Quo vadis Kapitalmärkte

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    • Die große Verunsicherung
      Zahlreiche Börsenexperten warnen seit Längerem vor einer „scharfen Korrektur“ von 10 bis 15 %. Prognosen ohne Wert, denn an den Börsen sind Rückschläge von 20 % und mehr jederzeit möglich und der genaue Eintrittszeitpunkt ist praktisch nicht bestimmbar, so Peter E. Huber von Starcapital
      -> starcapital.de/files/publikati…i2017_ohne_Factsheets.pdf
    • Danke @Oekonom dass Du immer diese Artikel verlinkst. Oft kann man einfach nur Schmunzeln. Dieses ständige Warnen vor Korrekturen... Ja klar kommen die. So sicher wie es morgen wieder hell wird. Nur wann und wie lange weiß niemand. Und wer behaupte er wüsste es lügt sich selbst und andere in die Tasche.

      Da kaufe ich mir lieber ne Glaskugel bei Ikea. Mit der können wenigstens noch meine Kinder spielen :D

      Bestes Beispiel für keine fehlgeschlagene Marktterminierung bin ich selbst:
      Habe bisher in 2017 keinerlei Titel gekauft, weil ich auf die Korrektur gewartet habe, die logischerweise kommt. Vor 3 Tagen wars mir zu blöd und ich habe zwei Titel die mich schon lange reizen nämlich Gilead und Coloplast gekauft. Seit dem sinken weltweit die Kurse... war irgendwie klar aber so what... in 10 Jahren, wenn nicht grade n Atomkrieg oder ne Zombieapokalypse dazwischen kommt wird der Kurs trotzdem höher sein.

      Aber durch mein Verhalten habe ich n halbes Jahr Dividende verpasst.

      Kann Euch nur anbieten, meine Käufe immer ins Forum zu stellen, weil Ihr dann gleich im Anschluss auf fallende Kurse setzen könnt :P
    • Hallo, @RaphaelP,

      long time no see! Schön mal wieder was von dir zu lesen.

      Mach' dir bezüglich Gilead und Coloplast keinen Kopf!
      Beide Titel sind top. Coloplast habe ich auch im Portfolio und Gilead hat meine Frau.

      Gelegentliche Rücksetzer sind auch bei äußerst guten Aktien normal und kommen immer wieder mal vor.
      Don't worry. Wie du selbst schon schreibst: in 10 Jahren bist du froh über deinen Kauf in 2017.
    • Danke für die nette Wiederbegrüßung @muc :)

      Ja dieses Jahr ist sehr stressig beruflich, komme daher kaum noch zum Schreiben, hoffe es wird mal wieder besser, weiß ja Selbst und Ständig...

      Logisch bin ich von den Titeln überzeugt, sonst hätte ich die nicht in einer Hochkursphase gekauft. Denn wie Du weißt, bin ich ja ein Anhänger von Joachim Brandmaier und der "Jeder Tag ist Kauftag" These. Denn ich kaufe nur solide Unternehmen und keine Spekulationsobjekte weil mich der kurzfristige Kursgewinn nicht interessiert und was soll ich sagen: Es funktioniert einfach und ist recht entspannt.
      Das "Jeder Tag ist Kauftag" muss ich nur noch selbst besser verinnerlichen, dann hätte ich schon die ein oder andere Dividendengutschrift mehr und wäre nicht sinnlos auf unverzinstem und uninvestiertem Geld gesessen, weil ich meinte ich kann mit irgendeinem Timing ein paar % mehr rausschlagen...
    • In dem Fall richtig, Gilead habe ich aber genau deswegen gekauft weil se so eingeknickt sind und ich das Unternehmen ansich gut finde und an die Trendwende glaube.

      Bei vielen anderen Titeln habe ich aber auf ähnliches gewartet und hätte wenn ich als die Entscheidung für den Kauf ansich gefallen war gleich gekauft hätte noch einiges an Kursgewinn und Dividende mitgenommen.

