Ratgeber Geldanlage

So legen Sie Ihr Geld einfach und gut an

Das Wichtigste in Kürze

  • Die beste Geldanlage ist die Rückzahlung Ihrer Schulden. Dazu gehören Dispokredit, Ratenkredite oder die Baufinanzierung.
  • Bevor Sie Geld anlegen, sollten Sie folgende Fragen beantworten: Wie lange können Sie auf das Geld verzichten? Welche Wertschwankungen können Sie zwischenzeitlich ertragen? Wie viel Geld benötigen Sie am Ende des Anlagezeitraums?
  • Beziehen Sie auch Ihre bestehenden und zukünftigen Anlagen und Einkünfte in die Überlegungen ein.
  • Grundsätzlich gilt: Eine höhere Rendite ist nur durch mehr Risiko zu erzielen. Je länger Sie anlegen und je breiter Sie Ihre Anlagen streuen, desto eher gleichen Sie Schwankungen bei der Wertentwicklung aus.
  • Als Basis jeder Geldanlage empfehlen wir einen Anlage-Mix aus Tagesgeld, Festgeld und günstigen Aktienfonds, den Sie individuell ausgestalten sollten.
  • Wenn Sie Ihr Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen, sollten Sie Ihr Portfolio schrittweise in sichere Anlagen umschichten.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.
  • Müssen Sie innerhalb der nächsten fünf Jahre an Ihr Geld, empfehlen wir eine Anlage vorwiegend in Tagesgeld und Festgeld.
  • Können Sie Ihr Geld zehn Jahre oder länger entbehren, ist eine Kombination aus Tagesgeld, Festgeld und kostengünstigen Indexfonds eine gute Lösung.
  • Die genaue Gewichtung hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihren Renditezielen ab; behalten Sie aber immer eine eiserne Reserve auf dem Tagesgeldkonto, an die Sie leicht herankommen.
  • Für die aktuell besten Tagesgeldkonten schauen Sie in unseren Ratgeber Tagesgeld. Die aktuell besten Festgeldkonten finden Sie unserem Ratgeber Festgeld.
  • Unsere aktuellen Empfehlungen für die kostengünstigsten Indexfonds (ETFs) lesen Sie im Ratgeber Indexfonds.
  • Tipp: Sollen wir Sie rund um das Thema Geldanlage sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Wer heutzutage Geld anlegen will, hat unendlich viele Möglichkeiten: Aktien, Fonds, Immobilien oder Zinsprodukte wie das Sparbuch, Anleihen, Tagesgeld oder Festgeld. Viele Verbraucher verlieren dabei leicht den Überblick und möchten sich beraten lassen. Oft gehen sie dann zum Berater bei der Hausbank um die Ecke. Dieser hat allerdings ein Interesse daran, womöglich überteuerte Produkte zu empfehlen, weil er damit hohe Provisionen verdienen kann. Das bedeutet zwar nicht, dass es bei den Banken keine guten Berater gibt. Es besteht für sie jedoch der Anreiz, Kunden unpassende Produkte zu vermitteln.

Mit ein bisschen Eigeninitiative ist es aber auch für Einsteiger nicht schwer, auf eigene Faust Geld einfach und gut anzulegen. So verhindern Sie, dass Ihr Vermögen auf niedrig verzinsten Sparkonten kaum Rendite bringt oder Sie sich an kostspieligen Investments die Finger verbrennen. Bei der Anlage einer größeren Summe spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob Sie Ihre Ersparnisse vom Sparbuch besser verzinst bekommen oder einen größeren Betrag, beispielsweise aus einer Erbschaft, investieren wollen.

Die Grundzüge der Geldanlage

Um erfolgreich Geld anzulegen, gibt es einige Grundregeln, die Sie unbedingt beherzigen sollten.

Erst Schulden tilgen - Schulden zurückzuzahlen ist die beste Form der Geldanlage. Denn fast immer sind die Zinsen auf bestehende Kredite deutlich höher als die zu erwartenden Renditen Ihrer Anlagen. Prüfen Sie also zunächst, ob Sie alte Kredite ablösen oder Ihren Dispokredit ausgleichen können. Auch eine Sondertilgung für Ihre Baufinanzierung lohnt sich.

Gesamtes Vermögen betrachten - Einen gewissen Anlagebetrag einzeln zu betrachten ist nicht sinnvoll. Die richtige Anlage hängt von Ihren gesamten Vermögensverhältnissen und persönlichen Voraussetzungen ab. Wenn Sie bereits größere Beträge in sicheren Anlageformen wie Tagesgeld oder klassischen Riester-Renten haben, können Sie es sich leisten, von dem anzulegenden Geld einen Großteil in Aktien zu investieren. Wenn Sie allerdings neben dem anzulegenden Betrag nur noch über eine kleinere Summe, beispielsweise in einem Bausparvertrag, verfügen, sollten Sie eher keine zu hohen Risiken eingehen. Berücksichtigen Sie auch Ihr Arbeitsverhältnis und Gehalt. Ein Beamter kann zum Beispiel mehr Risiko auf sich nehmen als ein Selbständiger, der seine künftige Auftragslage nicht sicher kalkulieren kann.

