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Auszug aus Artikeln zu Erbrecht bei Finanztip.de

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  1. Testamentsauslegung Ersatzerbe Nacherbe
    ... Ist unklar, ob jemand als Ersatzerbe oder als Nacherbe eingesetzt ist, so gilt er im Zweifel als Ersatzerbe ( § 2102 Abs. 2 BGB ). Diese Unterscheidung ist insbesondere deshalb wichtig, weil im Falle der Nacherbschaft der Vorerbe nach dem Gesetz zahlreichen Verfügungsbeschränkungen über das Erbe (insbesondere bei Immobilien) unterliegt. Die Formulierung in dem privatschriftlichen Einzeltestament eines Ehegatten Sollte meine Frau ebenfalls sterben, so gilt folgendes ... kann dahingehend ausgelegt werden, dass es sich ...  
  2. Ersatzerbschaft mit Einsetzung Ersatzerbe
    ... wenn der zunächst berufene Erbe wegfällt, wird der Nacherbe in der Regel erst nach dem Vorerben Schlusserbe. Der Vorerbe behält sein Recht auf die Erbschaft bis zu einem vom Erblasser bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis. Die Abgrenzung zwischen Ersatzerbe und Nacherbe ist häufig schwierig durch Auslegung zu ermitteln. § 2102 BGB bestimmt daher: "Die Einsetzung als Nacherbe enthält im Zweifel auch die Einsetzung als Ersatzerbe. Ist zweifelhaft, ob jemand als Ersatzerbe oder als Nacherbe eingesetzt ist, so gilt er als ...  
  3. Was versteht man unter Vor- und Nacherbschaft?
    ... Vom Ersatzerben ist der sog. Nacherbe zu unterscheiden. Während der Ersatzerbe nur dann Erbe wird, wenn der zunächst berufene Erbe wegfällt, wird der Nacherbe in der Regel erst nach dem Vorerben Schlusserbe. Der Vorerbe behält sein Recht auf die Erbschaft bis zu einem vom Erblasser bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis. Der Nacherbe wird erst von diesem Zeitpunkt oder Ereignis an erbberechtigt. Wurde der Zeitpunkt des Eintritts in die Nacherbfolge nicht ausdrücklich im Testament fixiert, tritt sie mit dem Tod des ...  
  4. Checkliste - eigenhändiges Testament
    ... Vorab: Vermeiden Sie unklare Formulierungen sowie Formfehler und verfassen Sie den Text eindeutig. Das Erbrecht kennt zwei unterschiedliche Formen des ordentlichen Testaments: das öffentliche (notarielle) Testament und das eigenhändige Testament (auch "privatschriftlich" genannt). Das notarielle Testament hat zwar auch einige Nachteile (Kosten der Errichtung und es kann nicht ohne weiteres geändert werden), so dass doch viele Bundesbürger das eigenhändige Testament bevorzugen. Andererseits sind manche Verfügungen ...  
  5. Erbschaftseinsetzung Vorversterben Ersatzerbe
    ... Ist ein vom Erblasser als Erbe eingesetztes Kind bereits vor dem Erbfall verstorben, treten nach der Auslegungsregel des § 2069 BGB dessen Kinder an seine Stelle, soweit der Erblasser nichts Abweichendes verfügt hat. Diese Auslegungsregel gilt jedoch nur für Abkömmlinge des Erblassers. Sie kann nicht - auch nicht analog - angewandt werden, wenn der Erblasser nicht Abkömmlinge, sondern andere nahe Verwandte als Erben eingesetzt hat. Gleichwohl ist in einem solchen Fall zu prüfen, ob im Wege der (ergänzenden) ...  
  6. Ersatzerbeneinsetzung oder Nacherbschaft
    ... Die Anordnung, ein anderes Kind soll ein bestimmtes Anwesen erhalten, wenn das zunächst bedachte Kind ohne Nachkommen verstirbt, muß nicht zwangsläufig eine Vor- und Nacherbschaft enthalten. Sollte das zuerst bedachte Kind bei Verfügungen unter Lebenden oder von todeswegen nicht beschränkt sein, liegt nur die Anordnung einer Ersatzerbfolge vor. (Bayerisches OLG, Beschluß vom 07.12.1999 ZBR 127/99) In diesem Falle ist der Bedachte in der Verfügung über den Nachlass nicht eingeschränkt. Einschränkungen ergeben sich ...  
