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Auszug aus Artikeln zu Erbrecht bei Finanztip.de

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  1. Vorerbschaft und Nacherbschaft
    ... Erbschaft gehörenden Gegenstände zu verfügen. Ohne die Zustimmung des Nacherben darf er allerdings Grundstücke und Schiffe nicht veräußern oder belasten. Außerdem darf er Nachlassgegenstände nicht verschenken oder verschleudern. Was ist ein befreiter Vorerbe? Der Erblasser kann den Vorerben im Testament von der Beschränkung, über Grundstücke und Schiffe zu verfügen, befreien. Der Vorerbe wird dann als „befreiter“ Vorerbe bezeichnet. Schenkungen darf aber auch ein befreiter Vorerbe nicht ausführen! Welche Pflichten ...  
  2. Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft im Testament
    ... Festlegung der Erben frei. Daher kann er auch sein Vermögen an mehrere Personen in zeitlich versetzter Reihenfolge übertragen. Der Erblasser kann somit einen Erben bestimmen, der aber erst Erbe (Nacherbe) wird, nachdem zunächst eine andere Person (Vorerbe) geerbt hat ( § 2100 BGB ). Der Vorerbe ist praktisch ein "Erbe auf Zeit". Der Vorerbe und der Nacherbe sind beide Rechtsnachfolger des Erblassers. Im Gegensatz zur Erbengemeinschaft erben sie aber nicht gleichzeitig, sondern zeitlich versetzt hintereinander. Der ...  
  3. Falsche Bezeichnung eines Vorerben
    ... Eine Erblasserin hinterließ folgendes Testament: "Meinen Ehemann J. F. setze ich als Alleinerben ein. Nach dessen Tod erben meine Enkel D. und M. zu gleichen Teilen". Tatsächlich lag hier die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft vor. Vorerbe sollte der Ehemann werden. Nach dessen Tod sollten die Enkel der Erblasserin die Erbschaft antreten. Offenbar in Unkenntnis der Rechtslage hatte sich die Erblasserin keine Gedanken darüber gemacht, ob ihr Ehemann als Vorerbe in seinen Verfügungen über den Nachlass frei sein ...  
  4. Vermächtniserfüllung durch nicht befreite Vorerben
    ... Beschränkungen (§ § 2112 ff BGB ). Zum Beispiel darf er ohne Zustimmung des Nacherben nicht über ein zum Nachlass gehörendes Grundstück verfügen. Der Erblasser kann jedoch eine Befreiung von diesen Verfügungsbeschränkungen anordnen (so genannter befreiter Vorerbe). Die Verfügung eines nicht befreiten Vorerben bedarf jedoch dann nicht der Zustimmung des Nacherben, wenn damit ein vom Erblasser angeordnetes Vermächtnis (hier Zuwendung eines Grundstücks an einen Dritten) erfüllt werden soll. Ansonsten könnte der Nacherbe ...  
  5. Vorerbeneinsetzung, Testament, Auslegung
    ... Zweifelhafte Vorerbeneinsetzung Eine Bäuerin lebte nach dem Tod ihres Ehemanns jahrelang in eheähnlicher Lebensgemeinschaft mit einem neuen Partner, mit dem sie auch ihren Hof betrieb. Nach ihrem Tod wurde ein privatschriftliches Testament aufgefunden, in dem es wörtlich hieß: Mein letzter Wille ist, dass H. H. W. (gemeint war der Lebensgefährte) nach meinem Tod als Erbe eingesetzt wird, solange er lebt. Die Angehörigen der Verstorbenen meinten, auf Grund der gewählten Formulierung solange er lebt habe sie gewollt, ...  
  6. Was versteht man unter Vor- und Nacherbschaft?
    ... vom Erblasser bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis. Der Nacherbe wird erst von diesem Zeitpunkt oder Ereignis an erbberechtigt. Wurde der Zeitpunkt des Eintritts in die Nacherbfolge nicht ausdrücklich im Testament fixiert, tritt sie mit dem Tod des Vorerben ein. Der Erblasser kann also einen Erben in der Weise einsetzen, dass dieser erst Erbe wird, nachdem zunächst ein anderer Erbe geworden ist. Die Rechtsstellung des Vorerben kann vom Erblasser unterschiedlich bestimmt werden. So kann der Vorerbe etwa von ...  
