Quo vadis Kapitalmärkte

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    • Quo vadis Kapitalmärkte

      Hier können persönliche Meinungen oder Hinweise auf Einschätzungen von Kapitalmarktexperten kundgetan werden. Sinn und Zweck soll der Austausch von Meinungen und persönlichen Einschätzungen sein. Nicht unbedingt gewünscht ist missonarische Überzeugungsarbeit zu tatsächlichen oder vermeintlich unumstößlichen Wahrheiten, sondern lieber eine Vielfalt von Einschätzungen zur persönlichen Meinungsbildung.
    • Hier ein erstes Beispiel:

      Kapitalmarktbriefe der Allianz Global Investors:
      - de.allianzgi.com/-/media/Allia…ofaktisch-DE.pdf?la=de-DE
      - allianzglobalinvestors.de/MDBW…12eb577f786a998b2b2webweb

      oder zum Beispiel die Einschätzung von Ethenea:
      " 2017 ist Wahlkampfzeit in Europa und populistische Parteien machen überall von sich reden. In den USA wiederum geht es darum, was folgt, wenn die Wahlkampfrhetorik vorbei ist. Ist es also eine Frage der Zeit, bis es zu einem Druckverlust an den Börsen kommt und sich die Marktteilnehmer wieder auf die Fakten besinnen…"
      ethenea.com/eo/media?id=3484
    • Ich bin ja bei einem Service bei Godmode angemeldet und höre mir jeden Montag um 1900 das kostenlose Webinar an:

      Zusammengefasst ist die Einschätzung der diversen Experten, dass 2017 ein Anstiegsjahr ist, es um den 15.03. erst mal in eine deutliche Korrektur kippt, nach der Sommerpause dann auf neue Höhen gebt (würde auch der Saisonalität entsprechen).

      Der Chef-Analyst von Godmode, Harald Weygand, spricht übrigens auf den diversen Börsentagen zu diesem Thema, u.a. kommenden Samstag in Düsseldorf. anlegertag.de/ Man kann sich dort mehrere Meinungen zum Thema abholen s. Vortragsprogramm. Ähnliche Veranstaltung noch im März in München, im April die Invest in Stuttgart.

      Interessant finde ich immer die Kolumne von Ken FIsher in Focus Money: er stellt die (moderate) Zinserhöhung als Chance dar dass es aufgrund der sich normalisierenden Zinsstrukturkurve zur Mehrvergabe von Krediten kommt.
    • Kater.Ka schrieb:

      Interessant finde ich immer die Kolumne von Ken FIsher in Focus Money:
      Wobei ich Focus Money an sich schon als ein eher fragwürdiges Medium empfinde. Wer wöchentlich zahllose Tipps gibt, kann am Ende des Jahres immer eine tolle Liste veröffentlichen mit dem Tenor "wer auf Focus Money hört, kann viel Geld machen".

      Erinnert mich irgendwie an den Effecten Spiegel zu Zeiten von Bolko Hoffmann. Diese Woche wird ein Call auf den US-Dollar empfohlen. In zwei Wochen dann ein Put. Wenn sich der Dollar dann bis Ende des Jahres irgendwie halbwegs verändert hat, kommt die wenig überraschende Meldung "Mit dieser Empfehlung hätten Sie 297,5% gemacht".

      Unschön an Focus Money finde ich auch, dass zB bei Fondsempfehlungen oft die Performance von institutionellen Tranchen verwendet werden - ohne weiteren Hinweis. Es wurde mal ein wirklich toller High Yield Fonds empfohlen, Mindestanlage 500.000 Euro, eine Retail-Tranche war in Deutschland nicht zum Vertrieb zugelassen. Meine Frage an die Redaktion, welchen Sinn solche Empfehlungen haben, wurde zumindest ehrlich beantwortet: "Ja, wirklich schwierig, den Fonds zu kaufen".