  7. Ersatzerbeneinsetzung oder Nacherbschaft
    ... Die Anordnung, ein anderes Kind soll ein bestimmtes Anwesen erhalten, wenn das zunächst bedachte Kind ohne Nachkommen verstirbt, muß nicht zwangsläufig eine Vor- und Nacherbschaft enthalten. Sollte das zuerst bedachte Kind bei Verfügungen unter Lebenden oder von todeswegen nicht beschränkt sein, liegt nur die Anordnung einer Ersatzerbfolge vor. (Bayerisches OLG, Beschluß vom 07.12.1999 ZBR 127/99) In diesem Falle ist der Bedachte in der Verfügung über den Nachlass nicht eingeschränkt. Einschränkungen ergeben sich ...  
  8. Testamentsauslegung, Vorversterben des Lebensgefährten
    ... Obersten Landesgericht zu Gunsten der Geschwister des Verstorbenen entschieden. Hat der Erblasser in einer letztwilligen Verfügung eine Person zum Erben eingesetzt und verstirbt diese vor dem Erblasser, so ist die Verfügung gegenstandslos, wenn kein Ersatzerbe bestimmt ist. Handelt es sich allerdings bei dem eingesetzten und vorverstorbenen Erben um einen Abkömmling des Erblassers, so ist auch ohne ausdrü ...  
  9. Checkliste zur Testamentserrichtung
    ... Der allerwichtigste Punkt für die gewillkürte Erbfolge per Testament ist natürlich: Wer soll was, wann zu ggf. welchen Bedingungen von meinem (unserem) Vermögen erhalten? In welcher Form (eigenhändig oder öffentlich) will ich ein rechtlich wirksames Testament errichten und was bezwecke ich damit? Steht im Vordergrund die Absicherung von Familienangehörigen oder was will ich mit der gewillkürten Erbfolge erreichen? Wenn die Motivation für das Aufsetzen eines Testaments geklärt ist, sollte man sich über die Verteilung ...  
  10. gemeinschaftliches Testament, Schlusserbe, Vorversterben
    ... und fällt dieser nach der Errichtung des Testaments z. B. durch Tod weg, so ist im Zweifel anzunehmen, dass dessen Abkömmlinge insoweit zu berücksichtigen sind, als sie bei der gesetzlichen Erbfolge an dessen Stelle treten würden (so genannte Ersatzerben). Dies regelt § 2069 BGB . Diese Vorschrift ist auch dann anzuwenden, wenn der in einem gemeinschaftlichen Testament bedachte und vorverstorbene Schlusserbe nur vom erstverstorbenen Ehegatten abstammt. Urteil des BGH vom 28.03.2001 IV ZR 245/99 FamRZ 2001, 993 MDR ...  
  11. Erbschaft Teilausschlagung
    ... 1951 BGB handelt. Eine Gestattung des Erblassers zu getrennter Annahme oder Ausschlagung eines Erbteils ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn der Erblasser einen Erben teilweise zum Erben und teilweise zum Nacherben einsetzt und eine Ersatzerbenanordnung für den Fall trifft, dass der so Bedachte nicht Nacherbe wird. In diesem Fall soll - so das Kammergericht Berlin - de ...  
  12. Erbschaft Erbausschlagung Alleinerbe
    ... Alleinerbe ist. Auch dieser muss das Recht auf Ausschlagung haben, wenn er im Testament enthaltene Beschwerungen und Auflagen nicht hinnehmen will. Schlägt der Alleinerbe das Erbe fristgerecht aus, kann er von dem an seine Stelle nachrückenden Ersatzerben Auskunft über die Höhe des Nachlasses und die Auszahlung des Pflic ...  

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