Gesetzliche Rentenversicherung

Der wichtigste Baustein für die Altersvorsorge

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Rente ist für die meisten Menschen der wichtigste Baustein in der Altersvorsorge. Heute bestreitet sie im Schnitt 64 Prozent des Alterseinkommens.
  • Das Alter für den regulären Renteneintritt steigt schrittweise von 65 auf 67 Jahre. Es ist politisch gewollt, dass das Rentenniveau schrittweise sinkt. Eine private Altersvorsorge wird daher immer wichtiger.
  • Die heute in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Arbeitnehmer finanzieren mit ihren Beiträgen die aktuellen Renten. Das nennt sich Umlageverfahren.
  • Beiträge und anrechenbare Zeiten werden in Entgeltpunkte umgerechnet. Ein Punkt entspricht der Durchschnittsrente. So bauen Sie einen Anspruch auf die gesetzliche Rente auf.
  • Die Höhe der späteren Rente ist daher abhängig vom Einkommen. Wer früher in den Ruhestand geht, bekommt weniger Rente.
  • Wer freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rente einzahlt, kann seine zukünftige Rente erhöhen oder ein Anspruch auf Rente aufbauen. Letzteres ist interessant für Mütter, die automatisch mindestens zwölf Monate Rentenanspruch pro Kind erhalten.
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Die gesetzliche Rente ist für die meisten Deutschen der wichtigste Baustein zur Sicherung eines Einkommens im Alter. Im Jahr 2011 bestritten Rentner im Schnitt noch 64 Prozent ihres Einkommens mit der gesetzlichen Rente. Doch das Niveau wird immer weiter sinken.

Die Arbeitnehmer zahlen für die Rentner

Das System der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland beruht auf einem Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die aktuelle Generation der Beitragszahler die Rente der aktuellen Rentnergeneration finanziert. Das eingezahlte Geld wird direkt umgelegt und ausgezahlt. Wer heute arbeitet, bekommt seine Rente später entsprechend durch die folgende Generation der Kinder und Enkelkinder finanziert.

Damit er später selbst Anspruch auf eine Rente hat, sammelt er durch seine Beiträge auf einem Rentenkonto Punkte. Bei diesem Modell spricht man auch von einem Generationenvertrag.

Ein anderes Modell wäre das Kapitaldeckungsverfahren, wie es in der privaten Altersvorsorge angewandt wird. In solch einem System spart jeder für sich selbst Geld an. Die Beiträge werden beiseitegelegt und verzinst und bei Renteneintritt des Beitragszahlers zurückgezahlt.

Durch das Umlageverfahren ist die Entwicklung der Rente an die Entwicklung der Löhne gekoppelt. Steigen die Löhne der jetzigen Arbeitnehmer, steigt auch die Rente der jetzigen Rentner. Stichtag für eine Anpassung ist immer der 1. Juli eines Jahres. In der Rentenformel, mit deren Hilfe die Rente berechnet wird, findet sich auch ein Nachhaltigkeitsfaktor. Dieser trägt dem demografischen Wandel Rechnung: Weil der Anteil der jüngeren Bundesbürger abnimmt, gibt es immer weniger Beitragszahler, die einen Rentner finanzieren.

Um die Beitragszahler zu entlasten, fallen Rentenerhöhungen durch den Nachhaltigkeitsfaktor niedriger aus als die Lohnentwicklung. Dadurch sinkt mit den Jahren das Rentenniveau: von heute 47,5 Prozent des aktuellen Durchschnittslohns auf wahrscheinlich 44,6 Prozent im Jahr 2029. Für das Jahr 2045 rechnet das Bundessozialministerium sogar nur noch mit 41,6 Prozent. Eine Schutzklausel bewahrt allerdings die Renten davor, bei einer negativen Entwicklung der Gehälter unter den bisherigen Rentenwert zu sinken.

Tipp

So beantragen Sie Rente

Stellen Sie den Antrag spätestens drei Monate vor dem geplanten Beginn der Rente. Die notwendigen Formulare finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung. 