Größere Renditechancen bedeuten mehr Risiko - Bei der Geldanlage gilt: Hohe Renditen werden Ihnen nicht geschenkt. Langfristig können Sie beispielsweise mit Aktien bessere Renditen erzielen als mit Tagesgeld und Festgeld. Dafür müssen Sie aber das Risiko von zwischenzeitlichen Kursverlusten an den Börsen in Kauf nehmen. Eine weiterführende Betrachtung von Risiken bei der Geldanlage finden Sie im Ratgeber Risikoprofil.

Langer Anlagehorizont gleicht Schwankungen aus - Grundsätzlich hängt Ihr Anlageerfolg auch von der Anlagedauer ab. Steigen Sie etwa zu hohen Kursen in ein Aktieninvestment ein und nach einer Krise in Panik wieder aus, können große Teile des Vermögens vernichtet sein. Dies sollten Sie unbedingt vermeiden. Ein langer Atem ist bei der Anlage unbedingt empfehlenswert. Denn selbst noch so schwere Rücksetzer am Aktienmarkt können über die Zeit eher ausgeglichen werden. Die beständigsten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Ihrer Strategie langfristig treu bleiben – und nur im Notfall groß umschichten.

Breite Streuung schützt vor großen Verlusten - Wenn Sie Ihr Geld auf mehrere Anlageformen aufteilen, können Sie Ihr Portfolio vor größeren Verlusten oder gar einem Totalverlust schützen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn sich die einzelnen Positionen unterschiedlich im Wert entwickeln. Durch die Streuung, auch Diversifikation genannt, auf mehrere Anlageklassen lassen sich Verluste mit einer Anlage durch mögliche Gewinne anderer Positionen wieder auffangen.

Geringere Kosten verbessern die Rendite deutlich - Während nahezu alle Tages- und Festgeldkonten nichts kosten, fallen bei Aktienfonds manchmal hohe Verwaltungsgebühren an. So sind 2 Prozent des Anlagebetrages pro Jahr keine Seltenheit. Deshalb empfehlen wir anstelle teurer, aktiv verwalteter Aktienfonds kostengünstige Indexfonds, die oft mit einem Zehntel der Kosten auskommen. Finanztip hat ausgerechnet, dass Sie mit Indexfonds bei einem Anlagebetrag von 20.000 Euro über 25 Jahre mehr als 17.000 Euro Managementgebühren sparen können.

Erster Schritt: Anlagedauer und Sparziel bestimmen

Am Anfang der Geldanlage steht immer die gesamtheitliche Betrachtung des Vermögens. Überlegen Sie sich zunächst, wie lange Sie Ihr Geld anlegen und wie viel Geld Sie am Ende dieses Zeitraums zur Verfügung haben wollen. Vielleicht möchten Sie eine besondere Anschaffung tätigen oder Sie sparen für die Rente. Bei einer Anlagedauer bis zu fünf Jahren sprechen wir von einem kurzen Zeitraum, bis zu zehn Jahren von einem mittleren Zeitraum und darüber hinaus von einem langen Anlagehorizont.

Grundsätzlich gilt: Je länger Sie Ihr Geld anlegen, desto mehr können Sie in Aktienfonds investieren, da das Risiko von Kursverlusten bei längeren Zeiträumen abnimmt. Beispielsweise hätten Sie von 1970 bis Ende 2015 auf Eurobasis mit einem Indexfonds auf den weltweit orientierten Aktienindex MSCI World eine durchschnittliche Rendite von etwa 6,7 Prozent pro Jahr erzielt. Dabei haben wir jährliche Verwaltungskosten von 0,2 Prozent pro Jahr bereits berücksichtigt.

Die Kehrseite einer hohen Aktienquote sind mögliche Verluste. Überlegen Sie sich daher, wie hoch ein zwischenzeitlicher Verlust Ihrer Geldanlage höchstens sein sollte. Eine gute Orientierung geben auch hier die Daten des MSCI World. Der höchste zwischenzeitliche Verlust betrug 54 Prozent nach dem Platzen der New-Economy-Blase im Zeitraum von August 2000 bis März 2003. Es dauerte 13 Jahre und 6 Monate bis dieser herbe Verlust wieder wettgemacht war.

