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ETF Leitfaden
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ETF-Sparpläne

Das Investmentsparen mittels Fondssparpläne ist weit verbreitet. Für viele Indexanlagen gibt es noch keine ausreichende Zahl von Exchange-Traded-Funds-Sparplänen. Denn Berater und Banken verkaufen lieber einen aktiv gemanagten Fonds, weil das Geschäft mit ETFs als extrem margenschwach gilt. Aber immer mehr Anbieter richten die eigenen ETFs "sparplanfähig" aus, so dass in der Zukunft mit einem steigenden Angebot an "ETF-Sparplänen" zu rechnen ist.

Was macht nun ein Indexer, wenn es für ein bestimmtes gewünschtes Indexprodukt keinen Sparplan gibt. Entweder er investiert in einen aktiv gemanagten Fonds mit starker passiver Ausrichtung oder er kauft den ETF in Raten. Das Geld wird auf einem Tagesgeldkonto angespart und sobald der erforderliche Mindestbetrag erreicht ist, wird das gewüschte Indexprodukt erworben.

Im Zusammenhang mit einem Fondssparplan wird immer wieder gern herausgestellt, dass sich bereits mit kleinen regelmäßig eingezahlten Beträgen langfristig ein Vermögen aufbauen lässt. Der so genannte Cost-Average-Effekt sorgt dann dafür, dass ein Anleger für einen konstanten Sparbeitrag bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Fondsanteile kauft. Auf lange Sicht erhöht sich so die Durchschnittsrendite. Daher ist der Cost-Average-Effekt umso stärker, je länger der Fondssparplan läuft und je volatiler der Kursverlauf des Investmentfonds ist.

Die Aussage gilt genauso für Indexprodukte wie zum Beispiel einem Exchange Traded Fund. Die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt stellt sich somit für den Anleger nicht. Der Anleger kauft automatisch regelmäßig zu. Die Psychologie hilft mit: Bei fallenden Kursen kann er sich damit trösten, dass der nächste Kauf etwas "billiger" wird.

Hinweis: Berater und Banken verweisen gern auf den "Cost-Average-Effekt", um ein langfristiges Anlageprodukt zu verkaufen. Wenn es sich dann noch um einen Fondssparplan mit Ausgabeaufschlag handelt, verdient der Berater auch eine "anständige" Provision. Direktbanken und freie Fondsvermittler bieten hingegen viele Fondssparpläne ohne Agio (Ausgabeaufschlag) an.

Letztlich ist aber zur Erzielung des "Cost-Average-Effektes" kein Fondssparplan oder ETF-Sparplan erforderlich. Ein Terminvermerk im Online-Banking oder ein Dauerauftrag für das Giro- bzw. Tagesgeldkonto zum Kauf von Exchange Traded Funds erzielt den gleichen Effekt.

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