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- Testamentsauslegung, Vorversterben des Lebensgefährten
... Auslegung eines Testaments bei Vorversterben des Lebensgefährten Ein Mann setzte seine langjährige Lebensgefährtin als Alleinerbin ein. In dem Testament bat er seine Geschwister, mit denen er ein äußerst inniges Verhältnis pflegte, für diese Entscheidung um Verständnis. Die in dem Testament bedachte Lebensgefährtin verstarb jedoch vor dem Erblasser. Nach dessen Tod wurde das unveränderte Testament aufgefunden. Nunmehr machte der Sohn der Lebensgefährtin seine Erbansprüche gegenüber den Geschwistern des Verstorbenen ...
- Testamentsauslegung - Wille des Erblasser
... dass der Inhalt eines Testamentes unklar ist und Anlass zu Zweifeln und verschiedenen Interpretationen gibt, was der Erblasser nun tatsächlich mit seinem letzten Willen gemeint hat. Ein Testament sollte daher so eindeutig abgefasst sein, dass keine Auslegung des Testaments erforderlich ist. Eine Auslegung ist erforderlich, wenn die Anordnungen im Testament unklar sind. Es ist dann der wahre Wille des Erblasser zu erforschen (vgl. § 133 BGB ). Vom Nachlassgericht wird im Zweifel der gesamte Inhalt des Testaments ...
- Wie weit ist die Auslegung eines Testaments möglich?
... Nach dem im Paragrafen 2084 BGB enthaltenen Grundsatz der wohlwollenden Auslegung soll das Testament, soweit eben der wirkliche Wille des Erblassers über den Wortlaut erkennbar wird, erhalten bleiben. Das wird auch durch § 2085 BGB deutlich. Während nach der allgemeinen zivilrechtlichen Regel in § 139 BGB bei Teilnichtigkeit eines Rechtsgeschäfts im Zweifel das ganze Rechtsgeschäft nichtig wird, ist es bei § 2085 BGB genau umgekehrt: Die Unwirksamkeit einer von mehreren Verfügungen soll die übrigen Verfügungen ...
- Ersatzerbschaft mit Einsetzung Ersatzerbe
... der Nacherbe in der Regel erst nach dem Vorerben Schlusserbe. Der Vorerbe behält sein Recht auf die Erbschaft bis zu einem vom Erblasser bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis. Die Abgrenzung zwischen Ersatzerbe und Nacherbe ist häufig schwierig durch Auslegung zu ermitteln. § 2102 BGB bestimmt daher: "Die Einsetzung als Nacherbe enthält im Zweifel auch die Einsetzung als Ersatzerbe. Ist zweifelhaft, ob jemand als Ersatzerbe oder als Nacherbe eingesetzt ist, so gilt er als Ersatzerbe". Hat der Erblasser einen seiner ...
- Verjährung von Pflichtteilsansprüchen bei falscher Testamentsauslegung
... Zeitpunkt an, in welchem der Pflichtteilsberechtigte von dem Eintritt des Erbfalls und von der ihn beeinträchtigenden Verfügung Kenntnis erlangt hat. Ein diese Kenntnis ausschließender Irrtum liegt vor, wenn der Unterhaltsberechtigte nach seiner Auslegung der letztwilligen Verfügung sein gesetzliches Erbrecht nicht beeinträchtigt sieht und wenn diese Auslegung nicht von vornherein von der Hand zu weisen ist. Urteil des BGH vom 06.10.1999 - IV ZR 262/98, ZEV 2000, 26 Verwandt: Ratgeber Pflichtteil Finanztip.de Keine ...
- Testament Auslegung Einleitungssatz
... ein Testament mit der Einleitung Wenn nicht alles klar ist vor meinem Tode , können Zweifel bestehen, ob der nachfolgende Text rechtlich überhaupt als letztwillige Verfügung zu werten ist. Das Oberlandesgericht Koblenz kam im Wege der Testamentsauslegung zu dem Schluss, dass dem Einleitungssatz offenbar die Vorstellung des Erblassers zugrunde lag, dass eine lebzeitige Verfügung über sein Vermögen jedwede Anordnung von Todes wegen überflüssig mache. Da beim Tod des Erblassers eine Reihe nicht verteilter Vermögenswerte ...
