Aktienvorstellungen?

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    • Aktienvorstellungen?

      Hallo zusammen,

      wie wäre es, wenn man einen Thread aufmacht, in dem die Aktieninteressierten unter uns eine (oder mehrere) Aktie vorstellen können. Was mach das Unternehmen, wie hat sich das Unternehmen/ die Aktie entwicklet, warum glauben sie, dass die Aktie ein gutes Investment sein könnte?

      Wäre doch sicherlich interessant zu sehen, wie die diversen Leute an die Themen herangehen und eine Aktie analysieren...

      Ich würde von mir aus auch den Anfang machen, entweder mit Facebook oder Twilio.

      Was meint ihr?

      Viele Grüße,
      Elias
    • Beobachter5 schrieb:

      Es ist spannend sich damit auseinanderzusetzen - neben dem Umfeld und den Produkten gehört allerdings eine Bewertung dazu. Das ist entscheidend für die Meinung eines fairen Preis für die Aktie.
      Wie machst Du das?
      Peer-Group-Analyse? DCF-Modell?
      Hallo @Beobachter5

      das ist prinzipiell natürlich vollkommen richtig.

      Allerdings mache ich nicht für jedes Unternehmen, welches ich mir anschaue eine DCF-Analyse.
      Erstens, weil es schlicht und einfach zu viel Aufwand ist, wenn man es richtig machen will.
      Zweitens, weil ich in meinem Berufsleben mehr als genug davon gemacht habe, um zu wissen, dass sie "outside-in" eh das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind.
      Und drittens ist eine DCF-Analyse bei Unternehmen mit einem so extremen wachstum wie die Technologieunternehmen, die ich mir anschaue (Twilio ist beim Umsatz im letzten Jahr um rund 90% gewachsen) eh wenig aussagekräftig, da bei diesen Wachstumsraten schon relativ kleine Abweichungen massive Ausschläge in der Bewertung nach sich ziehen.

      Auch mit Multiples wird man nicht eine viel konkretere Aussage treffen können als "Auf Basis der Umsatz / EBITDA / Free Cash Flow Multiples wirkt die Bewertung nicht absurd hoch / schon sehr sportlich / ....

      Allerdings würde ich mich auch davor hüten eine konkrete Kaufempfehlung - noch viel mehr zu einem bestimmten Preis! - auszusprechen.

      Mir geht es eher darum, darzustellen, wie man sich einem (Technologie-)Unternehmen nähern kann. Die Analyse des Geschäftmodells, kritische Faktoren (Regulierung, Internationalisierbarkeit, Netzwerkeffekte), Trends im jeweiligen Markt. Wie passt das Unternehmen in das jeweilige "Ökosystem"...

      Als Ergebnis würde ich schreiben: "Ich halte dieses Unternehmen für spannend, weil ... Das langfistige Wachstumspotential ist auch gegeben, weil... Tendenziell sollten die Margen steigen, weil... "

      Viele Grüße,
      Elias
    • DCF-Methode:
      Mit Hilfe des DCF-Verfahrens wird der Wert eines Unternehmens durch Diskontierung von Cash Flows ermittelt. Bei der DCF-Methode lassen sich grundsätzlich zwei Ansätze unterscheiden: die Bruttokapitalisierung und die Nettokapitalisierung.

      Erklärung im Detail:
      iww.de/bbp/archiv/unternehmens…ash-flow-verfahren-f34213

      Peer-Group-Ansatz:
      Eine Peer-Group im Allgemeinen bezeichnet eine Gruppe, die hinsichtlich bestimmter Merkmale vergleichbar sind. Bspw. wird ein Unternehmen mit einer Gruppe von gleichwertigen Unternehmen hinsichtlich Branche, Größe und Tätigkeit verglichen, um dieses bewerten zu können.

