| Finanzberechnungen: Finanzmathematik - Finanzvergleiche bei Finanztip.de |
Das Ergebnis der Datenbank für Zahlungen (DFZ) ist die Berechnung von Rendite bzw. Effektivzinssatz und Zeitwerten beliebiger Finanzvorgänge. Außerdem soll der Blick des Anwenders für finanzielle Fragestellungen geschärft werden. Die Datenbank für Zahlungen eignet sich daher auch als Lehrinstrument im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen und finanzmathematischen Unterricht. Dabei steht nicht die Finanzmathematik im Vordergrund, sondern das Erfassen und Zerlegen von Zahlungsströmen bei Finanzgeschäften soll geschult werden. Der Anwender soll und muss die folgende Fragestellung beachten: Welcher Zahlungsfluss erfolgt wann?
Finanzfunktionen und Berechnungen in DFZ
Zur Bestimmung des Effektivzinssatzes bzw. der internen Rendite auf Basis des Kapitalwertes (Summe aller Barwerte) kann entweder die Probiertechnik "Was passiert, wenn ich den Zinssatz für den Kapitalwert ändere" oder die komfortable Zielwertsuche aus Ihrer Tabellenkalkulation herangezogen werden. In der Excel-Applikation ist ein Makro mit dem Namen irr auf Strg-Umschalt-i hinterlegt (siehe ALT+F8) zur Zielwert-Suche des Zinssatzes in Zelle E3, der zu einem kumulierten Barwert von Null führt. Um auszuschließen, dass in einer derartigen Applikation "böse" User schlimme Makros einbauen, können Sie die Datei auch laden und dabei den Button "Makros deaktivieren" klicken. Bauen Sie dann einfach selbst ein Zielwertsuche-Makro ein, hier ist der Code des Original-Makros:
Sub irr()
' irr Makro
' Zielwertmakro für Kum. Barwert = Null
'' Tastenkombination: Strg+Umschalt+I
Range("K19").GoalSeek Goal:=0, ChangingCell:=Range("E3")
End Sub
Die Finanzdatensätze werden direkt in die Datensatztabelle eingetragen. Die direkte Eingabe in die Datentabelle wird nicht mehr auf Gültigkeit geprüft. Die Eingaben sollten daher sorgfältig erfolgen und von unerfahrenen Anwendern möglichst vorher auf Papier "Blanko weiß" für eine optimale Kontrolle präzisiert sein. Fortgeschrittene Anwender sind natürlich mit der direkten Eintragung in die Tabelle schneller.
Wie in allen Tabellenkalkulationen möglich, kann die Eingabe auch in einer Formel bestehen. In diesem Fall wird das Ergebnis der Formel eingetragen. Beispiel: 10*(100+50) führt zu einer Eingabe von 1500. In den Ergebniszellen (Bar- und Endwerte) der Tabelle wird aus Gründen der Übersichtlichkeit der (optisch gerundete) Betrag ohne Dezimalkomma angezeigt. Intern rechnet die Applikation aber mit allen Dezimalstellen.
Löschen von Eingaben: Löschen Sie einfach die Eingabezellen des nicht mehr benötigten Finanzdatensatzes oder überschreiben Sie die Eingabezellen mit neuen Werten. Keinesfalls sollten Sie die Finanzdatensätze sortieren oder die Inhalte ausschneiden und versetzen (Beispiel: Strg-X). Kopieren Sie hierfür den Inhalt der Eingabezellen einfach in eine neue Tabelle Ihrer Tabellenkalkulation und nehmen Sie dort das Versetzen und Sortieren vor. Der Inhalt kann dann wiederum in die Eingabezellen der DFZ kopiert werden.
Datensatztabelle vs. Datensatzmaske
Die tabellarische Darstellung der Datensätze ist übersichtlicher als das Arbeiten in der Eingabemaske. Druckbild und Bildschirmanzeige sind identisch. Erfahrene Anwender ziehen in der Regel das komfortable Arbeiten in der Tabelle der Erfassung in der Eingabemaske vor. Aus diesem Grund ist auch von einer Erfassung und Korrektur in einer Datenmaske abgesehen worden, obwohl in einer Datensatzmaske eine stärkere Kontrolle zulässiger Eingaben erfolgen kann.
HINWEIS: Benutzen Sie die Cursortasten statt der Enter-Taste zur Bestätigung Ihrer Zelleingabe. Auf diese Weise platzieren Sie den Cursor direkt in das nächste Eingabefeld. Direkte Tabelleneingaben werden nicht mehr auf Gültigkeit geprüft. Die Gefahr von Fehleingaben ist in der Tabelle daher höher als in einer Eingabemaske. Der erste Datensatz ist direkt unter die Feldüberschriften einzutragen. Zwischen den Datensätzen darf es auch Leerzeilen geben. Jeder Datensatz muss für die korrekte Berechnung ein gültiges Datum in der Form TT.MM.JJJJ (z.B: 05.02.2012) haben. Eine zeitliche Reihenfolge ist bei der Eingabe der Finanzdatensätze nicht zu beachten.
Wie in Tabellenkalkulationen üblich, lassen sich die Inhalte der Eingabezellen frei kopieren. Machen Sie hiervon Gebrauch und sammeln Sie zum Beispiel in einer gesonderten Tabelle verschiedene Inhalte für die Finanzdatensätze oder speichern Sie die Inhalte unter verschiedenen Namen. Auf diese Weise sind verschiedene Inhalte direkt abrufbar und müssen nicht mehr gesondert geändert werden. So lassen sich zum Beispiel Bank- und Versicherungsangebote analysieren, vergleichen und speichern.
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