So hat sich der MSCI World auf Eurobasis entwickelt

durchschnittliche Rendite von 1970 bis 2015 (pro Jahr) ¹ 6,7 %
maximaler Verlust (August 2000 – März 2003) -54 %

¹geometrisches Mittel
Quelle: MSCI, Finanztip-Berechnung (Stand: 18. Februar 2016)

Beantworten Sie also unbedingt folgende drei Kernfragen, bevor Sie eine Anlagestrategie auswählen:

Renditerechner

  • Wie lange können Sie auf das Geld verzichten?
  • Wie viele Verluste können Sie zwischenzeitlich ertragen?
  • Über wie viel Geld möchten Sie am Ende des Anlagezeitraums verfügen?

Unser Renditerechner hilft Ihnen dabei, Ihre persönliche Wunschrendite auszurechnen. Geben Sie einfach Startbetrag, Endbetrag und gewünschten Anlagezeitraum ein. Als Ergebnis erhalten Sie die durchschnittliche jährliche Rendite, die Ihr Portfolio erzielen muss. Diese Rendite dient als Anhaltspunkt für die Aufteilung Ihres Geldes auf konservative und renditestarke Investments in den folgenden Abschnitten. Eine differenzierte Betrachtung, wie viel Risiken Sie angesichts Ihrer persönlichen Umstände eingehen können, finden Sie im Artikel zum Thema Risikoprofil.

Zweiter Schritt: Das Geld richtig aufteilen

Sobald Sie wissen, wie viel Rendite Sie ungefähr erzielen wollen und wie langfristig Sie anlegen können, sollten Sie konkret darüber nachdenken, wie Sie am besten zum Ziel kommen. Nun müssen Sie entscheiden, wie Sie Ihr Geld auf sichere und renditestarke Anlagen aufteilen. Fachleute nennen das Asset Allokation.

Grundsätzlich stehen einige Anlageklassen zur Wahl: neben Tagesgeld und Festgeld zum Beispiel auch Anleihen, Aktien, Gold oder Immobilien. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich auf die einfachsten und transparentesten Anlageklassen zu beschränken: Tagesgeld, Festgeld und kostengünstige Aktienfonds. Diese Bausteine sind die beste Lösung, um renditeorientiert anzulegen und gleichzeitig die größten Schwankungen auszugleichen – das Risiko möglicher Verluste also gering zu halten.

Tagesgeld - Das Tagesgeldkonto ist die sicherste Form der Geldanlage. Ihr Geld ist täglich verfügbar und zusätzlich durch die Einlagensicherung innerhalb der EU gesetzlich abgesichert. Dafür müssen Sie aber mit einer relativ niedrigen Rendite rechnen. Mit den besten Angeboten aus unserem Ratgeber können Sie im Vergleich zu einem Konto bei Ihrer Hausbank aber noch einiges an Zinsen rausholen.

Festgeld - Festgeld zählt ebenfalls zu den sicheren Geldanlagen. Auch hier sind Ihre Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Konto durch die europäische Einlagensicherung geschützt und Verluste praktisch ausgeschlossen. Sie erhalten mehr Zinsen als beim Tagesgeld, da Sie für den gewählten Zeitraum nicht an Ihr Geld kommen. Sie können auf unvorhergesehene Probleme schlechter reagieren. Im Fachjargon spricht man daher von einem Liquiditätsrisiko. Je länger Ihr Anlagehorizont ist und je weniger wahrscheinlich Sie das Geld zwischendurch benötigen, desto längere Laufzeiten sollten Sie wählen. In unserem Ratgeber empfehlen wir Angebote mit einer Dauer von bis zu 36 Monaten.

Aktienfonds/ETFs - Aktienfonds stehen für hohe Renditen. Anstatt einzelner Aktien empfehlen wir Ihnen Fonds, da diese viele Einzeltitel bündeln. Um mit einem Fonds Verluste zu erleiden, müssten die gesamten Wirtschaftsaussichten schlecht sein, während Sie bei einer Einzelaktie schon Geld verlieren können, wenn einzig das Unternehmen in Schieflage gerät. 

Wir raten Ihnen, bei Aktienfonds unbedingt auf an der Börse gehandelte Indexfonds zu setzen, die oft unter dem Namen ETF (Exchange Traded Funds) verkauft werden. ETFs bilden die Wertentwicklung von Börsenindizes wie dem Dax oder dem Dow Jones nach und zeichnen sich durch niedrige Kosten aus. Als Basis empfehlen wir einen Fonds auf den MSCI World Index, weil dieser weltweit gestreut anlegt und mehr als 1.600 Einzeltitel umfasst. Welche sich außerdem noch eignen und wie Sie diese günstig erwerben, lesen Sie in unserem Indexfonds-Ratgeber.

