Fondsvergleich: Die besten Fonds

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

Das "Theater" um die besten Fonds

Fondssparer werden in Zeitschriften, Zeitungen, Newsletter und sogar im Fernsehen immer wieder mit Finanztipps und Berichterstattung über die "Performance" von Fonds aller Art versorgt. Beliebte Themen sind: Welche Fonds- Gesellschaften hatten die Nase vorn und welche hinken hinterher? Welcher Fonds hatte die beste Wertentwicklung in welchem Zeitraum? Fondsnachrichten sind im Web "en masse" als "Entscheidungshilfe" zu finden.
Doch was sagen diese technischen Vergleiche und Hinweise wirklich aus: Es sind vergangenheitsbezogene Aussagen, die keine zusätzliche Hilfestellung zur Kaufentscheidung geben. Eine ähnliche Aussage wäre: "In der Vergangenheit hat es Wertsteigerungen für Immobilien in Höhe von soundsoviel Prozent gegeben. Rückschluss: Deshalb empfehlen wir auch Immobilien für die Zukunft." Außerdem: Im Investmentbereich wechseln teilweise ganze Teams plötzlich von einer Gesellschaft zu einer anderen. Die guten Fondsmanager der Fondsgesellschaft A sind übermorgen vielleicht schon bei Fondsgesellschaft B. Mehr im Artikel zu Rankingfalle im Fondsvergleich und Todeskuss

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Fondskennziffer im Investmentfondsvergleich

Zur Fondsauswahl und damit auch für einen Fondsvergleich werden verschiedene Fondskennziffern herangezogen. Als Vergleichsmaßstab sind die Kennziffern nach bereits erfolgter Wahl der Fondsart gut geeignet. Durch den Fokus auf Fondskennziffern und Fondsnachrichten sollte aber keinesfalls der Blick "für das große Ganze" verloren gehen. Und wenn Finanzberater mit Fondskennziffern "um sich werfen", gilt der Spruch (Finanz-Tipp) von Waren Bufett: "Wer sich nach den Tipps von Brokern richtet, kann auch einen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt empfiehlt."
Volatilität
Eine wichtige Kennziffer ist die Volatilität. Die Volatilität zeigt die Schwankungsbreite von Investmentfondspreisen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes an. Die durchschnittliche Kursentwicklung innerhalb der Untersuchungsperiode gilt als Grundlage zur Messung wie weit sich der Fondspreis im entsprechenden Zeitraum von diesem Wert entfernt hat. Je größer die Schwankungsbreite, desto volatiler und risikoreicher ist ein Fonds. Mathematisch wird hierzu die Standardabweichung genutzt.
Überschussrendite und Sharpe-Ratio (Sharpe-Maß)
Unter der Überschussrendite eines Fonds wird die Rendite verstanden, die über die jährliche sichere Verzinsung des Investment erzielt wird. Beispiel: Der risikolose Geldmarktzins beträgt 3% und der Fonds hat eine Rendite von 5% erzielt. Der Fonds hat mithin eine Überschussrendite von 2% erwirtschaftet.
Durch die Kennziffer Sharpe-Ratio (SR) wird die Überschussrendite zur Volatilität ins Verhältnis gesetzt (Sharpe-Maß). Je höher das Sharpe-Ratio, desto besser ist die Performance des Fonds im Verhältnis zu seinem Risiko. Eine Sharpe-Ratio über eins (>1) zeigt eine risikoadäquate Überrendite an. Eine Kennziffer zwischen 0 und 1 steht noch für eine Überschussrendite, die aber für das eingegangene Risiko zu gering ist. Eine negative Ratio (kleiner als 0) besagt, dass noch nicht mal der risikolose Geldmarktzins erwirtschaftet wurde.
Gesunder Menschenverstand contra Fondsvergleich
Aktien wechselt man als Direktanleger schon häufiger; Investmentfonds schon allein wegen der Gebühren aber nicht so häufig. Ein Fondsinvestment ist eine mittel- oder sogar langfristige Geldanlage. Welchen praktischen Sinn hat dann das regelmäßige, vergangenheitsbezogene Vergleichen einzelner Fonds für den Anleger, der bereits in einem Fonds investiert ist. Jedes Umsteigen kostet - zumindest bei Filialbanken - ggf. einen Ausgabeaufschlag. Fondsvergleiche leiden auch etwas darunter, dass bilanzpolitische Maßnahmen einzelner Fonds nicht extra berücksichtigt werden (können).
Fazit und Finanz-Tipp: Wer mit der nötigen Distanz an eine Fondsvergleichstabelle herangeht, kann einige Anhaltspunkte ableiten, welche Fonds einer bestimmten Fondsart sich zum Beispiel für einen Erwerb anbieten. Nur darf der rein technische Performancevergleich von Fonds untereinander kein Kriterium für die Auswahl der Fondsart sein. Beispiel: Deutsche Rentenfonds haben vom Jahr 2000 bis Mitte 2006 im Fondsvergleich gut abgeschnitten. Bei steigenden Zinsen kann ein Rentenfonds im gleichen Fondssegment noch so gute Vergleichswerte aufweisen. Die Entscheidung für diese Fondsart ist "suboptimal".
Wer nun glaubte, dass ein Investment in Rentenfonds auch für die nächsten 5 Jahre derartige Gewinne abwirft, sollte lieber schon mal einen Teil des eingesetzten Kapitals abschreiben. Denn nur weil die Zinsen im Untersuchungszeitraum gesunken sind, haben Rentenfonds vorwiegend gut abgeschnitten. Für die Zukunft sollten bei dieser Betrachtung Rentenfonds daher möglichst gemieden werden.

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Hermann-Josef Tenhagen

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