Einleitung zur Erbschaftssteuer

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
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Das steuerliche Aufkommen aus der Erbschaftsteuer (ErbSt) beträgt rund 5 Milliarden Euro. Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise werden immer größere Vermögen vererbt. Zunehmend wird die Erbschaftsteuer auch als politische Kompromissvariante zwischen Regierung und Opposition eingesetzt. Hinzu kommt: Der Erbe kann dem Finanzamt praktisch so gut wie nichts vorenthalten. Diese Einleitung zur Erbschaftssteuer soll Ihnen Ihre Grundkenntnisse im Erbschaftssteuerrecht zu erweitern. Folgen Sie bei Bedarf den Links zu wesentlichen Artikeln im Erbschaftssteuerrecht.

Wer als Steuerpflichtiger (§ 2 ErbStG) Vermögenswerte aufgrund eines Testaments bzw. Erbvertrages oder aufgrund einer Schenkung erhält, fällt grundsätzlich unter das Erbschaftsteuerrecht. So heißt es u.a. im § 1 Abs. 1 ErbStG: "Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen der Erwerb von Todes wegen und die Schenkungen unter Lebende." Der Erbschaftsteuer unterliegt mithin nicht der Nachlass, sondern der Erbanfall beim einzelnen Erwerber. Mit der Höhe des Erwerbs steigt die Erbschaftsteuerhöhe progressiv an und entfernt verwandte oder nicht verwandte Personen werden höher besteuert als Erwerber aus dem engen Familienkreis. 

Für Schenkung und Erbfall werden die gleichen Steuersätze zugrundegelegt. Das Erbschaftssteuergesetz (ErbStG) gilt nach § 1 Abs. 1 ErbStG auch für Schenkungen unter Lebenden und Absatz 2 stellt die Schenkungsteuer in ihren Rechtsfolgen der Erbschaftsteuer weitgehend gleich. Ausnahme: Ein besonderer Versorgungsfreibetrag (vgl. § 17 ErbStG) kann nur im Todesfall (Erbschaft) in Anspruch genommen werden. Grundsätzlich gilt: Je größer der zu übertragende Geldbetrag, desto höher die Steuer. Die Freibeträge sind abhängig vom Verwandtschaftsgrad zum Beschenkten. Die Schenkungsteuer richtet sich nach 3 Steuerklassen. Regel: Je enger die Verwandschaft, desto geringer ist die Schenkungsteuer.

Schulden und Nachlassverbindlichkeiten

Vom steuerpflichtigen Erwerb im Todesfall können die unmittelbaren Erbfallkosten wie Kosten der Bestattung (auch Grabdenkmal und Grabpflege) sowie die unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung und Verteilung des Nachlasses entstehenden Kosten abgesetzt werden, so dass der Wert für die Erbschaftsteuer entsprechend gemildert wird. Typische Kosten sind Gebühren für Testamentseröffnung, Erteilung des Erbscheins oder die Aufwendungen für die Umschreibung im Grundbuch.

Schulden und andere Verbindlichkeiten mindern das Vermögen (steuerpflichtiger Erwerb) für die Erbschaftsteuer. Hierzu zählen auch die privaten Steuerschulden der verstorbenen Person. Die Freibeträge für Hausrat und persönliche Gegenstände sind zwar nicht besonders hoch; sie sollten aber voll genutzt werden. Hierbei kommt der Wertbeimessung eine besondere Bedeutung zu. Schließlich liegen zwischen dem höheren Wiederbeschaffungswert und dem privat erzielbaren Veräußerungserlös große Differenzen. 

Bei einer Erbschaft fallen teilweise auch höhere Kosten im Rahmen einer Erbauseinandersetzung an. Bei Grundstücken und Gebäuden bestehen häufig unterschiedliche Auffassungen über den Wert dieser Immobilien.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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