Meine 1. Versicherung; Brauche Rat bei der BU

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    • Meine 1. Versicherung; Brauche Rat bei der BU

      Hallo Liebe Community,

      ich habe mich soeben hier angemeldet um antworten zu meinen Fragen zu bekommen und etwas mehr in der Finanz- und Versicherungswelt zu verstehen.
      Erstmal zu mir, ich bin 20 Jahre alt und beende im Januar meine Ausbildung als Werkzeugmechaniker. Ich kümmere mich momentan darum eine BU-Versicherung zu finden die meinen Wünschen entspricht und bezahlbar ist. Bevor ich mich überhaupt darum kümmere wo ich diese abschließe würde ich gerne erst einmal klären welchen Umfang ich benötige. Ich habe mir schon einige Stichpunkte niedergeschrieben die mir Wichtig sind(Nachversicherung, Verweisung etc.) Nun stellt sich mi aber die Größte Frage. "Normale" BU als Einzelversicherung oder Fondgebundende BU? Muss eine Dynamik immer sein? Gegen die Dynamik im allgemeinen habe ich nichts nur oft sind dort 3% Vereinbart was im Laufe der Zeit schon einen Ordentlichen Mehrbetrag ausmacht..und soweit ich weis ist die ja dazu gedacht die Inflationsrate auszugleichen?Klar kann die auch auf 3% Steigen aber generell hält die sich doch bei etwa 2% auf. Wie habt ihr das gemacht? Wie schaut es bei einem Berufswechsel(2. Ausbildung) aus muss dann eine neue Versicherung abgeschlossen werden? Ich werde auch höchstwahrscheinlich einen Ausschluss der Wirbelsäule hinnehmen müssen da bei mir ein Gleitwirbel diagnostiziert wurde, gibt es in diesem fall Sachen die zu beachten sind?


      Grüße Tom
    • Hallo @tommy99

      Zu einem Teil deiner Fragen habe ich eine Meinung.
      Ich würde in jedem Fall die BU und eine Rentenversicherung trennen, das empfehlen auch sehr viele Verbraucherschützer, kannst du leicht googeln (deren Argumentation).
      Ich würde keine Dynamik wählen. Bei 3% Dynamik verdoppelt sich dein Beitrag binnen 25 Jahren. Woher weißt du, das du das in 25 Jahren noch willst?
      Überlegen kannst du, drei Monate vor BU Abschluss eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Wenn du dann Leistungen willst und die BU sich querstellt, liegt das Prozesskostenrisiko bei der RV.

      Ansonsten würde ich dir dringend eine Beratung empfehlen, entweder von einem Honorarberater oder der Verbraucherzentrale in deiner Stadt. Du wirst über 40 Berufsjahre sehr viel Geld in diese Versicherung stecken, da kann ein blöder Fehler zu Beginn teuer werden und du kannst ihn mit etwas Beratung vermeiden. Honorarberater nehmen oft 150 Euro pro Std plus Mwst, die Verbraucherzentrale 100 Euro incl Mwst, ist aber auch weniger individuell.
    • Hallo Tom,

      ich finde es sehr gut, dass Sie sich in jungen Jahren mit dieser Frage beschäftigen. Chris2702 hat schon viel Wichtiges geschrieben. Vielleicht ein paar Ergänzungen:

      Schauen Sie sich einmal Angebote über Berufsverbände u.ä. an. Falls Sie in der Metallindustrie bleiben wollen, wäre z.B. die Berufsunfähigkeitsversicherung der Metallrente näher zu prüfen. (Habe ich nicht gemacht.) Gerade bei Gruppenangeboten werden manchmal nur sehr einfache Gesundheitsfragen gestellt und ohne zu lügen kommen Sie zu einer Versicherung ohne Einschränkungen.

      Bei meiner früheren BU konnte ich alle zwei Jahre die Dynamik abwählen. Damit hat man dann ein Steuerungselement, Versicherungssumme und Prämie an die Inflation und die aktuelle Einkommenssituation anzupassen.

