Habt ihr schon mal in Aktien investiert?

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    • Nur sind nicht alle Verkäufer schlecht und wollen nur Verkaufen ...

      in meiner beruflichen Praxis habe ich viele verantwortungsvolle Verkäufer kennengelernt, die mit Ihren Kunden langjährige sinnvolle Partnerschaften aufgebaut haben. Und ich bin der festen Überzeugung das sich Beratung und verantwortungsvoller Verkauf nicht ausschließen.

      Sonst hätte ich in meinen letzten 15 Berufsjahren alles falsch gemacht.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • @Henning: Ich habe auch nicht gesagt, dass alle Verkäufer schlecht seien. Und ich behaupte auch nicht, dass Beratung und verantwortungsvoller Verkauf sich ausschließen.

      Der Punkt ist ein anderer: gerade im Bereich von Versicherungen und Finanzanlagen haben wir es mit einer "unsichtbaren Dienstleistung" zu tun. Dem Privatverbraucher ist das ganze Feld oft ein "Buch mit sieben Siegeln". Das heißt, dass er vielfach noch nicht einmal seinen eigenen objektiven Bedarf kennt, geschweige denn, wie dieser Bedarf zu decken ist.

      Das ist eine grundlegend andere Situation, als wenn es um den Kauf eines Autos oder einer Waschmaschine geht.
      Bei Versicherungen und Finanzdienstleistungen ist der Normalbürger in erhöhtem Maße darauf angewiesen, dass ihn ein Fachmann objektiv in seinem Interesse (=im Interesse der Verbrauchers) berät.

      Dieser Fachmann wird jedoch als Provisionsverkäufer in einen unlösbaren Interessenkonflikt getrieben.
      Für die "bloße Beratung" bekommt er keine Vergütung. Bzw. bei angestellten Verkäufern bekommt der Arbeitgeber keine Vergütung. Also muss die Beratung abschlußorientiert sein. Es ist aus Sicht des verkäuferischen Beraters unzureichend nur zu beraten - und dem Verbraucher dann die Entscheidung zu überlassen. Er muss auf den Verbraucher einwirken, dass bei der Beratung auch "etwas herauskommt" - nämlich ein Verkaufsabschluss.

      Das ist das Problem.

      Das würde sich nur vermeiden lassen, wenn der Verbraucher die Beratungsleistung auch als solche anerkennen würde und bereit wäre, dafür zu bezahlen. Das sind halt die wenigsten Verbraucher.

      Wir sehen es auch hier in diesem Forum. Lieber stellt man anonym zum Teil höchst persönliche und auch rechtlich ziemlich komplizierte Fragen an eine Gesamtheit von Usern, von denen man sich erhofft, dass einer schon eine vernünftige Antwort schreiben wird, als dass man zum Telefon greift und einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Versicherungs- oder Rentenberater anruft. Die Schwellenangst vor der professionellen Beratung gegen Bezahlung ist sehr hoch.

      Dann doch lieber zu dem freundlichen Bankberater oder Versicherungsmakler, der ja die scheinbar gleiche Dienstleistung für umsonst erbringt. Aber das ist eben nur scheinbar eine kostenfreie Beratung. Doch das erkennen die allerwenigsten Verbraucher.

      Dann darf man sich nicht darüber wundern, dass viele Menschen unzureichend und teilweise falsch versichert sind und die falschen Finanzprodukte abgeschlossen haben. Das ist ein Folge des Systems.
    • Meine ersten Kontakte mit Aktien habe ich wie viele mit der Telekom gemacht bei erhöhten Konditionen. Das Ende ist bekannt.
      Heute habe ich noch einen kleineren Anteil und über die Vom Sofa ETF WOrld etc. sowie in DWS TopDividende angelegt. Da ich um den Umfang meiner Begabungen weiss, spare ich seit einigen Jahren weiter auf monatlicher Basis und ansonsten beschlossen, alle paar Jahre mal näher auf die Depots zu blicken. Es sei denn, zum Beispiel der finanztippnewsletter deutet etwas anders an. ;)
    • richtig ... nur denkt dran das die Banken für diese Provision auch eine Gegenleistung bringen und die muss nicht immer die schlechteste sein.

      Es gibt auch verantwortungsvolle Bänker
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Erfahrung mit Aktien: ja.

      Aber die braucht man auch, wenn man auf eigene Faust ein Portfolio zusammenstellen möchte. Ich habe mich zunächst von einem guten Freund, der selbst Finanzberater ist, beraten lassen (umsonst war es trotzdem nicht) und nach drei erfolgreichen Jahren dann selbst ein wenig optimiert.

      Das wichtigste ist aber: Nicht mit falschen Erwartungen an die Sache rangehen! D.h. nicht glauben, dass man sein Kapital innerhalb von 4-5 Jahren verdoppeln kann. Wenn du so denkst, dann vergiss es :D Aber ansonsten sind Aktien bei der derzeitigen Zinslage natürlich empfehlenswert.
      "Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt." - Albert Einstein
    • kareim schrieb:

      Aber die braucht man auch, wenn man auf eigene Faust ein Portfolio zusammenstellen möchte. Ich habe mich zunächst von einem guten Freund, der selbst Finanzberater ist, beraten lassen (umsonst war es trotzdem nicht) und nach drei erfolgreichen Jahren dann selbst ein wenig optimiert.


      Hat er recht dr Kollege. Gute Leistung darf auch was kosten.

      Kann dir nur zustimmen- Wunder darf man nicht erwarten! Besser is, überhaupt erst mal anzufangen.