      Hier noch ein Link zur Unternehmensbewertung:
      dvfa.de/fileadmin/downloads/Pu…Unternehmensbewertung.pdf
    • Peer Group Analyse schaut sich ähnliche Unternehmen an - wenn man z.B. Audi bewerten will, könnte man sich Daimler, BMW usw. als "Peer Group" anschauen und könnte zum Beispiel eine solche Analyse machen (sehr vereinfacht):

      Gewinn Audi: 1 Mrd. €
      Durschnittliches KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis, also das wie-vielfache des Gewinns ist das Unternehmen an der Börse wert) der Peer Group: 10

      Bewertung Audi auf Basis der Peer Group Analyse: 10 Mrd. €

      Die Peer Group Analyse ist natürlich sehr abhängig von der Zusammensetzung der Peer Group und den ausgewählten Kennzahlen. Ist Toyota in der Peer Group? Toyota baut auch Autos. Aber auch leichte Nutzfahrzeuge und nicht nur Premium... Was ist mit Tesla? Macht Premiumautomobile, aber die sind elektrisch... usw.



      Das DCF (Discounted Cash Flow) Verfahren ist deutlich komplexer. In einer DCF-Bewertung zinst man die zukünftig zu erwartenden Cash Flows des Unternehmens auf den heutigen Tag ab und summiert sie auf. Der Abzinsungsfaktor entspricht den gewichteten Kapitalkosten (WACC) des Unternehmens.

      Das Ganze sieht dann in etwa so aus:

      Nehmen wir an ein Unternehmen hat folgende Cash Flows prognostiziert und Kapitalkosten von 10%

      Jahr20162017
      201820192020 ff
      Cahs Flow
      1.0001.2001.3001.5001.650
      Diskontierter
      Cash Flow
      1.0001.0911.0741.12711.270


      Summe: 15.562

      Somit wäre das Unternehmen auf Basis aller zukünfttigen Geldzuflüsse heute gut 15,5 Mrd Euro wert.

      Der große Wert am Ende ist übrigens der sogenannte "Terminal Value", also der abgezinste Wert aller zukünftigen Cash Flows bis in alle Ewigkeit.

      An meinem Beispiel lassen sich schon eine Vielzahl der Probleme des DCF-Verfahrens illustrieren. Die meisten fallen in die Kategorie "Scheingenauigkeit":

      1. Man muss zukünftige Cash Flows vorhersagen
      2. Man muss die Kapitalkosten richtig ermitteln
      3. Ein großer Teil des Wertes kommt immer aus dem "Terminal Value". Dieser ist aber hochgradig ungenau und hängt davon ab, was man als langfristige Wachstumsrate des Unternehmens annimmt. Hätte ich statt Nullwachstum ab 2020 eine langfristige Wachstumsrate von 2% angenommen, wäre der Unternehmenswert schon 3 Mrd. höher!



      Wie man sieht, es gibt kein perfektes Verfahren zur Bewertung von Unternehmen.

      Als ich das noch professionell gemacht habe, war daher immer die Anforderung zwei, besser drei Verfahren zur Bewertung zu nutzen. Bei der Peer Group haben wir immer mindestens 3 Kennzahlen verwendet und im DCF Sensitivitäten für unterschiedliche Wachstumsraten und Kapitalkosten dargestellt. Alles in allem ein Heidenaufwand. Da kann man an der Bewertung für ein Unternehmen auch mal gerne ein paar Wochen sitzen... Und selbst wenn man es nur "back of the envelope"-mäßig macht, ist man locker einen Tag beschäftigt, selbst wenn man sehr genau weiß was man tut.... Und das einzige was man danach weiß: Dass man such jetzt sehr viel genauer irrt.

      Hope that helps,

      Elias
    • So, ich habe es getan. Nach einigen Jahren Abstinez habe ich wieder angefangen in Einzelaktien zu investieren. Diese Aktien habe ich diese Woche gekauft:
      - Amazon
      - Facebook
      - Wirecard

      Wie ich bei der Eröffnung dieses Threads ja vorgeschlagen habe, möchte ich kurz vorstellen, warum ich mich für diese Aktien entschieden habe. Mein vollumfänglicher Entscheidungsprozess würde hier den Rahmen sprengen, aber ein paar Highlights möchte ich gerne herausstellen.