      Wählen Sie keine zu niedrige Versicherungssumme. 1.000 EURO pro Monat reichen nicht. Vielleicht finden Sie auch einen Anbieter, wo Sie bei definierten Ereignissen (z.B. Heirat, Geburt Kind) die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken können.

      Falls Sie fest vorhaben, noch z.B. Meister oder Ingenieur zu werden, wäre zu überlegen, mit dem Abschluss der BU- Versicherung solange zu warten, bis Sie die erste derartige Stelle haben. Die Prämien sind deutlich niedriger als bei einer handwerklichen Tätigkeit und während der Ausbildung ist die Brieftasche meistens auch nicht dick. Nichts ist schlechter als eine BU- Versicherung, in die Sie 2 oder 3 Jahre einzahlen und dann müssen Sie die Versicherung wegen Geldmangels beitragsfrei stellen oder ganz kündigen.

      Bei der konkreten Auswahl der BU- Versicherung kommen Sie an einer qualifizierten Beratung kaum vorbei. Sie müssen das Gespräch aber mit konkreten Vorstellungen und realistischer Einschätzung Ihrer Randbedingungen vorbereiten.

      Viel Erfolg

      Pumphut
    • chris2702 schrieb:

      Hallo @tommy99

      Zu einem Teil deiner Fragen habe ich eine Meinung.
      Ich würde in jedem Fall die BU und eine Rentenversicherung trennen, das empfehlen auch sehr viele Verbraucherschützer, kannst du leicht googeln (deren Argumentation).
      Ich würde keine Dynamik wählen. Bei 3% Dynamik verdoppelt sich dein Beitrag binnen 25 Jahren. Woher weißt du, das du das in 25 Jahren noch willst?
      Überlegen kannst du, drei Monate vor BU Abschluss eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Wenn du dann Leistungen willst und die BU sich querstellt, liegt das Prozesskostenrisiko bei der RV.

      Ansonsten würde ich dir dringend eine Beratung empfehlen, entweder von einem Honorarberater oder der Verbraucherzentrale in deiner Stadt. Du wirst über 40 Berufsjahre sehr viel Geld in diese Versicherung stecken, da kann ein blöder Fehler zu Beginn teuer werden und du kannst ihn mit etwas Beratung vermeiden. Honorarberater nehmen oft 150 Euro pro Std plus Mwst, die Verbraucherzentrale 100 Euro incl Mwst, ist aber auch weniger individuell.
      Den Hinweis, keine Dynamik zu wählen, halte ich für fahrlässig. Das ist der einfachste und bequemste Weg, die Rentenhöhe an einen steigenden Bedarf anzupassen.
      Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten: Eben über die Dynamik oder aber über sog. Nachversicherungsoptionen (die mittlerweile eigentlich von allen Versicherern angeboten werden).
      Zunächst zur Dynamik: Dabei handelt es sich um ein jährliches Angebot des Versicherers ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dieses Angebot kann abgelehnt werden.
      Daher sollte die Dynamik immer Vertragsbestandteil sein, auch mit einem möglichst hohen Satz. Je nach Versicherer kann dem Angebot verschieden häufig widersprochen werden, bis hin zu beliebig oft (machen aber nicht viele Versicherer). Mitnehmen und jährlich prüfen. Schließe ich die Dynamik von Beginn an aus, kann sie nur mit Zustimmung des Versicherers wieder inkludiert werden.
      Nachversicherungsoptionen hingegen sind oftmals an bestimmte Ereignisse gekoppelt, die ja nicht eintreten müssen. Und auch an Meldefristen gebunden, zumeist 6 Monate. Ereignisse müssen aber nicht eintreten, oder es besteht die Gefahr, die Meldefrist zu versäumen. Der bedeutend sicherere Weg einer Anpassung ist daher die dynamische Erhöhung. Wobei man hier ereignisabhängigen und eregnisunanhängigen Nachversicherungen unterscheiden muss. Das ist aber wieder eine andere Baustelle.

