Erfahrung mit DVAG

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Meine Lebenspartnerin ist unglücklicherweise bei einem solchen Mitarbeiter, der absolut keine Ahnung hat. Die abgeschlossenen Produkte sind fehlerhaft beraten und auch der Provisionsgedanke stand offensichtlich im Vordergrund.

      In der Regel sind es ungelernte Mitarbeiter, die in kurzen Schulungen das zum Verkauf notwendige Fachwissen erhalten.

      Das Gespräch mit diesem "kompetenten" Mitarbeiter steht noch an, bin mal gespannt und hoffe das er einsichtig ist, sonst gibt es halt doch ein wenig Redebedarf.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Habe auch gehört, dass eine Art von Gehirnwäsche durchgeführt wird. Einige oder vielleicht alle, werden zum Coaching geschickt. Dort wird ihnen dann erzählt wie Sie reich werden, dass sie dafür ihre aktuellen Freunde aufgeben sollen u.s.w. Belohnt werden sie dann mit einem Aufenthalt in irgendeinem Hotel der DVAG oder wie dieses Jahr mit einer Schiffsreise auf der AIDA.
      Hat auch hier jemand Erfahrung gemacht?
    • Gibt's die immer noch?!

      Nein im Ernst, ich bin vor mittlerweile etwa 30 Jahren mehrfach gefragt worden, ob ich auch Berater bei der DVAG werden möchte (übrigens genau so wie damals bei der HMI, kennt die noch einer?)

      Wie die DVAG funktioniert (Schneeballsystem o.ä.) dürfte hinlänglich bekannt sein, also dass die Berater provisionsorientiert arbeiten, ist klar.

      Das mit der Kompetenz ist mit Sicherheit ähnlich wie bei den Banken. Auch dort haben die jungen Männer (egal ob sie Anzugträger sind oder nicht) oder feschen Mädels (ebenso vorteilhaft gekleidet) trotz ihrer angeblich fundierten Ausbildung manchmal weniger Ahnung als wir Kunden, und dass sie auch die Produkte ihres Hauses "verkaufen" müssen oder wollen, ist ebenso nichts Neues.

      Es geht nichts drüber, sich ausgiebig zu informieren und dann diese Dinge selbst zu entscheiden. Wer mit seiner Bank glücklich ist, soll dort bleiben und wer mit der DVAG o.ä. Strukturvertrieben gute Erfahrungen hat, soll das mit denen machen.

      Aber Garantie gibts bei keinen!
    • Es gibt mit Sicherheit auch gute Vermittler (das Wort Berater sollte man hier nicht in den Mund nehmen). Das Problem ist die eingeschränkte Produktpalette, die vorgeschrieben ist. Passgenaue Beratung, somit Fehlanzeige. Sofern der Kunde noch alle Sachversicherungen über die AachenMünchener hat, gute Nacht. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, mit gleichen und besseren Bedingungen und wesentlich günstiger.
    • Wir haben auch sehr schlechte Erfahrungen mit der DVAG gemacht. Ein Berater aus Pfrondorf hatte unsere Freundschaft ausgenutzt und meine Frau und ihrem Sohn miserable Produkte verkauft. Es stand die Provision des Beraters im Vordergrund. Ein Aktienfond bei dem man monatlich Anteile kauft wurde meiner Frau vermittelt. Die Analyse war aufwendig, da man alle Abbuchungen vom Girokonto addieren musste, um die Summe mit dem Depotbestand zu vergleichen. Unterm Strich waren nach deutlich über einem Jahr nur wenige Euro Gewinn entstanden. Als sie dann den Fond auflöste behauptete der Berater es sei doch nicht schlecht gelaufen. Wenn man das Kursrisiko mit einbezieht, dann bekommt man ähnlich wenig bei der Sberbank auf dem Tagesgeldkonto und das völlig ohne Kursrisiko.

