Angepinnt Probleme beim Kreditantrag?

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    • Dass Sie sehr frustriert sind, merkt man Ihrem Beitrag an.
      Eine Petition hat allerdings keine Chance und ist verschwendete Energie.

      Die Frustration, die Sie spüren, hängt nur vordergründig an dem abgelehnten Darlehenswunsch. Viel tiefer ist die Enttäuschung über das Scheitern Ihrer Ehe zu einem Zeitpunkt, wo die Kinder "aus dem Gröbsten raus sind".

      Und diesen Schmerz übertragen Sie nun auf Ihre Finanzierungssituation.

      Versuchen Sie einmal einen anderen Standpunkt zu finden.
      Wenn Sie in Ihrem Reihenmittelhaus bleiben, wird Sie alles an Ihr früheres Leben als Familie erinnern.
      Da stehen die Chancen für einen Neuanfang nicht gut.

      Viel besser wäre es für Ihre Psyche, wenn Sie den anstehenden Verkauf des Hauses als Chance begreifen würden, der er wirklich ist!

      Sie beginnen jetzt mit 57 Jahren einen neuen und aufregenden Lebensabschnitt! Sie haben noch ca. 25 bis 30 Jahre Lebenserwartung vor sich. Wollen Sie diese Spanne in einem Reihenmittelhaus hockend verbringen?

      Erkennen Sie, dass Sie mit Ihrer Ehe auch Ihr gesamtes bisheriges Leben hinter sich lassen.
      Die Kinder sind eigenständig, das Haus wird verkauft - und plötzlich haben Sie keine permanente Geldknappheit mehr!!!

      Sie können sich flexibel so einrichten, wie es für Sie passt.

      Vielleicht lernen Sie bald einen neuen (Ehe-)Partner kennen. Wer weiß, welche Überraschungen das Leben noch für Sie bereit hält. Seien Sie eher froh, dass Sie sich nicht mit einer neuen Finanzierung ein Rute auf den Rücken binden.

      Wenn die von Ihnen genannten Zahlen zutreffen und Sie das Häuschen für 184.000 € verkaufen können, bleibt Ihnen nach der Abfindung an Ihren geschiedenen Mann ein Kapital von 107.000 € übrig.

      Das haben Sie in bar auf Ihrem Konto! So viel Geld auf einmal hatten Sie während Ihres ganzen Lebens nie zur Verfügung!

      Sie müssen diesen Betrag nicht "verleben". Im Gegenteil Sie gehören damit nicht mehr zu den "kleinen Leuten", sondern Sie haben ein gewisses Vermögen! Bei einer einigermaßen vernünftigen Anlage können Sie mit ca. 500 € monatlich an zusätzlichen Einnahmen aus diesem Kapital rechnen.

      Dann liegt es an Ihnen, genau wie "die Reichen" immer reicher zu werden, indem Sie Ihr Geld geschickt anlegen und vermehren. Wenn es Ihnen an Fachwissen dazu fehlt, gehen Sie in die nächste Bibliothek und lesen Sie alle Bücher über Geldanlage, die dort im Bestand sind.

      Sie werden sehen, in wenigen Jahren blicken Sie auf diese Zeit zurück - und Sie werden lächeln und Ihr neu eingerichtetes Leben - egal ob mit oder ohne neuem Partner - genießen.

      Seien Sie entspannt, die besten Jahre liegen noch vor Ihnen.
    • Henning schrieb:

      Solche Aussagen habe ich in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn noch nie gehört ....

      In meinen bisherigen Stationen haben wir bisher immer eine Lösung gefunden, sofern die Bonität dies hergegeben hat.

      MarcoL schrieb:

      Habe es nun auch mit der Allianz versucht...gleiche Antwort.
      Das sogenannte Wandlungsrecht der Kreditrichtline ist das Problem.
      Der Kunde hat mit der neuen Richtlinie nun das Recht, im Laufe der Kreditlaufzeit seinen Kredit von EUR auf die Währung seines Gehaltes (in meinem Fall US Dollar) umzuwandeln wenn er das möchte...z.B. wenn die Kurse fallen. Daher müssten dann die Banken das Wechselkurs Risiko übernehmen...was Sie eben nicht wollen, verständlicherweise.

