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Präziser sind schon Begriffe wie "Fondsdiscount" und "Fondsdiscounter". Sie deuten an, dass der Investmentfondssparer bzw. der Anleger mit einer einmaligen Anlage in Fonds beim Kauf der Fondsanteile Geld spart. Die Ersparnis ergibt sich aus dem totalen Wegfall des Aufgabeaufschlages bzw. einer starken Rabattierung der Erwerbsnebenkosten. Geringere Nebenkosten bedeuten für den Anleger: Er braucht weniger Geld für die Fondsanteile zu zahlen. Da lag es nahe das "griffige" Wort "Fondsrabatt" zu schaffen. Weil dieser Begriff so weit verbreitet ist, nutzen wir ihn auch in unseren Artikeln.
bis zu 100% Rabatt auf Fondsausgabeaufschlag
Die Fondsspezialisten (Fondsdiscounter) bieten sogar einen Nachlass bis zu 100 Prozent auf den Ausgabeaufschlag an, also Null Ausgabeaufschlag. Besonderer Vorteil: Die Preisreduzierung bis zu Null Prozent Ausgabeaufschlag gilt für mehrere Tausend Investmentfonds. Dass die freien Fondsvermittler ihre Kalkulation nicht bis zum letzten Euro im Netz offenlegen, ist verständlich. Die genaue Höhe eines bestimmten "Fondsrabattes" wird daher in der Regel erst nach einer Registrierung bestätigt. Man kann aber davon ausgehen, dass der Mindestrabatt bei 80 Prozent liegt.
Fondsdiscounter geben sich mit der jährlichen Bestandsprovision aus der Verwaltergebühr von der Fondsgesellschaft zufrieden. Die Marge ist für die Fondsvermittler zwar gering. Da sie aber nicht beratend tätig sind und den Fondsverkauf über das Internet kostengünstig durchorganisiert haben, ist die Bestandsprovision für sie ausreichend. Die Rabattkonditionen der großen Fondsvermittler unterscheiden sich kaum. Wegen vermeintlich unterschiedlicher Konditionen sollte niemand wechseln. Wer mit seinem Fondsvermittler aber aus anderen Gründen unzufrieden ist, kann schnell und komfortabel bei der gleichen Depotbank einen Betreuerwechsel durchführen. Dazu ist zumeist nur ein einfaches Formular auszufüllen, was vom Vermittler zum Download bereitgestellt ist.
Technisch und rechtlich wird der Rabatt auf den Fondsanteil-Aufschlag von der Fondsdepotbank über den Fondsvermittler dem Fondsinvestor in Form zusätzlicher Fondsanteile gutgeschrieben. Diese Anteilsgutschrift erfolgt bei jedem Kauf von Investmentfondsanteilen, egal ob als Einmalanlage oder als Fondssparplan.
Vorsicht ist geboten, wenn man im Internet auf Fondsvermittler stoßen sollte, die eine Barauszahlung des "Fondsrabattes" vorsehen. Erfolgt die Barauszahlung wirklich sofort nach dem Kauf der Fondsanteile oder erst zum Jahresende? Auch kann ggf. eine Barzahlung zu Ärger mit dem Finanzamt geben (Stichwort: sonstige Einkünfte).
Fazit: Immer mehr Privatanleger erkennen und nutzen die Ersparnismöglichkeiten, die durchorganisierte Internetanwendungen bieten. Egal, ob Baufinanzierung, Festgeldanlage, Versicherung oder beim Erwerb von Investmentanteilen. Individuelle Beratung am Schalter, im Büro oder sogar zu Hause beim Kunden "kommt" einfach so teuer, so dass immer weniger Kunden bereit sind, hierfür viel Geld auszugeben.
Nach einer Umfrage des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. verlieren konventionelle Banken und Sparkassen immer mehr an Geschäft. Unabhängige Fondsvermittler drängen nach vorn und sollen schon bald auch die Versicherungen überholen. Oder mit anderen Worten: Der Konditor muss sich über abnehmende Kundschaft nicht wundern, wenn beim Bäcker nebenan, die gleiche Torte in gleicher Qualität komfortabel über das Internet für weniger Geld bestellt werden kann. Banken und Sparkassen werden sich daher - wie beim Tagesgeld - in der Zukunft mehr dem Wettbewerb stellen müssen.
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