      Amazon ist für mich aus so vielen Gründen attraktiv, dass ich sie gar nicht alle auflisten kann:
      • trotz der Tatsache dass Amazon irrsinnig schnell wächst, hat Amazon noch riesiges Wachstumspotential (der Marktanteil ist am Gesamthandel noch ein einstelliger Prozentbetrag)
      • Amazon Web Services ist de-facto die Infrastruktur unter einer Vielzahl anderer, wiederum stark wachsender Unternehmen (Netflix, Apple, Uber) und beginnt gerade so richtig profitabel zu werden
      • Durch die Einführung von Prime ist es Amazon gelungen, einerseits gewaltige Mengen an Up-Front-Umsatz (70€ * viele Millionen Nutzer) zu generieren und gleichzietig das Bestellverhalten dieser Nutzer so zu verändern, dass diese ein Vielfaches dessen bestellen, was sie vor der Prime Nutzung bestellt haben
      • Inzwischen finden 55% aller Produktsuchen (Google: 28%) auf Amazon direkt statt
      • Mit der Einfühung von Amzon Prime Video, Fire TV, Amazon Echo, und Music zeigt Amazon deutlich, dass sie sich in Richtung eines kompletten Ökosystems an Plattformen entwickeln und damit einen immer größeren Anteil unseres Konsums (Medien und Waren) abbilden


      Facebook

      • Der Umsatz pro Nutzer ist aber immer noch (im Vergleich zu anderen Plattformen) relativ gering. Wenn man bedenkt, dass Facebook inzwischen 1,7 Mrd. Nutzer weltweit hat, und damit für den Großteil der Online-Menschheit das beste verfügbare Online-Profil hat, besteht hier noch gewaltig Luft nach oben.
      • Im Gegensatz zu TV- Print- und Radiowerbung, die vor allem auf "low intent, high awareness" abzielt (also vor allem Bekanntmachung einer Marke) ist Onlinewerbung bisher (insb. Google) sehr viel stärker "performance driven", also zu einer direkten Überleitung in einen Kauf / eine Registrierung etc. Durch die große reichweite, die guten Targetingmöglichkeiten und die große Zeoit, die große Teile der Audience auf Facebook (+ Instagram + Whatsapp) verbringen, ist Facebook (neben Snap, formerly known as Snapchat) in der besten Position auch von den TV Werbebudgets mittelfristig die Milliarden für "Brand Advertising" abzugreifen.

      • Diese Tatsache bedingt, dass es Facebook über die letzten Jahre gelungen ist sowohl die Menge an abgesetzter Werbung als auch den Preis der selbigen simultan zu erhöhen. (Im Gegesatz dazu sinken die Preise und Margen bei Google)
      • Durch die Einfühung von Facebook Marketplace (seit dieser Woche, bisher nur USA), hat Facebook einen weiteren Monetarisierungkanal angelegt, der mittelfristig das gesamte geschäft von Ebay, Craigslist und diversen anderen an sich ziehen könnte


      Wirecard
      • Vereinfacht gesagt: The trend is your friend! Immer mehr Online- und Kartenzahlungen heißt immer mehr Geschäft für die Zahlungsabwickler.
      • Wirecard ist insbesondere im Bereich der Plattform für das mobile Payment (nicht die Technologie am Point of Sale - ob SMS, NFC, Credit Card Dongle, operator Billing, Host Card Emulation oder was auch immer ist Wirecard vollkommen egal) extrem gut aufgestellt und hat Partnerschaften mit eigentlich allen relevanten Kreditkarten- und anderen Payment-Anbietern sowie vielen der großen Mobilfunker
      • Wirecard ist in der Vergangenheit immer mal wieder ins Gerede gekommen, aber meine Güte, wenn der Erfolg am Ende doch nur ein potemkinsches Dorf war, tut es mir auch nicht weh
    • Hudson1 schrieb:


      Ich bin mir da nicht so sicher ob es eine gute Anlage ist für die Zukunft!
      Sicher kann man sich da nie sein, sonst wäre man sehr schnell sehr reich ;)



      Meine Meinung (keine Anlageempfehlung):

      DHL:
      + wird durch das Wachstum des Online-Versands in den kommenden Jahren deutlich wachsen
      + ist IT-seiting weit vorne dabei und probiert viel Neues, auch zusammen mit Start-ups aus
      - über kurz oder lang besteht das Risiko der "Disintermediation", d.h. der größte Kunde (Amazon) die Logistik selber in die Hand nimmt. Pilotprojekte in diese Richtung laufen (eigene Flugzeuge und Frachtschiffe, eigene Lieferservices, eigene Pick-Up Locations, Liefer-Drohnen und Roboter)

      Telekom:
      + die DTAG hat in den letzten Jahren sehr vieles richtig gemacht. Sie haben sich gesund geschrumpft, Überflüssiges abgestoßen und konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft Konnektivität. Das halte ich für gut und richtig.
      + mit T-Mobile US haben sie ein Rezept gefunden, wie sie profitables Wachstum im Kerngeschäft erreichen können.
      + Entertain scheint so langsam Fuß zu fassen und wächst wieder deutlich. Vermutlich wird es nie in sich profitabel, aber es bindet halt Kunden mit sehr schnellen (ergo teuren) Internetanschlüssen
      - Der Telekommunikationsmarkt als Ganzes ist seit Jahren rückläufig - in einem schrumpfenden Markt zu wachsen ist sehr, sehr schwer (und teuer)
      - Die Selbstverpflichtung den Aktionären regelmäßig relativ üppige Dividenden zu zahlen, entzieht dem Unternehmen viel Cash. Cash der dringend benötigt würde, um ins Netz zu investieren um die Qualitätsführerschaft behaupten zu können. Daher wurde in den letzten Jahren vieles versilbert, was nicht zum Kerngeschäft gehörte (Interactive Media, Scout Gruppe, ...). Aber die Gedankenspiele die T-Systems und TMO US zu verkaufen rühren nicht zuletzt daher...
      - Die Telekom ist ein unglaublich politischer Laden (kenne die Innensicht). Der Vorstand ist gut (kenne ein paar von denen flüchtig), aber das Management der Landesgesellschaften ist schwierig...

      Beide:
      - Als ehemalige Staatskonzerne hängt über beiden das große Damoklesschwert der Pensionsverpflichtungen, die nicht trivial sind. Das kann ich nicht zu 100% einschätzen. Aber wenn man da signifikant investieren will, sollte man mal schauen, ob die Rückstellungen zu den zukünftigen Verpflichtungen passen

      Fazit:
      Ich glaube beides sind Aktien, die einem über die nächsten paar Jahre durchaus Freude machen können - und vermutlich relativ wenig Kummer. Aber als Investment für die nächsten zehn Jahre würde ich sie nicht sehen, dafür sind mir die strategischen Herausforderungen zu groß bzw. ungewiss
    • elijah2807 schrieb:

      Als ehemalige Staatskonzerne hängt über beiden das große Damoklesschwert der Pensionsverpflichtungen, die nicht trivial sind. Das kann ich nicht zu 100% einschätzen. Aber wenn man da signifikant investieren will, sollte man mal schauen, ob die Rückstellungen zu den zukünftigen Verpflichtungen passen
      Die Aussage dass man die Rückstellungen anschauen soll stimmt generell, gilt aber für jedes Unternehmen. Falls mit der Aussage auf die Beamten referenziert wird: die gehören im Ruhestand dem Bund, wobei die Unternehmen hierfür in der aktiven Zeit Zahlungen leisten und zwar in Höhe von 33% der Bezüge. Das Verfahren ist hier ablesbar, habe auf die schnelle keine bessere Quelle gefunden banst-pt.de/die-banst-pt/histo…amtenshyversorgungskasse/
    • Das war wohl ein Scherz?