      Ich behaupte auf jeden "Glücksfall" kommen mindestens 5 missglückte Terminierungen, aber die Erfahrung muss jeder eben erst mal machen :)
    • RaphaelP schrieb:

      Bei vielen anderen Titeln habe ich aber auf ähnliches gewartet und hätte wenn ich als die Entscheidung für den Kauf ansich gefallen war gleich gekauft hätte noch einiges an Kursgewinn und Dividende mitgenommen.
      Ich will jetzt hier kein neues Fass aufmachen. Deine Einschätzung ist natürlich (im Rückblick!) korrekt, genauso wie die These "Jeder Tag ist ein Kauftag" nur deshalb so viel Charme hat, weil wir eben seit fast 10 Jahren einen unglaublichen Aufwärtstrend hatten, den selbst Optimisten wohl so nicht in die Zukunft schreiben. Wenn man sich mal Börsenperioden ansieht, die über einige Jahre in einem Korridor von +/- 20 Prozent schwankten, dann hat die These schon deutlich weniger Charme. Aber wie schon an anderer Stelle in Aussicht gestellt, diskutiere ich das gerne wieder im Detail, wenn der Trend mal gebrochen ist. Klar ist aber schon heute, was die teilweise unreflektierten Daueroptimisten dann (als alternativlos) predigen werden (müssen): Verlustphasen kann / muss man aussitzen. Hoffentlich können das dann auch alle mittels Geduld und zugehörigen Nerven!
    • Danke @Altsachse :)

      @Oekonom ich lasse bei dem Thema jedem seine Meinung. Ich kann auch Deine nachvollziehen. Natürlich stimmt es, dass der Anstieg beispiellos ist. Man könnte jetzt die EZB etc dafür verantwortlich machen, spielt alles mit rein. Wenn man aber mal über die 10 Jahre rausgeht und 50 Jahre anschaut, gings trotzdem von links unten nach rechts oben.

      Das mit dem Verluste aussitzen mag je nach Persönlichkeit dem ein oder anderen leichter oder schwerer fallen. Schlussendlich sind wir uns aber glaube ich einig, dass das man das an der Börse schon immer können musste. Wer das nicht kann ist vielleicht hier wirklich nicht richtig investiert und sollte beim Tages- und Festgeld bleiben.

      Deshalb ist die Börse aber trotzdem nicht nur was für "Reiche", wie mancherorts gerne polemisch behauptet wird.
    • Top-Ökonom Gordon: "Das könnte der US-Börse das Kreuz brechen"
      Robert Gordon erwartet in den kommenden zwei Jahren eine "signifikante Korrektur" an der Wall Street – und nennt einen möglichen Auslöser. Harvard-Ökonom Martin Feldstein betont, dass ein solcher Kursrutsch auch andere Märkte in die Tiefe ziehen wird.
      -> fondsprofessionell.de/news/ueb…rechen-135031/newsbild/2/

      Dabei finde ich folgende Aussage interessant, die auch Basis meiner aktuell eher skeptischen Haltung ist:

      ""Das Kurs-Gewinn-Verhältnis am US-Aktienmarkt liegt inzwischen 70 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt."
    • Alles nicht falsch.

      Aber was mache ich denn jetzt bis die viel geprisene Korrektur kommt? Einfach kein Geld mehr anlegen? Aufm Tagesgeld oder dem Giro parken? Oder auf Auxmoney verleihen?

      Und was mache ich wenn sie dann endlich da ist? Alles schnell verkaufen oder nachkaufen? Ich tendiere zu nachkaufen, zumindest bei Unternehmen die man ansich gut findet. Aber da dann wieder den Tiefpunkt erwischen. M.E. unmöglich, man kauft entweder zu früh oder zu spät. Wenn man sich von Emotionen treiben lässt macht man denke ich immer Fehler. Aber schwierig ist es, klar. Denn der Herdentrieb ist auch an der Börse nicht zu vernachlässigen.

      Die Gewinner werden m.E. die sein, die jetzt viel Geld parken und im Fall der "großen Korrektur" dann im großen Stil einsteigen. Wo auch immer...
    • RaphaelP schrieb:

      Einfach kein Geld mehr anlegen? Aufm Tagesgeld oder dem Giro parken?
      Wäre zumindest eine Überlegung wert. Zumindest kein neues, sofern man welches hat

      RaphaelP schrieb:

      Und was mache ich wenn sie dann endlich da ist? Alles schnell verkaufen oder nachkaufen?
      "Natürlich" nachkaufen, aber nicht jeder hier hat wohl so viel monatlich frei verfügbare Liquidität, dass das Nachkaufvolumen in einem merklichen Verhältnis zum bisher investierten steht und daher kann es schon Sinn machen, in Marktphasen, in denen fast alle Paramter auf historisch hohem oder höchstem Niveau liegen, die Cashquote aufzustocken, in dem zumindests frei verfügbare (neue) Liquidität nicht sofort investiert wird.

