Aufhebungsvertrag

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    • Aufhebungsvertrag

      Hallo,

      ich habe einen Fall vorliegen, wo ich mich nicht auskenne.

      Ich (Mann) bin 59 Jahre alt, arbeite seit fast 30 Jahren für ein Unternehmen. Seit meiner schweren Krankheit vor 2 Jahren (80% schwerbehindert) konnte ich nicht mehr arbeiten und beziehe seit ein paar Monaten eine befristete Erwerbsminderungsrente in Höhe von ca. 900 EUR zunächst für ein Jahr.

      Vor einer Woche bietet mir meine Firma ein Aufhebungsvertrag an, wo mir eine Entschädigung aus einem Entschädigungsfond (also keine Abfindung) in Höhe von 10.000 EUR angeboten wurde.

      Ich habe eine Bedenkzeit von 2 Wochen, um den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.

      Im Moment bin ich mir sehr unsicher, ob ich den Aufhebungsvertrag unterschreiben soll.

      Vielen Dank im Voraus für Eure Mühe!

      Schöne Grüße
    • Wehalb sollten Sie den Aufhebungsvertrag unterschreiben?

      So lange Sie nicht arbeiten können, ruht Ihr Arbeitsverhältnis.
      Offensichtlich ist Ihre Erwerbsminderungsrente befristet.
      Das könnte daran liegen, dass der Rentenversicherungsträger Ihre Minderung der Erwerbsfähigkeit in einem Jahr erneut überprüfen will. Sollten Sie dann keine Rente mehr bewilligt bekommen, haben Sie Ihr 30-jähriges Arbeitsverhältnis aufgegeben und stehen ohne Einnahmen da!

      Wenn Sie jetzt 59 Jahre alt sind, sind Sie wahrscheinlich Jahrgang 1958.
      Der Jahrgang 1958 geht regulär erst mit 66 Jahren in Rente.

      Für Sie könnte als Schwerbehinderter ein früheres Renteneintrittsalter in Betracht kommen.
      Trotzdem kann es noch ein paar Jahre dauern, bis Sie die volle Altersrente beziehen können.

      Da sind 10.000 € schnell verbraucht... - und was dann?

      Meine Empfehlung: unterschreiben Sie den Aufhebungsvertrag nicht, sondern warten Sie ab, wie sich Ihre Gesundheit weiterentwickelt. Eventuell können Sie als Teilzeitbeschäftigter an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren.
    • nivango schrieb:

      Hallo,

      ich habe einen Fall vorliegen, wo ich mich nicht auskenne.

      Ich (Mann) bin 59 Jahre alt, arbeite seit fast 30 Jahren für ein Unternehmen. Seit meiner schweren Krankheit vor 2 Jahren (80% schwerbehindert) konnte ich nicht mehr arbeiten und beziehe seit ein paar Monaten eine befristete Erwerbsminderungsrente in Höhe von ca. 900 EUR zunächst für ein Jahr.

      Vor einer Woche bietet mir meine Firma ein Aufhebungsvertrag an, wo mir eine Entschädigung aus einem Entschädigungsfond (also keine Abfindung) in Höhe von 10.000 EUR angeboten wurde.

      Ich habe eine Bedenkzeit von 2 Wochen, um den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.

      Im Moment bin ich mir sehr unsicher, ob ich den Aufhebungsvertrag unterschreiben soll.

      Vielen Dank im Voraus für Eure Mühe!

      Schöne Grüße
      Den Ausführungen von muc stimme ich voll zu.

      Offensichtlich möchte Ihr Arbeitgeber Sie "loswerden". Wenn Sie noch 6 bzw. 8 Jahre arbeiten müssten, wie würde dann das Gesamtgehalt aussehen in Summe? Wahrscheinlich um einiges höher als die 10.000 €. Von daher sieht es natürlich nach keinem attraktiven Aufhebungsentgelt aus.

      I.d.R. kriegt man im Leben ja auch nichts "geschenkt". Allerdings würden jetzt bei mir die "Alarmglocken" klingeln und ich wäre an Ihrer Stelle bei einer Rückkehr auf alles mögliche gefasst.
    • Vielen Dank für Ihre Empfehlung. Meiner Firma geht's wirtschaftlich im Moment sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass sie mich (obwohl sie keine Kosten zu tragen hat) loswerden will. Da ich Krebs habe, werde ich höchstwahrscheinlich auch nicht als Teilzeitbeschäftigter an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren können, da der Job meinen Körper in einem 3-Schicht-Betrieb sehr belasten wird. Auch wird mein Arzt das nicht zulassen.

      Was könnte passieren, wenn ich den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibe?
    • nivango schrieb:

      Was könnte passieren, wenn ich den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibe?
      Der Arbeitgeber könnte das Arbeitsverhältnis kündigen, wenn Ihre Gesundheitsprognose so ist, dass Sie auf Dauer nicht mehr an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Das wäre der schlechteste Fall.

      Vorher müsste er jedoch alles Mögliche versuchen, Ihren Arbeitsplatz - vielleicht aus als Teilzeitbeschäftigung ausserhalb des Schichtbetriebes - zu erhalten.

      Je nach den Umständen des Einzelfalls kommt auch eine Abfindung in Betracht.
      Lassen Sie sich rechtlich beraten!

      Es steht für Sie zu viel auf dem Spiel, als dass Sie das hier in einem anonymen Internetforum abklären sollten.