Es gibt viele Wege, die drei Anlageklassen zu mischen. Als Orientierung haben wir in der folgenden Tabelle drei typische Verteilungen aufgelistet: Der sicherheitsorientierte Sparer legt sein Geld nur in Tagesgeld und Festgeld an, der ausgewogene Anleger steckt 40 Prozent in Aktienfonds, während der renditeorrientierte Anleger 80 Prozent in Aktien hält. Welche Strategie für Sie die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie Sie die drei Fragen aus dem vorherigen Abschnitt beantwortet haben.

Mit diesen Musterportfolios rechnen wir

  sicherheitsorientiert ausgewogen renditeorientiert
Anlagerisiko niedrig mittel hoch
Gewichtung Tagesgeld 50 % 30 % 20 %
Gewichtung Festgeld 50 % 30 % 0 %
Gewichtung Aktienfonds (ETFs) 0 % 40 % 80 %

Darüber hinaus bestimmen Ihre persönlichen Vorlieben die genaue Zusammenstellung Ihres Portfolios. In allen vorgestellten Musterportfolios liegt der Anteil von Tagesgeld bei mindestens 20 Prozent. Wir empfehlen, den Anteil an Tagesgeld so zu wählen, dass Sie kleinere und mittlere Anschaffungen aus diesem Teil des Portfolios bezahlen können. Wenn Ihnen die tägliche Verfügbarkeit Ihrer Anlagen allerdings weniger wichtig ist, können Sie den Tagesgeld-Anteil senken, stattdessen mehr auf Festgeld setzen und so möglicherweise eine höhere Rendite erzielen. Seien Sie sich aber bewusst, dass Sie dann unvorhergesehene Ereignisse wie größere Reparaturen nur mühsam stemmen können.

  • Tipp: Sollen wir Sie rund um das Thema Geldanlage sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Eine langfristige Anlage hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt

Um Ihnen einen Eindruck von den Renditen und möglichen Kursschwankungen des sicherheitsorientierten, ausgewogenen und renditeorientierten Portfolios zu geben, haben wir die jeweilige historische Entwicklung zwischen Februar 1975 und November 2015 berechnet.

Wir gehen dabei davon aus, dass unsere Musteranleger zum Startzeitpunkt eine Einmalanlage von 10.000 Euro tätigten, gemäß der oben beschriebenen drei Profile. Wir berechnen die jährliche Rendite, die in einem Zeitraum von jeweils 5, 10 oder 15 Jahren erzielt worden wäre. Als Aktienanlage haben wir ein Investment in MSCI-World-Indexfonds angenommen. Wie wir genau vorgegangen sind, können Sie am Ende dieses Ratgebers nachlesen.

Für die Anlagedauer von 5 Jahren zeigen sich starke Schwankungen bei den Renditen der einzelnen Musterportfolios, vor allem im aktienlastigen Portfolio. 

So viel wurde in 5 Jahren aus 10.000 Euro¹

Portfolio sicherheitsorientiert ausgewogen renditeorientiert
Durchschnitt 12.270 € 13.510 € 14.480 €
Rendite pro Jahr 4,2 % 6,2 % 7,7 %
       
bester Wert 14.800 € 22.310 € 30.010 €
Rendite pro Jahr 8,2 % 17,4 % 24,6 %
Zeitraum Sept 79 - Sept 84 Mrz 80 - Mrz 85 Mrz 80 - Mrz 85
       
schlechtester Wert 10.520 € 9.150 € 6.910 €
Rendite pro Jahr 1 % -1,8 % - 7,1 %
Zeitraum Jun 10 - Jun 15 Apr 00 - Apr 05 Apr 00 - Apr 05

¹Datenreihe von Februar 1975 bis November 2015. Die Renditen sind auf die erste Nachkommastelle gerundet, die Eurobeträge auf den nächsten Fünferschritt.
Quelle: MSCI, Bundesbank, Finanztip-Berechnung (Stand: 18. Februar 2016)

Die mit 24,6 Prozent beste und die mit -7,1 Prozent schlechteste jährliche Rendite taucht beim aktienorientierten Portfolio auf. Die Extremwerte liegen um mehr als 30 Prozentpunkte auseinander. In anderen Worten: Im besten Fall hat der Musteranleger mit seinen 10.000 Euro zwischen März 1980 und März 1985 gut 20.000 Euro Gewinn gemacht. Umgekehrt musste er zwischen April 2000 und April 2005 rund 3.100 Euro Verlust hinnehmen.

Im ausgewogenen Portfolio liegen die Extreme näher beieinander: Die Schwankungen werden durch den höheren Anteil an Tages- und Festgeld ausgeglichen. Doch Verluste sind auch hier nicht ausgeschlossen. Wer sein Geld zwischen April 2000 und April 2005 angelegt und dann das Geld benötigt hat, hat immer noch gut 850 Euro Verlust gemacht. Nur das sicherheitsorientierte Portfolio liefert für den kurzen Anlagehorizont stets positive, wenngleich geringere Renditen.

