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Protective-Put-ETF

Neben Leverage-Effekten werden auch Call- und Put-Strategien in einige ETFs gepackt. Die Put-Strategie sieht den Kauf von Verkaufsoptionen vor. Ein Indexfonds in Form eines ETF mit eingebautem Versicherungsschutz gegen Kursstürze ist der Protective-Put-ETF. Mit dem Erwerb von Putoptionen sichert sich der Indexfonds innerhalb der Optionslaufzeit einen Mindeskurs auf den Index. Bei einem Protective-Put-Exchange-Traded-Fund liegt der erkaufte Versicherungschutz in der Regel fünf Prozent unter dem aktuellen Indexstand. Dies bedeutet, dass ein derartiger ETF quartalsweise nicht mehr als 5 Prozent plus der gezahlten Prämie verlieren kann.

In schwankungsintensiven Börsenphasen mit hoher Volatilität sind die Put-Prämien besonders hoch. Wegen der hohen Optionsgebühren für die Put-Optionen bleibt ein Protective-Put-ETF in einem Bullenmarkt (starker Indexanstieg) deutlich hinter dem Index zurück. In einem Bärenmarkt (nachhaltiger Kursrückgang) wird der Versicherungsschutz wirksam. Je stärker der Kursrückgang, desto weniger verliert der Protective-Put-ETF an Wert im Vergleich zum zugrunde liegenden Index.

Fazit: Bei einem ETF mit Protective-Put-Strategie kaufen Anleger zusätzlich zum Basiswert (Index) eine Put-Option. Dadurch werden die Verluste auf die Höhe des gezahlten Put-Optionspreises begrenzt. An steigenden Aktienmärkten partizipiert der ETF vollständig. Allerdings werden die Gewinne - gegenüber einem ungesicherten Portfolio - um die gezahlten Optionsprämien entsprechend gemindert.

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