      Und auch den Teil mit der RSV halte ich für überdenkenswert. In der Regel wird der Versicherer Vorsatz unterstellen und damit einhergehend eine Anfechtung wegen Arglist aussprechen. Dann wird es schwierig, eine Deckungszusage des Rechtsschutzversicherers zu bekommen.
    • Dieser Rat: "Und auch den Teil mit der RSV halte ich für überdenkenswert. In der Regel wird der Versicherer Vorsatz unterstellen und damit einhergehend eine Anfechtung wegen Arglist aussprechen. Dann wird es schwierig, eine Deckungszusage des Rechtsschutzversicherers zu bekommen." ist so falsch!

      Der Bereich Anfechtung ist ja nur ein Bereich! Und zu Arglist könnte man ganze Romane schreiben, wie es exakt abläuft! Fakt ist aber, dass die RS-Versicherer sehr wohl Deckungszusagen geben, denn es geht um das Anspruchsschreiben!

      Davon abgesehen ist die Thematik Anfechtung in Relation zu den wirklichen Streitigkeiten relativ überschaubar!

      Falsch ist auch die Empfehlung, die Rechtsschutzversicherung 3 Monate vorher abzuschließen!

      Grob fahrlässig ist die Idee erst noch den Meister zu machen und dann erst abzuschließen!

      Nachversicherungsgarantien sind zwar oft unnütz und mehr Marketing als gelebte Realität, aber in einigen fällen gute Instrumente um die Versäumnisse der Vergangenheit auszugleichen. Auch hierüber kann man ganze Bücher schreiben, insbesondere über die relevanten Aspekte, die man beachten muss!

      Dynamik wurde bereits gesagt - man kann jedes zweite Jahr aussetzen, ggf. auch in anderen Rythmen, ohne die Dynamik ganz zu verlieren. Viel wichtiger wäre aber die sogenannte Leistungsdynamik, die i.d.R. zusätzlich abzuschließen ist!

      Der eigentliche Engpass ist hier aber die Frage, ob man die vorhandene Vorerkrankung nicht doch eingeschlossen bekommt und dafür ggf. an anderen stellen Nachteile in Kauf nimmt - der Ausschluss "Wirbelsäule und Folge" (o.ä,.) ist nämlich schwerwiegend und es geht nicht nur um den Ausschluss an sich, sondern um die ganz konkrete Ausgestaltung der Formulierung!

      Der Hinweis auf die Verbraucherzentralen ist nett, aber hilft nicht wirklich, denn die Verbraucherzentralen dürfen nicht wirklich beraten, sondern nur allgemein! Hier auch bietet auf Qualifikation, Marktkenntnis und Detailwissen bis hin zur Annahmepolitik achten!

      150 Euro plus USt. pro Stunde ist korrekt, wenn der Versicherungsberater (es gibt im Bereich Versicherung keine Honorarberater) auch ausreichend kompetent ist! Es lassen sich aber auch Festpreise für die einzelnen Bausteine der Beratung definieren!
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    • @VersSulting:
      Sie dürfen gerne erläutern, wo sich in meinen Worten ein Rat verbirgt.
      Das eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall (ich nehme einfach mal an, dass das mit "Leistungsdynamik" gemeint war) wichtiger sein soll als die Anwartschaft, ist eine sehr steile These. Kostet in Relation zum Beitrag nicht eben wenig und da kann man auch vorab für den gleichen Beitrag ein entsprechendes "Mehr" an Beitrag versichern, insoweit es die Annahmerichtlinien zulassen. Zumindest diskutabel.
      Zumal die meisten Versicherer nach einem beendeten Leistungsfall den durch die "Leistungsdynamik" höheren Rentenbetrag wieder auf die ursprüngliche Höhe kürzen . Werde ich erneut berufsunfähig, geht das Spielchen wieder von vorn los. Kann man machen, aber die Aussage, dass das "wichtiger" sei, halte ich für mindestens fragwürdig.
    • @VersSulting

      Bevor wir hier junge Menschen verunsichern, wann der optimale Zeitpunkt für den Abschluss einer BU- Versicherung ist, einmal eine Sachfrage:

      Kennen Sie eine belastbare Statistik, wie viele mit 20 Jahren körperlich voll berufsfähige Menschen mit 30 Jahren dauerhaft berufsunfähig sind? Ich habe leider nichts gefunden. Eine signifikante Zahl kann es nicht sein.