      Der Hammer war dann aber der Verkauf eines Bausparvertrages an den Sohn meiner Frau. Es wurde zweimal 50.000 Euro Bausparsumme vereinbart. Monatlich kann mein Stiefsohn aber nur 50 Euro einzahlen. Weshalb eine so hohe Summe vereinbart wurde liegt auf der Hand, die Abschlussgebühr beträgt somit 1600 Euro!! Herr S. hat da nur den Dollarblick zu seinen Gunsten gehabt, er musste handschriftlich vermerken, dass nur 50 Euro satt 200 Euro eingezahlt werden. Wäre Herr S. damals nicht unser Freund gewesen, hätte ich ihn gelinde gesagt aus dem Haus geworfen. Freundschaften werden bei der DVAG für eigene Interessen Missbraucht. Einmal DVAG und nie nie wieder, so etwas braucht Keiner. Da Herrn S. diese Geschäft nicht genug war, bedrängte er meinen Stiefsohn mehrmals, ihm Adressdaten seiner Freunde zu nennen. Da das meinem Stiefsohn aber gehörig auf den Keks ging, nannte er zum Glück keine Adressen.
    • Ich habe gerade auch eine spannende Erfahrung mit meinem Vermögensberater von der DVAG gemacht. Er berät uns schon seit vielen Jahren. Bisher waren wir immer zufrieden. Wir planten schon lange aus unserer Mietwohnung rauszukommen und ein Haus zu kaufen. Jetzt haben wir endlich ein Schnäppchen gefunden und die Finanzierung auch von unserem Vermögensberater berechnen lassen. Er hat diverse Banken verglichen. Leider war es nicht möglich, den vor 3 Jahren genau für den Hauserwerb abgeschlossenen Badenia-Bausparvertrag über 50.000 Euro zu nutzen. Die Badenia war jetzt viel zu teuer. Die knapp 10.000 Euro, die wir hier gespart hatten, konnten wir nicht einsetzen. Das war unsere erste Enttäuschung.

      Er hat uns als Ergebnis seines Vergleichs die Deutsche Bank mit einem Zins von 1,9% empfohlen und dort den ersten Termin organisiert. Wir brauchten zusätzlich zu unseren Ersparnissen 220.000 Euro. Am Ende des dritten Gesprächs bei der Deutschen Bank sind wir bei genau 1,98% rausgekommen. Dies sollte laut unserem DVAG Vermögensberater ein tolles Angebot sein. Mit der Deutschen Bank lief alles schnell und reibungslos ab. Die Dame von der Deutschen Bank war stets bemüht uns zu helfen. Irgendwie gab es aber Unsicherheit über den Wert unserer Immobilie. Daher musst ein Besichtigungstermin zur Begutachtung unseres Häuschens durch einen Sachverständigen stattfinden.

      Der junge Mann wurde zwar von der Deutschen Bank geschickt, war aber kein Freund derselben. Beim Ablaufen aller Zimmer fragte er, zu welchen Konditionen wir denn finanziert hätten. Bei den 1,98% schmunzelte er und meinte, daß wir wohl „sehr treue Kunden der Deutschen Bank“ seien. Nachdem ich das verneinte, fragt er mich, ob ich wüsste, dass man aktuell 20-30% günstiger als 1,98% finanzieren könnte. Damit hatte er meine Aufmerksamkeit!

      Er war nicht nur freier Immobiliensachverständiger, sondern auch ein unabhängiger Immobilienfinanzierungsberater. Auf seinem iPad zeigte er mir innerhalb von 5 Minuten, welche Zinssätze hunderte Banken für unsere Finanzierung anboten. Die Deutsche Bank tauchte auch in der Liste auf, mit 1,85%. Die besten Zinsen bot die PST Bank mit 1,47%. Schockierende 100 Euro weniger pro Monat! Es dämmerte mir, dass mein Vertrauen in unseren Vermögensberater vielleicht etwas übertrieben war.

      Da der Sachverständige weiter musste, haben wir einen Beratungstermin für den gleichen Abend vereinbart. Per Email schickte er mir die Liste der benötigten Unterlagen, die ich vorzubereiten hatte. Im Großen und Ganzen das Gleiche wie bei der Deutschen Bank. War also einfach. Um den Zahlungstermin einzuhalten, haben wir uns am Ende für die DiBa entschieden. Die bot 1,65% und damit gut 55 Euro pro Monat weniger, als die von der DVAG empfohlene Deutsche Bank. Vertrag von der DiBa kam innerhalb von einer Woche. Danach ging es Ratz-Fatz.

      Unser Vermögensberater war anfangs etwas sauer, aber hallo, es geht über die Jahre um einen Unterschied von mehr als 7.000 Euro. Nach dem Beratungsfehler mit dem Bausparvertrag der Badenia war dies sein zweiter Patzer. Hätten wir nicht durch Zufall noch den besseren Berater gefunden, wäre uns sein Rat teuer zu stehen gekommen. Wir spielen jetzt weiter im gleichen Team Handball. Um unsere Finanzen kümmern wir uns jetzt allein.