      Aber die Kolumne von Ken Fisher ist wirklich lesenswert - dafür reicht es aber, alle zwei Wochen in die Bibiliothek zu gehen. Man muss das Blatt nicht unbedingt kaufen.
    • Oekonom schrieb:

      Wobei ich Focus Money an sich schon als ein eher fragwürdiges Medium empfinde
      Deswegen habe ich kein Abo mehr.

      Oekonom schrieb:

      Wer wöchentlich zahllose Tipps gibt, kann am Ende des Jahres immer eine tolle Liste veröffentlichen mit dem Tenor "wer auf Focus Money hört, kann viel Geld machen".
      Das ist ein grundsätzliches Problem bei allen Anlagezeitschriften und Börsendiensten. Seriöser sind da solche Dienste die Musterdepots veröffentlichen, allerdings habe ich da auch schon Manipulationen hinsichtlich der angewandten Kurse gesehen.
    • winter schrieb:

      Wir warten jetzt auf dieses Datum und kaufen dann.
      Wer ist wir?

      Wenn es hier um langfristige Geldanlage aus monatlichem Überschuss geht - das ist mein Bild der Fragenden in der Community - sind die Aussagen irrelevant.

      Wenn es um größere Beträge geht gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit dass ein Kauf im Oktober und ein Verkauf im Juli ganz gut ist. Da kommt übrigens das sell in may and remember to come back in september her. s. seasonalcharts.de/

      Wenn man wie ich auch mal gerne Positionen nur einige Stunden bis einige Tage hält ist es gerade nicht so angezeigt auf Gesamtmarktebene spekulativ long zu sein - kann aber auch falsch sein und der Markt dreht nach dem 15.03. (Schuldenobergrenze USA) oder 17.03. (1. großer Verfallstag aka Hexensabbat) nach oben.
    • Kann, muss aber nicht sein. Für Anleger, die bisher aus eher unspezifischen Gründen "Risiko" per se abgelehnen, kann folgende Überlegung durchaus sinnvoll sein:

      "Personen, die unbesehen sämtliche Anlagerisiken meiden, werden wahrscheinlich einige attraktive Gelegenheiten an sich vorbeiziehen lassen. In unseren Augen kann es hilfreich sein, ein gewisses Risiko einzugehen, sollen die finanziellen Ziele erreicht werden.Der Schlüssel ist es sicherzustellen, dass die Kompensation für das Risiko angemessen ist."
    • Oekonom schrieb:

      noch was für die Skeptiker:

      Gold, Geld und Illusionen – Die Tragödie unseres Währungssystems

      mack-weise.de/pdf/Studien/Gold…hrungssystems_04.2016.pdf
      Auch aufschlussreich sich die Verläufe der von den Herren geführten Fonds M&W Capital und M&W Privat anzuschauen und deren Aussagen vor dem Hintergrund des bisher Erreichten zu bewerten. Vielleicht tritt das skizzierte Szenario (irgendwann) ein und dann wendet sich das Blatt für die Fonds. Bisher hätte man allerdings eine äußerst schwache Performance gehabt...

      mack-weise.de/m-w-capital/
      mack-weise.de/m-w-privat/
    • justBfree schrieb:

      Bisher hätte man allerdings eine äußerst schwache Performance gehabt...
      Das liegt ja auf der Hand, weil das Szenario noch nicht eingetreten ist. Bisher gilt immer noch, dass es wenig sinnvoll ist, gegen die Notenbanken zu spekulieren. Dass das Modell trotzdem funkionieren kann, hat sich in den Zeiten gezeigt, wenn Gold deutlich steigt:



      Nichtsdestotrotz hat diese Überzeugung die Anleger seit 2008 viel Geld gekostet:

    • Im Mittel geht’s uns mittelprächtig

      "Mittelwerte können sehr nützlich sein. Wie andere Werkzeuge auch sollte man sie aber nicht zweckentfremden. Gerade die Verkäufer von Finanzprodukten nutzen den Mittelwert oft auf schlichte Art und Weise um ihre Produkte zu bewerben. Ob dies absichtlich oder aus Unwissenheit geschieht, mag fallabhängig sein. Auf das Resultat hat es keinen Einfluss.