      Generell gilt natürlich, das Leben ist lebensgefährlich.
    • VersSulting schrieb:

      Falsch ist auch die Empfehlung, die Rechtsschutzversicherung 3 Monate vorher abzuschließen!


      Dynamik wurde bereits gesagt - man kann jedes zweite Jahr aussetzen, ggf. auch in anderen Rythmen, ohne die Dynamik ganz zu verlieren. Viel wichtiger wäre aber die sogenannte Leistungsdynamik, die i.d.R. zusätzlich abzuschließen ist!

      Der eigentliche Engpass ist hier aber die Frage, ob man die vorhandene Vorerkrankung nicht doch eingeschlossen bekommt und dafür ggf. an anderen stellen Nachteile in Kauf nimmt - der Ausschluss "Wirbelsäule und Folge" (o.ä,.) ist nämlich schwerwiegend und es geht nicht nur um den Ausschluss an sich, sondern um die ganz konkrete Ausgestaltung der Formulierung!


      Wann sollte man eine RSV dann abschließen? zusammen mit der BU oder gar später?

      Wo liegt der Unterschied bei den beiden Dynamiken?

      Wie schließe ich meinen Rücken nicht aus? Ist das Verhandlungssache? Was könnte außer einem höheren Beitrag zu meinem Nachteil auf mich zukommen?


      Eine BU Versicherung so früh wie möglich abzuschließen macht m.e. mehr als Sinn.
      Niemand weiß was die Zukunft bringt. Ob ich mal Berufsunfähig werde? Ob ich mal soviel Verdiene das ich das alles nicht mehr benötige? Niemand weiß es.


      Ich würde in meinem Fall eine Police abschließen die mir im Fall der Fälle Brutto 1500€ bezahlt. Dazu eine Dynamik. Nachversicherungsoptionen wären auch nicht schlecht. Man hat eben die Option eine höhere Summe zu Versichern wenn man es braucht(Familie,Immobilie etc.)
      Allgemein zu beachten sind dann natürlich Sachen wie die Verweisung und alle anderen Merkmale von BU Versicherungen. Man sollte ein Angebot auswählen was einem in allen Punkten zusagt und Sinn macht.



      Meine größte Sorge bereitet mir die Frage: "Wem vertraue ich mein Geld an?" Einer ist besser als der andere und die Banken sind ehh alle Schlecht.(Wird zumindest immer so behauptet). Ich selber habe jemanden als Freund der bei Tecis tätig ist und kann nur sagen das ich aus vielen Gründen sehr sehr abgetan von denen bin.



      Ich lese hier viel von Leuten die nicht zum Makler gehen sondern sich selbst Informieren und dann direkt bei Versicherung XY Versichern? Wie funktioniert das? Ich müsste doch in diesem Fall immer einen Makler von Versicherung XY aufsuchen um etwas abzuschließen?


      Viele Grüße, Tom!
    • Pumphut schrieb:

      @VersSulting
      Kennen Sie eine belastbare Statistik, wie viele mit 20 Jahren körperlich voll berufsfähige Menschen mit 30 Jahren dauerhaft berufsunfähig sind? Ich habe leider nichts gefunden. Eine signifikante Zahl kann es nicht sein.
      Ja, kenne ich ... es sind wenige ...

      Jedes 200ste Kind, kann mit 20 bereits garantiert nichts mehr abschließen!

      Die meisten BU-Fälle haben wir ab 50 !

      Der Engpass ist die Versicherbarkeit im Sinne von Annahme auf der Basis der vollständig beantworteten Gesundheitsfragen!
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    • tommy99 schrieb:

      Wann sollte man eine RSV dann abschließen? zusammen mit der BU oder gar später?