      Wie kann die EU, bzw der deutsche Gesetzgeber so einen Unsinn vorschreiben?
      Bis vor kurzem war ich ein EU-Befürworter....aber wenn man mit so einer schwachsinnigen Regelung die Leute über die Klinge springen lässt, dann kann man nachvollziehen warum niemand mehr Lust hat auf die EU...
      Ich hatte tatsächlich gestern auch den ersten Fall bei mir in der Kanzlei. Eine Mandantin, die in der Schweiz arbeitet und entsprechend (gut) in CHF verdient, wollte bei uns in Grenznähe eine Immobilie erwerben. Von der Bonität und dem Kaufpreis sowie EK alles überhaupt kein Problem. Bisher war Sie bei einer bayerischen Commerzbank, die zunächst finanzieren wollte, dann aber doch kurzfristig absprang. Begründung: WIKR und Gehalt in CHF ginge nicht mehr und sie würde bestimmt auch keine andere Bank mehr finden, die das seit WIKR macht.

      Ich konnte mir das persönlich nicht vorstellen, denn durch unsere Grenznähe hier am Hochrhein würde dadurch den Banken ja das gesamte BauFi Geschäft mit Grenzgängern wegbrechen. Und gerade die und auch die Schweizer selbst sind ja nunmal die, die bei den derzeitigen Preisen hier unten überhaupt noch problemlos Immobilien erwerben können. Das wäre m.E. schon einiges an Umsatz was den Banken wegbrechen würde.

      Also habe ich auf Grund eines guten Kontaktes zur regionalen Sparkasse dort nachgefragt und diese machen entsprechende BauFis noch. Allerdings sehen auch diese das Wandlungsrecht im Währungsbereich sehr skeptisch und das durchaus als Risiko an. Auf Grund einer Risikoabwägung ist man aber wohl zum Schluss gekommen, dass man lieber das Risiko eingeht und zu minimieren versucht als das Geschäft komplett zu verlieren.

      Meine Nachfragen bei Dt. Bank und anderen Großbanken ergaben jedoch tatsächlich, dass diese bis zu einer Gesetzesänderung o.Ä. nicht mehr Baufinanzierungen für Personen mit Fremdwährungsverdienst machen.
    • Hanka schrieb:


      Danke für die Antwort und die psychologischen Tipps.

      So einfach ist das leider nicht.
      Es ist nicht nur das Haus, welches ich verlieren werde, sondern mein
      Leben. Das Umfeld, die Nachbarschaft - ich fühle mich hier wohl und sehr
      gut aufgehoben. Nicht alles kann mit Geld bezahlt werden.

      Und wie viele Bücher soll ich lesen, um monatlich 500 Euro zu bekommen?! Ich glaube der Tipp ging etwas daneben.

      Mein Frust - richtet sich einmal mehr gegen den Gesetzgeber!

      Der Gesetzgeber ist in Ihrem Fall wirklich der falsche Adressat für Ihren Frust.

      Dass Ihre Situation nicht einfach ist, liegt auf der Hand. Eine Ehescheidung ist ein großer Einschnitt im Leben jedes Menschen. Es ist nur natürlich, dass Sie deswegen frustriert sind und eine Fülle von negativen Gefühlen empfinden.

      Andererseits ist Ihre Lage heute fast der Normalfall. In den neunziger Jahren habe ich mehr als ein Jahrzehnt in einer Reihenhaussiedlung gelebt. Der Reihe nach gingen in den vier Häusern unserer unmittelbaren Nachbarschaft die Ehen auseinander. Alle vier Häuser wurden verkauft. Anders geht es nicht.

      Ich selbst habe ebenfalls vor über zwöf Jahren eine Ehescheidung hinter mich gebracht. Deshalb weiß ich, wovon ich spreche.

      Es ist wirklich für ein neues Leben das Beste, wenn man auch in einer neuen Wohnumgebung startet. Heute bin ich schon seit sechs Jahren wieder verheiratet und lebe ein völlig anderes Leben als in meiner ersten Ehe.

      Glauben Sie mir: Ihr Leben ist noch lang genug, um völlig neue Perspektiven zu entwickeln.

      Noch etwas zu Ihrer Geldanlage: Mein Tipp ging überhaupt nicht daneben. Nach einer Bundesbank Studie gehören Sie mit einem Nettovermögen von über 100.000 € zu den reichsten 50 % der Bevölkerung. Die Hälfte der Menschen in Deutschland hat pro Haushalt ein Vermögen von weniger als 60.400 €. Zu diesen Leuten gehören sie nicht mehr.