      Dummerweise ist der Mittelwert für den Ertrag einer Geldanlage zwar interessant, aber nicht zwingend.... da man beispielsweise die nächsten zwanzig Jahre nur einmal erlebt und nicht eintausend Mal... Allein das Ergebnis der kommenden einmaligen zwanzig Jahre ist relevant."

      cashkurs.com/kategorie/aktienw…ehts-uns-mittelpraechtig/
    • Oekonom schrieb:

      Im Mittel geht’s uns mittelprächtig
      Interessant, auch wenn der Artikel vor formalen Fehlern nur so strotzt. Interessant wäre eine statistische Einordnung der Gewinne über die rollierenden 20-Jahre-Perioden. Also: wie oft war welche Gewinnspanne per buy-and-hold zu erreichen. So hat man evt. einen womöglich extrem seltenen Einzelfall mit -11% herausgegriffen. Ein Schelm wer dahinter ein Bashing der buy-and-hold Strategie und somit indirekte Werbung für das hauseigene (aktive) Produkt vermuten würde...
    • justBfree schrieb:

      Interessant, auch wenn der Artikel vor formalen Fehlern nur so strotzt.
      Die Idee war und ist hier, verschiedene Meinungen kund zu tun. Dabei ist natürlich auch Raum für Nörgler. Aber wenn du hier regelmäßig was kritisierst, dann wäre es natürlich hilfreicher, es richtig zu stellen und nicht selbst Bashing zu betreiben.

      justBfree schrieb:

      So hat man evt. einen womöglich extrem seltenen Einzelfall mit -11% herausgegriffen.
      Nein, wenn du den Artikel sorgfältig gelesen hättest, steht da ganz eindeutig, dass die Grafik den "besten" und den "schlechtesten" Wert zeigt. Interessant wäre hier aber tatsächlich eine Häufigkeitsverteilung.

      justBfree schrieb:

      Ein Schelm wer dahinter ein Bashing der buy-and-hold Strategie und somit indirekte Werbung für das hauseigene (aktive) Produkt vermuten würde...
      Was hat ein von dir unterstelltes Bashing mit dem hauseigenen Produkt (von wem?) zu tun? Das Bankhaus Rott ist ein Pseudonym. Und die Entscheidung ob Einmalanlage oder Sparplan ist unabhängig vom gewählten Produkt. Die kann dann jeder wie er will mit dem Produkt seiner Wahl umsetzen.
    • Wer den Beitrag im dortigen Forum sorgfältig list wird die formalen Fehler erkennen. Ich werde jetzt nicht anfangen zu erklären, dass die Farben im Diagramm vertauscht bzw. die Beschriftung falsch sind etc. etc. Formale Fehler eben. Ich bin nicht der Korrekturleser für den Schreiber. Wer schreibt sollte das eben sorgfältig tun, sonst darf man das auch schlicht kritisieren wenn es nicht der Fall ist. Und die Freiheit habe ich mir genommen und werde ich mir auch weiterhin nehmen.

      Oekonom schrieb:

      Nein, wenn du den Artikel sorgfältig gelesen hättest, steht da ganz eindeutig, dass die Grafik den "besten" und den "schlechtesten" Wert zeigt. Interessant wäre hier aber tatsächlich eine Häufigkeitsverteilung.
      Tja, das "herausgegriffen" war vielleicht missverständlich. Das war nicht als aktive Auswahlmethode gemeint. Gemeint war schlicht, dass -11% (und ähnliche Werte) vermutlich ein extem seltener Fall ist.