Insgesamt liegen beste und schlechteste Rendite über den Zehn-Jahres-Horizont für alle Portfolios näher beisammen als bei der kürzeren Laufzeit von nur fünf Jahren. Im ausgewogenen Portfolio ist die Rendite für einen beliebigen Zehn-Jahres-Horizont positiv. Folgende Tabelle zeigt alle Ergebnisse.

So viel wurde in 10 Jahren aus 10.000 Euro¹

Portfolio sicherheitsorientiert ausgewogen renditeorientiert
Durchschnitt 15.300 € 18.400 € 20.800 €
Rendite pro Jahr 4,3 % 6,3 % 7,6 %
       
bester Wert 18.890 € 33.715 € 48.720 €
jährliche Rendite 6,6 % 12,9 % 17,2 %
Zeitraum Sept 75 - Sept 85 Jul 79 - Jul 89 Jul 79 - Jul 89
       
schlechtester Wert 11.880 € 10.050 € 7.235 €
jährliche Rendite 1,7 % 0,1 % -3,2 %
Zeitraum Nov 05 - Nov 15 Mrz 99 - Mrz 09 Mrz 99 - Mrz 09

¹Datenreihe von Februar 1975 bis November 2015. Datenreihe von Februar 1975 bis November 2015. Die Renditen sind auf die erste Nachkommastelle gerundet, die Eurobeträge auf den nächsten Fünferschritt.
Quelle: Bundesbank, MSCI, Finanztip-Berechnung (Stand: 18. Februar 2016)

Das renditeorientierte Portfolio liefert im Durchschnitt weiter die beste jährliche Renditeentwicklung – zwischen Juli 1979 und Juli 1989 konnten Anleger ihr Vermögen sogar fast verfünffachen. Die Schwankungen in diesem Portfolio sind aber auch über den Zehn-Jahres-Horizont am größten. Für das ausgewogene Portfolio spricht, dass es selbst im schlechtesten Zeitraum (März 1999 bis März 2009) den Wert des Vermögens erhalten konnte: Selbst, wer also kurz vor Platzen der Dotcom-Blase investiert und sein Portfolio nach der Finanzkrise wieder aufgelöst hat, hat mit der ausgewogenen Strategie kein Geld verloren. Renditeorientierte Anleger hätten im gleichen Zeitraum dagegen jährlich rund 3,2 Prozent ihres Vermögens eingebüßt. Das entspricht auf zehn Jahre gerechnet mehr als einem Viertel der ursprünglichen Anlagesumme.

Das sicherheitsorientierte Portfolio hat sich mit 4,3 Prozent durchschnittlicher Rendite pro Jahr gut geschlagen. Aus 10.000 Euro wurden nach zehn Jahren im Schnitt mehr als 15.000 Euro. Allerdings prägen die Hochzinsphasen der 1970er- und 1980er-Jahre das Ergebnis. Wer im Oktober 2005 ein- und im Oktober 2015 wieder ausgestiegen ist, hat aus 10.000 Euro lediglich knapp 12.000 Euro machen können.

In nachfolgender Grafik sind die jährlichen Renditen der drei Musterprofile für den Zehn-Jahres-Zeitraum dargestellt. Jeder Datenpunkt bezieht sich dabei auf die durchschnittliche jährliche Rendite, die in dem jeweiligen Zehn-Jahres-Zeitraum erzielt wurde. Dabei berücksichtigen wir die Quellensteuer, aber keine Abgeltungssteuer auf Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne. Auch auf eine Betrachtung der Inflation haben wir verzichtet. Beginnend im Februar 1975 verschieben wir den Startzeitpunkt jeweils um einen Monat nach hinten.

Die Grafik zeigt die jährliche Rendite für drei Musterportfolios. Jeder Datenpunkt stellt die durchschnittliche Rendite für das jeweilige Portfolio für einen Zeitraum von 10 Jahren zwischen 1975 und 2015 dar. 

Deutlich wird, dass das sicherheitsorientierte Portfolio als einziges eine gleichmäßige Rendite eingebracht hat, die in den vergangenen Jahren aber abgenommen hat. Der Wert von Portfolios, denen Aktienfonds beigemischt sind, schwankt deutlich mehr. Insbesondere spielen sowohl Anfangs- als auch Endzeitpunkt der Geldanlage eine große Rolle. Anleger, die ihr Portfolio kurz nach der Finanzkrise zwischen 2008 und 2011 auflösen mussten, haben Vermögen vernichtet. Wenn Sie also nicht darauf angewiesen sind, verkaufen Sie besser nicht in einer Abschwungphase. Aktien erholen sich, wie die Grafik zeigt.

Neben der Zeitspanne von zehn Jahren haben wir schließlich den Anlagehorizont von 15 Jahren untersucht. Die Ergebnisse stützen die anfangs getroffenen Grundaussagen. Insbesondere ist nun auch die Rendite im aktienstarken Portfolio stets positiv.