      Ob und wann sie abschließen und vor allem in welchem Umfang ergibt sich aus der Beratung! Mir ging es um drei Monate vorher, wobei der Kollege noch vergessen hat, dass die RSV auch unterwegs durch den Versicherer gekündigt werden kann! Sie sollte an dem Tag bestehen, an dem Leistung beantragt wird oder der Versicherer § 19 VVG zieht!



      Wo liegt der Unterschied bei den beiden Dynamiken?

      Dynamik vor und nach Leistungsbeginn



      Wie schließe ich meinen Rücken nicht aus? Ist das Verhandlungssache? Was könnte außer einem höheren Beitrag zu meinem Nachteil auf mich zukommen?

      Das ist Verhandlungsgeschick und eine Frage der vorliegenden Vorerkrankung im sinne von Behandlungs- und Befundberichten und der Patientenakten bei den Leistungserbringern.

      Eine BU Versicherung so früh wie möglich abzuschließen macht m.e. mehr als Sinn.
      Niemand weiß was die Zukunft bringt. Ob ich mal Berufsunfähig werde? Ob ich mal soviel Verdiene das ich das alles nicht mehr benötige? Niemand weiß es.

      Richtig!


      Ich würde in meinem Fall eine Police abschließen die mir im Fall der Fälle Brutto 1500€ bezahlt. Dazu eine Dynamik. Nachversicherungsoptionen wären auch nicht schlecht. Man hat eben die Option eine höhere Summe zu Versichern wenn man es braucht(Familie,Immobilie etc.)
      Allgemein zu beachten sind dann natürlich Sachen wie die Verweisung und alle anderen Merkmale von BU Versicherungen. Man sollte ein Angebot auswählen was einem in allen Punkten zusagt und Sinn macht.

      Richtig!



      Meine größte Sorge bereitet mir die Frage: "Wem vertraue ich mein Geld an?" Einer ist besser als der andere und die Banken sind ehh alle Schlecht.(Wird zumindest immer so behauptet). Ich lese hier viel von Leuten die nicht zum Makler gehen sondern sich selbst Informieren und dann direkt bei Versicherung XY Versichern? Wie funktioniert das? Ich müsste doch in diesem Fall immer einen Makler von Versicherung XY aufsuchen um etwas abzuschließen?

      Wenn jemand für eine Versicherung tätig ist, dann ist das ein Versicherungsvertreter und der vertritt die Interessen der Versicherung!

      Der Versicherungsmakler sollte Ihre Interessen vertreten, wird aber über Provision bezahlt, wenn er vermittelt. Es gibt wie überall Gute und weniger Gute!

      Dann gibt es noch Versicherungsberater, die keine Provisionen vermitteln dürfen und für die Beratung bezahlt werden, nicht für den Abschluss und zwar von Ihnen!



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    • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Hat mir einiges zu verstehen gegeben.

      VersSulting schrieb:

      tommy99 schrieb:

      Wann sollte man eine RSV dann abschließen? zusammen mit der BU oder gar später?
      Ob und wann sie abschließen und vor allem in welchem Umfang ergibt sich aus der Beratung! Mir ging es um drei Monate vorher, wobei der Kollege noch vergessen hat, dass die RSV auch unterwegs durch den Versicherer gekündigt werden kann! Sie sollte an dem Tag bestehen, an dem Leistung beantragt wird oder der Versicherer § 19 VVG zieht!


      Was bedeutet ganz konkret wenn der Versicherer §19 zieht. Welche Versicherer ist hier gemeint?RS oder BU? Ich verstehe den Paragraphen hier leider nicht: gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__19.html

    • § 19 ist die vorvertragliche Anzeigepflicht im VVG (Versicherungsvertragsgesetz) und einer der häufigeren Gründe, weshalb nicht geleistet werden muss!

      Es ist die BU gemeint!