      ariva.de/deutsche_post-aktie
      ariva.de/facebook_a-aktie
      ariva.de/amazon-aktie
      ariva.de/wirecard-aktie

      Ich bin mir nicht so sicher ob jemand der in einem Finanztip-Forum aufgrund eines einzelnen Posts nach einer WKN fragt wirklich Einzelaktien kaufen sollte oder vielleicht erst mal den Grundlagenartikel lesen ... finanztip.de/aktien/

      Hier wird -berechtigt- empfohlen als Einsteiger eher in Fonds als gestreute Geldanlage zu gehen, im konkreten Fall auf Indexfonds (ETF).

      Unabhängig davon ist die Aktienvorstellung von @elijah2807 fundiert.
    • @Hudson1: Auch ich hoffe, dass das nicht 100% ernst gemeint war. Ich wollte ja explizit KEINE Anlageempfehlung abgeben, sondern nur darstellen, welche Gedanken ich mir mache, wenn ich über eine Aktie nachdenke. Das sollte mehr dazu anregen, sich eigene Gedanken zu machen, und basierend auf diesen zu einem eigenen Ergebnis zu kommen.

      Ich habe mich mit den genannten Aktien noch deutlich intensiver beschäftigt, als ich dort skizziert habe. Ich kann Ihnen z.B. herbeten, wie stark Amazon im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen ist (29%), wie sich die die Geschäftssegmente von Amazon (AWS, eigene Verkäufe, Verkäufe für Dritte) entwickeln, wie sich die Rohmarge von AWS in den letzten Quartalen entwickelt hat, und welchen % des Gesamt-Handelsumsatzes (ohne Lebensmittel) Amazon in den USA und Europa hat. Und ich glaube ein vernünftiges theoretisches Grundgerüst (Stichwort Aggregation Theory) zu haben, um erklären zu können, warum Amazon oder Facebook nachhaltig erfolgreich sein können (nicht müssen!).

      Auf Basis all dieser Informationen bin ich dazu gekommen, kleinere Beträge (in Summe rund 5% meiner gesamten frei verfügbaren Mittel) zu investieren.

      Und nur zur Info: Sowohl Amazon als auch Wirecard notieren derzeit gegenüber dem Kaufkurs im Minus. Vielleicht habe ich einfach viel zu spät gekauft ;)
    • Hallo elijah,
      ja richtig ich bin ein Einsteiger im Börsengeschäft ! Aber Indexfonds(ETF) hatte ich bereits in den Anfängen in
      meinem Portfolio.
      Auf den Gedanken in DHL und Telekomaktien zu investieren brachte mich ein Bekannter der Bankdirektor bei
      einer Bank war!
      Ich hatte auch nicht vor jetzt schnell zu investieren ich werde auch nur in kleineren Beträgen anlegen !
    • Hudson1 schrieb:

      Ich hatte auch nicht vor jetzt schnell zu investieren ich werde auch nur in kleineren Beträgen anlegen !
      Es gibt mindestens zwei Gründe so nicht vorzugehen

      Schau Dir mal die Gewichtung in einem Index an. Beim Dax haben die Deutsche Post 3%, Deutsche Telekom 6%. Beim MSCI World ist Apple mit 2% am größten, gefolgt von Microsoft 1,4% und Exxon 1%. Kauft man jetzt Einzelwerte verschiebt man das Risiko, d.h. man wird von der Performance der Einzelwerte abhängig. Das ist spekulativ - höheres Risiko aber auch höhere Chance -> nix für den schmalen Anleger.

      Dann sollte man die Transaktionskosten nicht außer Acht lassen. Der günstigste HAndel mit EInzelwerten den ich kenne ist Flatex / Tradegate mit 5,90 € flat. Kauft man nun in 100 €- Beträgen gibt man 5,9% Transaktionskosten (+ evtl. Spread) aus.

      Noch eine Lernaufgabe: Wenn es in Richtung EInzeltitel geht solltest Du DIch mit den Begriffen Risikomanagement und Positionsgrößen beschäftigen.