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Kerninvestment mit Satelliten

Der Begriff "Core-Satellite" ist lediglich eine andere Bezeichnung für das klassische Indexing. Der große Hauptanteil (Kern- bzw. Core-Investment) des zu investierenden Kapitals wird breit diversifiziert, so zum Beispiel in den MSCI World. Kleinere Teile des Kapitals ("die Satelliten") werden hingegen in Anlagen mit höheren und teilweise sogar sehr hohen Risiken (z.B. Schwellenländer) investiert.

Mit dem Core-Satellite Ansatz wird häufig auch eine Mischung zwischer aktiver und passiver Anlagestrategie beschrieben. So kann ein Indexfonds (ETF) auch "aktive" Elemente enthalten. Dabei soll der größte Teil des Kapitals – der Kern oder Core – nach wie vor in breit diversifizierte Anlagemärkte investiert werden. Damit wird das Risiko reduziert und eine Stabilität zum Vergleichsindex hergestellt.

Mit dem kleineren Teil des Portfolios, den so genannten Satelliten wird nun "aktiv" versucht, über den Kernbereich des Portfolios hinaus zusätzliche Erträge zu erzielen. Für den aktiv verwalteten Teil fällt dann eine Managementgebühr an. Die Kombination von reiner passiver Vermögensanlage auf der einen Seite und aktiven Fonds-Management auf der anderen Seite bedeutet aber auch, dass die reine passive Vermögensanlage verlassen wird.

Core-Satellite steht mithin für die klassische Asset-Allokation, die wiederum auf der persönlichen Risikobereitschaft des Anlegers aufbaut. Die jeweilige Gewichtung des Kernanteils bzw. der Satellitenanteile ist von ETF zu ETF unterschiedlich. Der Anleger kann und sollte sein Investment nach seinem persönlichen Risiko-Rendite-Profil zuschneidern. Die verstärkte Einführung von Exchange Traded Funds mit einem "aktiven" Core-Satellite-Ansatz ist auf das Wachstum reiner passiver ETFs zurückzuführen. Aktive Fondsgesellschaften haben dies realisiert. Nur wenige echte indexorientierte Anleger werden bereit sein, der Fondsgesellschaft eine entsprechende Gebühr für den "aktiven" Teil zu zahlen. Aber wer ist schon "echt" indexorientiert?

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