So viel wurde in 15 Jahren aus 10.000 Euro¹

Portfolio sicherheitsorientiert ausgewogen renditeorientiert
Durchschnitt 19.160 € 24.100 € 28.805 €
Rendite pro Jahr 4,4 % 6 % 7,2 %
       
bester Wert 24.470 € 44.085 € 64.000 €
Rendite pro Jahr 6,7 % 10,4 % 13,2 %
Zeitraum Okt 79 - Okt 94 Jul 82 - Jul 97 Jul 82 - Jul 97
       
schlechtester Wert 13.655 € 13.155 € 11.980 €
Rendite pro Jahr 2,1 % 1,8 % 1,2 %
Zeitraum Nov 99 - Nov 14 Aug 00 - Aug 15 Aug 00 - Aug 15

¹Datenreihe von Februar 1975 bis November 2015. Datenreihe von Februar 1975 bis November 2015. Die Renditen sind auf die erste Nachkommastelle gerundet, die Eurobeträge auf den nächsten Fünferschritt.
Quelle: MSCI, Bundesbank, Finanztip-Berechnung (Stand: 18. Februar 2016)

Der Abstand zwischen bester und schlechtester Rendite fällt auf den 15-Jahres-Zeitraum gemessen für alle Portfolios noch einmal geringer aus. Das renditeorientierte Portfolio liefert im Durchschnitt weiter die beste jährliche Renditeentwicklung: Aus 10.000 Euro im Juli 1982 wurde bis Juli 1997 sechseinhalbmal so viel (also rund 65.000 Euro). Doch sind die Schwankungen auch am größten. Im Gegensatz zum zehnjährigen Anlagehorizont entwickelt sich über 15 Jahre auch das renditeorientierte Portfolio stets positiv. Selbst im ungünstigsten Fall kann dieses Portfolio durchschnittlich um gut 1 Prozent pro Jahr zulegen. Im Zeitraum zwischen August 2000 und August 2015, der das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise beinhaltet, wurden aus 10.000 Euro knapp 12.000 Euro.

Die zukünftige Rendite lässt sich nicht vorhersagen

Anleger müssen wissen: Die Ergebnisse bilden historische Wertentwicklungen ab und sind so nicht in die Zukunft zu projizieren. Dennoch bestätigen sich die Grundannahmen der Geldanlage, wonach eine genügend langfristige und ausgewogene Geldanlage Schwankungen nicht nur verringert, sondern auch ausgleichen kann. Wenn Sie lang genug durchhalten, kann auch ein aktienorientierteres Investment Verluste wettmachen. Folgende Tabelle fasst die Ergebnisse noch einmal zusammen. 

Aktienstarkes Portfolio in der langen Frist schwankungsärmer und im Plus
Renditen nach 5, 10, 15 und 20 Jahren¹

  5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
durchschnittliche Rendite pro Jahr 7,7% 7,6% 7,2% 7,9%
bester Wert 24,6% 17,2% 13,2% 14,7%
schlechtester Wert -7,1% -3,2% 1,2% 2,6%
Differenz zwischen bestem und schlechtestem Wert 31,7% 20,4% 12% 12,1%

¹Datenreihe von Februar 1975 bis November 2015. Renditen sind auf die erste Nachkommastelle gerundet.
Quelle: MSCI, Bundesbank, Finanztip-Berechnung (Stand 18.2.2016)

Das ausgewogene und das aktienorientierte Portfolio bieten im Vergleich zum aktienfreien Portfolio höhere Renditechancen. Das gilt umso mehr, als Sparer aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsphase beim Portfolio aus Tages- und Festgeld in naher Zukunft nicht mehr mit Durchschnittsrenditen von 4 Prozent und mehr rechnen können. Entscheiden Sie vor der Anlage in jedem Fall, welcher Anlagetyp Sie sind – also wie Ihre persönliche Risikoneigung aussieht.

Dritter Schritt: Geldanlagen ausgleichen, wenn nötig

Eine langfristig orientierte Geldanlage hat den Vorteil, dass Sie sie nicht jeden Tag überprüfen und gegebenenfalls handeln müssen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie Konto und Depot komplett aus den Augen verlieren sollten. Unter Umständen hat sich etwas an Ihrer langfristigen Planung geändert. Vielleicht benötigen Sie Ihr Geld früher als ursprünglich angenommen. Oder Sie haben geerbt und können nun mehr beiseitelegen. 