      RaphaelP schrieb:

      Aber da dann wieder den Tiefpunkt erwischen. M.E. unmöglich, man kauft entweder zu früh oder zu spät.
      Klar, dann braucht es Mut und Disziplin. Dann muss man sich entscheiden, ob man an "never catch a falling knife" oder "kaufen wenn die Kanonen donnern" glaubt. Ich bevorzuge zweiteres und wenn dein "links unten und rechts oben" weiterhin funktioniert, dann ist es deutlich besser, in fallenden Märkten und in Raten (auch zu früh oder etwas zu spät) zu kaufen als in schon stark gestiegenen Märkten.

      RaphaelP schrieb:

      Wenn man aber mal über die 10 Jahre rausgeht und 50 Jahre anschaut, gings trotzdem von links unten nach rechts oben.
      Dieses Argument gefällt mir gar nicht, weil es eben im Zweifelsfall immer verlängert wird. Im letzten Jahrtausend waren die 10 Jahre gesetzt, als die Hürde gerissen wurde, hat man halt 15 Jahre daraus gemacht. Diese Hürde wird m.E. in diesem Jahrzehnt noch gerissen werden. Kein Problem bei dieser Argumentationskette. Dann erhöht man eben auf 20 Jahre. Deine 50 Jahre sind dann wohl irgendwo das Ende dieser Argumentation. Wäre mal interessant, hier eine Umfrage zu machen, welchen Anlagehorizont die Foristen hier für realistisch und "erträglich" halten.

      Das mit den Aktien und den 50 Jahren ist für mich so, als wenn ein Raucher den Aufdruck auf seiner Zigarettenschachtel mit den Worten kommentiert "langfristig sind wir alle tot". Beide Aussage sind für mich ähnlich intelligent.

      RaphaelP schrieb:

      Das mit dem Verluste aussitzen mag je nach Persönlichkeit dem ein oder anderen leichter oder schwerer fallen.
      Das ist aber ein entscheidender Punkt bei der Frage, ob Aktien langfristig eine gute Anlage sind. In meinen Augen kann man nicht undifferenziert aus empirischen Daten zur Wertentwicklung ("langfristig waren Aktien bisher die beste Anlage") eine pauschale Anlageempfehlung ableiten ohne das Verhalten von Anlegern in diesem Märkten zu berücksichtigen. Und auch hier gibt es genug empirische Daten, wie sich Anleger in Verlustphasen verhalten, dass sie diese eben oft nicht aushalten und verkaufen. Dann hilft es nix, dass es langfristig doch gut gewesen wäre. Das eine geht meiner Meinung nicht ohne das andere zu berücksichtigen. Heute nennt man das wohl Behavior Finance, also die Berücksichtigung von menschlichem Verhalten in wirtschaftlichen Situationen.
    • Oekonom schrieb:

      Wäre zumindest eine Überlegung wert. Zumindest kein neues, sofern man welches hat
      Tja, nach dem Trump-Boom habe ich mich entschlossen nur umzuschichten und erst nach einem Rücksetzer wieder zu kaufen. Seither ist der DAX von rund 11.000 über das Allzeithoch auf aktuell 12.400 gestiegen und ich warte immer noch auf die Kaufmarke. Für die MSCI World Investoren hier ist es durch die Dollar-Abwertung +/+ 0, die Kaufmarke ist es aber immer noch nicht, dazu müsste es mMn einen Rückgang von 15 - 30% geben.

      Ich werde jetzt für meine Kinder über den Sommer einen Sparplan machen in der Hoffnung ein paar Sommer-Tiefs mitzunehmen, Ausführungstermine jeweis am 15. von Juli bis Oktober.
    • Hat es einen tieferen Sinn, warum hier regelmäßig Quellen mit ein und derselben Meinung verlinkt werden?

      Oekonom schrieb:

      Kater.Ka schrieb:

      Tja, nach dem Trump-Boom habe ich mich entschlossen nur umzuschichten
      Ich bin fest davon überzeugt, dass es nach dem Trump-Effekt auch den Trump-Defekt geben wird. ;)
      Ich bezweifle schon, dass es jemals einen Trump-Effekt gegeben hat.
      Wie kommst Du darauf? Haben Experten das geschrieben?