Gemeinschaftskonto Erfahrungen + zusätzlich eigenes Girokonto bei gleicher Bank

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    • Gemeinschaftskonto Erfahrungen + zusätzlich eigenes Girokonto bei gleicher Bank

      Hallo liebe User,

      ich habe eine Frage zum Gemeinschaftskonto.

      Mein Mann und ich nutzen aktuell für die gemeinsamen Ausgaben meistens sein Girokonto. Gleichzeitig nutzen wir eine Excel Datei um einen Überblick über die Ausgaben zu behalten. Auf Dauer ist das aber ziemlich umständlich.

      Ich möchte daher ein Gemeinschaftskonto eröffnen. Gleichzeitig wollen wir aber unser bestehendes Konto beibehalten. Das Gemeinschaftskonto soll daher unbedingt kostenlos sein.

      Momentan ist mein Konto noch bei der Postbank aber da habe ich sehr viele Probleme. Daher möchte ich dieses auch wechseln.

      Kann man eigentlich ein eigenes Girokonto und ein zusätzliches Gemeinschaftskonto bei einer Bank haben? Habt ihr da schon Erfahrungen?

      Wie sieht es generell mit dem Schufa-Eintrag aus? Bekommt man irgendwie einen “negativen Eintrag” wenn man mehrere Girokonten hat? Ich hätte dann ja in kürzester Zeit 3 Konten (Altes Postbank, Neues eigenes Konto, Neues Gemeinschaftskonto).

      Danke für eure Hilfe und Einschätzung :)
      Pia
      Website die mir geholfen hat meine Entscheidung über ein Gemeinschaftskonto zu finden. :thumbsup:
    • Meine Frau und ich haben ein gemeinsames Konto für die allgemeinen Lebenshaltungskosten.
      Da zahlt jeder einen festen Betrag monatlich per Dauerauftrag ein.

      Zusätzlich hat jeder seine "Privatschatulle".
      Wenn ich mir die Haare schneiden lasse oder mir einen Anzug kaufe, zahle ich das von meinem Konto.
      Gleiches gilt entsprechend für die persönlichen Ausgaben meiner Frau.

      Insgesamt ist diese "Drei-Konten-Modell" meines Erachtens sehr sinnvoll und trägt zu guten Eheklima bei.

      Ich habe zusätzlich bei der Bank, bei der unser gemeinsames Konto unterhalten wird, ein persönliches Girokonto.
      Ferner habe ich bei drei anderen Banken ingesamt vier weitere Girokonten für Wertpapiererträge, Mieteinkünfte und meine freiberuflichen Einnahmen. Insgesamt komme ich insoweit auf sechs Konten, vier Kreditkarten und ein Girokonto in den USA.

      Gerade wenn jemand selbstständig ist, ist die Trennung von geschäftlichen und privaten Konten dringend zu empfehlen.
      Auch die Mieteinnahmen sollten auf ein separates Konto laufen. Das erleichtert die Buchhaltung für die Steuererklärung ganz erheblich.

      Ich kenne zwar die Geheimnisse der Schufa nicht. Aber mein Schufa-Score ist schon ziemlich hoch.
      Deshalb glaube ich nicht, dass die Anzahl der Girokonten eine Rolle spielt.

      Wenn man jedoch auf den verschiedenen Girokonten Kreditlinien hat, werden diese der Schufa mitgeteilt.
      Auch wenn sie zurzeit gerade nicht genutzt werden. Aber eine Dispo-Linie kann ja jederzeit ohne weitere Absprache belastet werden. Sie ist deshalb aus der Sicht des Gläubigers eine Eventualverbindlichkeit, die er miteinbeziehen muss.
      Das fließt sicherlich auch in den Score der Schufa ein.
    • Hallo @pia1990

      Wilkommen!
      Ja, man kann mehrere Konten bei der selben Bank haben. Beispiel DKB oder Comdirect. Bei DKB braucht es 700 Euro Geldeingang (nicht unbedingt Gehalt sondern allgemein Geld!). Bei Comdirect ist die Auswahl der Geldautomaten begrenzt. Gibt natürlich auch andere kostenlose Banken.

      Schufa wird insbesondere von Dispo und Kreditkarte beeinflusst. Das musst du in Kauf nehmen oder drauf verzichten.
    • Danke für die schnelle Rückmeldung.