Etwa einmal im Jahr sollten Sie daher einen Blick auf alle Anlagen werfen und überprüfen, ob Sie Beträge neu anlegen müssen und die Zusammensetzung der Anlagen noch Ihrer Strategie entspricht. In großem Stil umzuschichten lohnt sich allerdings nur, wenn Sie mehr als 20.000 Euro auf der hohen Kante haben. Bei geringerer Anlagesumme sind die Kosten dafür in der Regel zu hoch. Als Faustregel gilt, dass Wertpapiertransaktionen unwirtschaftlich sind, wenn sie mehr als 1 Prozent des Anlagebetrags kosten. Weitere Infos darüber, wie Sie Ihr Erspartes umschichten können, lesen Sie in unserem Text zum Rebalancing.

Wenn Sie Ihre Anlagestrategie kontrollieren, tun Sie dies auf der Grundlage derselben Fragen, die Sie sich zu Beginn Ihrer Anlage gestellt haben.

Renditerechner

  • Wie lange können Sie auf das Geld verzichten?
  • Wie viele Verluste können Sie zwischenzeitlich ertragen?
  • Über wie viel Geld möchten Sie am Ende des Anlagezeitraums verfügen?

Vierter Schritt: Die Ernte einfahren

Geldanlage ist kein Selbstzweck – irgendwann benötigen Sie das Geld. Häufig denken Anleger erst kurz vor Ende des Anlagezeitraums ans Umschichten, etwa wenn das Sparziel mit konservativen Produkten wie Tagesgeld und Festgeld zu erreichen ist. Andererseits kann es aber auch schon fast zu spät zum Umschichten sein – beispielsweise wenn gegen Ende der Anlageperiode ein starker Kursrückgang zu verzeichnen ist.

Vor allem bei Portfolios mit einer hohen Aktienquote ist es sinnvoll, sich vor großen Kursverlusten zu schützen. Zur Erinnerung: Beim MSCI World betrug das größte Minus 54 Prozent. Wir raten Ihnen, frühzeitig schrittweise in sichere Anlagen umzuschichten. In Fachkreisen wird dieses Vorgehen „Lifecycling“ genannt. Wenn Sie sich beispielsweise an unserem langfristigen Profil orientieren – 80 Prozent in Aktien und 20 Prozent in Tagesgeld – sollten Sie Ihre Anlagen wie folgt umschichten:

Mögliche Umschichtung vor Erreichen des Anlageziels

Zeit bis gewünschtem Termin Gewichtung Tagesgeld Gewichtung Aktienfonds
5 Jahre 20 % 80 %
4 Jahre 35 % 65 %
3 Jahre 50 % 50 %
2 Jahre 65 % 35 %
1 Jahr 80 % 20 %
  • Tipp: Sollen wir Sie rund um das Thema Geldanlage sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Fazit: Ihre Vermögensplanung können Sie selbst in die Hand nehmen

Wenn Sie die wichtigsten Grundregeln beachten, können Sie Ihre Finanzen prima selbst in die Hand nehmen und getrost auf einen Bankberater verzichten. Als Basis eignet sich dafür ein Portfolio aus Tagesgeld, Festgeld und Aktienfonds. Finanztip empfiehlt, die Geldanlage in vier Abschnitte zu gliedern:

  • Sparziel und Anlagezeitraum bestimmen,
  • Gewichtung der einzelnen Anlageformen bestimmen,
  • Portfolio regelmäßig kontrollieren und eventuell umschichten,
  • frühzeitig daran denken, das Sparziel zu sichern.

Wichtig bei der Zusammenstellung Ihrer Anlage ist, dass Sie sich genau überlegen, wofür Sie Geld anlegen und wie wohl Sie sich mit den einzelnen Anlageklassen fühlen. Auch Ihre Arbeitssituation und Ihre bereits getätigten Anlagen spielen dabei eine Rolle. Für eine Anlage in Aktienfonds sollten Sie beispielsweise langfristig denken; eine Anlage in Tagesgeld eignet sich dagegen, um Geld kurzfristig zu parken.

Ein entscheidender Punkt bei der richtigen Anlage sind die Kosten. Während Ihnen in den meisten Fällen Renditen nur versprochen werden, sind die Kosten real. Gerade über einen längeren Zeitraum schmälern zu hohe Kosten Ihre Rendite spürbar. Die höchsten Gebühren fallen bei Aktienfonds an. Wir empfehlen Ihnen, stattdessen auf kostengünstige Indexfonds zu setzen, die oft zwei Prozentpunkte pro Jahr weniger kosten als herkömmliche Aktienfonds. Am preiswertesten sind Indexfonds bei Depotbanken im Internet.

Mehr dazu im Ratgeber Wertpapierdepot

Manuel Kayl
Experte für Geldanlage

Wertpapiere günstig handeln

  • Hohe Orderkosten schmälern die Rendite.
  • Onlinebanken haben günstige Angebote.
  • Nutzen Sie den Direkthandel.