- Erbvertrag Scheidung Fortbestand Auslegung
... Nach der gesetzlichen Auslegungsregel des § 2279 Abs. 2 i.V.m. § 2077 Abs. 1 BGB wird die in einem mit seinem mittlerweile geschiedenen Ehegatten abgeschlossenen Erbvertrag getroffene letztwillige Verfügung des Erblassers mit der Ehescheidung unwirksam. Eine Ausnahme gilt nur, wenn anzunehmen ist, dass der Verstorbene die Verfügung auch für diesen Fall getroffen hätte. Die Beweislast hierfür trägt der geschiedene Ehepartner, der sich auf die Wirksamkeit des Erbvertrags beruft. Beschluss des OLG München vom 08.02 ...
- Erbschaftseinsetzung Vorversterben Ersatzerbe
... Ist ein vom Erblasser als Erbe eingesetztes Kind bereits vor dem Erbfall verstorben, treten nach der Auslegungsregel des § 2069 BGB dessen Kinder an seine Stelle, soweit der Erblasser nichts Abweichendes verfügt hat. Diese Auslegungsregel gilt jedoch nur für Abkömmlinge des Erblassers. Sie kann nicht - auch nicht analog - angewandt werden, wenn der Erblasser nicht Abkömmlinge, sondern andere nahe Verwandte als Erben eingesetzt hat. Gleichwohl ist in einem solchen Fall zu prüfen, ob im Wege der (ergänzenden) ...
- Testamentsvollstrecker, Entlassung, Interessenskonflikt
... die Verfügung begünstigt ist, kann es zu Interessenskonflikten kommen. Dies rechtfertigt jedoch nicht in jedem Fall die Entlassung des Testamentsvollstreckers. Streiten Erbe und Testamentsvollstrecker, der zugleich Vermächtnisnehmer ist, über die Auslegung des Testaments, so begründet es nicht schon für sich genommen die Entlassung des Testamentsvollstreckers, wenn dieser eine für ihn günstige Testamentsauslegung vertritt. Beschluss des BayObLG vom 11.07.2001 1 Z BR 131/00 ZAP EN-Nr. 602/2001 Finanztip.de Keine ...
- Auslegung eines Testaments
... Oberste Landesgericht sah in dem Testament die Einsetzung der Schwester des Erblassers als Alleinerbin mit den Auflagen , wohltätigen Einrichtungen einen bestimmten Geldbetrag zukommen zu lassen und Tante E. ein Wohnrecht einzuräumen. Verwandt: Auslegung des Willen im Testament Eine testamentarische Aufteilung des Nachlasses kann als Erbeinsetzung angesehen werden. Allerdings müssen nicht alle Bedachten auch zu Erben berufen werden. Vielmehr kann die Auslegung ergeben, dass nur einzelne der bedachten Personen als ...
- Auslegung im Testament: missverständliche Formulierungen
... Grundsätzlich können missverständliche Formulierungen durch Auslegung interpretiert werden. Allerdings muss der entsprechende Erblasserwille im Testament, wenn auch nur schwach, wenigstens ansatzweise zum Ausdruck kommen. Fehler ergeben sich zum Beispiel auch aus einem falschen umgangssprachlichen Verständnis von juristischen Begriffen. So setzt mancher Familienvater gern seine Frau als Vorerbin und die Kinder zu Nacherben ein. Jedoch kann der Vorerbe ohne Zustimmung der Nacherben nicht über das hinterlassene ...
- gemeinschaftliches Testament Auslegung gleichzeitiges Ableben
... Gemeinschaftliche Testamente von Eheleuten, in denen sie sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen und nach dem Tod des Letztversterbenden einen oder mehrere Schlusserben bestimmen, sind nicht selten missverständlich formuliert (z.B. nach unserem Ableben). In der Regel ist davon auszugehen, dass die Schlusserbeneinsetzung nicht auf den Fall beschränkt sein soll, dass beide Eheleute nahezu gleichzeitig (z. B. durch einen Flugzeugabsturz) ums Leben kommen, sondern in einem gewissen (auch längeren) Zeitabstand ...
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