Erfahrungen mit der DAB Bank

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    • Ich bin seit dem Sommer 2014 Kunde der DAB-Bank. Grund für meine Entscheidung war, dass ich als Freiberufler dort ein Girokonto haben kann, das ich auch als Geschäftskonto nutze. (Die DKB bietet das nur für einen ganz kleinen Kreis von Freiberuflern an.)
      Ich bin mit der Kontonutzung sehr zufrieden. Einzige Ausnahme: Beim Internetbanking wünsche ich mir mehr Übersichtlichkeit und eine bessere (schneller greifbare, orientierungsfreundlichere) Gestaltung der Website.
      Dass es für Guthaben-Beträge eine (wenn auch Mini-)Verzinsung gibt, finde ich reell. Die Dispozinsen finde ich immer noch zu hoch, im Vergleich zu meinem bisherigen Sparkassenkonto aber schon eine große Verbesserung.
      Auch die Arbeit mit meinem Wertpapier-Depot funktioniert gut. Gute Übersichtlichkeit.
      Was mir sehr gut gefällt, sind die monatlichen und vierteljährlichen Auszüge resp. Übersichten über den gesamten Bestand. Sie sind übersichtlich und gut brauchbar.
      In dem Zusammenhang: Was mich sehr irritiert hat, war zu erfahren, dass für die postalische Versendung der Jahressteuerbescheinigung - auf die ich einen Anspruch habe und die online nicht versandt wird! - das Porto belastet bekomme. Heißt für mich: Kosten für Kernprozesse der Bank werden z.T. auf die Kunden abgewälzt werden. Und das, nachdem ich mit dem Onlinebanking einen Großteil der Arbeit ohnehin schon erledige. Eine ungute Entwicklung.
      Zuletzt: Ich beobachte den Verlust der Eigenständigkeit (Kauf durch BNP Paribas) mit Sorge. Kurz später schon war die DAB-Bank nicht mehr Teil der Cash Group, deren Geldautomaten kostenlos nutzbar waren. Sie sind es noch, aber nur, weil die DAB-Bank nun vorläufig selbst die Gebühren für die "Fremdautomaten-Nutzung" übernimmt. Ich frage mich: Wie lange noch? Und welche Änderungen der Konditionen sind - nach einer Schamfrist - zu erwarten?
    • Ich bin ebenfalls seit einigen Jahren Kundin der DAB Bank und bin mit meinem Konto auch ganz gut zufrieden.

      @LaNeuve: Genau, diese Woche bekam ich ein Schreiben in mein Konto-Postfach, dass es zum 01.01.2016 eine Verschmelzung der DAB Bank mit der BNP Paribas gibt. Dadurch ergibt sich ein Wechsel des Einlagensicherungssystems (vom Deutschen zum Französischen). An den Konditionen selbst wird sich allerdings nichts ändern.

      Eine ganz gute Übersicht mit den Konditionen und Besonderheiten gibt es übrigens hier: firmendo.de/

      LG
      FinanzFee
    • Ich benutze mein Konto/Depot bei der DAB fast ausschließlich für den Kauf/Verkauf und natürlich die Verwaltung von Wertpapieren. Mir gefällt in diesem Zusammenhang vor allem der Aufbau der Datentabelle und die Übersichtlichkeit. Das war einer der Hauptgründe, weshalb ich mein Depot von der Consorsbank an die DAB übertragen habe, denn die Informationen waren dort (für meine Ansprüche) sehr unübersichtlich. Ich hoffe nun, da beide zur BNP Paribas gehören, dass es diesbezüglich keine Änderung geben wird. Schön finde ich, dass man zwei Depots führen kann. Auch das gesamte Handling der Transaktionen entspricht meinem Stil. Leider kann man den Geldbetrag für eine Order nicht aus dem (zwar gering verzinsten) Tagesgeldkonto entnehmen, sondern muss es auf dem unverzinsten Depotkonto halten, bis der Auftrag ausgeführt ist. Dies kann sich, vor allem beim Kauf von festverzinslichen Währungsanleihen, schon mal über einen längeren Zeitraum hinziehen. Aber, es ist auch bei anderen Banken (z.B. ING-DiBa) so.
      FAZIT: Ich bin sehr zufrieden mit den Transaktionsgebühren, der Darstellung der Depotinformationen und dem Transaktionshandling.
      Freundliche Grüße Inkasun
    • Inkasun1 schrieb:

      [...] Leider kann man den Geldbetrag für eine Order nicht aus dem (zwar gering verzinsten) Tagesgeldkonto entnehmen, sondern muss es auf dem unverzinsten Depotkonto halten, bis der Auftrag ausgeführt ist. Dies kann sich, vor allem beim Kauf von festverzinslichen Währungsanleihen, schon mal über einen längeren Zeitraum hinziehen. Aber, es ist auch bei anderen Banken (z.B. ING-DiBa) so.
      [...]
      Ja, das finde ich bei der DAB auch schade.

      Bei der ING-DiBa ist es aber tatsächlich anders:
      Da kann das Tagesgeldkonto das Verrechnungskonto fürs Depot sein.
    • Achtung: Billig ist nicht Alles - für mich ist die DAB Bank kein zuverlässiger Geschäftspartner"

      Ende 2016 habe ich meine Konto der Einzelfirma bei der DAB Bank eröffnet; dabei habe ich einen Dispokredit mit 500€ und eine Kreditkarte mit einem Kreditkartenlimit von 2.500,00 € eingerichtet bekommen. Auf das Konto habe ich rund 4.000,00 € dauerhaft an Guthaben. Zusätzlich habe ich ein Tagesgeldkonto mit einem größeren Geldbetrag eröffnet. Soweit hat alles gut funktioniert.

      Dann habe ich ein weiteres, privates Girokonto eröffnet. Dabei habe ich den Standarddispokredit mit 500€ sowie die Kreditkarte wieder beantragt. Leider wurde mir beides abgelehnt. In einem ersten Schritt wurde begründet, dass mein Schufa-Banken-Score-Wert schlechter geworden ist. Nach Recherche und Abklärung stellte sich jedoch heraus, dass sich dieser Wert verbessert hat, vielmehr vergibt die DAB einem Neukunden maximal 5.000€ an Neukredit (also Dispo und Kreditkartenlimit).

      Über die Schufa habe ich meine Auskunft nach §34 Bundesdatenschutzgesetz im März angefordert. Da mir die DAB mitteilte, dass sich mein Score-Wert massiv verschlechtert hat, hier die erfassten Meldungen:
      Vodafone-Mobilfunkvertrag für einen Handyvertrag, den ich bereits seit über 10 Jahre habe, Anfrage Kreditkarte bei der DAB, neuer Stromvertrag, Anfrage der FondsFinanz Maklerservice wg. Anbindung. Also in Summe keine Negativmeldungen.

      Per 25.08.2016 kündigte mir nun die DAB die nicht erhaltene Kreditkarte auf meinem Privatkonto. Auf Nachfrage wird mir bestätigt, dass ein Schreibfehler vorliegt. Vielmehr wird mir jetzt die Kreditkarte für mein Firmenkonto gekündigt. Ausschlaggebend hierfür sei der Schufa-Banken-Score-Wert.

      Als Geschäftspartner ist die DAB für mich sehr unzuverlässig:
      1. Warum verlässt sich die DAB ausschließlich auf den Schufa-Banken-Score-Wert, obwohl dieser Wert zum einen nicht aussagefähig ist und zum anderen die DAB mit mir bereits ein 3/4Jahr zusammenarbeitet.
      2. Meine Frage, ob die Kündigung der Kreditkarte, bei der Schufa gemeldet wird, wurde mir nicht beantwortet.

      Also Achtung bei der Zusammenarbeit mit der DAB Bank. Billig ist nicht Alles.
    • Dein Problem "löst" sich in den nächsten Wochen von selbst, @Steffen74

      Die DAB gehört schon seit einiger Zeit zur BNP Paribas, so wie auch die Consorsbank, und es wurde schon länger gemutmaßt, ob beide Marken weiterhin nebeneinander bestehen bleiben werden.


      Nun wird es ernst: Laut DAB-Homepage ist der Plan für die Migration konkret. Die Kunden werden demnächst angeschrieben und in den nächsten Monaten (Sep/Okt/Nov) von der DAB zur Consorsbank umgezogen.