      Ok. Das klingt ja schon mal ganz positiv. Wow insgesamt 6 Girokonten. Dann wären unsere drei ja gar nichts dagegen :)


      Wir müssen überlegen welcher der richtige Anbieter ist. DKB oder comdirect wurden mir aus dem Freundeskreis empfohlen. Zumindest sind diese kostenlos. Ich kann aber auf den Webseiten nicht wirklich eine Info finden ob man zwei Konten gleichzeitig haben kann (Gemeinschaftskonto + eigenes Konto). Ich werde da mal direkt anfragen.
      Website die mir geholfen hat meine Entscheidung über ein Gemeinschaftskonto zu finden. :thumbsup:
    • Vorteil Comdirect ist, dass du beide Konten mit einem Login im Auge behalten kannst. Außerdem ist die Website und das Depot besser, falls Wertpapiere gekauft werden sollen.
      Bei DKB ist die Auswahl an kostenlosen Geldautomaten viel größer.

      Letzlich: Altes Konto min 3 Monate weiter laufen lassen. Nichts ist ärgerlicher, als eine zurück gehende Lastschrift. Die kostet locker 30 Euro. Da ist Kontoführungsgebühr billiger.
    • So. Laut comdirect und DKB sollte es kein Problem sein zwei Girokonten zu haben.

      Dann wird es wohl das DKB Gemeinschaftskonto werden, da man bei viel mehr Geldautomaten abheben kann. Die 700 € monatlich sind auch kein Problem.

      Danke nochmal für eure Einschätzung und schnelle Hilfe chris2702 und muc :)
      Website die mir geholfen hat meine Entscheidung über ein Gemeinschaftskonto zu finden. :thumbsup:
    • Das Vorgehen erscheint sinnvoll. Wir selbst haben bei der DKB sowohl Einzelkonten als auch Gemeinschaftskonto.
      Mit der Visa-Card hat man gleich noch die passende Karte für den gemeinsamen Urlaub, ohne Bargeldabhebungs- und Auslandseinsatzgebühren, sofern 700€ monatlich eingehen (gilt ab 12/2017).
      Eine Person sollte aber evtl. ein Konto bei einer anderen Bank haben, aus Diversifizerungsgründen. PSD- und Spardabanken sind in der Regel ganz günstig und zumindest bei ersteren ist die Bargeldversorgung in Deutschland mit der EC-Karte gut und bei VR-Banken meist frei. Bei der DKB gibt es kostenloses Bargeld nämlich nur mit der Kreditkarte, und da machen manche Automaten schon mal bei 200€ Schluß (hatte es mal bei einer Sparkasse).
    • @HannsWI das mit der Sparkasse kenne ich auch, man kann die 200,- EUR allerdings mehrfach abheben.
      Das freut die DKB zwar nicht so sehr, da diese pro Abhebung Gebühren zahlen muss, aber wenn man keine andere Möglichkeit hat, kann man das schon mal machen.
      Nur nicht übertreiben, da sonst die Banken im allgemeinen diese Gebühren dann irgendwann an den Kunden weiterreichen müssen, siehe N26.

      Es sei noch erwähnt, dass die 700,- EUR monatlich bei Bestandskunden ab 12/2017 auf das Konto kommen müssen, Neukunden haben, aktuell, ab Kontoeröffnung ein Jahr Zeit, bis dieses eintritt.

      @chris2702 das mit dem "beide Konten mit einem Login im Blick behalten" funktioniert bei der DKB ebenso
    • pia1990 schrieb:


      Dann wird es wohl das DKB Gemeinschaftskonto werden, da man bei viel mehr Geldautomaten abheben kann.
      Tendenz fallend.
      Es gibt immer mehr Banken, die an vielen Geldautoamten keine Geldabhebung von Direktbanken mehr zulassen.
      Es funktioniert dann meist nur noch am Geldautomat in der Hauptstelle.

      Manchmal liest man auch so blöde Kommentare wie: "Oh, mit dieser Karte können sie hier kein Geld abheben".
    • driver55 schrieb:

      pia1990 schrieb:

      Dann wird es wohl das DKB Gemeinschaftskonto werden, da man bei viel mehr Geldautomaten abheben kann.
      Tendenz fallend.Es gibt immer mehr Banken, die an vielen Geldautoamten keine Geldabhebung von Direktbanken mehr zulassen.
      Es funktioniert dann meist nur noch am Geldautomat in der Hauptstelle.

      Manchmal liest man auch so blöde Kommentare wie: "Oh, mit dieser Karte können sie hier kein Geld abheben".
      das habe ich bisher bei vielen Sparkassen erlebt. Alle anderen geben ausnahmslos Bargeld aus. Hat jemand weitere Beispiele für Nicht-Auszahlung?
    • Sparkassen und die Volksbanken sind da Vorreiter.
      Auch mit der DKB an einem ING-DiBa-Automat an einer ARAL - Fehlanazeige oder an einem Automaten von der BB-Bank...

