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Finanzberechnungen:   Finanzmathematik  -  Finanzvergleiche     bei Finanztip.de

Begriffe zur Zinseszinsrechnung

Ein schneller Zugang zur Zinseszinsrechnung wird durch das Verständnis für einige Begriffe erleichtert, die auch bei komplexen Finanzberechnungen immer wieder auftauchen. Es werden deshalb an dieser Stelle auch bereits die Synonyme für auf der Zinseszinsrechnung aufbauende Finanzkalkulationen aufgeführt.

Zinszahlungstermine sind die Zeitpunkte, an denen die Zinsen fällig sind. Der Zeitraum zwischen zwei Zinszahlungsterminen wird allgemein als Zinsperiode bezeichnet. Der Zinszahlungstermin muss nicht unbedingt mit dem Zeitpunkt der Zinsverrechnung übereinstimmen. In vielen Fällen ist dies zwar der Fall, hier ein anderes Beispiel: Eine Geldanlage führt am Ende jedes Monats zu einer Gutschrift der Zinsen. Es ist jedoch die quartalsweise Zinsverechnung vereinbart. In diesem Beispielsfall greift der Zinseszinseffekt nur jedes Quartal und nicht jeden Monat.

Wertstellung: Bei allen finanzmathematischen Formeln wird unterstellt, dass am Ende der Zinsperiode (jährlich oder unterjährlich) die Wertstellung (Valutierung) erfolgt. In der Praxis ist dies nicht immer der Fall. Bei Einlösung und Verkauf von Wertpapieren erfolgt die Valutierung zumeist ein bis zwei Banktage später. Auch fallen Zinszahlungstermine manchmal auf das Wochenende oder einen Feiertag.

Das Anfangskapital wird häufig auch als Barwert (Present Value = PV) oder Gegenwartswert bezeichnet. Der Barwert einmaliger Zahlungen wird mit dem Aufzinsungsfaktor multipliziert und man erhält so das Endkapital (Future Value = FV) oder Zukunftswert. Durch Abzinsung des Endkapitals (Future Value) mittels Diskontfaktor (Abzinsungsfaktor) kommt man bei einmaligen Zahlungen wieder zum Anfangskapital (Present Value). Da in zu untersuchenden Finanzsachverhalten auch mehrere Zahlungsvorgänge in der Regel zu mehreren Barwerten führen, wird zum Vorteilsvergleich sehr häufig die Summe der Barwerte herangezogen. Die Summe der Barwerte wird häufig auch als Kapitalwert bezeichnet.

Bei der Art der Verzinsung wird zwischen der einfachen (linearen) Verzinsung, d.h. ohne Berücksichtigung von Zinseszinsen und der exponentiellen (geometrischen) Verzinsung unterschieden. Die letztgenannte Zinsmethode steht für die Berücksichtigung von Zinseszinsen mit jeder Zinsverrechnung und wird im Geschäftsleben mit Banken nahezu ausschließlich verwendet. Der Finanz-Taschenrechner setzt sogar eine derartige Zinsverrechnung voraus.

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