      Darüber hinaus gibt es auch andere Punkte, die strittig sein können - die Frage ob BU eingetreten ist, was der Beruf genau ist, etc.
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    • tommy99 schrieb:

      Wo liegt der Unterschied bei den beiden Dynamiken?
      Es gibt 2 Arten der Dynamik. Zum einen die sogenannte "anwartschaftliche Dynamik", zum anderen die "garantierte Leistungsdynamik". Zur Unterscheidung der beiden Formen:

      Anwartschaftliche Dynamik
      Hierbei wird die versicherte Rente vor Eintritt des Leistungsfalles um den gewählten Prozentsatz erhöht. Standard ist die Beitragsdynamik. Dabei ist zu beachten, dass sich Beitrag und Leistung nicht im selben Maße erhöhen, da bei der Berechnung immer das jeweilige Alter zugrundegelegt wird. Ergebnis: Progressiver Anstieg des Beitrages, degressiver Anstieg der Leistung. Der Versicherer unterbreitet dir schriftlich ein Angebot, das du entweder annehmen oder ablehnen kannst. Daher ist auch darauf zu achten, wie oft der Dynamik widersprochen werden kann, ohne das man diese Anpassungsmöglichkeit verliert. Oftmals kommt es hier zu Missverständnissen, Verbraucher befürchten, dass die Beiträge über die Jahre unbezahlbar werden. Das stimmt so nicht, es stellt vielmehr eine sehr brauchbare Option dar, die Rentenhöhe an die Kaufkraft anzupassen. Daher: Abschließen, mit dem höchstmöglichen Satz. Reduzieren kann man später immer noch, eine Erhöhung des Prozentsatzes ist hingegen in der Regel nur mit Zustimmung des Versicherers möglich.

      Garantierte Leistungsdynamik
      Zunächst einmal: Auch mit Eintritt des Leistungsfalles erwirtschaftet der Versicherer aus dem Versicherungsgeschäft in der Regel noch Überschüsse. Während diese Überschüsse vor Eintritt des Leistungsfalls meist zur Reduzierung der Beiträge (→Verrechnung der Überschüsse) verwendet werden, dienen sie nach Eintritt des Leistungsfalls der Erhöhung der BU-Rentenleistung.
      Nun wissen wir aber auch, dass diese Überschussbeteiligung nicht in Stein gemeißelt ist.Sie kann variieren, sie kann mal höher, mal niedriger ausfallen oder im Extremfall auch ganz wegbrechen.Einen Garantieanspruch auf Überschüsse hat man auch bei einer BU nicht. Das bedeutet, dass man die Entwicklung der Rentenhöhe nicht im Voraus exakt planen kann, sondern von der Entwicklung der Überschussbeteiligung des Versicherers abhängig ist.
      Bei vielen Versicherern (aber längst nicht allen) kann man daher gegen zusätzlichen Mehrbeitrag eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall vereinbaren (Leistungsdynamik). Diese garantierte Rentensteigerung bekäme man – so dieser Baustein vereinbart wurde – on top, sprich zusätzlich zur Überschussbeteiligung.
      Nun lässt sich bei einer BU leider nicht voraussehen, ob und wann der Leistungsfall eintritt bzw. wie lange die Berufsunfähigkeit andauert. Grob vereinfacht lässt sich sagen:Tritt der Leistungsfall nicht ein oder ist nur von kurzer Dauer, rechnet sich die garantierte Leistungsdynamik eher nicht und vice versa.
      Zu beachten ist:
      Manch Versicherer berechnet die Steigerung auf Basis der Grundrente, das heißt exklusive bereits erworbener Überschussanteile. Das ist weniger vorteilhaft. Aus meiner Sicht noch wichtiger: Was passiert, wenn eine temporäre Berufsunfähigkeit eintritt, der Verbraucher später aber erneut berufsunfähig wird? Hier unterscheiden sich die Versicherer in ihren Regelungen. Beispiel:
      Versicherer A berechnet die Steigerung auf Basis der Grundrente, also vor Eintritt der 1. Berufsunfähigkeit. Weniger gut. Versicherer B wiederum "konserviert" die Rentenhöhe nach Ablauf der 1. Berufsunfähigkeit. Das ist deutlich vorteilhafter und sollte, wenn man eine garantierte Rentensteigerung zusätzlich versichern möchte, Bestandteil einer vernünftigen Beratung sein.
    • swingkid schrieb:

      @VersSulting:
      Sie dürfen gerne erläutern, wo sich in meinen Worten ein Rat verbirgt.
      Sorry, dann war es Ihre Meinung!