      Interessante Frage hierbei wäre, da man vermutlich mit der automatischen Migration keine Neukundenvorteile bei der Consorsbank bekommen wird:
      Könnte man vorher noch einen manuellen Depotübertrag machen und so in Genuss der Neukundenboni kommen?
      Wären immerhin 2,5% Tagesgeld-Zinsen für 12 Monate (bis 20.000 Euro)...
    • Hallo fredo47,
      das ist ein interessanter und guter Hinweis.

      Falls die Consorsbank allerdings auch diesen Schufa-Banken-Score-Wert nimmt, werde ich wieder abgedrängt.

      Auf der DAB - Seite habe ich mal nachgeschaut; Konten als Geschäftskonten werden nicht mehr angeboten ;-(. Vermutlich versuchen die, bestehende Kunden wie mich rauszudrücken. Jetzt wird ein "Schuh" draus. Perspektivisch werde ich mir also eine neue Bank suchen müssen. Ärgerlich. Hoffentlich versauen die mir jetzt nicht meine Schufaauskunft.

      Der Hinweis mit dem Tagesgeld ist gut. Meine Ehefrau hat das Angebot mit 1% für 12 Monate bereits angenommen, vielleicht sollte ich auch noch schnell zugreifen :-). Mit der Consorsbank gab es bis jetzt kein Problem ... aber wer weiß
    • Vor ein paar Wochen schrieb mir die DAB Bank, dass ich zu ihren „Topkunden" gehören würde und sie mich deshalb zu einem Infoabend über den Wechsel zur Consorsbank einladen würden.

      Das hätten sie besser nicht getan. Seit gestern Abend steht mein Entschluss fest: ich werde mein Wertpapierdepot von der DAB Bank/Consorsbank abziehen.

      Die Veranstaltung war grottenschlecht. Eine Mitarbeiterin der DAB Bank sollte die Begrüßung machen und die Mitarbeiter sowohl von Consorsbank als auch DAB Bank vorstellen. Obwohl es sich um jeweils nur vier oder fünf Kollegen der betreffenden Bank handelte, hatte sie Schwierigkeiten, die Namen der Consorsbank-Kollegen den Personen zuzuordnen.

      Dann trat als Hauptredner ein Vertreter der Consorsbank ans Mikrofon. Er unterstrich vor allem, dass die Consorsbank sich als leistungsfähiger Partner der "Trader" versteht.

      Stolz berichtete er von Kunden der Bank, die als Privatperson 12 Stunden am Tag vor ihren Bildschirmen säßen, um vom "day-trading" zu leben. Sein Spitzenkunde hätte in seinem Wohnzimmer 15 Computerbildschirme arrangiert, die er gleichzeitig beobachten würde, um zu sehen, „was gerade am Markt passiert".

      Begeistert berichtete er davon, dass die Software der Consorsbank solche Bedürfnisse perfekt unterstützen würde.

      Als danach einige der DAB Bankkunden nach konkreten Veränderungen für Details ihrer bisherigen Konto- und Depotführung fragten, musste er jedoch meistens mangels Wissen passen.

      Als Fazit ergab sich, dass die Consorsbank in vielen Features ähnlich wie die DAB Bank funktioniert. Allerdings wird es in Zukunft den sogenannten „DAB Sekunden Handel" nicht mehr geben. Und auch die Plattform „DAB Bestprice" wird ersatzlos abgeschafft. Er räumte ein, dass der Wechsel zur Consorsbank für keinen DAB Kunden im Hinblick auf die Kosten günstiger wird. Manche Dienstleistungen werden – je nach Kundenverhalten – künftig teurer sein.

      Die Stimmung unter den Gästen dieses Abends (immerhin lauter "Topkunden") war dementsprechend.
      Man könnte sie vielleicht als „not amused" bezeichnen.

      Ich habe für mich beschlossen, dass wenn ich mich schon an ein neues „Look & Feel“ einer Website gewöhnen muss, ich auch gleich zu einem anderen Anbieter wechseln kann. Meistens bekommt man als Neukunde woanders noch eine Art „welcome bonus"

      Immerhin bietet comdirect derzeit eine Prämie von 500 €, wenn man ein Depot von mindestens 100.000 € an diese Bank überträgt. Wer bisher noch nicht comdirect-Kunde ist, bekommt sogar noch einen Hunderter extra.

      Tschüß DAB Bank - war schön mit uns. Aber das war's dann auch.