      Eine einfache Google-Bildersuche fördert denn auch schnell die gewünschte umfangreichere Betrachtung der rollierenden 20-Jahres-Renditen zutage, und bestätigt meine Vermutung: Einzelfall.
      Auch mit nur einem Jahr Wartezeit hätte sie Sache für den Anleger schon wieder anders ausgesehen. Der Beitrag vermittelt durch das Weglassen relevanter Informationen ein unvollständiges Bild des Risikos. Ohnehin hat der Artikel aufgrund der beiden herausgegriffenen Exremfälle praktisch keine Aussagekraft. Was sollte man mit dieser Information anfangen ohne die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten zu kennen? Das kann man jetzt als Nörgeln auffassen, oder schlicht als Tatsache sehen und den Forumsbeitrag in die Rundablage befördern und sich nach vollständigeren Informationen umsehen.

      Oekonom schrieb:

      Was hat ein von dir unterstelltes Bashing mit dem hauseigenen Produkt (von wem?) zu tun? Das Bankhaus Rott ist ein Pseudonym. Und die Entscheidung ob Einmalanlage oder Sparplan ist unabhängig vom gewählten Produkt. Die kann dann jeder wie er will mit dem Produkt seiner Wahl umsetzen.
      Der kurze Blick auf den Beitrag machte auf mich fälschlicherweise den Eindruck, dass er unmittelbar auf der Hompage des Fondsanbieters veröffentlicht worden wäre. Er stammt aber nur aus dem dort angeschlossenem Forum. Das erklärt wohl auch die schlechte Qualität.

      Mein Gedanke war folgender...ein aktiver Fondsmanager könnten durchaus für sich in Anspruch nehmen den Aktienmarktzyklen nicht derart ausgeliefert zu sein wie der (passive) ETF-Anleger der mit -11% nach 20 Jahren darstehen könnte. Und nur für den passsiven ETF-Anleger - wenn überhaupt - hat das gezeigte Diagramm eine Aussagekraft. Aktive Fonds könnten sonstwas erwitschaftet haben in dieser Zeit, das ist völlig offen. Von daher macht es selbstredend eine großen Unterschied ob ich in einen aktiven Fonds investiere oder eben in ETFs anspare und schlicht halte (und schlicht die Indexfahrt mitmache). Das gezeigte Diagramm könnte man also auch so verstehen: "Sieh an wo du nach 20 Jahren passiver ETF-Anlage landen kannst, also spar doch lieber in aktiven Fonds!". Das wiederum wäre wohl durchaus als Werbung für aktive Fonds zu vestehen gewesen - wenn der Beitrag denn auf der Hompage gestanden hätte bzw. vom Fondsmanagement publiziert worden wäre. Von wem der Beitrag geschrieben wurde ist in diese Betrachtung irrelevant.


      Oekonom schrieb:

      Die Idee war und ist hier, verschiedene Meinungen kund zu tun.
      Zudem stellt der Beitrag auch gar keine Meinung zum weiteren Martverlauf dar. Passt also auch gar nicht zum Thema in diesem Faden. Vielmehr vermittelt er schlicht einen falschen Eindruck vom Martkrisiko. Und das ist Kern meiner wohlbegründeten Kritik die ich aufrecht halte.
    • Meinung ist an den Kapitalmärkten tödlich. Und außerdem kann ich nicht unbedingt selbst mit einer guten Prognose etwas anfangen. Wie mache ich als Privater Geld damit, wenn ich exakt vorhersage, dass Europa, Euroland, Deutschland oder Unterfranken in 2017 um genau 1,9375526% wächst???? Wo ist die ISIN zu dem Wachstum? Jeder Dödel hat ne Meinung zu Gold oder EUR vs. USD. Aber kauft doch mal nen gescheites Wertpapier, dass euch AUF BASIS EURER PROGNOSE!!!! einen Gewinn abwirft! Da sind die ganzen Theoretiker plötzlich blank. Und am Ende landen sie doch alle bei Warren Buffet, weil es der Kerl in Sachen Geld und Werte schaffen einfach drauf hat!