      Ratschläge müssen ja auch begründet sein und das mache die Personen, die dafür eine Zulassung haben - so steht es zumindest im Gesetz!

      Natürlich ist die Leistungsdynamik wichtiger, als die normale Dynamik, womit nicht gesagt ist, dass die unwichtig ist!
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    • VersSulting schrieb:

      swingkid schrieb:

      @VersSulting:
      Sie dürfen gerne erläutern, wo sich in meinen Worten ein Rat verbirgt.
      Sorry, dann war es Ihre Meinung!
      Ratschläge müssen ja auch begründet sein und das mache die Personen, die dafür eine Zulassung haben - so steht es zumindest im Gesetz!

      Natürlich ist die Leistungsdynamik wichtiger, als die normale Dynamik, womit nicht gesagt ist, dass die unwichtig ist!
      Da haben sie dann wohl ihrerseits bezüglich der Gewichtung der Dynamikformen eine Begründung vergessen.
    • VersSulting schrieb:

      Ratschläge müssen ja auch begründet sein und das mache die Personen, die dafür eine Zulassung haben - so steht es zumindest im Gesetz!
      Seit wann das denn?
      Ich darf jedem auf der Welt zu jedem Thema Ratschläge erteilen. 90% von diesen Ratschlägen werden zwar unbrauchbar sein, weil ich nicht allwissend bin, aber niemand braucht von Gesetzes wegen eine Zulassung, um zu beraten.

      Haftungsaspekte sind ein anderes Thema, aber das eine hat ja mit dem anderen nur bedingt etwas zu tun. Ich habe in diesem Forum schon über 1000 mal meine 50 ct hinterlassen. Teilweise habe ich beraten, teilweise wurde ich beraten, teilweise war das geschriebene brauchbar, teilweise nicht.

      Oder habe ich Sie falsch verstanden?
    • @swingkid

      Ich begründe immer gerne gegenüber dem, der eine Frage gestellt htt, das war aber thommy99

      Kleiner Hinweis - er ist 20, schließt jetzt ab mit RD (Risikodauer) und LD (Leistungsdauer) auf EA 67 ... und verunfallt nächstes Jahr schwer ... und leider lebt er auch bis zur Vollendung des 67. LJ ... was hatte er dann von der Vertrags-Dynamik? NICHTS! Was hat er ohne Leistungsdynamik? Richtig, jedes Jahr immer weniger!

      Aber ein Fachmann, bzw. fachlicher Experte weiß das sehr genau und deswegen schließt er es ein, wenn es möglich ist!

      @chris2702

      Wenn man die 90%, wo es falsch oder schlecht ist, gleich ganz lässt, dann würde man zwar weniger schreiben, aber mehr sagen!

      Wenn man sich nur zu dem äußert, von dem man wirklich Ahnung hat, dann - oK, das wäre dann hier etwas einseitiger im Forum.

      Beratung zu Versicherungen ist im Gesetz geregelt und die Voraussetzungen sind auch in Gesetzen definiert! aus gutem Grund, denn früher durfte ja jeder Versicherungen beraten oder vermitteln! Heute sollte das anders sein! Ich gebe aber zu, dass die VersicherungsVERMITTLER oft nur Vermittlungswissen haben, aber in der tiefe wenig von dem verstehen, was sie da tun! Das ist täglich erlebte Praxis!

      @ALL


      Alles Reden über "was wäre nett oder sinnvoll" ist in dem konkreten Fall nicht wirklich zielführend, denn es geht erst einmal um die Erreichbarkeit auf der Basis vorhandener Krankheiten, die bei Antragstellung anzuzeigen sind! Dazu müsste man auch Möglichkeiten im Bereich bAV prüfen (Metallrente war schon erwähnt), ggf. sogar in Verbindung mit Altersversorgung (da gibt es auch nette Türen) !

