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Zinsberechnungen und Finanzformeln
Zumindest alle einfachen wesentlichen Zinsberechnungen lassen sich in der Praxis mit einem finanzmathematischen Taschenrechner oder einer der vielen Softwareprogramme für Finanzberechnungen erledigen. Die Kenntnis der Finanzformeln ist nicht erforderlich. Das geübte Verständnis für Finanzsachverhalte reicht zumeist aus.
Auch im Web sind viele Finanzkalkulatoren unterschiedlicher Zielrichtung und Qualität zu finden, so u.a. auch auf der eigenen Website von Finanztip.de. An dieser Stelle soll der Einsatz und Nutzen des
Finanzrechners für RWZ näher erläutert werden. RWZ steht für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen. Der Finanztaschenrechner erlaubt mit geringem Platzbedarf die wechselseitige Berechnung von Laufzeit (n), Zinssatz (i), Barwert (PV), Zahlungsrate (PMT) und Zukunftswert (FV). Dabei sind insbesondere die folgenden Besonderheiten zu beachten:
- Der Finanzrechner unterstellt, dass bei jeder Zahlungsrate auch eine Zinsberechnung erfolgt. Dies ist bei manchen Sparangeboten aber nicht der Fall. So zahlt der Sparer bei einigen Bankangeboten zwar zum Beispiel monatlich in in einen Sparplan ein. Die Zinsberechnung erfolgt aber nur 1 Mal im Jahr. Siehe zum Beispiel den Ansparrechner des Verbundes "Volksbanken und Raiffeisenbanken" (VR).
- Bei der Eingabe ist strikt zwischen Geldabfluss und Geldzufluss zu unterscheiden. Ein Geldabfluss (z.B. Zahlung einer monatlichen Kreditrate oder Einmalzahlung) ist mit einem Minuszeichen einzutragen. Der Trainer für Finanzmathematik hält hierzu zahlreiche Beispiele bereit.
- Um eine vorschüssige Berechnung vorzunehmen, ist der Button "vorsch." vor der Lösungsberechnung zu aktivieren (einfach anklicken). Wenn und solange dieser Button gelb hervorgehogen ist, erfolgen die Berechnungen "vorschüssig".
- Der Wert im kleinen Kasten unterhalb des Buttons "vorschüssig" legt die Anzahl der Nachkommazahlen fest.
Allgemeine Eingaben zur Umrechnung von RWZ
Abhängig von Taschenrechner, Webapplikation oder Computerprogramm sind die Bezeichnungen zur Berechnung von RWZ etwas unterschiedlich. Die Eingabefelder und Tasten werden teilweise mit internationalen Kürzeln oder mit Volltext dargestellt. Der nachstehende Inhalt fasst die wesentlichen Bezeichnungen zusammen:
- F = Häufigkeit (Frequency) der Zahlungen pro Jahr. Alternative: m = Anzahl der Zahlungen (PMT) pro Jahr. Eingabe erfolgt durch Eingabe der Anzahl der PMT (z.B. 4 für vierteljährlich) oder als Kurzbuchstabe (v für vierteljährliche Raten).
- n = Laufzeit bzw. ? Zahlungsraten. Je nach Rechner kann "n" stehen für die gesamte Anzahl aller Zahlungsperioden oder nur für die Anzahl der Jahre stehen. Beispiel: 36 Monatsraten. Je nach Rechner erwartet "n" die Zahl für 36 (Raten insgesamt) oder 3 (Jahre). Dies ist auch abhängig davon, ob beim Zinssatz (i) der Jahreszins oder der unterjährige Periodenzinssatz vorzugeben ist.
- i bzw. Zinssatz. Je nach Rechner wird die Eingabe des Jahreszinssatzes oder des unterjährigen Periodenzinssatzes erwartet.
- PMT bzw. Zahlungsrate oder Rente. Es wird der Betrag der einzelnen Zahlungsrate erwartet. Abhängig vom Rechner sind Ausgaben (Zahlungsabflüsse) häufig mit einem Minuszeichen zu versehen. Für reine Bar- und Endwertberechnungen kann auf das Vorzeichen verzichtet werden.
Mit diesem finanzmathematischem Taschenrechner lassen sich schon viele Finanzsachverhalte (Finanzgeschäfte) genau oder annähernd genau berechen und damit auch leicht kontrollieren. Passen muss auch dieser Rechner, wenn es sich nicht um konstante Zahlungsraten handelt.
Rentenraten (Zahlungen), deren Höhe sich während der Laufzeit ändert, werden allgemein als dynamische Rentenraten bezeichnet. Dabei wird zwischen arithmetisch und geometrisch angepassten Rentenraten unterschieden. Siehe hierzu den Artikel zu Dynamische Zahlungsraten. Theoretisch und praktisch lassen sich derartige Rentenraten auch in ihre konstanten Teile aufsplitten und könnten dann auch so mit diesem Finanzrechner verarbeitet werden. Bei mehrfacher Dynamik wird diese Aufsplittung allerdings umständlich. Manchmal hilft dann ein spezielles Rechnertool wie der Renditerechner, der dynamische Rentenraten als so genannte Finanzdatensätze erfasst.
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