      Das müssen Sie erkennen und erst einmal verarbeiten.

      Um 500 € monatlich zur Verfügung zu haben, brauchen Sie einen Kapitalertrag von 6.000 € jährlich. Dazu ist bei ihrem Vermögen eine Rendite zwischen fünf und sechs Porzent erforderlich. Mit einer vernünftigen Anlage in Aktien ist eine solche Zielgröße durchaus erreichbar.
    • RaphaelP schrieb:

      Meine Nachfragen bei Dt. Bank und anderen Großbanken ergaben jedoch tatsächlich, dass diese bis zu einer Gesetzesänderung o.Ä. nicht mehr Baufinanzierungen für Personen mit Fremdwährungsverdienst machen.
      Daran lässt sich erkennen, dass Banken heutzutage nur noch aus Angst zu bestehen scheinen. Nach der Gesetzeslage geht die Bank keinerlei Fremdwährungsrisiko ein. Der Kreditnehmer hat nur seit kurzem das Recht, bei einem Fremdwährungsdarlehen eine Umwandlung in seine eigene Währung zu verlangen, Wenn durch eine Kursveränderung der Restschuldbetrag um mehr als 20 % gestiegen ist (§ 503 Abs. 1 Satz 2 BGB).

      Die Umwandlung erfolgt jedoch zum Kurswert, der am Tag der Antragstellung gilt. Insoweit hat die Bank kein Kursrisiko. Sie muss nur ihre Refinanzierung synchron anpassen. Das sollte einer Bank jedoch ohne Probleme möglich sein.

      Das Banken heute offensichtlich keinen Mut mehr für solche Finanzierungen haben, lässt tief blicken.
    • muc schrieb:

      RaphaelP schrieb:

      Meine Nachfragen bei Dt. Bank und anderen Großbanken ergaben jedoch tatsächlich, dass diese bis zu einer Gesetzesänderung o.Ä. nicht mehr Baufinanzierungen für Personen mit Fremdwährungsverdienst machen.
      Daran lässt sich erkennen, dass Banken heutzutage nur noch aus Angst zu bestehen scheinen.

      [...]

      Das Banken heute offensichtlich keinen Mut mehr für solche Finanzierungen haben, lässt tief blicken.
      Hallo @muc

      ich glaube neben der Angst kommt noch etwas anderes dazu:

      "Mut" muss man sich leisten können - und zwar im finanziellen Sinne: Was bleibt denn einer Bank von einem Darlehen mit 1,5% Zins? Bei 200.000€ sind das ja nicht einmal 3.000€ im ersten Jahr - davon wollen sämtliche Provisionen, Infrastruktur, Personal, Kapiatalkosten usw. bezahlt werden. Plus das Ausfallrisiko.

      Die Margen sind inzwischen so schmal geworden, dass jede Sonderlocke, die in irgendeiner Form die Komplexität - und damit die Prozesskosten - erhöht, genau deswegen nicht gemacht wird.

      Bei mir war die Bank zumindest so ehrlich zu sagen: Mindestens 300.000€, besser 500, sonst lohnt sich der Aufwand für uns nicht, Sie als Selbständigen zu prüfen - und als Selbständiger muss ich ja eh schon 0,3-0,6% mehr zahlen.

      VG,
      Elias
    • Sparkassen und Volksbanken sehen in der Wohnimmobilienkreditrichtlinie ein Problem, die Deutsche Bundesbank nicht: faz.net/aktuell/finanzen/meine…-sparkassen-14428265.html

      Spannend! Im Artikel werden außerdem weitere Positionen vorgestellt.

      Außerdem bezieht der Verbraucherzentrale Bundesverband Stellung:

      vzbv.de/dokument/kritik-neuem-eu-wohnkreditrecht-vorschnell
    • Ich habe eine Frage zu Hypothekendarlehen. Im Rahmen einer Scheidungsauseinandersetzung brauche ich ein zusätzliches Darlehen um meine Ex auszahlen zu können. Der bisherige Hypothekengeber, die Allianz, weigert sich mir ein neues Darlehen zu geben. Gleichzeitig weigert er sich aber das bisherige Darlehen, das zum größten Teil bezahlt ist, freizugeben, d.h. Meine Kündigung zu akzeptieren. Jetzt kann ich mich nicht scheiden lassen. Wissen Sie dafür eine Lösung die die Allianz raus wirft.