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Finanzberechnungen:   Finanzmathematik  -  Finanzvergleiche     bei Finanztip.de

Wirtschaftlichkeitsrechnungen für Investitionen

Die Vergleichs- und Vorteilhaftigkeitsanalysen bilden das Rückgrat der Anlage-, Finanz- und Finanzierungsentscheidungen aus finanzmathematischer Sicht. Zur Bestimmung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen werden unterschiedliche Methoden angewendet. Die Untersuchungsmethoden werden in die beiden Kategorien "Statische Verfahren" und "Dynamische Verfahren" unterteilt. Die "Statischen Verfahren" kennen nicht die Zinseszinsrechnung und sind ein Relikt aus einer Zeit, wo es noch keine Rechnerunterstützung gab.

Sie sind ungenau und führen zumeist zu Fehlentscheidungen. Im Finanzdienstleistungsgewerbe sind diese Verfahren manchmal noch beliebt. Diese Methoden werden dann genutzt, um eigene Finanzprodukte besser darstellen zu können. Es werden langfristige Anlagen angeboten, die "unter dem Strich" nach der statischen Methode einen hohen Gewinn versprechen, der bei Tageslicht betrachtet, nicht vorhanden ist.

Unabhängig von der gewählten Berechnungsmethode sind bei größeren Investitionen die Auswirkungen auf die Finanzplanung und auf die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zu berücksichtigen. Diese Auswirkungen können wiederum zahlungsrelevante Folgen haben, die in einer Wirtschaftlchkeitsrechnung zu berücksichtigen wären. Auch bei privaten Investitionen ist dem Liquiditätsaspekt eine hohe Beachtung zu schenken.

Statische Verfahren
Für eine Investitionsentscheidung sollten Sie nie das Ergebnis statischer Verfahren heranziehen, weil diese Methoden den unterschiedlichen zeitlichen Anfall von Einnahmen und Ausgaben aus der Investition nicht oder nur unvollkommen berücksichtigen. Zu den statischen Methoden zählen: einfacher Kosten- und Gewinnvergleich sowie statische Amortisationsrechnung.

Eine Einnahme, die heute anfällt, ist mehr wert als eine gleich hohe Einnahme in zwei Jahren. Dies gilt in aller Regel, weil mit der Einnahme von heute ein Zinsertrag erzielt werden kann. Die mehr oder minder theoretische Ausnahme einer Zeit mit Negativzinsen darf vernachlässigt werden.

Der Barwertfaktor wird bei allen statischen Methoden vernachlässigt. Der Barwert bezeichnet den Gegenwartswert einer zukünftigen Einnahme oder Ausgabe. Investitionsrechnungen, die den unterschiedlichen zeitlichen Anfall von Einnahmen und Ausgaben nicht berücksichtigen, sollten daher überhaupt nicht oder nur in Kombination mit den dynamischen Methoden verwendet werden.

Anbieter und Verkäufer von Finanzprodukten bedienen sich manchmal noch dieser statischen Kennziffern, um ein optisch besseres Ergebnis zu erreichen. Insbesondere im Immobilienbereich wurden früher Bauherren- und Erwerbermodelle mit statischen Berechnungen bei der erwarteten Wertsteigerung "schön" gerechnet. Auch heute beruhen noch viele Wertsteigerungsrechnungen im Immobilienbereich auf statischen Methoden.

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