      Das ist aber regional sehr unterschiedlich. Das oben stammt aus BaWü....in NRW konnte ich bislang an allen Sparkassen und Volksbanken abheben...(natürlich war ich nicht an allen Automaten :-), aber es hat an allen funktioniert, wo ich abheben wollte)

      (Bald werden doch die ach so treuen Kunden selbst bei ihrer Hausbank abkassiert...)

      Bin echt gespannt, wie sich das weiterentwickelt...
    • Also ich habe bei der ING DiBa ein Einzelkonto, ein Gemeinschaftskonto und ein Tagesgeldkonto. Alles ohne Probleme.

      Das wird auch bei anderen Banken problemlos möglich sein.

      Zu der Frage, ob sich zuviele Girokonten negativ auf die Schufa auswirken, kann ich sagen, dass es bedingt problematisch ist.

      Wenn Du bei den bestehenden Banken einen Disporahmen und/oder Kreditkartenrahmen eingerichtet hast, ist das Girokontogeschäft für eine neue Bank nicht mehr interessant. Unter Umständen wird die neue Bank dann kein Konto mehr eröffnen, weil sie kein Geld mehr am Girokonto verdienen können. Das kommt aber sicher auf die Politik der Bank an, schliesslich können Sie Dir ja, wenn Du ersteinmal Kunde bist, auch andere Produkte als Dispo und Kreditkarte verkaufen. Ich wurde beim 5. Konto jedoch einmal bei einer neuen Bank abgelehnt. Nachdem ich 2 Konten geschlossen habe, wurde ich wieder aufgenommen.

      Zum gemeinschaftskonto zurück: Hier müsst Ihr noch festlegen, ob Ihr ein Und- oder ein Oder-Konto möchtet. Beides hat Vor- und Nachteile:

      Oderkonto:
      + Einfache Kontoführung, da jeder Kontoinhaber allein Aufträge eingeben kann (Überweisungen, Daueraufträge etc.)
      + Kann bei jeder Onlinebank eröffnet werden, so dass Kontoführungsgebühren in fast allen Fällen entfallen
      - Ein Partner kann das Konto einfach plündern.

      Und-Konto:
      + Hohe Sicherheit, da jeder Auftrag von beiden Inhabern "abgesegnet" werden müssen
      - Unpraktisch im täglichen Gebrauch
      - In der Regel nur bei Filialbanken zu haben

      Ausserdem solltet Ihr darauf achten, dass Ihr beide etwa den gleichen Betrag auf das gemeinsame Konto einzahlt, sonnst könnt Ihr bei höheren Beträgen in die Schenkungssteuerpflicht fallen. Das gilt auch für Eheleute.
      Viele Grüsse

      Heike
    • HeikeG schrieb:

      Ausserdem solltet Ihr darauf achten, dass Ihr beide etwa den gleichen Betrag auf das gemeinsame Konto einzahlt, sonnst könnt Ihr bei höheren Beträgen in die Schenkungssteuerpflicht fallen. Das gilt auch für Eheleute.

      Na ja... - das stimmt zwar grundsätzlich, dürfte aber nur für die "happy few" von Bedeutung sein, die nicht wohin wissen mit der Kohle.

      Der Freibetrag in der Schenkungssteuer beträgt zwischen Ehegatten 500.000 €.
      Und alle 10 Jahre wird der neu gewährt.

      Jeder Ehegatte kann also dem anderen 50.000 € pro Jahr schenken - ein Leben lang ohne dass jemals Schenkungssteuer anfällt.

      Und das hat übrigens nichts mit einem gemeinsamen Konto zu tun!
      Schenkung ist eine freigebige Bereicherung eines anderen.
      Wer was auf ein gemeinsames Konto einzahlt, ist völlig egal.
    • HeikeG schrieb:

      Ausserdem solltet Ihr darauf achten, dass Ihr beide etwa den gleichen Betrag auf das gemeinsame Konto einzahlt, sonnst könnt Ihr bei höheren Beträgen in die Schenkungssteuerpflicht fallen. Das gilt auch für Eheleute.
      Dazu gibt es ein BFH-Urteil, in dem ein solcher Fall skizziert wird. Es ist aber genau die Situation, die muc hier erwähnt: Wer 2,8 Millionen innerhalb kurzer Zeit auf ein Gemeinschaftskonto einzahlt, der muss halt dann auch Schenkungsteuer zahlen.

      -> datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/434625/