Darf ein Makler so was tun und wenn ja was kann ich tun?

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    • Darf ein Makler so was tun und wenn ja was kann ich tun?

      Hallo in die Runde,

      ich bin hier neu und habe gleich ein Problem.
      Wir habe vor ein paar Monaten eine Immobilie gefunden, den Makler angeschrieben , Besichtigungstermin ausgemacht, Maklervertrag unterschrieben Exposé ausgehändigt bekommen einen zweiten Termin mit einem Fachmann gemacht und die Bank um eine Finanzierung bemüht die positiv verlief.
      Also ganz klassisch.
      Den Makler darüber informiert , dass die Finanzierung durch ist und jetzt Funkstille, absolute ruhe. Nach verschiedenen Kontakt aufnahmen kam: wir machen Urlaub und können dann mitte August zum Notar.
      Freude auf unserer Seite. Mitte August kommt und der Makler meldete sich schon auf die letzten E-Mails nicht. Weitere Versuche ihn zu Kontaktieren, da wir für die Bank noch einen Grundriss brauchten, schlugen fehl.
      Anfang September fanden wir unser Objekt neu im Netz. Neues Exposé, Grundstück verkleinert. Nach Rückfrage endlich Kontakt , wir könnten es ja so kaufen.
      Ist das Rechtens? Unsere Bank ist doch bei der Finanzierungsanfrage von diesem vorigen Exposé ausgegangen und auch ich habe ja den Maklervertrag mit diesem unterschrieben. Der Verkäufer war bei den Terminen dabei und wollte ja alles zusammen verkaufen.
      Für mich ist jetzt eine Welt zusammen gebrochen. Kann mir irgendjemand eine Info geben?
    • Hallo Neolany,

      ganz klar, der Makler darf und der Verkäufer darf auch. Das Vorgehen ist zwar ärgerlich aber bedenken Sie, rechtsverbindlich ist einzig und allein der notarielle Kaufvertrag. Bis dahin sind alle Erklärungen unverbindliche Absichtserklärungen.Sie haben also die Möglichkeit, das neue Angebot zu akzeptieren oder auf das Objekt zu verzichten. Im letzteren Fall hätten Sie vielleicht einen Schadenersatzanspruch wegen Aufwendungen, die Sie im Vertrauen auf das Zustandekommen des Geschäfts bereits getätigt haben (z.B. die Kosten für den Fachmann). Aber das ist absolut eine Frage des konkreten Einzelfalls mit mäßigen Erfolgsaussichten.

      Aus eigenem Erleben kann ich Ihre Gefühlslage nachvollziehen, aber so ist Immobiliensuche derzeit.

      Gruß Pumphut
    • Pumphut schrieb:

      Hallo Neolany,

      ganz klar, der Makler darf und der Verkäufer darf auch. Das Vorgehen ist zwar ärgerlich aber bedenken Sie, rechtsverbindlich ist einzig und allein der notarielle Kaufvertrag. Bis dahin sind alle Erklärungen unverbindliche Absichtserklärungen.Sie haben also die Möglichkeit, das neue Angebot zu akzeptieren oder auf das Objekt zu verzichten. Im letzteren Fall hätten Sie vielleicht einen Schadenersatzanspruch wegen Aufwendungen, die Sie im Vertrauen auf das Zustandekommen des Geschäfts bereits getätigt haben (z.B. die Kosten für den Fachmann). Aber das ist absolut eine Frage des konkreten Einzelfalls mit mäßigen Erfolgsaussichten.

      Aus eigenem Erleben kann ich Ihre Gefühlslage nachvollziehen, aber so ist Immobiliensuche derzeit.

      Gruß Pumphut
      Hallo Pumphut,

      vielen Dank für die schnelle Antwort. Das habe ich mir schon irgendwie gedacht. Leider habe ich im Nachhinein erfahren, dass dieser Makler dafür bekannt ist, die Käufer nicht so gut zu behandeln. Das mit dem Schadensersatzanspruch, kann ich prüfen , danke für diese Idee. Ansonsten ,werde ich meine Mittel nutzen und die Bewertung im Käuferportal wird auch dementsprechend ausfallen.

      Gruß Neolany