      Und wenn dann ggf. nicht alles erfüllt ist, was man so normalerweise gerne hätte, dann ist der mögliche Einschluss der Sollbruchstelle mehr Wert, als alles, was er ggf. nicht an Schmuckbändern oder sinnvollen Assets erhält!

      Ggf. sollte man auch andere Absicherungsformen prüfen!

      Das alles muss (m. E. zwingend) ein Fachmann machen - einen den man selbst bezahlt!

      Folgende Kriterien kann oder sollte man aber bei einer BU berücksichtigen:

      Bezogen auf die Berufsunfähigkeitsversicherung heißt das, dass z.B. folgende Kriterien ganz oder größtenteils erfüllt sein sollten:
      • Verzicht auf abstrakte Verweisung in der Erstprüfung und in der Nachprüfung – es zählt nur der zuletzt konkret ausgeübte Beruf, nicht vergleichbare Beschäftigungen
      • Zeitlich begrenzter Verzicht auf abstrakte Verweisung nach Ausscheiden aus dem Beruf (mind. 5 Jahre)
      • Ärztlicher Prognosezeitraum 6 Monate
      • Rückwirkende Rentenzahlung in den ersten 6 Monaten
      • Pflegebedürftigkeit gilt immer auch als BU
      • Garantierte Steigerung der BU-Rente im Leistungsfall versicherbar
      • Leistung auch bei mehr als fahrlässigen Verstößen im Straßenverkehr z.B. bei grob fahrlässigen Alkoholfahrten
      • Zahlung einer Wiedereingliederungshilfe




      Da geht sogar noch mehr oben drauf, wenn man es will, aber ....

      Und die richtig guten Produkte gibt es sogar als echte Nettotarife, also ohne Abschlusskosten ....
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    • @VersSulting:
      Da haben sie es doch tatsächlich geschafft, auf Basis einer minimalen Szenariowahrscheinlichkeit ihre waghalsige Behauptung zu "begründen".
      Anderer, deutlich realistischerer Fall: Der 20-jährige wird 50-jährig berufsunfähig, EA und VD ebenfalls 67. Der hätte vorher jedoch mit spitzem Bleistift gerechnet und sich statt dem Einschluss einer Leistungsdynamik dazu entschieden, von Beginn an den Mehrbeitrag in eine höhere Grundrente zu investieren, die wiederum an der (wenn auch nicht garantierten Überschussbeteiligung) zusätzlich partizipiert. Da kippt ihre Rechnung, und zwar deutlich.
      Aber ich spiele ihr Spielchen, wenn auch widerstrebend, mit: Was hätte der 20-jährige von einer Anwartschaftsdynamik gehabt? Richtig, ein deutliches Mehr im Leistungsfall.Und von der garantierten Rentensteigerung bis zum Eintritt der BU? Richtig, nichts, außer weniger Geld in der Tasche. Kann man prima debattieren, aber ihre Aussage, dass A wichtiger als B, bleibt so in ihrer Pauschalität hanebüchen.
      Zumal sie geflissentlich übersehen, dass für den Extremfall BU mit 20 und "bis zum Lebensende" eine BU mit angehängter Minirente, die im Leistungsfall weiter dynamisiert wird, die deutlich bessere Lösung gewesen wäre. Hätte man als "Fachmann" aber auch wissen dürfen.
    • @swingkid

      steht da "waghalsig" oder habe ich etwas am Auge? Sorry, aber wenn sie nicht sachlich können, dann ist Ihr Niveau nicht mein Niveau!

      Ich habe überhaupt nichts gegen eine "Anwartschaftsdynamik" und habe auch nie etwas anderes behauptet.

      Ihren Vorschlag in Bezug auf "gleich höher abschließen" muss ich dennoch kommentieren, oder besser kritisieren! Das ist unseriös, was Sie hier erzählen!

      Ich bin hier raus ... alles, was zu sagen ist, ist von mir gesagt!
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