Wann die Rente beginnt

Es gibt verschiedene Regelungen, die es ermöglichen, früher oder später das Berufsleben zu beenden. Das Grundmodell ist die Regelaltersrente. Anspruch auf die Regelaltersrente haben alle, die mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge eingezahlt haben. Das nennt sich Mindestversicherungszeit oder Wartezeit.

Seit einigen Jahren steigt die Altersgrenze für den Renteneintritt schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre. Wer im Jahr 1964 oder später geboren wurde, wird erst mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen können, ohne dass seine Rente gekürzt wird. Im Jahr 2016 darf der Jahrgang 1951 im Alter von 65 Jahren und fünf Monaten Rente beantragen.

Übersicht zur Anhebung der Regelaltersgrenze

Geburtsjahr Anhebung um Monate auf Jahr und Monat
1947 1 65 1
1948 2 65 2
1949 3 65 3
1950 4 65 4
1951 5 65 5
1952 6 65 6
1953 7 65 7
1954 8 65 8
1955 9 65 9
1956 10 65 10
1957 11 65 11
1958 12 66 0
1959 14 66 2
1960 16 66 4
1961 18 66 6
1962 20 66 8
1963 22 66 10
1964 24 67 0

Quelle: Deutsche Rentenversicherung (Stand: Juli 2016)

Wer 45 Jahre lang rentenversichert war, darf mit mindestens 63 Jahren vorzeitig in den Ruhestand gehen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Das nennt sich „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“. Auch dabei gibt es eine Übergangsregelung zur Anhebung der Altersgrenze. Für Jahrgänge ab 1964 ist die vorzeitige Rente erst mit 65 Jahren möglich.

Immer weniger Versicherte werden 45 Jahre Versicherungszeit erfüllen. Wer dennoch vor seiner Zeit Rente beantragen möchte, muss Abschläge auf die Auszahlungen hinnehmen. Jeder Monat vorzeitiger Ruhestand kostet 0,3 Prozent der monatlichen Rentenzahlung.

Ein Beispiel: Ein Mann, 1960 geboren, müsste laut Gesetz bis zum Alter von 66 Jahren und vier Monaten arbeiten, um abschlagsfrei in die Regelaltersrente zu gehen. Kommt er nicht auf 45 Beitragsjahre und möchte trotzdem mit 63 Jahren in Rente gehen, sinkt seine Rente, und zwar um 0,3 Prozent mal 40 (= 12 Prozent). Denn für eine abschlagsfreie Rente hätte er noch 40 Monate mehr arbeiten müssen.

Abschläge durch einen vorzeitigen Ruhestand können Sie mit zusätzlichen Beitragszahlungen ausgleichen.

Die Deutsche Rentenversicherung hilft bei der Berechnung dieser Zahlungen. Sie bietet einen Rechner an, mit dem jeder Bürger verschiedene Varianten zum persönlichen Renteneintritt durchspielen kann.

Für schwerbehinderte Menschen liegt die Regelaltersgrenze derzeit bei 63 Jahren und wird schrittweise auf 65 Jahre steigen. Frühere Sonderregelungen zur Rente bei Arbeitslosigkeit wurden teilweise abgeschafft.

Zusätzliche Rentenansprüche durch spätere oder Teil-Rente

Nicht alle Menschen möchten vorzeitig in den Ruhestand. Viele Arbeitnehmer können sich vorstellen, länger als bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten. Jeder Monat, in dem sie nicht die Rente beantragen, steigert die Auszahlung um 0,5 Prozent. Wer weiter arbeitet, erhöht die Rente zusätzlich, weil er weiterhin in die Rentenkasse einzahlt.

Eine andere Möglichkeit ist die Teilrente. Dabei nehmen Sie nur einen Teil der Ihnen zustehenden Rente in Anspruch. Gleichzeitig dürfen Sie aber Geld hinzuverdienen, auch beim bisherigen Arbeitgeber. Wie hoch der Hinzuverdienst sein darf, richtet sich nach dem Gehalt der letzten drei Jahre und dem Anteil der Rente. Für einen anfänglichen Verzicht auf einen Teil der Rente erhalten Sie später einen Zuschlag. Durch das Weiterarbeiten erhöht sich die Rente zusätzlich. 