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung:

So haben wir gerechnet

Für Aktien nehmen wir die Kursentwicklung des MSCI World auf D-Mark- und Euro-Basis. Dabei berücksichtigen wir übliche Verwaltungskosten für Indexfonds von etwa 0,2 Prozent pro Jahr. Die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld bilden wir durch passende Zinssätze nach, die die Bundesbank veröffentlicht hat. Um die lange Zeitspanne von 1975 bis 2015 abbilden zu können, mussten wir unterschiedliche historische Datenreihen kombinieren. Tages- und Festgeld in der heutigen Form existiert erst seit den 2000er-Jahren. Echte Tagesgeld-Reihen im Sinne von Zinsen auf täglich fällige Einlagen ohne Vermengung mit Girokonten-Zinsen gibt es bis heute nicht.

Beim Festgeld verwenden wir bis 2003 als sehr gute Näherung die Umlaufrenditen inländischer Inhaberschuldverschreibungen (Datenreihe BBK01.WU0912), anschließend die Effektivzinssätze für neue Einlagen zwischen einem und zwei Jahren (BBK01.SUD103). Beim Tagesgeld verwenden wir bis 2003 die Habenzinsen der Banken für Einlagen zwischen 50.000 und 500.000 Euro mit vereinbarter Laufzeit von einem Monat (BBK01.SU0016), von 2003 bis 2009 berücksichtigen wir täglich fällige Einlagenzinsen (BBK01.SUD101). Ab 2009 – als die Europäische Zentralbank die Leitzinsen innerhalb kürzester Zeit drastisch senkte – bis 2015 greifen wir auf Zinsen für Einlagen mit Kündigungsfrist bis zu drei Monaten zurück (BBK01.SUS105).

Um die Durchschnittsrenditen der drei Musterportfolios „sicherheitsorientiert“, „ausgewogen“ und „renditeorientiert“ zu berechnen, haben wir schließlich für die jeweiligen Anlage-Zeiträume Monatsrenditen so in die Rechnung einbezogen, dass alle Monate gleich gewichtet sind. So hat zum Beispiel die Renditeentwicklung von Februar bis März 1975 dieselbe Relevanz für den Durchschnitt wie die Renditeentwicklung von Februar bis März 1995. Ein regulärer Durchschnitt hätte Monatsrenditen in der Mitte des Beobachtungszeitraumes häufiger erfasst und den Wert in diese Richtung hin verzerrt.

Für die Berechnung der durchschnittlichen Jahresrendite des MSCI World nehmen wir das geometrisches Mittel von 1970 bis 2015. Die Jahresrenditen der drei Anlageportfolios über 5, 10 und 15 Jahre berechnen wir auch jeweils als geometrisches Mittel über diese Zeiträume. Um die durchschnittliche Rendite für diese Zeiträume zu erhalten, bilden wir das arithmetische Mittel über die einzelnen Beobachtungen.

Das geometrische Mittel gibt den Zuwachs von Vermögen über einen längeren Zeitraum korrekt wieder, während das arithmetische Mittel den Durchschnitt über viele kürzere Zeiträume bestimmt. Wenn ein Anleger beispielsweise 1.000 Euro investiert, im ersten Jahr 50 Prozent Gewinn macht und im zweiten Jahr 50 Prozent Verlust, bleiben ihm am Ende 750 Euro. Das geometrische Mittel beträgt in diesem Fall -13,4 Prozent und gibt seine mittlere Rendite pro Jahr an. Das arithmetische Mittel beträgt 0 Prozent und gibt an, wie hoch seine Rendite im Schnitt in den beiden Jahren war.

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Dem ist aus wirtschaftlicher Sicht nichts hinzuzufügen. Da ich aus Prinzip keine Schulden möchte verzichte ich darauf und habe das Gewerbe meine Frau eigenfinanziert, das ist aber mein Problem ;-)
3. März 2015 zum Beitrag
Zwei Anmerkungen:
Als Punkt 0 sollte die Frage stehen, was mit der Geldanlage erreicht werden soll. Wenn statt "ich möchte sparen" steht "ich möchte sparen, damit ich ..." steht sollte die ...
3. März 2015 zum Beitrag
@Manuel:
Ich habe es befürchtet, Ihr habt da einen anderen Ansatz.
Schuldentilgung vor Kapitalaufbau als Dogma zu formulieren, ist einfach zu undifferenziert.
Es kommt entscheidend darauf ...
3. März 2015 zum Beitrag
Gesamte Diskussion anzeigen - Anmelden oder registrieren, um an der Diskussion teilzunehmen.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

Finanztip-Experte für Bankprodukte

Manuel Kayl ist bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Studiert hat er an der TU München und dem Max-Planck-Institut für Physik.

Sara Zinnecker

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

Finanztip-Newsletter

Jetzt anmelden und keinen Finanztip mehr verpassen

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.