  7. Erbe ist nicht gleich Erbe
    ... In einem Testament kann nach "Vorerben" und "Nacherben" eingestuft werden. Dies kann der Fall sein, wenn der Erblasser will, dass zunächst der Partner und dann die Kinder erben sollen. Der Vorerbe kann in der Regel nur eingeschränkt über das Erbe verfügen. Wenn er Gegenstände verschenkt oder deutlich unter Wert abgibt, kann der "Nacherbe" sie gegebenenfalls sogar vom Empfänger zurückverlangen. So konnte in dem vom Oberlandesgericht Bamberg am 8. Mai 2009 (AZ: 6 U 38/08) entschiedenen Fall eine Nacherbin erfolgreich ...  
  8. Behindertentestament - Vorsorge für ein behindertes Kind
    ... Wer kümmert sich um mein Kind, wenn ich nicht mehr für das Kind da bin?" Diese Sorge treibt besonders Eltern behinderter Kinder um. Mit einem Behindertentestament kann das Vermögen vor dem Zugriff des Staates weitgehend geschützt werden. Unter einem Behindertentestament versteht man im Erbrecht die Gestaltung eines Testamentes mit dem Ziel, dem Erben trotz seiner Erbschaft die volle staatliche Unterstützung zu erhalten, ohne dass das vererbte Vermögen hierfür eingesetzt werden muss. Eine typische Gestaltung bildet ...  
  9. Ehegattentestament - gemeinschaftliches Testament
    ... eigenhändiges Testament und die Besonderheiten der gesetzlichen Erbfolge für Ehegatten . Bei einem Ehegattentestament (Gemeinschaftliches Testament) kann der überlebende Ehegatte eingesetzt werden als Alleinerbe (vgl. Erbrecht des Ehegatten ), als Vorerbe und als Vermächtnisnehmer . Ehegatte als Alleinerbe Ein gemeinschaftliches Testament ist auch das in Deutschland weit verbreitete "Berliner Testament". In diesem Testament setzen sich di ...  
  10. Erbschaft Nacherbe Vorversterben Übergang
    ... geltenden Erbanteil geltend. Im Streit über das Erbe ging er vor dem Landgericht Krefeld jedoch leer aus. Ist in einem Testament oder Erbvertrag Vor- und Nacherbschaft angeordnet, ist Nacherbe derjenige, der erst Erbe wird, nachdem zunächst ein anderer Vorerbe geworden ist. Verstirbt ein Nacherbe zwischen Erbfall und Nacherbfall, also vor dem Vorerben, vererbt sich sein Nacherbenrecht grundsätzlich gemäß § 2069 BGB auf seine Erben. Dieses Anwartschaftsrecht geht jedoch dann nicht auf den Erben über, wenn er zuvor das ...  
  11. Testamentsauslegung - Wille des Erblasser
    ... Leider kommt es immer wieder vor, dass der Inhalt eines Testamentes unklar ist und Anlass zu Zweifeln und verschiedenen Interpretationen gibt, was der Erblasser nun tatsächlich mit seinem letzten Willen gemeint hat. Ein Testament sollte daher so eindeutig abgefasst sein, dass keine Auslegung des Testaments erforderlich ist. Eine Auslegung ist erforderlich, wenn die Anordnungen im Testament unklar sind. Es ist dann der wahre Wille des Erblasser zu erforschen (vgl. § 133 BGB ). Vom Nachlassgericht wird im Zweifel der ...  
  12. Ersatzerbschaft mit Einsetzung Ersatzerbe
    ... Erbe, dann allerdings mit allen Rechten und Pflichten. Der Ersatzerbe ist vom so genannten Nacherbe zu unterscheiden. Während der Ersatzerbe nur dann Erbe wird, wenn der zunächst berufene Erbe wegfällt, wird der Nacherbe in der Regel erst nach dem Vorerben Schlusserbe. Der Vorerbe behält sein Recht auf die Erbschaft bis zu einem vom Erblasser bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis. Die Abgrenzung zwischen Ersatzerbe und Nacherbe ist häufig schwierig durch Auslegung zu ermitteln. § 2102 BGB bestimmt daher: "Die Einsetzung ...  

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