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Renditerechner - Datenbank für Zahlungen

Renditerechner in Kürze
Der Renditerechner erfasst beliebige Zahlungsströme zu beliebigen Zeitpunkten und errechnet den Kapitalwert (Summe der Barwerte) und den internen Zinsfuß aller Zahlungsströme. Er trägt auch den Untertitel "Datenbank von Zahlungen", weil die durch Investition oder Finanzierung verursachten Zahlungsströme frei editierbar sind.
Download für Excel und andere geeignete Tabellenkalkulationen.

In den Händen eines erfahrenen Anwenders ist es ein mächtiges Werkzeug. Wer in der Finanzmathematik noch nicht so sicher ist, sollte von dieser Applikation abstand nehmen und sich zunächst im Anwenderkurs "Finanzmathematik" weiterbilden. Die sichere Anwendung von Beispielen aus der Rentenrechnung gilt als Voraussetzung für die Nutzung des Renditerechners,

Aufbau und Besonderheiten im Renditerechner
Finanzsachverhalte bestehen aus Zahlungen. Ob Geldanlage oder Kreditaufnahme; Finanzvorgänge verursachen aus der Sicht des Anlegers oder Kreditnehmers Geldabflüsse und Geldzuflüsse. Beispiel: Ein Annuitätendarlehen führt beim Kreditnehmer zunächst zu einem Geldzufluss; die Zahlung der Annuitäten führt zu einem Geldabfluss. Dieses Prinzip gilt für alle Finanzgeschäfte. Eine Hypotheken- und Bausparkassenfinanzierung wird nach demselben Verfahren untersucht wie eine industrielle Investition mit Leasingfinanzierung.

Aufbauend auf den klassischen Analysemethoden (Barwert, Zukunftswert und interner Zinsfuß) ist mit dem Programm "Datenbank für Zahlungen (DFZ)" ein Instrument entwickelt worden, das nahezu alle denkbaren Zahlungsströme zu beliebigen Zeitpunkten akzeptiert. Individuelle Anwenderdatensätze erlauben sogar den Vergleich von Finanzalternativen mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Die Datenbank für Zahlungströme rechnet nicht nach der PANGV (Preisangabenverordnung). Nach der PANGV wird jede einzelne Zahlung auf den Auszahlungstermin abgezinst. In dem Arbeitsblatt "DFZ" wird zunächst der Barwert der Zahlungsreihe ermittelt und dieser dann auf den Auszahlungstermin abgezinst . Damit werden - soweit dies im Sachverhalt zutrifft - Monatszinssätze und Jahreszinssätze vermischt. Das so ermittelte Ergebnis wird dann etwas von dem Ergebnis gemäß Preisangabenverordnung abweichen.

Die Datenbank für Zahlungen (DFZ) ist ein tabellarisch aufgebautes Zentrum zur Berechnung von Effektivzins/Rendite sowie Zeitwerten. Da alle Finanzsachverhalte bestimmte Zahlungen zu irgendwelchen Zeitpunkten auslösen, bezieht sich die Analyse und Kontrolle sowohl auf den einzelnen Datensatz und der Summe der eingetragenen Datensätze. Ein Datensatz ist ein Zahlungsstrom, der einmalig oder regelmäßig wiederkehrend sein kann. Unter Finanzdatensatz ist ein separater Teil zu verstehen, der zu einem zahlungswirksamen Vorgang (Einnahmen und Ausgaben) zu ggf. unterschiedlichen Zeitpunkten führt. Beispiel: Hierzu gehört auch der Vorteil durch das Nichtanfallen von Ausgaben (z.B. Steuerersparnis als Einnahme aufgrund steuerlicher Abschreibung).

Noch mal herausgestellt: Der gewählte Begriff "Datenbank für Zahlungen (DFZ)" soll verdeutlichen, dass alle zahlungswirksamen Teile eines Finanzsachverhaltes in Form von Finanzdatensätzen in eine tabellarische Datenbank eingetragen werden. Jeder Finanzdatensatz kann jederzeit geändert werden.

Die Flexibilität bei der Dateneingabe birgt zwangsläufig auch die Gefahr von Fehleingaben und Fehlinterpretationen durch unerfahrene Anwender. Insbesondere die freie Wahl der Vergleichszeitpunkte für Kapital- und Horizontwerte, sowie die Verwendung individueller Zinssätze für Endwertberechnungen erfordert erhöhte Kontrolle und Aufmerksamkeit bei der Ergebnisinterpretation.

Für eine korrekte Interpretation der Ergebnisse sollten unerfahrene Anwender als DATUM KAPITALWERT das Datum des ersten Zahlungsvorganges wählen. Außerdem sollten sie bei der Berechnung des Horizontwertes nicht mit wechselnden Zinssätzen für den Endwert arbeiten und ggf. die Aussagekraft Horizontwert total vernachlässigen. Ein kurzer Hinweistext erscheint rechts neben der globalen Vorgabe für Datum Kapitalwert und Datum Horizontwert, wenn Zahlungen mit einem Datum eingegeben werden, die zeitlich vor dem DATUM KAPITALWERT oder zeitlich nach dem DATUM HORIZONTWERT liegen.

Fazit: Verschiedene Berechnungsmethoden und freie Wahl der Vergleichsstichtage gewährleisten auch Kontrolle und Vergleich von "exotischen" Finanzsachverhalten. Hinzu kommt die freie Eingabe und die freie Editierbarkeit. Dadurch erhöht sich deutlich das Risiko von falschen Anwendereingaben und falschen Ergebnisinterpretationen. Daher sollten nur Anwender dieses Rechnermodul nutzen, die sich über ihre Kenntnisse und die Folgen von unpassenden Eingaben im klaren sind.

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