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Beispiel: Die Assetklasse "Deutsche Aktien" kann in die Unterklassen "große Standardwerte", "mittelgroße Unternehmen" und "Nebenwerte" unterteilt werden. Eine andere Form der Unterteilung könnte nach Branchen und internationaler Ausrichtung erfolgen. Der Vermögenswert "Aktien" kann mithin zu mehreren unterschiedlichen Asset-Klassen gehören.
Mit dem Begriff "Asset-Allokation" wird die Aufteilung der Vermögenswerte in einem Wertpapierportfolio (Wertpapierdepot) auf die einzelnen Asset-Klassen bezeichnet. Da die einzelnen Asset-Klassen von Festgeld bis zu Optionsscheinen unterschiedliche Risiken in sich bergen, spricht man auch von Risikoklassen. Mit einer starken Streuung (Diversifikation) über viele Risikoklassen hinweg, lassen sich die Wertschwankungen einzelner Assetklassen deutlich reduzieren.
In der modernen Portfolio-Theorie hat die Asset-Allokation einen hohen Stellenwert im Hinblick auf die langfristige Wertentwicklung eines Gesamtportfolios. Der langfristige Ertrag wird danach stark von der Auswahl und Gewichtung der Asset-Klassen bestimmt. Dagegen wird es als relativ unwichtig angesehen, welche Einzeltitel an Wertpapieren sich innerhalb der einzelnen Asset-Klassen befinden.
Die Asset-Allokation wird von der Risikotoleranz des Anlegers und damit seiner persönlichen Risikoneigung stark beeinflusst. Ein "risikoscheuer Indexer" wird folglich mehr risikoarme Anlagen in sein Portfolio aufnehmen, während ein risikofreudiger (risikoaverser) Anleger nur einen geringen Teil von risikoarmen Anlagen in sein Portfolio aufnimmt.
Das Gesamtrisiko wird um so stärker gesenkt, je geringer die Korrelation zwischen den einzelnen Asset-Klassen im Portfolio ausgeprägt ist. Die Diversifikation sollte möglichst umfassend sein. Es gilt mithin möglichst viele Märkte abzudecken. Dies kann durch Länder- bzw. Regionen-Indexanlagen oder durch Index-Branchenfonds erfolgen. Da für alle wichtige Regionen Indexanlagen verfügbar sind, bieten sich insbesondere ETFs auf Regionen für die maximale Diversifikation an. Da niemand weiß, wie sich Wechselkurse in der Zukunft entwickeln und (kaufkraftgewichtete) Wechselkurse zumindest in der Währungstheorie langfristig um einen Mittelwert schwanken, kann die Frage der Währungsabsicherung bei breit gestreuten Indexanlagen vernachlässigt werden.
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