Wie wohnt die Liebe?

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    • Wie wohnt die Liebe?

      Hallo liebe Community!

      Ich hoffe, ich habe durch die Überschrift für ein wenig Neugierde gesorgt... :) Ich bin mir auch klar darüber, dass wir hier nicht bei "Dr. Sommer" sind - aber am Ende des Tages ist mein Thema doch auch eine Finanzfrage... Vielleicht bekomme ich hier die eine oder andere interessante Perspektive aufgezeigt:

      Ich bin 50 Jahre alt und lebe zurzeit in einer einer (...fast abbezahlten...) ETW in toller Lage einer deutschen Großstadt. In sehr absehbarer Zeit müssen also keine Raten mehr gezahlt werden. In dieser Wohnung lebe ich (meistens) alleine. Meine Freundin hat nun das Thema "Zusammenleben" auf die Tagesordnung gesetzt. In der aktuellen Wohnung wäre es möglich - aber für meinen Geschmack zu eng. Bleibt als Alternative eine größere Wohnung oder ein Haus.

      Da ich kein Freund von Miete bin, bleibt als Lösung (...aus meiner Sicht...) nur der Kauf übrig. Verfügbares Eigenkapital wäre zwar da - würde ab nur ca. 15-20% der Kaufsumme abdecken. Alternativ könnte ich natürlich die ETW verkaufen - wenn ich nicht so an ihr hängen würde. In diesem Fall wäre das Eigenkapital natürlich ausreichend.

      Eine andere Idee ist eine Finanzierung mit langer Zinsbindung, die durch Mieteinnahmen gegenfinanziert wird. Hier könnte man auf eine niedrige Tilgung setzen wenn man daran glaubt, dass nach Ablauf der Zinsbindung der Wert des Hauses erhalten geblieben ist.

      Freue mich auf interessante Ideen und Diskussionen! ;) ...mir raucht jedenfalls ganz schön der Kopf! ?( ?( ?( ?(
    • Hallo @Gluecksritter1966

      willkommen im Forum.
      Ich bin ne Ecke jünger als Sie, 35 Jahre, aber das Thema beschäftigt mich aus anderen Gründen auch. Ich schlage folgende Herangehensweise vor.
      1. "Eine ETW in toller Lage einer deutschen Großstadt" würde ich um keinen Preis verkaufen. Vielleicht wollen Sie sich in 20 Jahren wieder verkleinern?

      Folgende Aspekte fallen mir ein zum Thema, was Sie sich leisten können:
      2. 15-20% Eigenkapital reichen, um einen Kredit zu bekommen. Aber bei der Kredithöhe sollte man sich mit 50 Jahren nicht verheben. Manche Bank wird Ihnen ein vielfaches des Eigenkapitals als Kredit geben, wieviele Jahre wollen Sie das abbezahlen, bis 70, 75, 80? Wohl kaum.
      3. Auch die Zinsbindung ist ein Risiko. Wenn sie jetzt niedrige Zinsen vereinbaren und dann 10 Jahre kaum tilgen, sieht das Zinsniveau eventuell völlig anders aus und sie kommen kurz vor Rente in Probleme.
      4. Wie sieht Ihre Einnahmenseite aus? Wann wollen Sie in Rente gehen. Innerhalb 10 Jahre? Mit 67? Wenn man mit 30 ein Haus kauft, kann man mit entsprechendem Einsatz sein Einkommen bis in die 40er gewaltig steigern. Mit 50 ist das schwieriger.
      5. Ich würde eine Summe aus Eigenkapital, Mieteinnahmen der ETW, Gehalt verfügbar für Abzahlung des Kredits erstellen und dann mit diesem Rechner einen Überblick verschaffen, was Sie sich leisten können.
      6. Immer daran denken, dass sowohl die Mieteinnahmen haken können, als auch das Arbeitseinkommen wegfallen kann. Puffer muss sein.
      7. Notfalllösung kann der Verkauf der ETW oder des Hauses sein, da müssten Sie dann sicher sein, dass Sie in jedem Fall ein sorgenfreies Alter nach Verkaufserlös verleben können.

      Soweit von hier.
      Viele Grüße
      Chris
    • Hallo @Gluecksritter1966,
      willkommen im Forum. Sie erwarten nun Ratschläge, leider kann ich damit nicht dienen.
      Ich kann Ihnen aber 2 Beispiele nennen wie das bei uns und bei Bekannten abläuft.
      1. Meine Frau und ich bewohnen ein älteres Einfamilienhaus.Dieses ist unser Eigentum. Dadurch brauchen wir im Alter keine Miete zahlen.
      2. Bekannte von uns sind nicht verheiratet und beziehen beide neben ihrer Rente noch Witwenrente von ihrem verstorbenen Ehepartner. Beide wohnen in getrennten Mietswohnungen. Sie ziehen nicht zusammen, da dann wohl die Witwenrente wegfallen würde. Die Einsparungen bei der Miete würde das wohl nicht ausgleichen.
      Das nur als Anregung, auch wenn es zu Ihren Problem nicht direkt passt.
      Gruß

      Altsachse
    • Hallo @Gluecksritter1966, auch von meiner Seite willkommen im Forum und Respekt für die doch sehr persönliche Frage.

      Ich sehe das so:

      Nochmal überlegen, ob Zusammenleben doch möglich wäre bzw. es mal probeweise tun.

      Die ETW verkaufen würde ich auch nicht außer es besteht die Option des gewollten Ortswechsels, dann diese ETW zu hohem Preis zu verkaufen und im Gegenzug etwas billigeres, größeres kaufen.

      Ansonsten der eigenen Miete doch noch mal näher treten und die eigene Wohnung vermieten mit der Option später sich dorthin wieder zu verkleinern. Vermieten ist mit Risiken verbunden von MIetausfall bis Schäden, das muss man mögen. Hatte ich mal mit unproblematischen Mietern, würde ich mir aber nicht unbedingt mehr an den Hals hängen.

      Eine Finanzierung würde ich nicht noch einmal eingehen, bin wenige Jahre älter und froh dass ich daran nicht mehr denken muss.

      Und wo bleibt die Liebe?

      Ich denke Ihr müsst Euch das so einrichten, dass Ihr Euch damit wohlfühlt. Geld ist dann erst an zweiter Stelle. Kritisch wird es dann wenn man sich Lasten aufbürdet, aus denen man schwer und nicht schnell herauskommt.
    • Hallo @Gluecksritter1966,

      Ich schließe mich Kater.Ka an.

      Frage: Wie alterstauglich ist die Wohnung? Ist sie dafür wirklich eine Option?

      Das Zusammenleben auszuprobieren ist ein guter Ansatz. Entweder in Ihrer Wohnung oder in einer gemieteten.
      Dann kann weiter gedacht werden.

      Nur würde ich sagen:
      Verkaufen und in etwas Neues mit einem ordentlichen Partnerschaftsvertrag starten.