegenseite zu bezahlen hat.
    • Zu der Kolumne fallen mir zwei Punkte ein:

      1.
      Mit der Themenauswahl der Kolumne muss ich wohl abfinden, es ist ja auch nicht meine Kolumne.
      Was mich hin und wieder stört, sind (meiner Meinung nach) unnötige Ungenauigkeiten wenn es um Fachbegriffe bzw. bestimmte Sachverhalte geht. Aber vielleicht bin ich da auch etwas zu penibel.

      2.
      Was mir aber immer wieder auffällt, mit welcher Inbrunst negative Kommentare zu der Kolumne verfasst werden.
      Die sind zwischendurch recht unterhaltsam.
    • Oekonom schrieb:

      Nur mal so aus purer Neugierde: Wie oft haben Sie das schon gemacht und wie oft sind Sie auf den Anwaltskosten sitzengeblieben? Ebenso interessant wäre das hinsichtlich der Klagen zu wissen...

      Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass eine zu hohe Abschlagszahlung schon nach einem nicht berantworteten "Minderungsantrag" die Einschaltung eines Rechtsanwalts rechtfertigt, den dann auch noch die Gegenseite zu bezahlen hat.

      Sorry für die späte Reaktion.
      Der Widerspruch gegen den zu hohen Abschlag kommt bei ca. 70% der Billigheimer vor, an den RA gehen DAVON wiederum ca. 80%.
      Bisher bin ich dabei NIE auf den Anwaltskosten sitzen geblieben.
      Klagen sind seltener (nötig).


      Warum sollte die für den Gegner kostenpflichtige Einschaltung eines RA nicht gerechtfertigt sein, wenn der auf eine vorherige Mahnung/Einspruch mit Fristsetzung nicht reagiert hat?
      Insb. wenn man nachweisen kann, dass diese Nichtreaktion bei dem Unternehmen System hat?
      Es gibt nicht den geringsten Grund, mich mehrfach persönlich und unentgeldlich mit einem Vertragspartner auseinanderzusetzen, der seinen vertraglichen Verpflichtungen nachweislich nicht nachkommt, bzw. dagegen verstösst.