Achtung

Steuerpflichtige Rentner

Im Juli 2016 stiegen die Renten im Westdeutschland um 4,25 Prozent, im Osten um 5,95 Prozent. Seitdem sind etwa 160.000 zusätzliche Rentner steuerpflichtig.

So berechnet sich die Rente

Im Umlageverfahren werden eingezahlte Beiträge gleich wieder an die aktuellen Rentner ausgezahlt. Dadurch gibt es kein individuelles Konto für jeden Versicherten, auf dem seine zukünftige Rente zurückgelegt und angespart wird. Stattdessen sammelt ein Beitragszahler Ansprüche in Form von Entgeltpunkten, die sich an der Höhe des Arbeitseinkommens orientieren.

Wer genau das jährliche Durchschnittseinkommen verdient, erreicht einen Entgeltpunkt. Im Jahr 2017 beträgt dieses Durchschnittseinkommen vorläufig 37.103 Euro. Wer zum Beispiel nur die Hälfte verdient, bekommt für dieses Jahr einen halben Entgeltpunkt gutgeschrieben, wer das Doppelte verdient, erhält zwei Punkte. Einem Entgeltpunkt ist ein Geldwert zugeordnet. Im Westen bringt seit Juli 2016 ein Punkt eine Rente von 30,45 Euro, im Osten 28,66 Euro.

Die Rentenversicherung rechnet dann zum Renteneintritt die Entgeltpunkte mit einer Formel in eine Rente um: monatliche Rentenhöhe = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor.

Mit dem Zugangsfaktor werden Auf- oder Abschläge berücksichtigt, die zum Beispiel durch einen verfrühten Start in den Ruhestand entstehen können. Der Rentenartfaktor berücksichtigt verschiedene Höhen der Rentenarten. Zum Beispiel beträgt eine Zahlung bei teilweiser Erwerbsminderung nur die Hälfte einer vollen Rente.

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Achtung

Krankenkassenbeitrag

Auf die gesetzliche Rente müssen Sie Beiträge zur Krankenversicherung der Rentner zahlen oder sich freiwillig gesetzlich versichern. Rentner haben in der privaten Krankenversicherung ein Recht auf Beihilfe. Auch für die Pflegeversicherung fallen weiterhin Beiträge an.

So hoch ist der Beitrag

Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer zahlen einen Teil ihres Einkommens in die Rentenversicherung ein. Der Pflichtbeitrag liegt bei 18,7 Prozent, der jeweils zur Hälfte vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber bezahlt wird. Es wird nur Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze herangezogen. Diese liegt 2017 im Westen bei 6.350 Euro monatlich, im Osten bei 5.700 Euro 76.200 Euro bzw. 68.400 Euro pro Jahr). Wer mehr verdient, muss auf das Einkommen über der Grenze keinen Beitrag zahlen.

Auch Selbständige, vor allem Handwerker oder Hebammen, können Pflichtmitglieder in der Rentenversicherung sein. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, als Selbständiger freiwillig Beiträge zu zahlen. Selbständige müssen ihren Beitrag komplett alleine tragen, außer sie sind Mitglied in der Künstlersozialversicherung. Denn diese übernimmt den Arbeitgeberanteil.

Für welche Tätigkeiten es sonst noch Rente gibt

Durch einige Sonderregelungen zählen auch Zeiten ohne eigene oder mit reduzierten Beiträgen zur Mindestversicherungszeit für die Rente dazu. Pflichtversichert sind:

  • Mütter oder Väter während der Kindererziehungszeit. Für Kinder, die ab dem 1. Januar 1992 geboren wurden, wird einem Elternteil drei Jahre lang jeweils etwa ein Entgeltpunkt zugeschrieben. Für Kinder vor 1992 gibt es zwei Jahre Kindererziehungszeit (Mütterrente). Den zusätzlichen Rentenanspruch gibt es auch, wenn der Elternteil nebenbei arbeitet. Allerdings wird der Anspruch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze angerechnet.
  • pflegende Angehörige. Die Pflegekasse zahlt für sie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Höhe ist abhängig vom Pflegeaufwand und wird individuell berechnet.
  • Menschen mit Behinderung.
  • Wehrdienstleistende oder Menschen im Bundesfreiwilligendienst.
  • Empfänger von Krankengeld, Arbeitslosengeld I oder anderen Unterhaltsersatzleistungen.
  • teilweise auch Studenten mit Nebenjob.

Für einen Minijob fallen außerdem Beiträge in Höhe von 15 Prozent an, die der Arbeitgeber bezahlt. Minijobber können diesen Beitrag selbst noch um 3,7 Prozent aufstocken. Bei einem sogenannten Midijob zahlt der Arbeitgeber einen Anteil von 9,35 Prozent, während für den Arbeitnehmer ein reduzierter Beitrag anfällt, der sich je nach Höhe des Einkommens berechnet. Auch Midijobber können auf den vollen Beitrag aufstocken und so höhere Rentenansprüche erwerben.

Freiwillige Rentenbeiträge zahlen

Mit freiwilligen Beiträgen lässt sich entweder die zukünftige Rente erhöhen oder überhaupt ein Anspruch auf Rente aufbauen.

Grundsätzlich kann jeder Bürger freiwillig Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen. Besonders lohnt es sich, wenn sich durch wenige zusätzliche Zahlungen die Wartezeit erfüllen lässt.

Ein Beispiel: Eine Mutter, die vor 1992 zwei Kinder zur Welt gebracht hat, hat insgesamt 24 Monate Beitragszeit erworben. Für die Mindestversicherungszeit zur Regelaltersgrenze fehlen ihr weitere 12 Monate. Zahlt sie diese freiwillig nach, erwirbt sie einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente, ohne jemals sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen zu sein. Für Kinder, die nach 1992 geboren wurden, gibt es automatisch drei Jahre Kindererziehungszeit.

Selbständige, die beispielsweise eine Festanstellung gekündigt haben, können sich durch freiwillige Beiträge ihre Anwartschaft für die Erwerbsminderungsrente erhalten. Und wer seine Rentenzahlungen im Alter steigern möchte, erreicht dies ebenfalls durch freiwilliger Beiträge.

Wer sich freiwillig rentenversichert, kann die Höhe und die Zahl der Beiträge selbst bestimmen. 2017 müssen die Beiträge mindestens 84,15 Euro und dürfen höchstens 1.187,45 Euro pro Monat betragen. In den meisten Fällen können Beiträge für ein Jahr noch bis zum 31. März des Folgejahres nachgezahlt werden. In wenigen Ausnahmen, etwa wie im obigen Beispiel der Mutter, sind freiwillige Beiträge aber auch noch viele Jahre später möglich.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung (Stand: Juni 2016)

Jährliche Renteninformation

Versicherte, die mindestens 27 Jahre alt sind und die Mindestversicherungszeit erfüllt haben, erhalten jedes Jahr eine Renteninformation. Darin berechnet die Deutsche Rentenversicherung für verschiedene Szenarien die Höhe der Rentenzahlung. Zum einen finden Sie dort die Höhe Ihrer vollen Erwerbsminderungsrente und die Höhe Ihrer Regelaltersrente, die Sie mit Ihren bisher gesammelten Ansprüchen erreichen würden. Zusätzlich zeigt die Renteninformation, wie sich Ihr Rentenanspruch entwickelt, sofern Sie den Durchschnittsverdienst der vergangenen fünf Jahre beibehalten.

Außerdem finden Sie Berechnungen zur Rentenhöhe, sollte das Rentenniveau jährlich um 1 oder 2 Prozent angepasst werden. Falls Sie die Rechnung nicht erhalten, können Sie sie unkompliziert auf der Website der Versicherung anfordern. 

