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ETF Leitfaden
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Was ist ein ETF (Exchange Traded Fund)?

Der Begriff "Exchange Traded Funds" (ETFs) wird allgemein ins Deutsche übersetzt mit "an der Börse gehandelter Fonds". Teilweise werden ETFs daher auch als Fondsaktien bezeichnet. Anleger können im Gegensatz zu klassischen Aktienfonds ETFs während der gesamten Börsenöffnungszeit im speziellen Segment XTF handeln. Nicht selten wird auch der Begriff "Indexfonds" als Synonym verwendet. Dies ist jedoch teilweise irreführend, weil Indexfonds manchmal auch "aktiv gemanagte" Fonds sind, während Exchange Traded Funds - zumindest in der engen Bezeichnung - gerade nicht "aktiv gemanaged" werden. Sofern in diesem Leitfaden ETFs als Indexfonds bezeichnet werden, so ist damit ein "börsengehandelter (passiver) Indexfonds" gemeint [Beispiel].

Der "normale" ETF ist der passive ETF. Gemeint ist damit, dass kein Fondsmanager aktiv eingreift. Der Index des zu Grunde liegenden Marktes ist der "Fondsmanager". ETFs bilden das Portfolio eines vorher festgelegten Index ab. Beispiel DAX: Für die Aufnahme und Gewichtung im DAX zählt die Marktkapitalisierung der sich im Streubesitz befindlichen Aktien (d. h. alle Aktien, die sich nicht im Besitz eines Eigentümers befinden, der über 5 % der Aktien besitzt) mehr bei Wikipedia.

Es findet mithin keine Einzeltitelauswahl statt. Diese passiven ETFs werden auch als klassische ("börsengehandelte") Indexfonds oder auch als Index-Tracker bezeichnet. Daneben gibt es auch einige wenige so genannte aktiv gemanagte ETFs. Da sie aber den Grundprinzipien des klassischen ETF (Indexfonds) widersprechen, bleiben sie hier unberücksichtigt. Es wird insoweit auf aktiv gemanagte Fonds verwiesen.

Ein ("börsengehandelter") Indexfonds bildet den zu Grunde liegenden Index möglichst genau nach. Der Vorteil entspricht dem Nachteil. Eine Outperformance des Index ist nicht möglich. Ist der Index erst einmal nachgebildet, bleibt der ETF bis zur nächsten Änderung des Index konstant. Die Zusammensetzung des Aktienindex DAX wird in der Regel zweimal im Jahr geprüft. Es fallen mithin nur dann Transaktionskosten an, wenn sich die Zusammensetzung des DAX ändert.

Da immer - wenn auch nur geringfügig - Transaktionskosten bzw. geringe Verwaltungsgebühren anfallen, kann der Markt mit klassischen ETFs nicht geschlagen werden. Dies ist aber auch nicht das Ziel, denn nach vielen wissenschaftlichen Untersuchungen schneiden 8 von 10 Indexanleger langfristig besser ab, als Anleger die über Fondsmanager oder "Stock-Picking" besser als der Index sein wollen.

Exchange Traded Funds vereinen die Vorteile mehrerer Anlageprodukte in sich. Sie sind täglich und einfach an der Börse zu handeln. Sie erlauben ein hohes Maß an Risikostreuung und sowohl die Kosten für den Erwerb als auch die Fondsverwaltung sind sehr niedrig. Last but not least: Das Anlagekapital von ETFs stellt wie bei normalen Investmentfonds Sondervermögen dar und ist somit im Falle einer Insolvenz geschützt.

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