Fintech für Versicherungen

Hinter den meisten Produkten steckt ein Makler

Das Wichtigste in Kürze

  • Junge Finanztechnologie-Unternehmen (Fintech) dringen in den Versicherungsmarkt vor.
  • Sie bieten hauptsächlich mobile Beratung und Vermittlung an.
  • Hinter den meisten Geschäftsmodellen stecken also Makler.
  • Groß im Kommen sind Apps, mit denen Verbraucher ihre Versicherungen online verwalten können. Es gibt aber auch Webseiten, die von Fintech-Firmen betrieben werden.
  • Nicht alle angebotenen Versicherungen sind sinnvoll. Prüfen Sie lieber mitmilfe unseres Ratgebers, welche Policen Sie wirklich brauchen und vergleichen Sie die Preise.
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Ohne Smartphone und soziale Medien geht heutzutage fast gar nichts mehr. Und genau darauf setzen viele junge Unternehmen, die sich auf Finanztechnologie (Fintech) spezialisiert haben. Die Firma Knip beispielsweise hat eine gleichnamige App herausgebracht, die alle Versicherungen eines Nutzers digitalisiert. Wer sich dieses Mini-Programm auf sein iPhone oder Android-Gerät lädt, kann damit seine Policen papierlos verwalten, kündigen und sogar einen Schaden melden. Die Apps Clark und Getsafe funktionieren nach demselben Prinzip.

Eine andere Idee verfolgen die Macher der Webseite Friendsurance. Das Berliner Start-up belohnt Versicherte, die ein Jahr lang keinen Schaden hatten, mit einer Beitragsrückzahlung von bis zu 40 Prozent. Möglich machen das die enge Zusammenarbeit mit großen Versicherungsgesellschaften und der Community-Ansatz. Friendsurance schließt mehrere Versicherte zu einer Gruppe zusammen, in die ein Teil der Versicherungsbeiträge fließt. Bleibt diese „Gemeinschaftskasse“ zwölf Monate lang unangetastet, erhalten alle Gruppenmitglieder einen Bonus zurück.

Nutzer muss Maklervollmacht erteilen

Was Knip, Friendsurance und Co. gemeinsam haben, ist, dass dahinter Versicherungsmakler stecken. Bevor jemand die App oder den Schadenfrei-Bonus nutzen kann, muss er persönliche Daten (Name, Anschrift, Geburtstag) angeben und eine digitale Unterschrift leisten. Damit erteilt der Nutzer dem Unternehmen automatisch eine Maklervollmacht über seine registrierten Versicherungen. Offenbar ist diese Information nicht jedem User bekannt, denn im App Store, bei Google Play und in Verbraucherforen häufen sich Beschwerden, die Unternehmen würden nicht ausreichend auf ihre Maklertätigkeit hinweisen.

Das Portal Moneymeets hingegen digitalisiert nicht nur Versicherungen, sondern auch Bankprodukte wie Fonds. Erst kürzlich setzte das Unternehmen vor Gericht durch, seine Kunden an den Vertriebsprovisionen beteiligen zu dürfen.  

Lieber selbst vergleichen

Dennoch sind nicht alle Versicherungen sinnvoll, die diese Unternehmen anbieten. Welche Versicherungen Sie wirklich brauchen, lesen Sie in unserem Ratgeber. Auch die Transparenz ist nicht wirklich gegeben. Auf jeden Fall gehen Sie ein Kundenverhältnis ein und wahrscheinlich werden Sie auch Angebote für neue Policen bekommen. Schließlich bekommen alle in diesem Artikel genannten Fintechs in irgendeiner Form Zahlungen von Versicherungsgesellschaften.

Weitere Tipps zur richtigen Versicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Unser Rat

  • Vergleichen Sie Versicherungen immer selbst.
  • Nutzen Sie dazu die von uns in den jeweiligen Ratgebern empfohlenen Vergleichsportale.

» Zum Ratgeber

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Anika Schulz

ehemalige freie Finanztip-Mitarbeiterin

Anika Schulz ist ausgebildete Journalistin. Sie arbeitete bereits beim Peoplemagazin InTouch und bei verschiedenen Publikationen aus der BILD-Gruppe. Ihr Volontariat schloss sie erfolgreich beim Berliner Kurier ab. Für Finanztip schrieb sie bis zum 1. Juli 2016 im Bereich Versicherungen.