Besonders in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg sind die Berechnungen der Rentenversicherung zur Altersrente kaum aussagekräftig. Denn die Rechnung stützt sich auf die vergangenen fünf Jahre. Dort fließen dann möglicherweise noch Beitragszahlungen aus dem Studentenjob in die Berechnung ein. Die prognostizierte Altersrente nach fünf vollen Berufsjahren sollte aber deutlich höher ausfallen.

Die gesetzliche Rente allein reicht nicht

Das Rentenniveau betrug 2017 nur noch 47,8 Prozent. Dieser Wert ist eine Modellrechnung. Er stellt dar, wie hoch das Rentenniveau eines Rentners wäre, der 45 Jahre lang das Durchschnittseinkommen verdient hat. Für diesen Ruheständler betrüge die Rente netto vor Abzug von Steuern 47,8 Prozent des Durchschnitteinkommens – also 1.198 Euro pro Monat. Doch in Zukunft soll das Rentenniveau sinken, um die Beitragszahler zu entlasten. Der Plan der Bundesregierung: 2030 soll das Rentenniveau bei etwa 43 Prozent liegen. Im Vergleich zu früher bekommen künftige Rentner für ihre gezahlten Beiträge also immer weniger Rente.

Bereits heute dürfte für viele Menschen diese Zahlung alleine nicht ausreichen, um den Lebensbedarf zu decken. Rentner, die 2014 in den Ruhestand gingen, erhalten durchschnittlich weniger als 1.000 Euro im Monat.

Rentenzugang 2014

  Männer Frauen
Ost 952 Euro 838 Euro
West 980 Euro 485 Euro

(nach Abzug des Beitrags zur Krankenversicherung/Pflegeversicherung der Rentner)
Quelle: Deutsche Rentenversicherung (Stand: November 2015)

Eine private Altersvorsorge ist demnach notwendig, um die Vorsorgelücke zu stopfen. Der Staat fördert Riester-Verträge und die betriebliche Altersvorsorge. Außerdem gibt es Möglichkeiten, flexibel ohne Förderung fürs Alter vorzusorgen.

Weitere Tipps im Ratgeber richtige Altersvorsorge

Manuel Kayl
Experte für Geldanlage

So finden Sie die richtige Altersvorsorge

  • Wollen Sie sich gegen ein langes Leben absichern, wählen Sie eine Rente.
  • Wenn nicht, nehmen Sie eine flexible Altersvorsorge.
  • Sind die Kosten der betrieblichen Altersvorsorge niedrig, schließen Sie eine ab.

» Zum Ratgeber

Aktuelle Diskussion um die gesetzliche Rente

Über die Zukunft der gesetzlichen Rente wird in der Politik viel gestritten. Sie soll zum einen für zukünftige Generationen bezahlbar bleiben, andererseits aber auch vor Altersarmut schützen.

Daher fordern einige Politiker, die Absenkung des Rentenniveaus wieder rückgängig zu machen. Andere fordern eine solidarische Lebensleistungsrente für Geringverdiener: Wer 40 Jahre lang eingezahlt hat, dessen Rente soll auf ein Mindestniveau aufgestockt werden. Auch bereits oft kritisiert wurde die Tatsache, dass die Riester-Rente angerechnet wird, sobald jemand mit seiner Rente unter die Grundsicherung fällt. Die Forderung ist, die Riester-Rente zum Teil oder als Ganzes in Schonvermögen umzuwandeln.

Die sogenannte Flexi-Rente kommt schon 2017. Mit der Neuregelung soll der Renteneintritt flexibler gestaltet werden. Vor allem diejenigen, die länger arbeiten möchten als die Regelaltersgrenze vorgibt, sollen Anreize bekommen. So sollen die Arbeitgeber bei den Sozialbeiträgen für ältere Arbeitnehmer entlastet werden. Und die arbeitenden Senioren selbst sollen von den zusätzlichen Beiträgen in die Rentenkasse stärker profitieren. Wer dagegen nicht mehr arbeiten kann oder möchte, soll ohne Kürzungen in Rente gehen.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.