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Beispiel: Korrelation zwischen der Entwicklung des Preises für Rohöl und dem Deutschen Aktienindex DAX. Je niedriger der Korrelationskoeffizient beim Vergleich zweier Asset-Klassen ausfällt. desto besser eignen sich die Risikoklassen zur Risikostreuung (Diversifikation) im Portfolio. Wer mithin als Anleger glaubt, dass er schon eine optimale Risikostreuung erzielt hat, wenn er neben dem DAX auch den Eurostoxx 50 ins Portfolio aufnimmt, hat nach dieser Anlagetheorie den Begriff der Korrelation noch nicht richtig verinnerlicht.
ETF-Korrelationsmatrix für ETF-Portfolio
Wenn durch die Kombination von Asset-Klassen, die gering oder negativ miteinander korrelieren, eine Riskominimierung im Portfolio erzielt werden kann, wäre eine Übersicht über Korrelationen für den reinen Indexer nützlich. Diese Übersicht bietet eine ETF-Korrelationsmatrix.
Von einer Korrelationsmatrix ist die einfache ETF-Matrix abzugrenzen. Hierbei handelt es sich um eine tabellarische Darstellung, die helfen soll, den passenden ETF einer bestimmten Assetklasse zu finden. In der einfachen ETF-Matrix fehlt die Angabe des Korrelationskoeffizienten zwischen zwei Basiswerten.
Mit einer ETF-Korrelationsmatrix ist schnell ersichtlich, wie stark der Gleichlauf von zwei unterschiedlichen Basiswerten ist. Nachteil: In aller Regel werden nur wenige Asset-Klassen (zumeist Rohstoff-Indizes und Aktien-Indizes) in der Matrix aufgelistet. Eine derartige Korrelationsmatrix ist bei GodmodeTrader zu finden. Korrelationen schwanken zwar im Zeitverlauf. Eine Korrelationsmatrix gibt aber einen guten Anhaltspunkt.
Die Assetklassen sind im Anlegeralltag jedoch weitaus umfangreicher. Viele Anleger begnügen sich nicht mit Börsen-Indizes, sondern streuen ihr Investment aus Risikogründen zum Beispiel auch in Termingelder, festverzinsliche Wertpapiere in Euro und in Immobilien. Ein weiteres Beispiel: Ein Aktienhändler im Wertpapierbereich einer Bank wird mit seinem Gehalt eine viel höhere Korrelation zum Aktienmarkt aufweisen als ein beamteter Richter. So erhält der Aktienhändler ggf. eine umsatzabhängige Sondervergütung und sein Job hängt nicht zuletzt von der Entwicklung der Aktienmärkte ab.
Die Höhe des eigenen Vermögens, die persönliche Lebens- und Familiensituation, sichere Einmalzuflüsse (z.B. Erbschaften), die unterschiedlichen Anlage- und Entnahmezeiträume sind zum Beispiel ebenfalls Faktoren, die eine eigene Asset-Allokation stark beeinflussen. Es gibt daher kein "Schema F" in Form einer Tabelle oder einer Matrix, das einfach übernommen werden kann. Die Beispiele für eine Muster-Asset-Allokation, für ein Musterdepot und auch die Werte aus einer Korrelationsmatrix können nur Anregungen zum Abwägen geben (siehe Beispiel Aktienhändler und Richter).
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